14.07.2014

Japan-Restaurant geschlossen, Hoteldirektor weg


Offenbar stehen die Gäste des Chedi nicht allzu sehr auf Sushi. Jedenfalls hat das im Dezember 2013 eröffnete „The Japanese Restaurant“ im Chedi seine Tore bereits wieder geschlossen – und zwar bereits Ende Februar 2014.

Zwar wurde eine Wiedereröffnung auf April und dann auf die Sommersaison hin in Aussicht gestellt. Daraus ist aber nichts geworden, wie die Neue Urnerzeitung am 14. Juli 2014 berichtete. Die Frage, ob im Chedi zu wenig Gäste ein und ausgehen, wurde vom interimistischen Hoteldirektor Hansjörg Meier verneint. Man wolle sich im ersten Betriebsjahr auf das grössere „The Restaurant“ konzentrieren. Deshalb habe man sich entschieden, das japanische Restaurant erst wieder auf die kommende Wintersaison im Dezember zu eröffnen.

Alain Baumann hat den Hut genommen
Eine weitere Neugikeit: Alain Baumann, seines Zeichens erster Direktor des Chedi, hat nach nur einem halben Jahr seinen Job bereits an den Nagel gehängt. Sein Abgang sei aus persönlichen Gründen erfolgt, heisst es offiziell.

03.07.2014

Umweltverbände verzichten auf Beschwerde

Die Umweltverbände verzichten auf eine Beschwerde gegen den von Samih Sawiris geplanten Skigebietsausbau zwischen Andermatt und Sedrun. Sie zweifeln zwar weiter an der Nachhaltigkeit des Projekts, halten dieses aber im Kern für rechtens.

Ende Mai hatte das Bundesamt für Verkehr (BAV) der Andermatt-Sedrun Sport AG (ASS) die Bewilligung erteilt, um die bestehenden Skigebiete beidseits des Oberalps zusammenzuschliessen und zu modernisieren. Die Beschwerdefrist läuft laut BAV Anfang nächster Woche ab.

Projekt kaum aufzuhalten
Die Umweltverbände Pro Natura, WWF, VCS, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL und Mountain Wilderness verzichten auf eine Beschwerde gegen die Plangenehmigungsverfügung, wie Vertreter der Organisationen am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärten. Für sie lässt sich das Projekt auf rechtlichem Weg kaum verhindern.

Zweifel an Nachhaltigkeit
Pro Natura befürworte das Projekt zwar nicht und zweifle weiterhin an der Nachhaltigkeit, sagte Verbandssprecher Thomas Neumeyer. Aus juristischer Optik sei das Vorhaben aber im Kern rechtens. Dank der Übereinkunft mit den Behörden und den Initianten falle das Vorhaben kleiner und landschaftsverträglicher aus als ursprünglich geplant.

Die Umweltverbände schlossen Anfang 2013 mit Samih Sawiris eine Vereinbarung ab. Das Projekt respektiere die damals festgelegten Eckwerte, sagte Katharina Conradin, Geschäftsleiterin von Mountain Wilderness.

10.06.2014

BAV erteilt Ausbau Skigebiet grünes Licht


Die Skigebiete von Andermatt UR und Sedrun GR können mit neuen Anlagen zusammengeschlossen und modernisiert werden.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat das 15 neue Seilbahnanlagen umfassende Gesamtprojekt genehmigt, wie es am Montag, 2. Juni, mitteilte. Die Skigebiete werden von der Orascom-Tochtergesellschaft Andermatt-Sedrun Sport AG (ASS) betrieben.

Das BAV sei zum Schluss gekommen, dass das Projekt den gesetzlichen Anforderungen entspreche und die Umweltverträglichkeit auf der Stufe Plangenehmigung nachgewiesen sei, heisst es in der Mitteilung. Die grossflächigen Eingriffe in die Landschaft würden mit einer Vielzahl von Massnahmen ausreichend kompensiert. Gegen den Entscheid des BAV könnten am Verfahren beteiligte Parteien beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde führen.

28.05.2014

Offiziell 94 Wohnungen verkauft


Der Tagesanzeiger hat recherchiert. Gemäss dieser Recherche hat Samih Sawiris in Andermatt bis dato 73 Wohnungen im Resort verkauft. Quelle ist das Amtsblatt des Kantons Uri, wo sämtliche Eigentumsübertragungen veröffentlicht werden.
Der «Tages Anzeiger» hat alle Ausgaben des Amtsblattes von Anfang 2010 bis vergangene Woche untersucht. Das Ergebnis: 2010 wurde kein einziger Kaufvertrag der ASA eingetragen. 2011 wurde der Verkauf der bisher einzigen Villa an den Schaffhauser Unternehmer und Multimillionär Giorgio Behr im Grundbuch registriert. 2012 waren es die 73 Wohnungen der Acuro Immobilien AG. 2013 wurde wieder keine Eigentumsübertragung beurkundet. Im Jahr 2014 lässt sich erstmals ein reger Immobilienverkauf an verschiedene Personen und Firmen feststellen – insgesamt wurden 21 Wohnungen des Chedi-Komplexes verkauft und notariell im Grundbuch beglaubigt.
Wenig klassische Ferienwohnungen
Gemäss Tagesanzeiger sieht es auf den ersten Blick gut aus mit den Verkäufen, besonders im Hotel Chedi, wo gemäss Andermatt Swiss Alps 90% der Einheiten verkauft sind. Auf den zweiten Blick wird für den Tagi aber klar, dass es sich bei den wenigsten um klassische Ferienwohnungskäufer handelt: Die Acuro-Investoren wollen ihre 73 Wohnungen mittelfristig an Endabnehmer weiterverkaufen, und bei schätzungsweise 4 bis 5 Wohnungen handelt es sich um sogenannte Handwerkerwohnungen, welche die am Chedi-Bau beteiligten Firmen mehr oder weniger freiwillig erwarben. Je 2 Wohnungen gehen an eine in Luxemburg und eine auf den Virgin Islands domizilierte Investmentfirma, 3 weitere Wohnungen wurden von drei weitgehend unbekannten Schweizer Firmen gekauft. Bleiben damit 9 Wohnungen, die von Privatpersonen aus folgenden Ländern gekauft wurden: Deutschland (4 Wohnungen), Russland (2) sowie Italien, China und Ägypten mit je 1 Wohnung.

20.05.2014

Spanien und Portugal im Visier


Wähend Orascom rote Zahlen schreibt, und das Geschäft in seiner Heimat alles andere als rund läuft, blickt Samih Sawiris – echter Unternehmer eben – nach vorn: Er will weiter investieren. Zusammen mit der deutschen FTI-Gruppe will er Hotels in Spanien und Portugal kaufen. Er hat vor allem Häuser im Auge «die in der Vermarktung Probleme haben und deshalb günstig sind», sagte er dem deutschen Fachmagazin FVW. Wie es danach weitergehen soll, weiss Sawiris auch schon. «Dann bringen wir sie vom Produkt her auf Vordermann, und sie profitieren von der ­Verkaufskraft von FTI.»

FTI könnte in Orascom integriert werden
Sawiris hatte im März privat 74,9 Prozent an der deutschen RT Raiffeisen Touristik  und zwischen 25 und 35 Prozent der FTI gekauft. Er erachtete dies als attraktive Gelegenheit und wollte mit dem persönlichn Engagement schnell handeln. Eine spätere Integration in die börsenkotierte Orascom Development, an der Sawiris Familie eine Mehrheit besitzt, ist aber bereits angedacht.

19.05.2014

Tourismuspreis für Andermatt


Andermatt erhielt am Samstag, 17. Mai, den Destinations-Award des Tourismus Forums Luzern (TFL). Mit politischer Weitsicht und Mut habe die Gemeinde das «Wunder von Andermatt» gemeinsam mit Investor Samih Sawiris erst möglich gemacht, heisst es in einer Medienmitteilung des TFL. Roger Nager, Gemeindepräsident, Karl Poletti, alt Gemeindepräsident, und Martin Jörg, Gemeindeschreiber, nahmen den Award im Rahmen einer Gala im Verkehshaus Luzern entgegen.


23.04.2014

Neue Verwaltungsräte für Orascom

Bei Orascom kommt es zu Veränderungen. An der Generalversammlung vom 12. Mai werden Jürgen Fischer und Jürg Weber zur Zuwahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen, teilte Orascom am 23. Mai mit. Im Gegenzug verzichtet das bisherige Mitglied Jean-Gabriel Pérès auf eine Wiederwahl. Alle übrigen Mitglieder würden zur Wiederwahl für eine Amtszeit von einem Jahr vorgeschlagen.

Jürgen Fischer ist Gründer von 'The Pearl Management Consultants' in Dubai und amtierte zuvor als CEO des Immobilienentwicklers Dubai Properties LLC. Jürg Weber ist gemäss Mitteilung Gründer und Besitzer der Golden Horn Management LTD mit Sitz in Kiew und Mitglied im Verwaltungsrat von verschiedenen türkischen Unternehmen sowie der holländischen Bensys Holding.