27.08.2014

Orascom zurück im Plus


Samih Sawiris‘ Orascom schreibt dieses Jahr wieder schwarze Zahlen. Unter dem Strich resultiert im ersten Halbjahr 2014 ein Gewinn von 31,5 Mio. Franken. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 48,0 Mio. ausgewiesen worden.

Die politische Lage in Ägypten hat sich in letzter Zeit etwas beruhigt.  Das scheint sich auch auf den Geschäftsgang der Orascom positiv auszuwirken, obwohl sich 85% der Hotelzmmer des Unternehmens in Ägypten befinden. Im ersten Halbjahr scheint das bessere Umfeld jedenfalls ein wenig durchzuscheinen. Anders als vor 12 Monaten weist Orascom heuer einen Halbjahresgewinn aus, wobei dieser auch Einmalgewinnen zu verdanken ist. Weiterhin negativ ist der operative Cashflow. Laut Angaben von Orascom besteht aber die Chance, dass am Ende des laufenden Jahres kein Geldabfluss mehr bilanziert werden muss.

Hotelgeschäft weiterhin in der Krise
Zwar ist der Immobilien- und Baubereich leicht in Fahrt gekommen: Der Umsatz hat sich im ersten Semester im Vergleich mit dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Immobilienverkäufe stiegen von 31 Mio. Franken auf 35 Mio.

Im Gegensatz dazu verharrt das Hotelgeschäft noch ganz in der Krise. Die Auslastung der Beherbergungsbetriebe lag im ersten Semester bei tiefen 42%. Gleichzeitig mussten den Feriengästen erneut  Zugeständnisse bei den Preisen gemacht werden. Geschadet haben Orascom dabei nicht nur die Reisewarnungen, die verschiedene Regierungen zu Ägypten ausgesprochen haben, sondern auch Überschwemmungen in Taba, die an den Unterkünften schwere Schäden angerichtet haben.

Sawiris optimistisch
Orascom-Chef Samih Sawiris äusserte sich wie immer optimistisch zu den Perspektiven des ägyptischen Hotelgeschäfts. Mit dem neuen Präsidenten habe das Land an Stabilität gewonnen, und die Buchungszahlen seien bereits gestiegen.

Reisewarnung aufgehoben
Zumindest zaghafte Hoffnungen scheinen berechtigt. Verschiedene Aussenministerien, darunter auch das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), haben in den vergangenen Wochen Reisewarnungen zu ägyptischen Badeorten aufgehoben. Die Erholung im Land ist allerdings zerbrechlich. Neuerliche Unruhen und Anschläge würden einen Teil von Orascoms Fortschritten zweifellos wieder zunichtemachen

14.08.2014

Sand im Chedi-Getriebe?

Im Herbst legt das Hotel The Chedi Andermatt für knapp sechs Wochen eine Pause ein. Lediglich für die Residenz-Besitzer ist noch ein Minimum an Personal vorhanden. Der Rest der Angestellten wird vom 27. Oktober bis zum 4. Dezember in die Betriebsferien geschickt.

Gemäss Medien nutzen die Betreiber des Hotels die Zeit ohne die externen Gäste, um den Wellnessbereich aufgefrischt und erweitert. Pünktlich zur Wiedereröffnung am 5. Dezember sollen die Gäste einen neuen Raum zu Entspannung im asiatischen Stil erhalten. Gleichzeitig soll auch der Aussenpool ein erstes Mal in Betrieb genommen werden.

Gerüchten zufolge läuft das Hotel nicht wie gewünscht. Dies jedoch dementiert Markus Berger, Sprecher der Andermatt Swiss Alps, deutlich: Es sei nichts als sinnvoll, dass Revisionsarbeiten in der Zwischensaison ohne Gäste im Haus stattfinden.

Skiarena: Baubeginn 2015

Die Skifahrer können ab Beginn der Wintersaison 2017/201 von Andermatt nach Sedrun powdern. Die Verantwortlichen des zurzeit grössten Seilbahnprojektes in der Schweiz haben über die nächsten Ausbauschritte informiert.

Artikel in der Urner Zeitung...

14.07.2014

Japan-Restaurant geschlossen, Hoteldirektor weg


Offenbar stehen die Gäste des Chedi nicht allzu sehr auf Sushi. Jedenfalls hat das im Dezember 2013 eröffnete „The Japanese Restaurant“ im Chedi seine Tore bereits wieder geschlossen – und zwar bereits Ende Februar 2014.

Zwar wurde eine Wiedereröffnung auf April und dann auf die Sommersaison hin in Aussicht gestellt. Daraus ist aber nichts geworden, wie die Neue Urnerzeitung am 14. Juli 2014 berichtete. Die Frage, ob im Chedi zu wenig Gäste ein und ausgehen, wurde vom interimistischen Hoteldirektor Hansjörg Meier verneint. Man wolle sich im ersten Betriebsjahr auf das grössere „The Restaurant“ konzentrieren. Deshalb habe man sich entschieden, das japanische Restaurant erst wieder auf die kommende Wintersaison im Dezember zu eröffnen.

Alain Baumann hat den Hut genommen
Eine weitere Neugikeit: Alain Baumann, seines Zeichens erster Direktor des Chedi, hat nach nur einem halben Jahr seinen Job bereits an den Nagel gehängt. Sein Abgang sei aus persönlichen Gründen erfolgt, heisst es offiziell.

03.07.2014

Umweltverbände verzichten auf Beschwerde

Die Umweltverbände verzichten auf eine Beschwerde gegen den von Samih Sawiris geplanten Skigebietsausbau zwischen Andermatt und Sedrun. Sie zweifeln zwar weiter an der Nachhaltigkeit des Projekts, halten dieses aber im Kern für rechtens.

Ende Mai hatte das Bundesamt für Verkehr (BAV) der Andermatt-Sedrun Sport AG (ASS) die Bewilligung erteilt, um die bestehenden Skigebiete beidseits des Oberalps zusammenzuschliessen und zu modernisieren. Die Beschwerdefrist läuft laut BAV Anfang nächster Woche ab.

Projekt kaum aufzuhalten
Die Umweltverbände Pro Natura, WWF, VCS, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL und Mountain Wilderness verzichten auf eine Beschwerde gegen die Plangenehmigungsverfügung, wie Vertreter der Organisationen am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärten. Für sie lässt sich das Projekt auf rechtlichem Weg kaum verhindern.

Zweifel an Nachhaltigkeit
Pro Natura befürworte das Projekt zwar nicht und zweifle weiterhin an der Nachhaltigkeit, sagte Verbandssprecher Thomas Neumeyer. Aus juristischer Optik sei das Vorhaben aber im Kern rechtens. Dank der Übereinkunft mit den Behörden und den Initianten falle das Vorhaben kleiner und landschaftsverträglicher aus als ursprünglich geplant.

Die Umweltverbände schlossen Anfang 2013 mit Samih Sawiris eine Vereinbarung ab. Das Projekt respektiere die damals festgelegten Eckwerte, sagte Katharina Conradin, Geschäftsleiterin von Mountain Wilderness.

10.06.2014

BAV erteilt Ausbau Skigebiet grünes Licht


Die Skigebiete von Andermatt UR und Sedrun GR können mit neuen Anlagen zusammengeschlossen und modernisiert werden.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat das 15 neue Seilbahnanlagen umfassende Gesamtprojekt genehmigt, wie es am Montag, 2. Juni, mitteilte. Die Skigebiete werden von der Orascom-Tochtergesellschaft Andermatt-Sedrun Sport AG (ASS) betrieben.

Das BAV sei zum Schluss gekommen, dass das Projekt den gesetzlichen Anforderungen entspreche und die Umweltverträglichkeit auf der Stufe Plangenehmigung nachgewiesen sei, heisst es in der Mitteilung. Die grossflächigen Eingriffe in die Landschaft würden mit einer Vielzahl von Massnahmen ausreichend kompensiert. Gegen den Entscheid des BAV könnten am Verfahren beteiligte Parteien beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde führen.

28.05.2014

Offiziell 94 Wohnungen verkauft


Der Tagesanzeiger hat recherchiert. Gemäss dieser Recherche hat Samih Sawiris in Andermatt bis dato 73 Wohnungen im Resort verkauft. Quelle ist das Amtsblatt des Kantons Uri, wo sämtliche Eigentumsübertragungen veröffentlicht werden.
Der «Tages Anzeiger» hat alle Ausgaben des Amtsblattes von Anfang 2010 bis vergangene Woche untersucht. Das Ergebnis: 2010 wurde kein einziger Kaufvertrag der ASA eingetragen. 2011 wurde der Verkauf der bisher einzigen Villa an den Schaffhauser Unternehmer und Multimillionär Giorgio Behr im Grundbuch registriert. 2012 waren es die 73 Wohnungen der Acuro Immobilien AG. 2013 wurde wieder keine Eigentumsübertragung beurkundet. Im Jahr 2014 lässt sich erstmals ein reger Immobilienverkauf an verschiedene Personen und Firmen feststellen – insgesamt wurden 21 Wohnungen des Chedi-Komplexes verkauft und notariell im Grundbuch beglaubigt.
Wenig klassische Ferienwohnungen
Gemäss Tagesanzeiger sieht es auf den ersten Blick gut aus mit den Verkäufen, besonders im Hotel Chedi, wo gemäss Andermatt Swiss Alps 90% der Einheiten verkauft sind. Auf den zweiten Blick wird für den Tagi aber klar, dass es sich bei den wenigsten um klassische Ferienwohnungskäufer handelt: Die Acuro-Investoren wollen ihre 73 Wohnungen mittelfristig an Endabnehmer weiterverkaufen, und bei schätzungsweise 4 bis 5 Wohnungen handelt es sich um sogenannte Handwerkerwohnungen, welche die am Chedi-Bau beteiligten Firmen mehr oder weniger freiwillig erwarben. Je 2 Wohnungen gehen an eine in Luxemburg und eine auf den Virgin Islands domizilierte Investmentfirma, 3 weitere Wohnungen wurden von drei weitgehend unbekannten Schweizer Firmen gekauft. Bleiben damit 9 Wohnungen, die von Privatpersonen aus folgenden Ländern gekauft wurden: Deutschland (4 Wohnungen), Russland (2) sowie Italien, China und Ägypten mit je 1 Wohnung.

20.05.2014

Spanien und Portugal im Visier


Wähend Orascom rote Zahlen schreibt, und das Geschäft in seiner Heimat alles andere als rund läuft, blickt Samih Sawiris – echter Unternehmer eben – nach vorn: Er will weiter investieren. Zusammen mit der deutschen FTI-Gruppe will er Hotels in Spanien und Portugal kaufen. Er hat vor allem Häuser im Auge «die in der Vermarktung Probleme haben und deshalb günstig sind», sagte er dem deutschen Fachmagazin FVW. Wie es danach weitergehen soll, weiss Sawiris auch schon. «Dann bringen wir sie vom Produkt her auf Vordermann, und sie profitieren von der ­Verkaufskraft von FTI.»

FTI könnte in Orascom integriert werden
Sawiris hatte im März privat 74,9 Prozent an der deutschen RT Raiffeisen Touristik  und zwischen 25 und 35 Prozent der FTI gekauft. Er erachtete dies als attraktive Gelegenheit und wollte mit dem persönlichn Engagement schnell handeln. Eine spätere Integration in die börsenkotierte Orascom Development, an der Sawiris Familie eine Mehrheit besitzt, ist aber bereits angedacht.