24.12.2008

Sawiris von 0 auf Platz 3

Samih Sawiris ist von den Schweizer Wirtschaftsjournalisten zum Unternehmer des Jahres gewählt worden. Wie lange es wohl geht, bis auch Andermatt und der Kanton Uri zu Ehren kommen, z.B. als mutige, unkomplizierte und innovative Tourismusregion?

23.12.2008

Im Frühling starten die Arbeiten in Andematt

In einem Interview mit der Handels Zeitung spricht Sawiris über die Wirtschaftskrise in der Golfregion, eine neues Projekt in Montenegro - und natürlich das Resort in Andermatt. Hier gehts zum Interview...

22.12.2008

Quartiergestaltungspläne bewilligt

Aufs Jahresende ist alles bereit: Der Regierungsrat hat die Quartiergestaltungspläne des Tourismusprojektes genehmigt. Mit der rechtskräftigen Genehmigung der Quartiergestaltungspläne können die Sawiris-Leute nun die konkreten Bauprojekte erarbeiten. Bereits im Frühjahr 2009 soll bei den Baubehörden das Baubewilligungsgesuch für das Hotel Bellevue, den Golfplatz und das Podium einreichen. Und: Auch das Sportzentrum mit Hallenbad soll in der ersten Phase realisiert werden.

17.12.2008

Realp: Wohnraum für Resort-Angestellte?

Laut jüngsten Pressemeldungen ist Realps Gemeinderat im Gespräch mit den Verantwortlichen des Sawiris-Projekts. Konkret wird geprüft, ob in Realp Wohnraum für Angestellte des Resorts geschaffen werden kann. Bahnhof weg Zudem will die Matterhorn-Gotthardbahn (MGB) den Bahnhof Realp komplett abreissen und den Autoverlad neu gestalten. Ein Aufnahmegebäude soll Verkaufs- und Restaurationsangebote sowie behindertengerechte WC-Anlagen aufnehmen.

16.12.2008

Samih bei Aeschbi

Samih Sawiris Besuch bei Aeschbacher ist zwar schon eine Weile her. Aber vielleicht hat ja der eine oder andere Blogleser Zeit und Musse über Weihnachten, sich den symphatischen Auftritt nochmals anzusehen. Schon erstaunlich der Mann. Mit seiner Ausstrahlung und seinem Charisma hat er das Publikum im Sack, sobald er die Bühne betritt. Viel Spass! Samih bei Aeschbi...

15.12.2008

Harter Granit oder wackelnder Fels?

Nach wie vor herrscht Zuversicht im Hinblick auf das Ferienresort in Andermatt. Die Finanzierung ist gemäss Samih Sawiris gesichert. Andernorts ist das Wettrüsten in den Alpen ins Stottern gekommen. Ein kleiner Jahresrückblick (oder ist es vielleicht ein Ausblick?) sei erlaubt. Es liegt Schnee auf dem Boden des künftigen Rersorts. Die Bagger, die in den letzten Monaten zaghaft mit dem Rückbau begonnen haben, sind verstummt. Einzig im Tourismusbüro, wo auch Sawiris‘ Showroom eingerichtet werden soll, wird noch gewerkelt. Es ging und geht gemächlich voran. Die Statik des Daches sorgte für Verzögerung. Immerhin, rechtzeitig auf die Festtage hin, sollen die Touristiker in den neuen Büroräumen präsent sein. Auch im Sawiris-Trakt des Gebäudes soll gemäss Zeitungsberichten bald eine nette Dame den Besuchern das Resort näher bringen. Rasanter Downhill Rasanter als beim Bauen lief die Samih Sawiris‘ Orascom-Aktie in diesem Jahr. Schnellte sie nach dem Börstenstart im Frühjahr noch auf ein Höchst von 175 Franken, sauste sie im November aufs (bisherige) Allzeittief von 24.70 Franken. Am 15. Dezember hat sie sich auf 38.50 Franken erholt. Aber wir wissen ja alle: Die Börse hat mit der realen Wirtschaft wenig zu tun. Stimmt im Prinzip schon. Nur beschränken tiefe Börsenkurse halt letztlich die verfügbaren Geldmittel doch. Und die Investitionslust sinkt mit tauchenden Börsenwerten bestimmt auch. Für das Resortprojekt scheint das kein Problem zu sein. So zumindest vermitteln es uns Samih Sawiris und seine Adlaten. Es sei genügend Geld vorhanden, um das Projekt planmässig anzustossen. Wenn nicht, so sind da noch die potenziellen Immobilienkäufer. Besonders die Ausländischen. Die werden jetzt in der Finanzkrise verstärkt auf sichere Anlagen - also Immobilien setzten. Die bringen also sicher Geld in die Kasse. Hoffentlich. Seifenblasen Soweit also alles paletti im Urserntal, so die Spezialisten. Machen wir uns also keine Gedanken. Die Zukunft wird in jedem Fall zeigen, wo es langgeht. So wie andernorts. Deshalb schauen wir doch einfach einmal übers Ursertal hinaus. Da war 2008 bekanntlich von verschiedensten touristischen Grossprojekten in den Alpen die Rede. Las man all die Bericht, so hatte man das Gefühl, unsere Alpen würde zu einem Disneyland verkommen. Wo stehen all diese Projekte heute? Beispiel 1: Schnellaufzug aufs Jungfraujoch Zu den spektakulärsten Vorhaben gehörte wohl die Idee der Jungfraubahnen AG. Da die Zahnradbahn auf das Jungfraujoch einfach zu langsam ist (die Fahrt von Grindelwald auf den Gipfel und zurück dauert mehr als sechs Stunden), wollte man einen Schnellaufzug bauen. Mit diesem „Lift“ wären die Touristen binnen 20 Minuten auf dem Gipfel gestanden. Das Projekt wurde beerdigt. Grund: zu teuer. Stattdessen soll jetzt die bestehende Strecke ein bisschen ausgebaut werden. Zudem sollen schnellere Triebwagen die Reisezeit ein wenig verkürzen. Beispiel 2: Gipfelhotel auf dem Klein-Matterhorn Superlative auch in Zermatt. Vor einem Jahr machte die Idee Schlagzeilen, das Klein-Matterhorn zu erhöhen. Ein 117 Meter hoher Hotel-Turm aus Beton und Stahl sollte aus dem 3883 Meter hohen Berg einen echten Viertausender machen. Den Turmplan mag man in Zermatt noch nicht aufgeben. Er soll gebaut werden, mit einer Aussichtsplattform obendrauf. Nur: Die Hotelplänesind gemäss Künstler Heinz Julen „kein Thema mehr“. Beispiel 3: Hotelturm Schatzalp Auch in Davos gibt es Pläne für einen Turm. Auf der Schatzalp sollten die Stararchitekten Herzog & de Meuron einen 105 Meter hohen Hotelkomplex hinklotzen. Beinahe drei Jahre ist es her, seit die letzten Einsprüche gegen das Projekt zurückgewiesen wurden. Diesen Sommer hätten die Bauarbeiten beginnen sollen. Doch davon ist noch nichts zu sehen. Wie man aus den Medien entnehmen kann, haben sich noch nicht genügend Kredit- beziehungsweise Kapitalgeber gefunden. Zum Glück ist Granit hart. Hoffen wir also, dass die Resortpläne im Urserntal nicht am Fels der Realität zerschellen. Wie eingangs erwähnt: Der Investor selbst ist optimistisch. In Finanzkreisen setzt man neuerdings ein paar Fragezeichen. Aber warum sollten man den Finanzspezialisten heute noch Glauben schenken. Schliesslich habe sie ja die ganze Wirtschaftskrise – ausgehend von der Finanzkrise – ins Rollen gebracht. Wohlan!

12.12.2008

Leuchtturm von Uri

Wieviel (Steuer) Geld hat eigentlich der Kanton Uri bereits ins Andermatt-Projekt gesteckt? Justizdirektorin Heidi Z'Graggen gab am 10. Dezember im Landrat Auskunft. Demnach wurden in den vergangenen drei Jahren rund 3,1 Millionen Franken für das Tourismusprojekt aufgewendet. Und gemäss Z'Graggen werden in den nächsten Jahren noch einige Millionen dazu kommen. 120'000 Franken sind im Staatsvoranschlag 2009 und in den darauf folgenden drei Jahren für die Raumplanung des Resorts budgetiert. Das Projekt sei der Leuchtturm von Uri, sagte Heidi Z'graggen im Landrat. Wieviel hat eigentlich Samih Sawiris bis jetzt investiert - abgesehen vom Preis, den er für den Landkauf verwendet hat (was ja eigentlich keine echte Ausgabe ist, wenn man bedenkt, dass das Land erstens billig war und zweitens aufgrund der beschränkten Landressourcen im Urschnertal kaum an Wert verlieren wird)?

09.12.2008

Kein Durchhänger in Göschenen

Göschenen will auch vom Resort in Andermatt profitieren. Dazu revidiert die Gemeinde den Orts- und Zonenplan. Diese Revision soll die Voraussetzung für mehr Wohnraum geschaffen werden. Und: Auch in Göschenen spricht man mit potenziellen Architekten und Investoren. So zumindest wurde an der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember informiert. Spektakuläre Hängebrücke Im Göschenderalptal soll zudem ein Wanderweg gebaut werden. Teil dieses Wanderweges: Eine Hängebrücke, die die beiden SAC-Hütten Salbit und Voralp direkt verbindet. Damit würde ein spektakulärer Wanderweg entlang den Granit-Türmen des Salbitschijens mit Ausblick auf die Gletscher der Dammakette und des Sustenhorns entstehen.

02.12.2008

Was läuft eigentlich mit dem Tourismusbüro?

Im Juni dieses Jahres startete der Umbau des Tourismusbüros. Im Herbst hätten die Arbeiten beendet sein sollen. Jetzt ist Winter. Wann können die neuen Räumlichkeiten endlich bezogen werden? Der Fahrplan sieht nun wie folgt aus: Bis Mitte Dezember soll das Team des Tourismusbüros sowie die Skischule von den Containern in die neuen Büros umziehen. Ab dem Sommer 2009 soll dann die Postauto AG hinzukommen. Warum die Verpätung? Grund für die Verzögerung ist offensichtlich eine Änderung der statischen Berechnungen des Daches. Oder müsste es heissten, dass die Spezialisten sich zuerst verrechnet haben in Bezug auf das Dach? Egal, dafür hat man ein Stockwerk hinzugewonnen für weitere Büroräume. Aber: Gemäss Vreni Mattli,von der zuständigen Kommission ist noch nicht klar, ob die Kostenvorgabe von 800‘000 Franken eingehalten werden kann (..).

24.11.2008

Schule war Thema im Landrat

Das Resort wird Uri und besonders das Urserental in vielen Belangen verändern. Ein Thema, das bisher noch wenig angeschnitten worden war, wurde jetzt im Landrat diskutiert. Die Rede ist von Bildung und Schule. Kathrin Möhl von der SP Altdorf bezweifelt beispielsweise, dass es an den Schulen genügend Plätze gibt für die vielen zu erwartenden Kinder. Justizdirektorin Heidi Z’graggen hingegen ist optimistisch. Beim Bildungsangebot sieht sie offensichtlich keine Engpässe auf uns zukommen. Sie zeigte sich im Landrat überzeugt, dass es für alle Kinder genügend Kapazitäten an den Schulen gebe. Sie freue sich jetzt schon darauf, wenn die Schulen im Urner Oberland wieder gefüllt seien. Neben all der Freude sei die Frage doch erlaubt: Sind die Lehrkräfte gewappnet für den künftigen Schülerauflauf? Und zwar nicht quantitativ, sondern qualitativ. Denn gerade der Anteil an andersprachigen Schülerinnen und Schülern dürfte signifikant steigen. Im Gegensatz zu heute gäbe es gerade im Urner Oberland Klassen mit hohem Ausländeranteil. Kurz: Wissen die hiesigen Lehrkräfte damit umzugehen? Diese Antwort blieb Frau Z’Graggen dem Landrat und der Bevölkerung leider noch schuldig.

14.11.2008

Von Spekulation und Eroberungstrips

Spekuliert darüber, ob das Sawiris-Projekt etwa nur eine Luftblase ist, wird nicht nur an der Börse. Auf der Plattform indy.ch, wo sich laut eigenen Angaben «Aktivistinnen und Aktivisten» wurde nach der Veröffentlichung der Q3-Zahlen der Orascom Development ein kritischer Beitrag publiziert. Hier der O-Ton: « Sawiris‘ Super Tourismus-Stadt auf Andermatter Boden ob der Schöllenen, in welcher sich dereinst überreiche Inder und Pakistani wohl fühlen sollen, käme, wenn es stimmte, auf einer grossen Militär-Brache des VBS in Andermatt zu stehen. Schon seit Wochen wird der ehemalige Soldaten-Übungsplatz mit grossen Baumaschinen dekontaminiert und plattgefahren – auf Kosten des VBS, welches das mehrere qkm grosse Gebiet für ein Trinkgeld an Sawiris verhökert hatte. Genaue Zahlen lassen sich nicht erfahren. Nein, es würden auch keine ägyptischen Hilfskräfte dereinst die Hotel- und Tourismus-Anlage bedienen. Diese Jobs würden den Kälte-gewohnten Urner Leuten vor- und zugehalten. Sawiris, der gewandt deutsch spricht, verspricht allen Bewohnern in der Region eine glänzende und gesicherte Zukunft. Immerhin lösten diese seine Hymnen bereits einen regen Immobilienhandel in Andermatt aus, bis hinunter nach Göschenen. Längst stillgelegte Hotels und Pensionen wurden spekulativ gepostet. Bis heute hat Sawiris jedoch, nach übereinstimmenden Quellen, noch keinen Cent in die angeblich so grosse zukünftige Zeit von Andermatt reingebuttert, und auch der projektierte Sawiris-Infostand zwei Meter neben andermatt-tourismus zeigt sich noch immer in unfertigem Rohbau. Selbst für die zahlreichen Grundbuch- und Notariatsdienste wären bislang Sawiris-gläubige Beamte zulasten des Kantons und des Bundes aufgekommen. Dagegen liess Tycoon Sawiris schon mal eine kleine Spende zugunsten der Tourismus-Forschungsstelle an der Zürcher ETH springen, nicht ohne dies werbewirksam zu verbreiten. Auch lockte er grosszügig mit einer Million, sollten sich die Bergbahnen rund um Andermatt mittels einer Fusion zu einem einzigen Bahn-Unternehmen zusammenschliessen. Sawiris befindet sich mit seinem Andermatt-Abenteuer zweifellos auf einem interessanten Eroberungs-Trip. Nicht die von ihm monierten 5*****-Hotels und die wunderbare Alpenpracht bzw. die gestopften Touristen-Kasten aus Indien und anderswo werden der Alpenregion zu den versprochenen grossen Gewinnen verhelfen. Den Reibach wird Sawiris persönlich viel mehr mit dem Aufkauf der alpenquerenden Eisenbahnen machen. Allein die Strecke und das Trassee von Andermatt via Oberalppass nach Disentis, und von Andermatt via Furka nach Zermatt (Matterhorn-Gotthard-Bahn, „The Matterhorn Railway“) wird nominell auf 3-4 Mia. SFr. eingeschätzt. Die beiden Strecken gehören wohl europaweit zur höchst gelegenen Eisenbahn. Höchste Eisenbahn ist aber auch, diese Schätze, in jahrzehntelanger Knochenarbeit durch unsere Vorfahren erbaut, vor dem Zugriff des grossen Spekulanten und Plünderers aus Aegypten zu schützen. Denn leider besteht derzeit grosse Gefahr, dass völlig desorientierte und unverantwortliche Politiker und Staatskarrieristen die Alpen an den vielfach Swiss-lobbyierten Herrn aus Aegypten verscherbeln. Mehrere ranghohe Urner Lokalgrössen, wie z.B. der Direktor der Urner Kantonalbank, haben sich schon längst an den Mogul verkauft. »

13.11.2008

Landrat genehmigt Hochwasserschutzprogramm

Der Urner Landrat hat einstimmig das Hochwasserschutzprogramm mit einem Rahmenkredit von 54,1 Mio. Franken genehmigt. Das Volk entscheidet im Februar 2000 darüber. Insgesamt sollen bis 2019 rund 160 Mio. Franken verbaut werden. Geplant sind vor allem bauliche Massnahmen an der Reuss und am Schächenbach im Urner Talboden, im Einzugsgebiet des Schächens sowie an der Reuss und an der Unteralpreuss in Andermatt. Die Vorhaben im Urserntal sollen unter anderem die Sicherheit des geplanten Tourismusresorts von Samih Sawiris gewährleisten.

12.11.2008

Gemsstock: Hoffnung und Masterpläne

In den Medien steht es geschrieben: Die Andermatt Gotthard Sportbahnen (AGS) schreiben rot. Nun sollen sich all jene, die vom Skigebiet profitieren, an einer Infrastrukturgesellschaft beteiligen.
Dieser Meinung ist AGS Verwaltungsratspräsident Franz Steinegger. Auch Geld reinbuttern soll Samih Sawiris. Wie eine allfällige Beteiligung des Ägypters aussehen wird, scheint noch in den Sternen zu stehen. Wie Steinegger gegenüber der Neuen Urner Zeitung sagte, seien die Resortverantwortlichen derzeit an der Ausarbeitung der notwendigen Masterpläne. Auch Airolo hofft auf Sawiris Das Tessin befindet sich zwar seit einiger Zeit auf dem Rückzug aus dem Wintersport. Ausnahme: Airolo. Dort hofft man auf eine erfolgsträchtige Verbindung mit dem Tourismusprojekt in Andermatt. Aufgrund dieser Hoffnung hat die Tessiner Regierung entschieden, den Betrieb in Airolo mit jährlich 800 000 Franken zu subventionieren.

10.11.2008

Sawiris Bruder Naguib in Geldnöten?

Gemäss den italienischen Medien hat Samihs Bruder Naguib, seines Zeichens Telekom-Taycoon, Finanzprobleme. «La Repubblicà» schrieb unlängst, dass die Aktien seiner Orascom Telecom von über 80 ägyptischen Pfund im Mai auf 28 Pfund Ende Oktober gefallen sei. Dieser Absturz habe das Imperium von Sawiris zum Beben gebracht, schrieb die italienische Tageszeitung «la Repubblica» kürzlich. Das sei fatal, so die Zeitung. Denn: Der 54-Jährige habe von den Banken Kredite benötigt, um Tim Hellas und die italienische Telekommunikationsfirma Wind zu übernehmen. Andermatt-Resort nicht betroffen Gemäss Sawiris-Berater Franz Egle hat das Trudeln von Naguibs Telekomfirmen keinen Einfluss auf das Resort. Die Gesellschaften der drei Sawiris-Brüder seien komplett voneinander getrennt, sagte er gegenüber dem Urner Wochenblatt. Familienpolitik sei: untereinander keine Geschäfte tätigen. Egle betonte weiter, dass die Orascom Development Holding mit Sitz in Altdorf schuldenfrei sein. Für die Anschubfinanzierung des Resorts in Andermatt habe man mittels Kapitalerhöhung 100 Mio. Dollar auf die Seite gelegt. (Bild: Naguib Sawiris)

27.10.2008

Finanzkrise: Chance für Sawiris?

Wie die "Zentralschweiz am Sonntag" berichtet hat, kommt Samih Sawiris die Tahlfahrt der Finanzmärkte nicht ungelegen. Für einen Laien ist dies auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar. Schliesslich hat die Orascom-Aktie seit ihrer Kotierung an der Schweizer Börse fast vier Fünftel ihres Wertes verloren. Orascom-Verwaltungsrat, Franz Egle, meint die Antwort zu kennen. Er räumt zwar ein, dass Samih Sawiris sicherlich keine Freude hat an der Entwicklung des Aktienkurses. Aber er ist überzeugt, dass Sawiris durchaus auch von der Krise profitieren kann. Für viele Anleger sei es nämlich wegen der Turbulenzen an der Börse attraktiver, in eine Fereinwohnung statt in eine Aktienpaket zu investieren. Also keine Sorge bei den Städtebauspezialisten aus Ägypten. Übrigens, der Verkauf soll nach Vorliegen der Baubewilligungen im 1. Halbjahr 2009 starten. Wer also noch einen kleinen Bonus unter der Matratze liegen hat, kann diesen dann hervorholen. Die Villen sollen dem Vernehmen nach einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Echte Schäppchen also für Ospel, Wuffli, Vasella und Co.

Profis contra Milizionäre

Ein Resortprojekt wie in Andermatt ist extrem komplex. Da kann man sich schon fragen, ob unser nebenamtliches Gemeinde-Milizsystem den Ansprüchen noch genügen kann. Konkret: Für das Andermatt-Resort arbeitet bei der AADC eine professionelle Mannschaft. Die Aufgaben der Gemeinde Andermatt hingegen werden im nebenamtlichen Milizsystem erledgt. Damit das einigermassen aufgeht unter dem Strich, sind die "Gemeinde-Milizionäre" jetzt schon stark auf die Unterstützung der Kantonsprofis angewiesen. Aber: Funktioniert das auf die Dauer?

21.10.2008

Keine Ausnahmebewilligung für Windpark Gütsch

Wenn das Sawiris-Resort einmal unter Volllast fährt, dann muss das EWU doppelt soviel Strom produzieren wie heute. Zum Glück ist es noch nicht soweit. Denn der Bau der drei neuen Windkraftwerke auf dem Gütsch ist ins Stocken geraten. Eigentlich sollten der Windpark im September 2009 in Betrieb genommen werden. Dieser Termin ist nun geplatzt. Grund: Anders als die EWU-Verantwortlichen angenommen haben, wird für den Bau der Windanlage keine Ausnahmebewilligung erteilt. Zuerst muss auf dem Gütsch eine Bauzone ausgeschieden werden. Das dauert. Dann muss die Zonenplanrevision von den Gemeinden Andermatt und Göschenen genehmigt werden. Das wird frühestens im Januar 2009 der Fall sein. Falls ein Nachtragskredit fällig wird, muss dieser an der Talgemeinde 2009 angenommen werden. Resultat: Verzögerung des Projektes um mindestens ein Jahr. Halb so schlimm, bis das Resort komplett dauert dürfte es weit länger dauern.

18.10.2008

Trotz Börsenabsturz: alles auf Kurs

Wie Orascom-Verwaltungsrat Franz Egle gegenüber von Bernerzeitung.ch/Newsnetz erklärt hat, ist das Luxusresort Trotz Sturzflug der Oraskomaktien nicht in Gefahr. Es bestehe kein Zusammenhang zwischen dem Wertverlust der Orascom-Aktie und dem Resort-Projekt in Andermatt. Die Finanzierung des Projektes sei unabhängig vom Börsenkurs der Orascom. Es gehe zügig voran, so Egle. Er wies darauf hin, dass die Nachfrage nach Ferienhäusern und Zimmern in Andermatt ungebrochen ist: «Wir erhalten weiterhin sehr viele Anfragen aus Italien und Frankreich, viele Interessenten stammen auch aus den Beneluxländern, Skandinavien und England.»

13.10.2008

Orascom-Aktie auf Talfahrt

So steil wie die Gemsstockbahn fährt zurzeit die Orascom-Aktie talwärts. Entsprechend kontrovers sind die Reaktionen auf einen Artikel, der eben im Tages Anzeiger bzw. Tages-Anzeiger-online erschienen ist.... Weiter zum Artikel und den Kommentaren...

05.10.2008

22.09.2008

Sawiris bei Aeschbi

Na, viel Neues kam ja nicht raus beim Besuch von Samih Sawiris bei Kurt Aeschbacher in der Sendung „Aeschbacher“ auf SF letzte Woche. Er sei faul, er sehe ein grosses Potenzial in Andermatt und… und… Was er eben schon x-mal geplaudert hat. Nun, die Antworten sind immer so gescheit wie die Fragen… Wers dennoch interessiert, hier zum Bericht auf SF...

18.09.2008

Umweltverbände verzichten auf Einsprachen

Heute ist in der Presse zu lesen, dass die Umweltverbände keine Einsprachen gegen den Quartiergestaltungsplan erheben. Offensichtlich wurde zäh verhandelt.

Die Umweltverbände haben folgendes erreicht:

  • Die von Samih Sawiris gewünschten 2400 Parkplätze werden auf 1970 reduziert.
  • Kontrollmechanismen sollen dafür sorgen, dass der vom Resort verursachte Mehrverkehr sich in Grenzen hält. Sonst müssen Massnahmen zur Verkehrsbegrenzung ergriffen werden.
  • Sawiris muss bis zur Erteilung der Baubewilligung ein konkretes Konzept für den Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten vorlegen.
  • Eine von Pro Natura delegierte Fachperson daf ab sofort Planung, Bau und Betrieb des Golfplatzes begleiten.
  • Alle Gebäude sowie das Sportzentrum werden im Minergie-Standard realisiert.

Trotz der Verhandlungserfolge scheint es, als seien die Umweltorganisationen doch noch skeptisch. Sie haben nach wie vor das Gefühl, das Resort sei überdimensioniert. Vor allem die Koordination des Verkehrs dürfte heikel werden, glauben sie. Weiteres Vorgehen Falls es keine weiteren Einsprachen mehr gibt, könnten die Baukommission Andermatt und der Gemeinderat Hospental die Pläne im Oktober verabschieden. Im November würde dann die Regierung darüber befinden. Anschliessend wäre der Weg frei für die Baubewilligungsverfahren.

16.09.2008

Schwarzes Loch am Oberalp?

Ein schwarzes Loch jagt derzeit das andere. Im Grenzgebiet Uri-Bündnerland erhitzt zurzeit nicht der Teilchenbeschleuniger des CERN die Gemüter, sondern ein Beschleuniger ganz anderer Art. Das Bündner Oberland möchte nämlich mit einem Bahntunnel näher ans künftige Resort in Andermatt rücken. Es sei an der Zeit, ein Loch von Dieni bis nach Andermatt durch den Oberalp zu treiben, ist Pius Condrau gemäss NZZ online überzeugt. Für den Sohn von Nationalrat Josef Condrau ist dies notwendig für den Tourismus. Der Grund für diese Forderung ist naheliegend. Erst vor zwei Wochen wurde an der ersten Gotthard-Konferenz die Grossregion Gotthard zelebriert. Der im Winterhalbjahr jeweils geschlossene Oberalppass könnte für das Näherrücken der Gotthardkantone dabei wie eine Ost-West-Sperre wirken. Zudem sehen die Bündner einen Oberalptunnel als gutes Nachfolgeprojekt der Porta Alpina, die ja abgeschossen worden ist. Begeisterung hält sich in Grenzen An der Gotthardkonferenz wurde die Idee Oberalptunnel bereits angesprochen. Glaubt man den Medienberichten, hielt sich die Begeisterung der Politiker und der Matterhorn Gotthardbahn bisher in Grenzen. Auch in den verschiedenen Foren sind die Kommentare z.T. eher harsch. Von Schnapside und Geldverschwendung für sinnlose Alpenbohrerei ist da die Rede. Darüber hinaus denkt kaum jemand, dass die geschätzten 400 bis 500 Mio. Franken für den Bau des 12 Kilometer langen Tunnels reichen würden. Schliesslich, so ein Kommentar auf einen Bericht in der NZZ, koste die Umfahrung von Saas im Prättigau – notabene ein Tunnel von lediglich 2.6 Kilometern – bereits 270 Mio.

15.09.2008

Schnee, Schnee, Schnee

Andermatt, 15. September 2008, 09.45 Uhr. Wenn es denn schon soweit wäre... ...würden sich Resortgäste in den Fünf- bis Siebenstern-Hotels lustlos zwischen den üppigen Lunch-Buffets tummeln. Ein weiterer Tag im dampfenden Wellnessbereich würde auf sie warten. Die Villenbesitzer würden versuchen, ein Feuerchen im Kamin zu entfachen. Der Golfplatz wäre unbespielbar. Wie die letzten drei Tage schon. Stockdicker Nebel. Nur die Kinder würden sich freuen. Es hat geschneit.

11.09.2008

Sawiris-Auftritt vor Schülern in Zug

Samih Sawiris war am Mittwoch, 10. September 2008, zu Gast am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug GIBZ. Was er dort zu sagen hatte, lesen Sie hier.

Hans Arnold baggert für Sawiris

Damit auch das noch gesagt sei: Hans Arnold aus Flüelen ist Samih Sawiris' erster echter Büezer. Er ist gerade daran, die Gebäude auf dem ehemaligen Waffenplatz dem Erdboden gleich zu machen. So steht es auf zisch.ch geschrieben. Ist noch Sommer(loch)? Egal, hier baggern Sie mit...

08.09.2008

Urschner Bauern bald nur noch touristische Kulisse?

Die Sozilogin Valeria Kunz befürchtet, dass die Bauern im Urserental bald zu einer Kulisse für Touristen verkommen. In einem Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung sagte sie, dass dies im Falle von Andermatt durchaus gewollt sei. Samih Sawiris betone ja immer, er wolle, dass die Kühe auf dem Golfplatz weiden. Er wolle ein Nebeneinander von Landwirtschaft und Tourismus. So soll das Alpenresort authentisch wirken. Diese Absichten sind laut Kunz zwar legitim. Allerdings müsse es auch für die Bauern stimmen. Würden sie merken, dass ihre Lebensweise nur noch für die Touristen inszeniert ist, würden sie ihren Sinn und ihre Würde verlieren, so Kunz. Sie denkt, dass sich daraus ein gesellschaftliches Problem ergeben könnte.

02.09.2008

Charta San Gottardo

Der 1. September hatte es in sich in Andermatt. Im Beisein mit Bundesrätin Doris Leuthard wurde die "Charta San Gottardo" verabschiedet. Die hat zwar nicht direkt was mit dem Sawirisprojekt zu tun. Aber sie bildet das Leitbild für die künftige wirtschaftliche, touristische, soziale und kulturelle Entwicklung der Gotthardregion. Der Gotthardraum wird in der Charta als "Herz der Alpen im Zentrum Europas" umschrieben. Ziel: Unter Einbezug der Bevölkerung soll zusammen mit der Politik ein Handlungsprogramm entwickelt werden. www.regio-sangottardo Die Charta im Volltext Bericht PREGO "Herz der Alpen im Zentrum Europas"

Bob der Baumeister ist aufgefahren

Seit gestern, 1. September 2008, baggern sie im Urserntal also für Sawiris. Zuerst war der VBS-Schiessstand an der Reihe. Zahlreiche Vertreter von Militär, Kanton, Gemeinde, Korporation und AADC verfolgten den "Spatenstich". Immerhin wurden da ehemals "Heilige (Militär)-Kühe" geschlachtet, Symbole des Schweizerischen Wehrwillens. Abgerissen wird in den nächsten Monaten nicht nur der VBS-Schiessstand, sondern auch weitere Gebäude des Militärs, Hügel, Kampfbauten und Heli-Hangar. Bis zu 20 Arbeiter werden bis Juli 2009 Pickel und Schaufel schwingen. Im Frühling 2009 sollen dann auch die Altlasten saniert werden, sprich: die Schwermetalle der Armee entsorgt werden.

01.09.2008

Doris Leuthard: "Lassen sie sich von der Sawiris-Euphorie anstecken!"

Hochrangiges Treffen in Andermatt. Rund 150 Parlamentarier von Uri, Tessin, Wallis und Graubünden haben die "Charta San Gottardo" vor Ort verabschiedet. Sie dient als Leitbild der sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung der Region. Sogar Bunderätin Leuthard war dabei und rief den Teilnehmenden zu: "Lassen sie sich von der Sawiris-Euphorie anstecken!" Zum Bericht auf Bluewin.ch

29.08.2008

Steinegger fordert nachhaltige Entwicklung

Franz Steinegger, seines Zeichens Präsident des Schweizer Tourismus-Verbandes, fordert eine nachhaltige Entwicklung der Regionen. Er rief die Tourismus-Verantwortlichen auf, nicht nur einseitig kurzfristige wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund zu stellen. Auch Tourismusexperten der Universität St. Gallen sehen Grossprojekte wie in Andermatt geplant für die Schweiz als grosse Chance.

27.08.2008

Greift Sawiris jetzt nach dem Oberalp?

Der Andermatter Kurt Moser betreibt seit zwei Jahren in der alten Militärunterkunft die Gotthard Oberalp Lodge. Mit Erfolg. Nun scheint Ende Feuer zu sein. Finanzkräftige Investoren scheinen hungrig auf die Truppenlager geworden zu sein. Louis Ziegler von Armasuisse Immobilien bestätigt in der Neuen Urner Zeitung: «Es gibt einige potenzielle Käufer für das Truppenlager.» Unter anderem besitze die Korporation Ursern ein Rückkaufsrecht für das Grundstück. Und auch die Andermatt Alpine Destination Company von Samih Sawiris habe schon einmal angedeutet, dass sie Interesse am Objekt habe. «Für eine weitere touristische Nutzung müsste das Grundstück aber umgezont werden», sagt Ziegler. Ideen für eine andere Nutzung (Hotels und Ferienhäuser) stehen bereits im Raum. Auch auf dem Oberalppass könnte dereinst Sawiris-Goldgräberstimmung aufkommen.

21.08.2008

Kleiner Charmeur

Sawiris griffigstes Werkzeug gegen die Schweizer Skepsis entlarft. Die Enthüllung stand im Magazin "Hochparterre" zu lesen. Sawiris Geheimnis des Erfolges: Sein Charme! Diesem sollen nicht nur die Andermatterinnen und Andermatter, die Kantonsmitarbeitenden und die Politiker verfallen sein, selbst seine Gegner und Kritiker seien voll des Lobes. Zum Originalartikel (Quelle Imbach Wordpress)...

18.08.2008

Orascom mit Rekordumsatz

Die Orascom Development Holding AG (OD Holding) kann gemäss SDA im ersten Halbjahr 2008 einen konsolidierten Rekordumsatz von 238 Mio. Fr. verzeichnen. Die Vorzeigestädte in Ägypten, El Gouna und Taba Heights hätten die Profitabilität der OD Holding weiter erhöht, teilt das Unternehmen mit. Ebenso gelang es, die Präsenz der Gruppe ausserhalb von Ägypten zu stärken. So erhöhte sich der konsolidierte Ertrag im ersten Halbjahr 2008 auf 237,89 Mio. Franken. Dies entspricht einer Steigerung von 56 Prozent. Der Bruttogewinn stieg um 93 Prozent und erreichte 92,81 Mio. Franken. Der Betriebsgewinn (EBITDA) erhöhte sich um 72 Prozent ebenfalls auf einen Rekordwert von 75,59 Mio. Franken. Nettogewinn 74 Prozent gestiegen Ebenso gelang es in den ersten sechs Monaten, die EBITDA-Marge von 29 auf 32 Prozent zu steigern. Der Nettogewinn stieg um 74 Prozent auf 50,83 Mio. Franken (Vorjahr 29,2 Mio. Franken).Die Einnahmen im Bereich Real Estate erhöhten sich um 188 Prozent und erreichten 80,68 Mio. Franken. Im Bereich Hotels steigen die Einkünfte um 24 Prozent und lagen bei 81,64 Mio. Fr. (Vorjahr 65,59 Mio. Franken).

14.08.2008

BAZL-Direktor Cron wechselt zu Orascom

Ab Dezember 2008 wird Rayomond Cron das Europageschäft der Orascom Development Holding von Samih Sawiris übernehmen. Cron war seiner Zeit - vor seinem Eintritt in die Bundesverwaltung wegen - in die Schlagzeilen gelangt. Und zwar wegen unbewilligter Bonuszahlungen bei seinem früheren Arbeitgeber. Dafür wurde er im August 2007 vom Basler Strafgericht zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Berich in der Basler Zeitung... Bild: Raymond Cron (Quelle: daylife.com)

12.08.2008

Nachts die Sterne sehen

Der Umweltverträglichkeitsbereicht bringt Licht ins Energiedunkel. Das Resort soll CO2-neutral sein. Zudem wird der Minergie-Standard mit dem Label nature-made-star agestrebt. Die Reuss wird renaturiert. Und in der Nacht verfolgt Sawiris ein "Dark-Sky-Konzept". Was das heisst? Nichts anderes, als dass die Gäste nachts die Sterne sehen können.

Resort: Die nächsten Schritte

Die Sommerflaute ist definitiv passé. Hart am Wind gehts weiter: Für die Quartiergestaltungspläne gibt es eine 30-tägige Einsprachefrist. Die QPG liegen zwischen dem 18. August und 16. September in Andermatt und Hospental öffentlich auf. Falls es keine wesentlichen Einsprachen gibt, will der Urner Regierungsrat Anfang November die Genemigung erteilen. Im September soll die Altlastensanierung auf dem Waffenplatz beginnen. Gemäss Ihab Morgan, Bauchef der AADC, stehe man kurz vor der Auftragsvergabe. Ende 2008 soll das Baugesuch für das so genannte Podium eingereicht werden, das für die Tiefgarage erforderlich ist. Baubeginn Mitte 2009.

11.08.2008

Sawiris stellt Quartiergestaltungspläne vor

Kaum schreib ich vom Sommerloch, lässt Urserns grosser Investor, Samih Sawiris, von sich hören. So hat er vor den Medien die Quartiergestaltungspläne (QPG) sowie den Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) für das Resort in Andermatt präsentiert. Nun läuft die 30-tägige Einsprachefrist. Top: Das Resort soll gemäss Sawiris für alle bewohnten Gebäude im Minergiestandard gebaut werden. Ziel ist eine CO2-neutrale Energieversorgung. Und der Strom soll möglichst aus erneuerbaren Energiequellen bezogen werden. Flop: Gemeindepräsident Kari Poletti sagte gemäss einem Bericht auf bluewin.ch, dass man in Andermatt kaum mehr warten könne, bis die Bagger endlich auffahren. Lieber Kari, vielleicht freut sich ein Teil der Leute auf das Resort. Aber auf die Bagger bestimmt nicht. Davon stehen jetzt schon geügend rum... Der Bericht auf Bluewin...

Sommerloch im Resort

Ferienbedingtes Sommerloch in diesem Blog. Aber auf der Resortbaustelle – die sich notabene zurzeit auf den Umbau des bestehenden Tourismusbüros zu beschränken scheint – läuft ja auch nicht sehr viel. Liebe Blogleser, Ihr habt also nicht viel verpasst. Hier ein kleiner Überblick inoffizielles Gemunkel und offizielle Presse der letzten Wochen: Gutinformierte Bauernkreise meinen zu wissen, dass der Rückbau des VBS-Areals erst 2009 beginnt. Geplant war der Rückbau gemäss früheren Aussagen von Samih Sawiris auf diesen Sommer. Hinterliess die Armee wohl mehr Blei im Boden als bisher angenommen? Trotzdem: Das Baugesuch für das erste Hotel soll gemäss BAZ-online diesen August eingereicht werden. Laut Sawiris wird die amerikanische Kor Hotelkette ein Fünfsternhotel betreiben, die Viceroy-Gruppe wird mit einem Life-Style-Hotel vertreten sein und auch mit der Mövenpick-Gruppe laufen Verhandlungen. Mit Hotelketten wie Steigenberger oder Sheraton soll Sawiris gemäss Bericht im deutschen Stern-Magazin in fortgeschrittenen Verhandlungen stehen. Und: Möglichst früh wolle Sawiris prominente Namen anlocken: Schauspieler, Industrielle, Showstars. Damit der Ort einen edlen Klang bekommt und zahlungskräftige Klientel anzieht. Das (neue) Andermatt soll nicht zur Geisterstatt werden. Trotz des hohen Zweitwohnungsanteils sollen «kalte Betten» im Ferienresort nicht Überhand nehmen. Deshalb soll die Mehrheit der Besitzer vertraglich verpflichtet werden, ihre Wohnung oder Villa während ihrer Abwesenheit zu vermieten. Wenn sie dies nicht tun, werden für die unbewohnte Zeit «sehr hohe Wartungs- und Unterhaltungskosten» in Rechnung gestellt, wie Sawiris in einem heute veröffentlichten Interview des Magazins «Immobilien Business» sagte. Last but not least: Trotz Aktienrückkauf durch Samih Sawiris, befindet sich die Orascom-Development-Aktie nach wie vor tief im Keller. Geduld... Geduld...

26.07.2008

Sawiris: Aktien gekauft

Samih Sawiris hat wie angekündigt Aktien seines eigene Unternehmens Orascom gekauft. Und zwar 6596 Stück im Wert von CHF 741'395.

18.07.2008

AADC muss weiter an Plänen arbeiten

Wo sind noch Korrekturen nötig beim Ferienresort? In einem eben erschienenen 50-seitigen Bericht des Kantons Uri und der Gemeinden Andermatt und Hospental beurteilen die Behörden die Entwürfe der Andermatt Alpine Destination Company AG (AADC) zu den Quartiergestaltungsplänen und zum Umweltverträglichkeitsbericht für das Tourismusprojekt. Fazit: Die AADC muss weiter an den Plänen arbeiten. Bei der Prüfung hat sich gemäss dem kantonalen Projektleiter Benno Bühlmann herausgestellt, dass die Quartiergestaltungspläne in einem unterschiedlichen Reifegrad und in unterschiedlicher Qualität vorliegen.

Bild: Benno Bühlmann (Quelle: ur.ch)

15.07.2008

Wohltäter oder knallharter Geschäftsmann?

Kein Zweifel: Die Sawiris-Firmen sind profitorientierte Unternehmen, darauf ausgerichtet, Gewinne einzufahren. Ist Samih Sawiris also nichts als ein typischer Kapitalist, Ausbeuter und Blutsauger. Oder vielleicht doch nicht?

Gegen diese Behauptung spricht das soziale Engagement der gesamten Sawiris-Familie, die eine Stiftung betreibt, um den Armen zu helfen. Sawiris selbst sagt, dass Ägypten ohne die Hilfe der Reichen an die Armen gar nicht tragbar wäre.

Hier einige Projekte, welche von der Sawiris-Stiftung angestossen wurden:



  • 2002 verhalf die Stiftung 6000 ägyptischen Arbeitslosen zu Jobs

  • Die Stiftung vergibt zahlreichen Stipendien, die es begabten ägyptischen Studenten ermöglichen, im Ausland zu studieren

  • In Kooperation mit dem Frauen- und Kinderhilfswerk «Center of the Egyptian Family Development» vergibt die Stiftung so genannte Mikro-Kredite. Im nordägyptischen Aswan gewährten die Sawiris in drei Jahren 910 Kredite, davon 765 an Frauen. Diese eröffneten mit ihrem Geld Bäckereien, Schneidereien oder setzen andere Geschäftsideen um.

  • In der Kleinstadt El Nashda unweit von Kairo unterstützte die Stiftung den Bau einer Plastik-Recycling-Firma. In Zusammenarbeit mit der Roten-Kreuz-Gesellschaft «Egyptian Red Crescent Society» und der Umweltschutzorganisation «Association for the Protection of the Environment» entstanden 60 Arbeitsplätze.

Beispielhaft, oder? Wir sollten und können also davon ausgehen, dass Samih Sawiris auch in Andermatt also sozialverantwortlicher Unternehmer auftritt. Darüber freuen wir uns.

10.07.2008

Sawiris stockt Aktien auf

Samih Sawiris will seinen Mehrheitsanteil an Orascom aufstocken. Laut Aktienführer hält Sawiris derzeit knapp 60 Prozent der an der Zürcher Börse kotierten Orascom Development Holding AG. Grund für die Kaufabsichten: der derzeit tiefe Aktienkurs.

Dann bleibt für die Aktienbesitzer mal zu hoffen, dass der Kurs bald wieder steigt. Die Orascom-Aktie hat seit Handelsaufnahme knapp 30 Prozent an Wert verloren. Trostpflästerchen: Die weltweiten Landreserven werden nicht grösser. Im Gegenteil. Es ist also anzunehmen, dass die Aktie langfristig rentabel wird.

Bild: Kursverlauf Orascom-Aktie seit Handelsaufnahme am SWX

07.07.2008

Volldampf rund um den Gotthard

Im Gotthardgebiet läuft was. Das überregionale Projekt San Gottardo startet noch in diesem Sommer mit den ersten Tourismuspaketen: Elf attraktive Mehrtagesangebote rund ums Thema Wasser werden in den Gebieten Uri, Leventina, Blenio, Goms und Surselva angeboten. Buchungsplattform im Internet Zudem wird eine Buchungsplattform eingeführt, wodurch man künftig die touristischen Angebote im Gotthardgebiet bequem via Internet buchen kann. Hierfür wurde mit Martin Schaub ein erfahrener Tourismusfachmann eingestellt. Neue Tourismuskarte Mitte August erscheint ausserdem eine grosse Gotthardgebiet-Tourismuskarte im Massstab 1:155'000. Bis zur Realisierung einer Vermarktungsgesellschaft liegt die operative Leitung des Projektes San Gottardo bei Andermatt Gotthard Tourismus. Dies wirkt sich auch auf den Umsatz aus: Im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt sich das Budget 2008/09 beinahe. Gotthard Tourismus: Heinzer löst Wenger ab An der Spitze von Andermatt Gotthard Tourismus löst Peter Heinzer den gesundheitshalber zurückgetretenen Marcel Wenger als Präsident ab. Freilichttheater 2010 Und nun ist es definitiv: im Sommer 2010 geht voraussichtlich in Andermatt wieder eine Freilichtaufführung über die Bühne: ein Schauspiel über General Suworow.

30.06.2008

Samihs Villa in El Gouna

Kleine Einstimmung auf den Sommer oder Sommerloch? Egal, auf Youtube liegt ein Filmchen, das die angebliche Sawiris-Villa in El Gouna zeigt. Das soll den den Andermatt Blog-LeserInnen nicht vorenthalten werden. Und: Ein kleiner El-Gouna-Spot für all jene, die noch nicht wissen, wohin sie in die Ferien fliegen wollen. Zum Film... El Gouna-Spot...

26.06.2008

Wenn in Zukunft Zahlen zählen

Lässt sich die Zukunft in Zahlen ausdrücken? In Uri bestimmt – gemäss Studie von Kanton und UKB. So wird künftig...

  • bei Vollbetrieb der Tourismusanlage ein Mehrumsatz von 500 Mio. CHF erzielt
  • die Gesamtzahl der Beschäftigten um 4900 Personen oder 38% zunehme
  • gegen 6000 Zuzüger in den Kanton strömen
  • der Ausländeranteil von 8,5 auf 12% steigen
  • der Anteil an Gästen von 1,5 pro 10 Einwohner auf 14 Gäste pro Einwohner steigen
«Um die lokale Identität und Kultur behalten und weiterentwickeln zu können», so heisst es in der Studie, «wird es notwendig sein, dass die bisherigen Bewohner ihre Kultur intensiver pflegen und eventuell gegenüber den Gästen und Neuzuzügern präsentieren.»

Ob all der Zukunftsvisionen: Hat man sich eigentlich auch schon mal Gedanken über die kommenden Herausforderungen abseits des Resortprojkets gemacht., z.B. über diejenigen der Schule?

Ja? Dann können wir ja schon bald freudig in tannigen Hosen mit Gabel und Sichel im Dorf rumrennen. Um unsere Kultur zur Freude der Gäste zu präsentieren.

25.06.2008

Und Uri wird boomen…

Tolle Aussichten für die Urner Wirtschaft: Dank dem Resort von Sawiris werden Umsatz, Arbeitsplätze und Logiernächte massiv wachsen. Es gibt aber auch Risiken. Dieser Meinung jedenfalls sind die UKB und der Kanton. Bericht auf zisch.ch

18.06.2008

Biosphäre Gotthard: zwiespälitge Reaktionen aus Uri

Im Kanton Uri sind die ersten Reaktionen auf den Vorschlag der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zwiespältig. Regierungsrätin Heidi Z’graggen (CVP) findet gemäss zisch.ch die Idee, dass es als Ausgleich zum Intensivtourismus «auch in Sachen Parks vorangeht» insgesamt sympathisch. «Ob eine Biosphäre allerdings das richtige Prädikat für die Region ist, muss man nun anschauen.» Georges Eich, Amtsvorsteher im Amt für Raumentwicklung im Kanton Uri, ist wiederum überzeugt, dass die Idee eines Biosphärenreservates von unten kommen und wachsen müsse: «Die Gemeinden und die Bevölkerung müssen hinter einem solchen Vorschlag stehen.» Beim Nationalpark habe man in Uri nämlich bereits einmal negative Erfahrungen gemacht. Damals sei der Vorschlag von Pro Natura gekommen. Dieser stiess aber auf Ablehnung. «Wir wollen uns von aussen nichts aufzwingen lassen. Das kommt nicht gut an bei den Leuten.», so Eich gegenüber zisch.ch Zur Projektskizze...

17.06.2008

Gotthard bald Biosphärenreservat?

Heute in diversen Medien zu lesen: Der Gotthard soll Biosphärenreservat werden. Das jedenfalls wünscht sich die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL).

SL hat eine entsprechende Idee lanciert. Eine offizielle Stellungnahme der betroffenen Kantone liegt noch nicht vor. Aktuelle Projekte, welche die touristische Entwicklung und Energieproduktion fördern wollen, seien Hintergrund dieser Initiative, wie die SL mitteilte. Dazu gehört jenes des Ägypters Samih Sawiris, der in Andermatt ein Tourismusprojekt verwirklichen will.

Die Berichte lesen
Swissinfo.ch
Bieler Tagblatt
NZZ online

16.06.2008

Käufer müssen auch vermieten

Der Vollständigkeit halber wieder einmal fürs Protokoll (und hoffentlich nicht nur als Makulatur): Samih Sawiris verlangt von den Käufern seiner Wohnungen, dass Sie bereit sind, diese zu vermieten, wenn sie diese nicht selbst benutzen. So geschrieben steht es zumindest im renommierten Deutschen Handelsblatt vom 14. Juni. Sawiris selbst wird wie folgt zitiert: „Käufer, die nicht zur Vermietung bereit sind, müssen beim Erwerb einen satten Aufpreis zahlen". Hohe Preise keine Abschreckung Allerdings tut im selben Artikel Notar Thomas Wachter aus München seine Meinung kund. Er glaubt nicht daran, dass hohe Preise die Käufer abschrecken werden. Er könne sich nicht vorstellen, dass die Preise fallen. „Russische Käufer schrecken auch satte siebenstellige Preise nicht ab“, so Wachter. Den Bericht im Handelsblatt lesen...

12.06.2008

Lex Koller: Bundesrat muss über die Bücher

Andermatt hat zwar eine Ausnahmebewilligung - ist also nicht mehr direkt betroffen. Dennoch ist das Hickhack um die Lex Koller immer wieder ein heissumstrittenes Thema... Der Ständerat folgte am 11. Juni 2008 dem Nationalrat, der am 12. März die Rückweisung mit 115 zu 67 Stimmen beschlossen hatte. Die Ständeratskommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) hatte es zuvor bei 5 zu 5 Stimmen mit Stichentscheid des Präsidenten abgelehnt, die Vorlage an den Bundesrat zurückzuweisen. Die Rückweisung erfolgte gegen den Willen von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, welche die vorgesehenen flankierenden Massnahmen für ausreichend hält. Bericht in der NZZ...

09.06.2008

Nager: "Ein Ferienresort braucht eine gewisse Mindestgrösse"

Am 2. Swiss-Outdoor-Forum in Andermatt stellte Benno Nager das geplante Ferienresort vor. Das Projekt sei auf sehr gutem Weg, sagte er. Den Hauptgrund ortet Nager im hohen persönlichen Engagement von Samih Sawiris. Die Frage eines Forumsteilnehmers, ob das Vorhaben von den Dimensionen her nicht überrissen sei, beantwortete Nager so: «Ein Ferienresort braucht eine gewisse Mindestgrösse, um langfristig überhaupt rentieren zu können. Die in Andermatt geplante Anlage ist verglichen mit anderen Destinationen gar nicht so gross. Zudem wird es im Tal weiterhin viele Grünflächen geben.» Den Beitrag auf zisch.ch lesen

Orascom: 40,5 Prozent im Steubesitz

Orascom Development Holding AG befindet sich inzwischen zu 40,5 Prozent im Streubesitz. Der Sawiris-Clan hat damit seine Kontrolle über die Holdinggesellschaft entsprechend etwas reduziert. Die Aktien der in Altdorf domizilierten Orascom Development Holding werden seit Mitte Mai an der Schweizer Börse SWX gehandelt.

Bernhard Russi neuer AADC-Verwaltungsrat

Bernhard Russi übernimmt per sofort den Verwaltungsratssitz von Martin Schön. Dieser sei aus persönlichen Gründen zurückgetreten, hiess es. Martin Schön hatte wichtige Aufgaben, vor allem beratende Funktionen, in den Anfängen der AADC übernommen. Unter anderem war er anfänglich für die Landverhandlungen mit den Urschner Bauern zuständig. Später übernahm Regierungsrat Isidor Baumann diese Aufgabe. Nebst Bernhard Russi sind Samih Sawiris, als Präsident, Franz Egle, Benno Nager und Julien Renaud-Perret im Verwaltungsrat vertreten.

30.05.2008

Vernehmlassung zum Urschner Verkehrskonzept

Das regionale Gesamtverkehrskonzept Urserental soll die leistungsfähige und sichere Verkehrserschliessung des Urserntals gewährleisten. Zurzeit läuft die Vernehmlassung. Störungen den den Parksuchverkehr sollen reduziert werden. Seit Januar 2007 erarbeitet eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Federführung der Baudirektionein regionales Gesamtverkehrskonzept (rGVK) Urserntal. Leistungsfähige und sichere Verkehrserschliessung In der Arbeitsgruppe sind Vertreter des Kantons, der Gemeinde Andermatt und der Andermatt Alpine Destination Company (AADC) vertreten. Zusätzlich wurden Workshops, Anhörungen und Einzelgespräche durchgeführt. Dabei konnten sich Vertreter der Gemeinde Göschenen, das Bundesamtfür Strassen, Transportunternehmungen und Umweltverbände äussern und Anliegen einbringen. Um alle Möglichkeiten eines günstigen Verkehrsmanagements zu ergründen, erfasst das Verkehrskonzept auch Gebiete in den Gemeinden Göschenen und Wassen. Das rGVK Urserntal soll die leistungsfähige und sichere Verkehrserschliessung des Urserntalsgewährleisten. Umweltbelasungen und Störungen durch Parksuchverkehr sollen reduziert werden, ebenfalls Umweltbelastungen durch Stausituationen. Öffentlicher Verkehr soll attraktiver werden Der öffentliche Verkehr soll attraktiver ausgestaltet und besser genutzt werden. Ebenso beinhaltet das rGVKUrserntal bessere Verkehrsnetze und mehr Sicherheit für den Langsamverkehr. Der Regierungsrat hat die Baudirektion beauftragt, bei diversen Behörden und Organisationeneine Vernehmlassung zum rGVK Urserntal durchzuführen. Die Vernehmlassungsfristdauert bis 30. Juni.

Optiminstische Wirtschaftsaussichten dank Sawiris-Projekt

Samih Sawiris bringt Wind in die Wirtschaft. Dies ist das Fazit der aktuellen Prognose der Urner Kantonalbank. Die Schweizer Wirtschaft ist stark von der Konjunktur der EU abhängig. Dasselbe gilt für den Kanton Uri. Rund 58 Prozent der Güter exportieren die Urner nach Deutschland. Da eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in der EU erwartet wird, rechnet die UKB für 2008 mit einem kleineren Wachstum. Im ersten Quartal sanken die Urner Exporte gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent. Zunahme Urner Bruttoinlandprodukt Grund für Optimismus gibt es gemäss UKB trotzdem: Dank der Impulse aus dem Andermatter Tourismusresort wird die Zunahme des Urner Bruttoinlandprodukts wieder über 2 Prozent liegen. Das Ferienresort wirkt sich auf den gesamten Urner Tourismus positiv aus. «Gaststätten und Hotels in Altdorf und Göschenen werden zu lukrativen Kaufobjekten», schreibt die UKB.

27.05.2008

Andermatt unter (Wind)-Strom

Der Windkraftstandort Gütsch kann wie geplant ausgebaut werden. Ein dafür vorgesehener Projektkredit von 5,25 Millionen Franken wurde an der diesjährigen Talgemeinde Ursern einstimmig bewilligt.

Das Windrad auf dem Gütsch kriegt Gesellschaft. Bis September 2009 werden drei weitere Windenergieanlagen erstellt. Die Finanzierung dieses Projekts geschieht mit eigenen Rückstellungen des EW Ursern. Mit diesen Investitionen will sich das EWU für künftige Tourismusresort rüsten. Denn: Nach der Eröffnung des Resorts wird Andermatt doppelt so viel Strom wie heute benötigen.

Bild: Windrad Gütsch, Quelle: andermatt.ch

26.05.2008

Kommt Mövenpick nach Andermatt?

Die Chancen sind gross, dass Mövenpick für Samih Sawiris in Andermatt ein Hotel betreiben wird. Jean Gabriel Pérès, Präsident & CEO von Mövenpick Hotels & Resorts, nimmt nämlich im Verwaltungsrat der Orascom Development Holding Einsitz. Gemäss der "Handelszeitung" erklärte Jean Gabriel Pérès, dass Mövenpick als Hotelbetreiber in Andermatt in Frage komme. Dass Gespräche mit Hotelgruppen geführt werden, bestätigt auch Franz Egle, Sprecher von Samih Sawiris in der Schweiz.

Bild: Gabriel Pérès, Quelle Mövenpick

Quartiergestaltungspläne werden vorgestellt

Bewegung im Tourismusprojekt. Anfangs Juni werden die Quartiergestaltungspläne in Andermatt der Öffentlichkeit präsentiert. Der Baubeginn ist auf 2009 vorgesehen. Noch dieses Jahr will man die ersten Baugesuche einreichen. Nach 5 Jahren Bauzeit sollen die ersten Touristen begrüsst werden. Auch Gemeinde aktiv Auch in der Gemeinde Andermatt rüstet man sich für die touristische Zukunft. In vier bis acht Jahren, so hofft der Gemeinderat, soll der Dorfkern verkehrsfrei sein. Ein entsprechendes Konzept wird erarbeitet. Bei der Trinkwasserversorgung strebt Andermatt eine Zusammenarbeit mit Hospental an.

15.05.2008

Sawiris-Aktien gut gestartet

Die Aktien der Orascom Development Holding AG (OD Holding) von Samih Sawiris ist gut gestartet. Sie legte an der Schweizer Börse gegenüber dem Ausgabepreis gut sieben Prozent zu. Bei einem Ausgabepreis von 152 Franken eröffnete die Aktie bei 156 Franken. Dies entsprach einer Börsenkapitalisierung von 3,443 Milliarden Franken. Bei Börsenschluss stand der OD-Holding-Kurs mit 163 Franken 7,2 Prozent über dem Ausgabepreis und auf dem Tageshöchststand. Die Unternehmung wurde an der Börse damit mit 3,684 Milliarden Franken bewertet.

05.05.2008

Börsengang lanciert

Samih Sawiris hat den Börsengang seiner Städteentwicklungsfirma Orascom an der Schweizer Börse SWX lanciert. Die in Altdorf ansässige Orascom Development (OD) Holding will bis zu 1,250 Millionen neue Namenaktien mit Nennwert von 25 Franken pro Aktie ausgeben, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Zeichnungsfrist bis 13. Mai Die Zeichnungsfrist dauert voraussichtlich bis zum 13. Mai. Als erster Handelstag an der SWX ist der 14. Mai vorgesehen. Die Familie von Mehrheitsaktionär Sawiris behält sich vor, sich ebenfalls an der Emission zu beteiligen. Über das Umtauschangebot der OD Holding für die Gruppe Orascom Hotels and Development S.A.E. (OHD), die bisher in Ägypten angesiedelt war, will Sawiris am 7. Mai gleichzeitig mit dem Resultat des ersten Quartals informieren. Das Interview zum Thema in der NZZ am Sonntag vom 04.05.2008

28.04.2008

Wie kauf ich eine Villa?

Eine Villa im künftigen schönsten, kleinsten und mondänsten Tourismus-Resort der Welt kaufen? Kein Problem!

Hier der Tipp von Samih Sawiris, den er den Leserinnen und Lesern des Berner "Bund" kürzlich gab: "Nächstes Jahr können wir darüber verhandeln, in drei Jahren können Sie einziehen. Und falls es Ihnen an Geld mangelt: Wenn Sie die Anzahlung gemacht haben, sollten Sie rasch weiterverkaufen. Dann reicht der Gewinn für ein Appartement."

So einfach kann das Leben sein. Also: Gleich zu Bank laufen und einen Subprime-Kredit beantragen.

Bild: Villa AussenansichtArbeitsgemeinschaft Masswerk (Kriens) und Graber & Pulver (Zürich)www.masswerk.com, www.graberpulver.chVisualisierung Architron

Von Eröffnungsfeiern, Immobilien und... und...

Samih Sawiris in einem Interview gegenüber moneycab.com: "Ich glaube nicht, dass wir bereits 2010 eine Eröffnung feiern werden. Wir beginnen voraussichtlich nächstes Jahr zu bauen, und das ist sehr positiv." Was er sonst noch sagte, findet Ihr hier...

22.04.2008

Die Russen...

...haben leider den Ruf, am zahlungskräftigsten zu sein, man darf aber nicht in die Falle tappen, denen, die am meisten zahlen, am meisten zu geben, sprich zu verkaufen. Eine funktionierende Destination braucht die richtige Mischung verschiedener Nationalitäten. Ich habe nichts gegen die Russen, sie können auch eine Bereicherung sein, aber halt – wie beim Wodka – nicht in zu grossen Mengen... Samih Sawiris im Samstagsinterview des Berner "Bund" vom 19.4.2008 auf die Frage nach den künftigen Wunschgästen in Andermatt.

Resort kostet über eine Milliarde

Je konkreter das Projekt, desto konkreter auch der Investitionsbedarf. Über eine Milliarde soll ins geplante Resort fliessen.

Auf espace.ch sagte Samih Sawiris kürzlich auf die Frage, wie viele Millionen er in Andermatt verbauen wolle: „Das steht noch nicht im Detail fest. Wir wissen aber, dass das Projekt über eine Milliarde Dollar erfordert, damit es auf die Beine kommt.“

200 Mio. Eigenmittel
Selbst investieren will er 200 Mio. Dollar. Vor zwei Jahren noch wollte er lediglich 100 Mio. Eigenmittel einsetzen. Inzwischen spüre er jedoch eine grosse Nachfrage. Deshalb wolle Orascom die Hotels z.T. in eigenem Besitz halten. Woher kommt der Rest? Etwa us dem geplanten Börsengang der OD Holding? Sawiris verneint im Interview. Die Kapitalerhöhung für die Firma habe nichts mit Andermatt zu tun. Bis die Eigenmittel sowie die Kredite, die aufgenommen werden und die Einnahmen aus den Vorverkäufen ausgegeben seien, würden zwei bis drei Jahre vergehen.

Noch nichts verkauft
Ist überhaupt schon was verkauft im Resort? Sawiris verneint im Interview. Es wäre unseriös, Anzahlungen zu akzeptieren, solange noch keine Bewilligungen vorliegen. Sawiris geht jedoch davon aus, dass ab Spätherbst 2008 klarer wird, was zu welchen Preisen verkauft wird.

Spatenstich im Sommer
Der eigentliche Spatenstich erfolgt gemäss Samih Sawiris noch diesen Sommer. Erste Arbeit: Altlasten entfernen, damit die Baustelle vorbereitet werden kann. Die eigentlichen Bauarbeiten sollen 2009 beginnen. „Sobald der Schnee weg ist“, so Sawiris auf espace.ch.

21.04.2008

Schönste kleinste Destination in den Alpen

Lieber Herr Sawiris, wieso braucht es eigentlich eine ägyptische Firma, um Andermatt zu touristischer Blüte zu verhelfen? Die Antwort war am 21. April 2008 auf espace.ch zu lesen: «Eine Schweizer Firma könnte das Projekt nicht durchführen, weil sie durch das lange Warten auf Bewilligungen in den Konkurs geschickt würde.» Sawiris Vision ist es, Andermatt «als schönste kleinste Destination in den Alpen» zu etablieren. Der Ort soll mit Zermatt und St. Moritz konkurrenzieren, aber «ohne die Fehler dieser Destinationen». Bericht auf espace.ch...

Waffenplatz: Grünes Licht für Sanierung

Das Waffenplatzareal in Andermatt, auf dem Teile des Tourismusresorts zu liegen kommen, kann saniert werden. Das Urner Amt für Umweltschutz hat am heute, 21.04.2008, grünes Licht für das Sanierungskonzept gegeben. Bereits im Mai sollen die ersten Rückbau- und Sanierungsarbeiten auf dem mit Schwermetallen belasteten Areal beginnen. Bericht auf zisch.ch...

Sandro Danioth wird für Sawiris arbeiten

Sandro Danioth, Bauer aus Andermatt, hat sein Land an Samih Sawiris vekauft. Er gibt seinen Landwirtschaftsbetrieb auf. Ab 2009 ist er bei der Andermatt Alpine Destination Company angestellt, die das Hotelprojekt realisiert. Gegenüber der Urner Zeitung sagte Danioth, ee habe Lust auf eine Veränderung. Und Sawiris biete ihm eine neue Chance. Wird er nun vom Landwirt zum Greenkeeper auf dem Golfplatz? Danioth sagt, er habe gewisse Vorstellungen, die er aber nicht preisgeben wolle. Im Dorf erzählt man sich, dass er einen Managerschule besuchen wolle. Er will also wohl mehr als Greenkeeper werden...

18.04.2008

Quartiergestaltungspläne kurz vor Eingabe

Wie das Urner Wocheblatt heute auf seiner Website berichtet, hat sich Samih Sawiris am vergangenen Mittwoch ein letztes Mal vor der Eingabe der Quartiergestaltungspläne mit den Architekten getroffen. Im Juni soll das gesamte Tourismusprojekt erstmals für die Bevölkerung einzusehen sein. Zum Bericht...

14.04.2008

Hintergrund: Samihs Heimat vor sozialer Explosion?

Wie steht es eigentlich mit dem Land, aus dem Samih Sawiris stammt? Nicht gut. Eine Welle von Streiks und Demonstrationen schwappt derzeit durch Ägypten.

Zweifellos: Samih Sawiris soziales Engagement in seiner Heimat ist unumstritten. Dennoch, die aktuelle Lage in Ägypten dürfte ihm wehtun. Aufgebrachte Demonstranten, brennende Geschäfte und Schulen, mit Schlagstöcken und Gewehren bewaffnete Sicherheitskräfte. Resultat: Mindestens zwei Tote, mehrere Dutzend Verletzte und 300 Verhaftete lautete die Bilanz kürzlich nach zwei Tagen sozialer Proteste in der Industriestadt Mahalla.

Stimmungsbarometer Textilarbeiter
Die staatliche Textilfabrik in der Deltastadt Mahalla, 120 km nördlich von Kairo, mit ihren 25000 Arbeiterinnen und Arbeitern ist zum nationalen Stimmungsbarometer Ägyptens geworden. Seit bald zwei Jahren brodelt es dort. In diesen Tagen konnte die Regierung Mubarak einen Streik mit Bonuszahlungen zwar vermeiden. Aber die Arbeiter von Mahalla fordern nicht nur mehr Geld. Sie wollen freie Gewerkschaften gründen und ihre Grundrechte ausüben dürfen. Dazu gehört auch Kritik am Präsidenten.

Arbeitskampf erreicht Mittelschicht
Die Zahl der unzufriedenen Ägypter steigt. Bereits folgen andere soziale Schichten den Protestaktionen der Textilarbeiter. Steuereintreiber, Eisenbahnangestellte und zum ersten Mal auch die Professoren der Universitäten haben mit Streiks für bessere Löhne gekämpft. Eine geplante Arbeitsniederlegung der Ärzte hat die Regierung mit massiven Drohungen unterbunden. Ebenso wie einen Generalstreik unter dem Motto „Tag des Zorns“. Tatsache ist aber: In Ägypten ist der Arbeitskampf in der einst traditionellen Mittelschicht angekommen.

Vier von zehn Ägyptern verarmt
Die Schere zwischen Arm und Reich klafft in Ägypten immer weiter auseinander. Nur wenige profitieren vom wirtschaftlichen Aufschwung. Grosse Teile der Bevölkerung kommen kaum mehr über die Runden. 40 Prozent der Ägypter leben an oder unter der Armutsgrenze. Die anziehende Inflation und v.a. die rasant steigenden Lebensmittelpreise haben diese Entwicklung in den letzten Monaten dramatisch verschärft. Die Gründe für die soziale Kluft sind vielfältig: teilweise hausgemacht, andere von den Weltmärkten bestimmt. In einem Land wie Ägypten, wo das Gros der Familien über die Hälfte ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgibt, fallen steigende Preise für Brot, Reis, Teigwaren und Kartoffeln besonders ins Gewicht.

Preisabsprachen und Korruption
Die Wut und der Frust, die sich am Nil angestaut haben, rühren auch von einer Wirtschaftspolitik, die v.a. aus Einzelmassnahmen besteht und kaum sozial abgefedert ist. In vielen Branchen gibt es Preisabsprachen und dementsprechend Geschäftsleute, die riesige Monopolgewinne einstecken. Zudem hat die Korruption epidemische Ausmasse erreicht.

Das Regime hat Angst
Hosni Mubarak und sein Regime haben offensichtlich Angst vor der zunehmenden Unzufriedenheit des ägyptischen Volkes. Reagiert wird mit Repressionen, einer Wahlfarce und mit einem Massnahmenpaket, die den Präsidenten als Retter in der Not ausweisen sollen. Hosni Mubarak hat per Dekret die Armee aufgeboten, um die Brotkrise zu lösen. Zudem hat er die Regierung angewiesen, die Beamtenlöhne zu erhöhen. Last but not least hat er lebenswichtige Güter von den Importzöllen befreit. Aber: Politische Aktivisten und Mitglieder der Zivilgesellschaft wurden gleichzeitig eingeschüchtert und viele von ihnen verhaftet – unter ihnen mehrere Blogger und führende Vertreter der Demokratiebewegung „Kifaya“ (übersetzt: genug). Es sieht so aus, als versucht das gegenwärtige Regime mit allen Mitteln sein Überleben und sein Machtmonopol zu sichern.

Immer weitere Kreise
Tatsache ist, dass die Proteste immer weitere Kreise ziehen. Sie haben mittlerweile ein Ausmass erreicht wie seit 30 Jahren nicht mehr. Schon oft hatte man am Nil den Eindruck, eine soziale Explosion stehe unmittelbar bevor. Mubarak und seine Regierung haben es aber stets verstanden, den Sturm auszusitzen. Diesmal haben die Proteste nach Meinung verschiedener Medien jedoch eine neue Qualität. Sie sind zu einer Herausforderung für die Legitimität des Regimes von Mubarak geworden – und damit haben in Kairo ungewisse Zeiten begonnen.


Brot wird knapp in Ägypten (Youtube-Video)

Bild: Protestierende in Mahalla (Quelle: Middle East online)

11.04.2008

Wer wird uns dereinst beglücken?

Noch St.-Moritz-Tourismusdirektor und Werweiss-bald-Sawiris-Adlat Hanspeter Danuser meldet sich schon wieder zu Wort. Er meint, dass die künftigen Andermatt-Touristen vor allem aus der Schweiz, Italien und aus Deutschland kommen. «Europa ist der Schlüsselmarkt für das Sawiris-Resort», sagte der St. Moritzer Kurdirektor Hanspeter Danuser in der Neuen Luzerner Zeitung.

Unterschiedlich wird das Interesse der Russen im Bericht beurteilt. Franz Egle, Berater von Samih Sawiris, glaubt, dass der Anteil der Gäste aus dem Mittleren Osten und von Russland klein sein dürfte. Danuser ist anderer Meinung: Für dieses Segment sei der Bezug dank Suworow sichergestellt». Alt-Gemeindepräsident Ferdi Muheim ist überzeugt: «Die Russen kommen, wenn die Infrastruktur stimmt.» Er als grosser Russlandfreund dürfte seinen Teil dazu beitragen, dass die Russen kommen.

Bild: Suworow Denkmal (Quelle: andermatt.ch)

08.04.2008

OHD-Gewinn mehr als verdoppelt

Die Orascom Hotels and Development (OHD) von Samih Sawiris hat 2007 Umsatz und Gewinn mehr als verdoppelt. Der Umsatz des ägyptischen Konzerns, dessen Muttergesellschaft Orascom Development Holding in der Schweiz kotiert werden soll, stieg letztes Jahr um 120% auf 1,896 Mrd ägyptische Pfund (352 Mio CHF), wie die OHD am Montag mitteilte. Der Reingewinn legte um 124% auf 479 Mio Pfund (88,8 Mio CHF) zu. Die OHD nimmt bekanntlich Sitz in Altdorf.

07.04.2008

Danuser bald bei Sawiris?

In einem Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung lässt der bekannte St. Moritzer Kurdirektor, Hanspeter Danuser, durchblicken, dass er sich nach seinem Job im Engadiner Nobelort vorstellen könnte, seine Erfahrungen im Urserntal einzubringen.

Danuser scheint nämlich ein grosser Fan von Samih Sawiris zu sein: Der Ägypter zeige dem Tourismusland Schweiz neue Perspektiven auf. Die Vorgehensweise von Sawiris und seinem Team sei klug. So ist Danuser etwa überzeugt, dass es richtig gewesen sei, dem Erstwohnungsbereich von allem Anfang an eine grosse Bedeutung zukommen zu lassen. «Etablierte Ferienorte wie Zermatt und auch St. Moritz haben das verpasst und haben heute grosse Probleme», sagte Danuser im Interview.

Bild: Hanspeter Danuser, Quelle: stmoritz.ch

02.04.2008

Sawiris-Resort in Nidau?

Wie das Bieler Tagblatt berichtete, will Samih Sawiris in Nidau bei Biel auf dem ehemaligen Expo-Areal ein weiteres Resort bauen. Aprilscherz oder Realität? Lest selbst. Bericht im Bieler Tagblatt "Fünf Sterne im Expo-Areal"

28.03.2008

OD Holding im Frauenkloster

Das Frauenkloster St. Karl in Altdorf sei «ein herrliches Gebäude» sagte Samih Sawiris am 25. März, als er den Medien mitteilte, dass Altdorf zur Konzernzentrale seines Imperiums werde. Deshalb soll die OD-Holding dort einziehen. Bereits jetzt belegt die Andermatt Alpine Destination Company (AADC) Büroräumlichkeiten im Frauenkloster. Da kann ja kaum noch was schief gehen, wenn alle Sawiris-Fäden an einem so frommen Ort zusammenlaufen.

27.03.2008

OD Holding an die Börse – so läufts

Samih Sawiris geht mit der OD Holding an die Börse. So läufts: Im Vorfeld des Börsengangs lanciert die neue OD Holding ein öffentliches Umtauschangebot an die OHD-Aktionäre.

Für je 10 OHD-Titel gibt es eine Aktie der OD Holding. Für 76 Prozent des Aktienkapitals ist der Umtausch laut Sawiris bereits gesichert. Den Börsengang führt die UBS Investment Bank durch. Die Erstnotiz der Aktien an der SWX soll am oder um den 7. Mai herum erfolgen. Die OD-Aktionäre können wie bisher bei der OHD nicht mit einer Dividende rechnen. Es handle sich vielmehr um eine Wachstumsaktie, erklärt Sawiris. Die Anleger könnten aber mit grossen Wertsteigerungen rechnen.

26.03.2008

Das geflügelte Wort


«Ich bin erst zufrieden, wenn die Leute in Andermatt ihre Häuser teurer als in St. Moritz verkaufen können.»

(Samih Sawiris)

Vom Stauparadies zum Steuerparadies

Nachdem der Osterstau am Gotthard ausgeblieben ist, könnte sich unser Kanton schon bald zum Steuerparadies wandeln. Samih Sawiris, der eben seine OD Holding in Altdorft angesiedelt hat, sieht das jedenfalls so. Und nach diesem erneuten Coup des ägyptischen Milliardärs rauscht es wieder einmal gewaltig im Blätterwald. Uri glänzt mit Medienpräsenz.

Hier eine kleine Presseschau
Tages Anzeiger online: Investor Sawiris steht zu Uri

Punkt ch: Standort: Schweiz lockt nicht nur mit Steuern
NZZ online: Schweiz als Sprungbrett nach Europa
Basler Zeitung: Sawiris gründet neue Holding in Altdorf - SWX-Kotierung
NZZ online: Sawiris gründet neue Holding in Altdorf


25.03.2008

Sawiris verlegt Orascom-Hauptsitz in die Schweiz

Im Januar 2008 hat Samih Sawiris, Verwaltungsratspräsident und CEO der Orascom-Gruppe, die OD Holding als eine schweizerische Holding gegründet. Da die Gruppe bereits mit ihrem Andermatt-Projekt einen Standort in der Schweiz aufgebaut hat, wird der neue Gruppen-Hauptsitz Altdorf. Die OD Holding wird eine öffentliches Umtauschangebot lancieren. Allen OHD-Aktionären wird für je 10 OHD-Aktien eine neue OD Holding-Aktie angeboten. Die Umtauschofferte wird voraussichtlich am oder um den 30. März beginnen und für 20 Geschäftstage gültig sein. Zur SDA-Meldung...

Kaffeesatz aus der Informationslücke

Ostern. Endlich war wieder mal Zeit für einen Besuch im Hauptquartier der Stammtischgerüchteküche. Der Tenor am runden Tisch: Mit den Bauern im Tal sei noch praktisch nichts schriftlich und verbindlich fixiert. Fast keine definitiven Verträge über den Landverkauf. Auch das VBS-Land gehöre offiziell noch gar nicht Samih Sawiris. Und das Land gleich „ennet“ dem Bahnhof? Funkstille in der Tafelrunde. Überhaupt, verdächtig ruhig sei es geworden rund um das Projekt in den letzten Wochen und Monaten. Man merke: Der Stammtisch spricht eine andere Sprache als die Medien.

Fazit: Man kann nicht nicht kommunizieren. Das sollten sich die Projektverantwortlichen der Andermatt Alpine Destination Company (AADC) gross an ihre Bürowand schreiben. Oder sonst sofort ihren Verwaltungsrat Franz Egle aktivieren. Er war schliesslich einst Flavio Cottis Mediensprecher. Aber vielleicht wird sich die Lage ja auch so bald verbessern. Kürzlich wurde nämlich eine Top-Kommunikationsfrau verpflichtet von AADC, wie aus sicherer Quelle verlautete. Und: Im April soll endlich wieder einmal über den Projektstand informiert werden.
Bis bald also, auf eine neue Tasse Kaffee - vielleicht mit einem Schuss Träsch, damit die Resortkommunikation etwas transparenter wird.

20.03.2008

Die Betten werden warm – hoffentlich

Von nun an mehr warme Betten in Andermatt? An der Dorfgemeinde vom 18. März waren sich die 134 teilnehmenden Abstimmenden (..) klar einig. Mit 131 Ja zu 3 Nein stimmten sie an der offenen Abstimmung einem entsprechenden Reglement zu. Die neue Regelung, die auf den 1. April in Kraft tritt, schreibt einen Mindestanteil an Erstwohnungen vor. Damit will die Gemeinde verhindern, dass im Sog von Samih Sawiris viele Leute im Dorf eine Ferienwohnung beziehen und im Dorfkern zu viele Wohnungen leer stehen. Die Fläche des Sawiris-Resorts ist von der Regelung nicht erfasst.

Was heisst das nun konkret? Im Jahr 2000 lag der Zweitwohnungsanteil bei 28 Prozent. Ohne eine Änderung der Bau- und Zonenordnung hätte man durch den Bau des Tourismusresorts mit einem Anstieg auf 54 Prozent rechnen müssen. – In Andermatt sind noch 27 Hektaren Bauland frei. Auf dieser Fläche könnten 190 Wohnungen erstellt werden. Davon müssen mit der Änderung 95 Erstwohnungen sein. Siehe den Beitrag früher in diesem Blog

18.03.2008

Umweltverbände kritisch gegenüber Wasserkraftwerk Realp

Die Pläne des EW Ursern für neue Wind- und Wasserkraftwerke werden von den Umweltverbänden kritisch beäugt.

Während der Ausbau der Windenergie auf dem Gütsch auf keine Einwände stösst, stehen die Umweltverbände dem geplanten Wasserkraftwerk in Realp kritisch gegenüber. Geässert hat sich auch die CKW AG. diese würde das Wasser der Mutterreuss lieber in den Göscheneralpsee leiten. Mit dieser Lösung wäre es offensichtlich möglich gewesen, zwei- bis dreimal mehr Strom zu produzieren.
Bild: Realp (Quelle: uri tourismus)

Prinz verspricht Schweizern ein Märchen

Unter diesem Titel veröffentlichte die sozialistische Tageszeitung "Neues Deutschland" am 15. März 2008 einen Bericht zur geplanten Ferienanlage in Andermatt. Kernsatz: "1951 forderte ein schweres Lawinenunglück zahlreiche Todesopfer. Die Lawine, die jetzt auf das idyllische Dorf zurollt, wird sicher nicht zu Evakuierungen oder gar Opfern führen. Aber sie wird den Ort dennoch überrollen. Fluch oder Segen – noch ist nicht wirklich klar, was Samih Sawiris, der »Prinz aus dem Morgenland«, bringen wird. " Fluch oder Segen, also nicht nur Leitthema dieses Blogs. Den ganzen Bericht lesen...

13.03.2008

Lex Koller: Problem aufgeschoben.

Der Nationalrat will die Lex Koller nicht aufheben. Damit schiebt er ein Problem auf, behebt es aber nicht. Klar, Andermatt hat eine Spezialbewilligung gekriegt. Eine Ausnahmebewilligung vom Bund hat das möglich gemacht. Aber auf die Dauer können Ausnahmen nicht der richtige Weg sein.

Bundesbern täte wohl besser daran, auch über flankierende Massnahmen und alternative Lösungen zu sprechen, statt nur immer über die Aufhebung der Lex Koller zu debattieren. Aber: Der Nationalrat geht offensichtlich von der irrigen Annahme aus, indem er die Lex Koller beibehalte, könne er das Zweitwohnungsproblem lösen. Gefragt wäre eigentlich ein rigides Bewirtschaftungssystem, wie es im Wallis geplant ist. Werden dort künftig Grossinvestoren zugelassen, dann nur noch für Projekte mit einem grossen Anteil Hotel- oder Apparementbetten. Und zwar nur mit professionell bewirtschaftete Beherbergungsformen.

Der Spekulation einen Riegel schieben
Wer künftig im Wallis eine Wohnungen verkaufen will, muss für die Mindestdauer von 15 Jahren Mietverträge und somit die Nutzung der Appartements ausweisen können. So zwingt man die ausländischen Käufer und Grossinvestoren, keine weiteren kalten Betten zu produzieren. Und es wird verhindert, dass die Käufer und Investoren sich schon nach einigen Jahren zurückziehen.