12.05.2011

Ausbau Skigebiet wirft hohe Wellen

Sawiris und das Schwedische Unternehmen Skistar sollen eine Absichtserklärung unterschrieben haben, wonach 140 Mio Franken ins Skigebiet Andermatt-Sedrun investiert werden sollen. Kritik am Projekt kommt vom Schweizer Alpen-Club (SAC) und von Umweltverbänden. Die vorliegenden Pläne würden den gesetzlichen Anforderungen noch nicht genügen. Ebenfalls kritisch äusserte sich Sportbahnen-Präsident Franz Steinegger. Er zeigt sich zudem befremdet ob der Goldgräberstimmung im Uri und befürchtet jahrelange Defizite. Und auch die Leserbriefreaktion deuten auf wachsende Kritik am Projekt hin. Von Ausverkauf der Schweiz und Zubetonieren unseres Landes ist die Rede.

Derweil war auch zu lesen, dass die ersten neuen Anlagen bereits 2013 in Betrieb gehen könnten. Angesichts der Wellen, die das Projekt bereits heute wirft, wohl eine eher optimistische Annahme.

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Sawiris beunruhigt

Samih Sawiris eröffnet in Andermatt eine weitere Millionen-Baustelle. Stichwort: Verbund des Skigebietes Andermatt-Sedrun. Derweil sind die politischen Ereignisse in Ägypten beunruhigend.

09.05.2011

Katastrophen-Franz hebt Mahnfinger

Wenn Franz den Mahnfinger erhebt, bahnt sich eine Katastrophe an, so behaupten böse Zugen. Nun zeigt er ihn, den Mahnfinger. Die Rede ist von Franz Steinegger, Ex-FDP-Präsident und Präsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen. Er ist gegen einen «Ausbau auf  Vorrat» des Skigebiets in Andermatt. Er will etappenweise analog zur Nachfrage investieren. Mit dem geplanten Ausbau des Skigebiets in der Region Urserental-Oberalp-Sedrun für rund 200 Millionen Franken auf einen Schlag, seien sehr wahrscheinlich in den ersten fünf bis zehn Jahren Defizite programmiert, sagte Steinegger in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Diese müssten am Schluss die öffentliche Hand zahlen, oder sie würden zur Zahlungsunfähigkeit führen, ist er überzeugt.

Interview in der SonntagsZeitung...

 

02.05.2011

200 Millionen für Skigebiet

Orientierung über den geplanten Ausbau des Skigebietes heute Abend. Zur Erinnerung:
Für 200 Millionen Franken sollen die Skianlagen ausgebaut und erneuert werden. Jetzt kann die Bevölkerung zur Richtplananpassung Stellung nehmen.

28.04.2011

Ausbau Skigebiet: Richtplanverfahren eröffnet

Parallel zum Bau von Samih Sawiris' Feriendorf sollen bekanntlich in der Region Urserental-Oberalp-Sedrun auch die Skigebiete erweitert werden. Die Kantone Uri und Graubünden haben dazu das Richtplanverfahren eröffnet.

 Vorgesehen sind

·         18 Skilifte und Gondelbahnen acht bestehende würden ersetzt, zehn neu gebaut.
·         Dazu kommen Skipisten, Beschneiungsanlagen, Restaurants und weitere Infrastrukturmassnahmen.

Der grösste Ausbau findet auf Urner Boden statt. Ziel der Erweiterung sei es, einen nachhaltigen Tourismus in der Region anbieten zu können. Das Projekt stimme mit dem Raumkonzept Schweiz und den raumordnungspolitischen Zielen von Uri und Graubünden überein.

Stellungnahmen bis 26. Mai
Die Bevölkerung kann zur Richtplan-Anpassung bis am 26. Mai Stellung beziehen. Die ersten neuen Skianlagen sollen bereits Ende 2013 den Betrieb aufnehmen können.

26.04.2011

Abgesprungen?

Im Blog von Kommunikationsguru Klaus J. Stöhlker will ein gewisser Fidel Stöhlker erfahren haben, dass Samih Sawiris seine beiden Verkaufsbüros Ginesta Immobilien und Walde + Partner verloren hat. Die Gründe kennt der Fidel nicht. Aber er mutmasst: Wenn zwei renommierte Immobilienfirmen abtreten, müsse man davon ausgehen, dass irgendwas in Andermatt nicht planmässig verläuft und die Verkaufserwartungen nicht erfüllt werden.

Nun ja, vor Ort ist diesebzüglich noch nicht viel zu spüren. Die Bagger starten Werktag für Werktag punkt 7 Uhr ihre Motoren draussen beim Bäz. Andererseits hat Samih Sawiris auch die Zahlen über die laufenden Verkaufserfolge kürzlich von seiner Website genommen. Frische Nahrung also für die Gerüchteküche.

18.04.2011

Brennpunkte, Hoffnungsschimmer und gehörig Zunder

Brennpunkt Aegypten…
Während sich sein Heimatland nach dem Sturz Mubaraks neu zu ordnen versucht, verzichtet Sawris auf eine vertiefte Prognose zum Geschäftsgang in den nächsten Monaten. Gemäss Tages Anzeiger will Sawiris aber nach Möglichkeit verhindern, dass Orascom zu viel Geld aufnehmen muss, um die Krisensituation bewältigen zu können. An seinen Bauvorhaben in Europa hält er aber fest. Fest hält er auch an den Zielen für 2011 Im laufenden Jahr sollen Verkäufe und Reservation insgesamt 120 Millionen Fr. ausmachen. Zu Berichten um angebliche Probleme bei dem Vorhaben äusserte sich der ägyptische Investor nicht direkt. Orascom-Vizepräsident Amr Sheta sagte, die Entwicklung der Verkäufe verlaufe nicht «linear». Die Gesellschaft lege das Augenmerk aber weniger auf verkaufte Einheiten, sondern die Einnahmen.

Ein Hoffnungsschimmer aus Schweden…
Ein Schwedisches Unternehmen soll in Andermatt eventuell in moderne Skianlagen investieren. Es handelt sich dabei um niemanden Geringeren, als um den schwedischen Skigebiet-Marktführer Skistar.
Das Unternehmen hat offensichtlich bereits einen Businessplan erarbeitet, wie «10 vor 10» berichtete. Skistar betreibt sechs Skiresorts in Schweden und Norwegen, darunter das Resort im schwedischen Åre.

Im Zusammenhang mit dem Tourismusresort von Samih Sawiris sollen die Skianlagen in Andermatt für 200 Millionen Franken modernisiert und mit dem bündnerischen Sedrun zusammengeschlossen werden. Die Verhandlungen mit Skistar offenbar im Gange. Ein Entscheid soll in Kürze fallen.

Ferienwohnungsbesitzer geben Zunder…
Die Ferienwohnungsbesitzer in Andermatt sollen 20 Franken pro Quadratmeter Wohnung an Grundgebühren bezahlen. Massiv mehr als vorher. Das wollen sie aber nicht akzeptieren: Der Verein IG Zweitwohnungseigentümer Urserental beschloss am 16. April beschlossen, eine gerichtliche Beschwerde einzureichen, sollten die Gemeinderäte den Vollzug des neuen Tourismus-Reglements nicht aufschieben.

Einer der Gründe für den Konflikt: Die zusätzlichen Einnahmen sollen unter anderem ins Marketing der neuen Andermatt Gotthard Tourismus GmbH fliessen. Wesentlich davon profitieren würde das Resort von Samih Sawiris, so die Meinung vieler Ferienwohnungsbesitzer. «Es kann doch nicht in unserem Interesse sein, teure Werbekampagnen in Mailand, Berlin oder Tokio zu finanzieren», sagte Rinaldo Deplazes, einer der Betroffenen, gegenüber der «SonntagsZeitung».

Der heisse Blogtipp: Kauft Euch doch eine Ferienwohnung im Verzascatal statt in Andermatt.

15.04.2011

Düstere Aussichten für Orascom?

Düstere Aussichten für Samih Sawiris ortet zumindest der Blick in seiner Ausgabe vom 18. April. Grund: Der Umsatz von Orascom sank 2010 um 12 Prozent auf 516,1 Mio. Franken, wie Orascom heute bekannt gab. Ursachen für den Rückgang seien der starke Franken sowie Beteiligungsverkäufe. Zudem habe Orascom im Gegensatz zum Jahr 2009 nicht viel Land verkauft.

Werden einmalige Effekte und die ungünstige Währungsentwicklung herausgerechnet, sank der Umsatz um 2 Prozent auf 513,5 Mio. Franken.

Der Gewinn vor Minderheitsanteilen sank von 144,9 Mio. auf 122,3 Mio. Franken. Darin enthalten sind unter anderem ausserordentliche Rückstellungen wegen des Umsturzes in Ägypten von 15 Mio. Franken.

Im Hotel-Segment erhöhten sich Umsatz und Gewinn, während im Segment Immobilien und Bau diese beiden Kennziffern leicht rückläufig waren. Orascom besitzt 26 Hotels mit 6516 Zimmern.

Orascom will die internationale Expansion forcieren, wie es heisst. Das Unternehmen, welches 74 Prozent des Umsatzes in Ägypten erwirtschaftet, will sich geographisch stärker diversifizieren, um die Aktivitäten breiter abzustützen.

07.04.2011

Mehr Strom für Andermatt

Zwischen Göschenen und Andermatt ist 5. April 2011 eine neue Stromleitung in Betrieb genommen worden. Sie verdoppelt auf einen Schlag die Übertragungskapazität.

Die neue, 4,8 Kilometer lange 15-kV-Leitung wurde in den Wintermonaten gemeinsam von der Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA) und dem Elektrizitätswerk Ursern (EWU) erstellt. Die Kosten belaufen sich auf 800'000 Franken.

06.04.2011

3,1 Mio. reingebuttert

Leichte Unsicherheit scheint sich im Tourismusresort breit zu machen. Nachdem der Tages Anzeiger unlängst von rückläufigen Verkäufen berichtet hatte, musste die Urner Regierung am vergangenen Freitag auf eine Interpellation im Landrat antworten. Thema: Wieviel hat das Projekt den Kanton bisher gekostet? Gerechtfertigte Investitionen Die Antwort der Urner Regierung: In den letzten drei Jahren habe der Kanton im Zusammenhang mit dem Tourismusresort rund 3,1 Mio CHF aufgewendet. In einem Vertrag mit dem Sawiris-Unternehmen habe man sich auch geeinigt, dass sowohl Kanton wie auch Unternehmer ihre Aufwändungen selber bezahlen. Zudem betont die Regierung in ihrer Antwort, dass ein Teil ihrer Aufwendungen ohnehin hätten getätigt werden müssen. So seien das Verkehrskonzept Urserntal und die Abklärungen zum Hochwasserschutz lediglich vorgezogen worden. Sie erachte jedenfalls die Aufwendungen im Hinblick auf die Chancen des Projektes als gerechtfertigt. Regierung glaubt an Realisierung Die Urner Regierung glaubt nach wie vor an die Realisierung des Tourismusresorts Andermatt durch die Orascom Development Holding AG. Das Projekt sei nicht unmittelbar von der Finanzmärkten abhängig, hält sie fest. Allenfalls könnte sich der Bau etwas in die Länge ziehen. Grund: Das wirtschaftliche Umfeld könnte einen verzögernden Einfluss auf den Verkauf der Immobilien haben.

04.04.2011

Verkauf am Stocken?

Keine Angaben mehr über die Verkaufsfortschritte auf Samih Sawiris' Andermatt-Website. Wie "unser Aegypter" gegenüber dem Tages Anzeiger sagte, sei es schädlich für das Geschäft, die Fortschritte permanent im Internet zu zeigen. Gemäss Tages Anzeiger konnten seit Ende Januar keine zusätzlichen Umsätze mehr erzielt werden im Andermatt-Resort. Per 29. März sei die Zahl der verkauften oder reservierten Objekte sogar leicht zurückgegangen. Besonders auffällig ist laut Tagi, wie viele Reservationen für Appartements in den geplanten 42 Häusern abhanden gekommen sind. Die Reservations- und Verkaufszahlen werden künftig als Teil der Halbjahresberichte veröffentlicht. Der nächste Bericht ist für Juni geplant. Beitrag im Tagi...

30.03.2011

Winterschlaf vorbei: 57 Mio. Franken fliessen

Aufwachen! Die Bauarbeiten am "Chedi" gehen weiter. Andermatt Swiss Alps hat in den letzten Tagen Aufträge in Höhe von 57 Millionen Franken vorwiegend an Urner Unternehmen vergeben. Seit Montag wird in Andermatt wieder am Hotel "Chedi". Wie die Bauherrin Andermatt Swiss Alps den Medien mitteilte, stammt der Beton für das Hotel aus dem Nachbardorf Zumdorf. Auch sonst seien die Aufträge vorwiegend an im Kanton Uri ansässige Unternehmen vergeben worden.

21.03.2011

Unverschämt

Eine Frage des Blick nach seinem Verhältnis zu Mubarak-Regime bezeichnet Samih Sawiris als unverschämt. Was er sonst noch sagte im Interview erfahren sie hier...

17.03.2011

Besser informieren

Kritik aus dem Landrat für Uris Regierung in Bezug auf die Steuererleichterungen, die sie Samih Sawiris gewährt. Man erinnere sich: Uris Regierung vertitt den Standpunkt, dass Steuererleichterungen bei bedeutenden Interessen der Volkswirtschaft zulässig sind. Das Tourismusresort von Sawiris in Andermatt entspreche dieser Bedingung, so die Regierung. Im übrigen habe die Regierung die Finanzkommission (Fiko) des Landrates über die Steuerstrategie bei diesem Projekt orientiert. Allerdings unterstehe die Vereinbarung über die Befreiung von der Grunstückgewinnsteuer der Geheimhaltung. Deshalb könne der Inhalt nicht dem Ratsplenum bekannt gegeben werden. Kommunikation verbessern Im Landrat wurde am 16. März kritisiert, dass die Regierung den Begriff des Steuergeheimnisses sehr eng auslege und nichts zu den Eckpunkten der Vereinbarung sage. Alle Fraktionen waren sich einig, dass die Kommunikation durch die Regierung zu verbessern sei. Umfassende Information gefordert Der Sprecher der Fraktion von SP/Grünen bezeichnete Steuererleichterungen als nutzlos, undemokratisch und ungerecht. Fiko-Präsident Othmar Zgraggen (CVP) erwartet eine proaktive und umfassende Information seiner Kommission durch die Regierung. Bis jetzt sei diese nur auf Nachfragen hin informiert worden. Regierung will, aber darf nicht Finanzdirektor Josef Dittli zeigte Verständnis für die Kritik. Die Regierung würde gerne mehr sagen, meinte, dürfe aber von Gesetzes wegen nicht. Hinsichtlich der Kommunikation versprach er Verbesserung.

15.03.2011

Zahlen zum Geschäftsjahr haben Verspätung

Orascom verschiebt wegen der politischen Entwicklungen in Ägypten die Publikation seiner Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 sowie zum ersten Quartal 2011. Die Rechnungsprüfung bei den ägyptischen Töchtern verzögere sich. Die Prüfungen würden mit rund vier Wochen Verspätung beendet, teilte das Unternehmen mit. Die Zahlen zum Abschluss 2011 werden nun am 15. April 2011 veröffentlicht, statt, wie bisher vorgesehen, am 31. März. Die Generalversammlung wird vom 10. Mai auf den 23. Mai 2011 verschoben.

18.02.2011

Steuererleichterungen geben weiter zu reden

Die Steuererleichterungen für Sawiris‘ Andermatt Swiss Alps geben weiter zu reden. Wird da mit zwei verschiedenen Ellen gemessen? Der Urner Landrat ortet eine Unzufriedenheit in der Bevölkerung und verlangt eine offene und transparente Kommunikation seitens der Regierung. Die vier Chefs des Landrats haben deshalb gemeinsam eine Interpellation eingereicht.

09.02.2011

Architekturwettbewerb soll „old“ und „new“ Andermatt verbinden

Zwischen dem heutigen Andermatt und dem künftigen Resort befindet sich ein tief liegendes, dreieckiges Gelände, das von der Umfahrungsstrasse, dem Gleisfeld des Bahnhofs und der Kantonsstrasse umgeben wird. Gemäss Meidnenmitteilung von Andermatt Swiss Alps AG kommt eben diesem Geklände eine wichtige Funktion zu. Es verbinde das bestehende Dorf mit dem Ferienresort und sei damit von zentraler Bedeutung.Dieses „goldene“ Dreieck soll zur eigentlichen Begegnungszone gemacht werden. Ein Ort wo sich die Einheimischen mit den Feriengästen treffen (..). Für dieses Areal schreibt die Andermatt Swiss Alps AG einen internationalen Planungs- und Architekturwettbewerb aus. Gefragt sind städtebauliche Konzepte, „die einen attraktiven Nutzungsmix und eine interessante räumliche Gestaltung aufweisen“. Dabei geht es etwa um Freizeitanlagen, Flaniermeilen, Grünbereiche und Dienstleistungsangebote. Der zweistufige Planungs‐ und Architekturwettbewerb wird anonym abgehalten. Aus den eingegangenen Vorschlägen wählt die Jury zwischen fünf und fünfzehn Projekte aus, die in der zweiten Wettbewerbsphase auf Projektstufe weiterbearbeitet werden. Erst die Ergebnisse der Phase 1 führen zum definitiven Programm für die Phase 2, die im Sommer startet. Neben der Andermatt Swiss Alps AG, die als Auftraggeberin zeichnet, sind auch massgebliche Landbesitzer und Interessenvertreter in das Verfahren involviert, unter anderem der Kanton Uri, die Gemeinde Andermatt, die Matterhorn Gotthard‐Bahn, die Andermatt‐Gotthard Sportbahnen, der Bund, die Armasuisse, das Bundesamt für Strassen sowie die Andermatt Tourismus AG. Mit definitiven Ergebnissen wird diesen Winter gerechnet.

08.02.2011

Noch ein Luxushotel

Ob der Turbulenzen am Nil wärs fast vergessen gegangen. Sawiris ist dabei ein weiteres Luxushotel nach Andermatt zu bringen. Diesmal handelt es sich um die deutsche Luxushotelkette "Steigenberger". Ein Absichtserklärung ist gemäss Gérard Jenni, Geschäftsführer der Andermatt Swiss Alps AG, unterzeichnet. Das neue Hotel kommt gegenüber dem künftigen Sportcenter zu stehen und soll drei Gebäude umfassen. Damit wären wir (zumindest auf Papier) nach dem Radisson Blu und dem Chedi bei Nummer drei angelangt.

07.02.2011

Massenproteste kein Einfluss auf Andermatt-Resort

Die Massenproteste in Ägypten haben keine Auswirkungen auf sein Tourismusprojekt in Andermatt. So Samih Sawiris gegenüber der Sonntagszeitung. Sollte die Krise jedoch nicht rasch abklingen, werde seine Holding im Hotelgeschäft im ersten Quartal 2011 aber rund ein Viertel weniger Einnahmen erzielen. Die Hotelerträge machten aber nicht mehr als 40 Prozent der Gesamterträge der Orascom Development Holding (ODH) aus. P.S. Samih, kannst die Bagger wieder auffahren lassen. Derzeit, ob der Frühlingstemperaturen, fast kein Schnee mehr im Talboden. Die Spuren der Golfplatzbaustelle sind unübersehbar.

02.02.2011

Wo ist Samih Sawiris?

Der Verbleib „unseres“ Investors gab zu Spekulationen Anlass. Der arabische Sender Al Jazira hatte gemeldet, dass Sawiris samt Familie Aegypten verlassen habe. Aber das Gegenteil ist der Fall. Gemäss Basler Zeitung hat Sawiris einen Kurzurlaub in der Karibik abgebrochen und beobachtet nun von El Gouna aus das Geschehen in seinem Land. Und wie wird sich die Lage in Aegypten entwickeln? Das sei eine „ein Millionen Dollar Frage“, so Sawiris. Er kann die Frage nicht beantworten. Die Entwicklung in Aegypten ist eines. Aber wie werden sich die Unruhen auf Sawiris‘ Resorts auswirken? Immerhin fliessen 80 Prozent der Orascom-Erträge aus Aegypten selbst. Antwort gibt in der BAZ Finanzanalyst Patrick Hasenböhler von der Bank Sarasin: Variante 1: Im besten Fall normalisiere sich die Lage in Ägypten innert Wochen oder weniger Monate. Dann könne das Geschäft mit den Touristen ungehindert weitergehen. Orascom müsste dann lediglich geringfügig schlechtere Ertragszahlen ausweisen. Variante 2: Im schlimmsten Fall könnte es zu Verstaatlichungen und/oder zur Vertreibung von Reichen aus Ägypten kommen. Dann kämen Sawiris' Geschäfte weitgehend zum Erliegen. Sawiris glaubt nicht an eine solche Entwicklung. In der BAZ sagt er, Ägypten sei heute in starkem Mass abhängig von der Wirtschaftsleistung des Privatsektors. Wer die Privatwirtschaft zerstöre, zerstöre gleichzeitig den Staat. Daran habe keine Gruppierung ein Interesse. Im Übrigen habe Orascom Development genügend finanzielle Mittel, um eine Durststrecke von mindestens eineinhalb Jahren zu überstehen. So lange müssten auch keine Abstriche an Projekten in anderen Ländern gemacht werden. Übrigens, gestern war Sawiris' Unternehmen «Andermatt Swiss Alps» vom Mailverkehr abgeschnitten. Der Mailserver befindet sich in Ägypten, wo die Regierung das Internet gekappt hat. Spezialisten arbeiten nun daran, die Daten auf einen Schweizer Server zu laden. Beitrag in auf BAZ online...