26.06.2015

Eile mit Weile

Vor zehn Jahren startete Samih Sawiris sein Andermatt-Abenteuer. Grund genug für die NZZ, einen Blick auf Neu-Andermatt zu werfen. Fazit: Andermatt-Resort herrscht Eile mit Weile. Oder mit anderen Worten: Das Glas ist halb leer - oder halb voll, je nach Gesichtspunkt.

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15.06.2015

Vorläufig keine Jugenherberge in Andermatt

Schweizer Jugendherbergen lehnen gemäss htr.ch eine Zusammenarbeit mit Samih Sawiris' Gesellschaft Andermatt Swiss Alps vorerst ab, wie Fredi Gmür, CEO der Schweizer Jugendherbergen (SJH) und Präsident der Vereinigung Parahotellerie Schweiz in einem Interview vom Sonntag sagte. Dabei kritisierte er auch die Banken, welche die Schweizer Hotellerie gefährden.
Samih Sawiris hatte sich in seinem Luxusferienresort in Andermatt auch eine Jugendherberge gewünscht und ein Entgegenkommen beim Landkauf signalisiert. In einem Interview mit der Zeitung Zentralschweiz am Sonntag liess der Chef der Schweizer Jugendherbergen, Fredi Gmür, verlauten, dass eine Zusammenarbeit vorerst abgelehnt würde. «Aufgrund der Rahmenbedingungen sehen wir keine Möglichkeit, einen kostendeckenden Betrieb mit Jugendherbergenpreisen zu führen», so Gmür. Definitiv zugeschlagen sei die Tür allerdings nicht.

Sechsersessel Gurschen vor Baustart


Im Skigebiet Andermatt-Sedrun, das ausgebaut wird, könnte im Juli mit dem Bau der ersten neuen Liftanlage gestartet werden. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die erste Plangenehmigung für einen Sessellift verfügt. Es handelt sich um einen neuen Sechsersessellift Gurschenalp-Gurschengrat am Gemsstock.
Die Plangenehmigung entspricht bei den Seilbahnen der Baubewilligung. Sie wurde gemäss BAV am 28. Mai verfügt. Zur Zeit läuft noch die 30-tägige Beschwerdefrist. Deshalb ist sie noch nicht rechtskräftig. Bis jetzt gibt es offensichtlich keine Anzeichen für Beschwerden wie in den Medien zu lesen ist.

22.05.2015

Orascom legt zu


Samih Sawiris‘ Orascom hat zu Jahresbeginn zugelegt. Der Umsatz im ersten Quartal nahm im Jahresvergleich um 7,2 Prozent auf 74,8 Mio. Franken zu.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA schnellte von 9,0 Mio. auf 23,2 Mio. Fr. hoch, wie Orascom am Donnerstag, 21. Juni 2015, mitteilte. Allerdings sind nicht fortgeführte Unternehmensteile und Einmaleffekte nicht mitgerechnet. Die Bruttogewinnmarge erhöhte sich von 19 auf 34 Prozent. Erst im vergangenen Jahr hatte Orascom nach verlustreichen Jahren die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Das Geschäft in Ägypten, dass lange unter den Turbulenzen der Revolution gelitten hatte, erholte sich.

In den ersten drei Monaten 2015 verringerte sich der unter dem Strich erzielte Gewinn nach Minderheiten jedoch nun auf 3,4 Mio. Fr. nach 5,0 Mio. Fr. im ersten Quartal 2014. Grund dafür sind hauptsächlich höhere Finanzierungskosten und Wechselkursverluste. So musste etwa die ägyptische Tochtergesellschaft aufgrund von Wechselkurseinflüssen mehr für ihre Kredite in US-Dollar zahlen.

Verschuldung reduziert
Das Ziel, nach früheren Geldabflüssen wieder einen Geldzufluss aus der Geschäftstätigkeit zu verzeichnen, erreichte Orascom in den ersten drei Monaten 2015. Zum ersten Mal seit 2010 verzeichnete die Gruppe mit 0,4 Mio. Fr. einen operativen Cash Flow. Die Nettoverschuldung verringerte sich um rund 17 Prozent auf 358,5 Mio. Franken.

Das positive Ergebnis sei durch die meisten Geschäftsbereiche mitgetragen worden, schrieb die Gruppe. Damit sei bestätigt, dass die Gruppe «zurück auf Kurs» sei. Insbesondere die Hotelumsätze zogen an: Sie erhöhten sich um einen Viertel auf 29,6 Mio. Franken.

Umsatzimmobilien mit Umsatzeinbussen
Das Segment Immobilien und Bau verzeichnete hingegen Umsatzeinbussen. Orascom erwartet, dass die Umsätze in der zweiten Jahreshälfte stark steigen dürften. Dann sollen verkaufte Immobilien an die neuen Besitzer übergeben werden.

Schuldenreduktion
Im laufenden Jahr will die Gruppe wie vorgesehen ihre Schulden um 100 Mio. Fr. reduzieren. Dazu steht sie in Verhandlungen mit den Geldgebern für eine günstigere Refinanzierung. Orascom erwartet, die Verhandlungen im dritten Quartal 2015 abzuschliessen. Zudem werde weiter am strikten Kostensenkungsprogramm festgehalten. Für die Bruttogewinn-Marge der Gruppe peilt Finanzchef Eskandar Tooma einen Wert von 25 bis 40 Prozent für das laufende Jahr an.

07.05.2015

Mehr Geld, weniger Pro-Kopf-Verschuldung


Andermatt schliesst die Rechnung 2014 positiv ab. Möglich wird das durch mehr Steuereinnahmen. Sie liegen fast 1 Million Franken höher als budgetiert.

Die Gemeinderechnung von Andermatt schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 147`000 Franken ab – klar besser als budgetiert. Hauptverantwortlich dafür sind deutliche Mehreinnahmen bei den Steuern.
Allein bei den natürlichen Personen resultierte ein Mehrertrag von rund 760`000 Franken. Insgesamt flossen 967`000 Franken mehr Steuergelder in die Gemeindekasse als budgetiert. Die Auswirkungen des Tourismusresorts und des Aufschwungs in Andermatt zeigen sich damit erstmals deutlich in der Rechnung.

Dank der Gelder aus der Sachübernahme durch die Abwasser Uri konnte die Gemeinde zudem den Bilanzfehlbetrag von 51`143 Franken tilgen sowie Vorfinanzierungen in der Höhe von 1,6 Millionen Franken tätigen. Der positive Rechnungsabschluss führt dazu, dass die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde deutlich gesenkt werden konnte. Sie beträgt noch 1869 Franken (2013: 2670 Franken). Weiterhin hoch bleibt der Investitionsanteil der Gemeinde (Bruttoinvestitionen im Vergleich zum Aufwande).

15.04.2015

Orascom wieder in Gewinnzone


Orascom Development hat im vergangenen Jahr die Gewinnzone erreicht. Der Konzern verzeichnete einen Nettogewinn nach Minderheiten von 41,9 Millionen Franken, nach einem Verlust von 157,7 Millionen Franken 2013. Der Umsatz legte um 13,1 Prozent auf 250,5 Millionen Fr. zu, wie Orascom am Dienstag, 14. April,  mitteilte. Die Zahlen liegen im Rahmen der Vorankündigung des Unternehmens.

07.04.2015

Geduld gefragt


Der Ausbau der Skiarena Andermatt-Sedrun verzögert sich. Grund ist das aufwendige Verfahren. Mit zwei Bahnen soll aber bald begonnen werden.

In diesem Sommer sollten die ersten Baumaschinen auffahren. Die erste Stufe Gesamtprojekt ist seit Mai 2014 genehmigt, Aufträge sind teilweise vergeben, Seilbahnbauer gefunden und Geld vorhanden. Aber offenbar fehlen die Bewilligungen für die Bauaufträge wie die Neue Luzerner Zeitung berichtet. 17 Anlagen und 48 Detailprojekte gehören zur geplanten Skiarena, deren Baustart sich seit 2013 verzögert. Noch im vergangenen Jahr wurde kommuniziert, man wolle 2015 eine Gondelbahn mit Mittelstation, drei Sessellifte und einen Trainerlift bauen. Mittlerweile ist von zwei Sesselliften und Beschneiungsanlagen die Rede.

31.03.2015

Es läuft wieder runder bei Orascom


Orascom hat im Geschäftsjahr 2014 markante Fortschritte erzielt. Es zeichne sich ein Umsatzplus von 10 bis 15 Prozent ab, teilte das vom ägyptischen Investor Samih Sawiris kontrollierte Unternehmen am Montag, 30. März, mit.

Unter dem Strich erwartet Orascom die Rückkehr in die schwarzen Zahlen: Der Nettogewinn nach Minderheiten werde in der Grössenordnung zwischen 37 Mio. und 42 Mio. Franken ausfallen. Im Vorjahr wurde noch ein Minus von knapp 158 Mio. Fr. verzeichnet.

26.02.2015

Knastinsel für Sawiris


Samih Sawiris hat nach dem Chedi ein neues Projekt. Er plant ehemalige Gefängnisinsel Lastavica in Montenegro in eine Ferienanlage umzufunktionieren.

Die runde Insel liegt am Eingang der Bucht von Kotor. Sie hat eine Fläche von 32'000 Quadratmetern oder gut viereinhalb Fussballfeldern und einen Durchmesser von rund 200 Metern. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auf Lastavica das Fort Mamula gebaut. Dieses wurde von Mussolini als Gefängnis genutzt.

Um das Projekt umzusetzen, mietet Sawiris die Insel für 49 Jahre. Nach Ertelung der Baubewilligung soll der Ferientempel innerhalb von 18 Monaten realisiert sein. Es sollen dabei 200 neue Stellen geschaffen werden.

18.02.2015

Chedi: das Karussell dreht sich weiter


Samih Sawiris hat im «The Chedi» in Andermatt UR schon wieder einen neuen Chef eingesetzt. Es ist der Vierte in einenhalb Jahren.

Der neue heisst Jean-Yves Blatt und löst per Ende März York Brandes ab. Brandes hat die Luxusherberge erst seit Januar geführt. Er übernahm die Leitung interimistisch von Hansjörg Meier, der Ende Jahr gegangen war.

Damit dreht sich das Karussell auf diesem Posten weiter: Meier hatte das Fünf-Sterne-Hotel über die erste Sommersaison sowie zum Start in die zweite Wintersaison geleitet. Er hatte die Aufgabe im Mai 2014 von Alain Bachmann übernommen. Dieser hatte die Stelle nach acht Monaten aus persönlichen Gründen aufgegeben.

Blatt verfüge über breite Erfahrungen in der Luxushotellerie, schreibt Swiss Alps. Der 51-jährige Westschweizer war unter anderem seit 2009 General Manager beim Grand Hotel Park in Gstaad, dem Hotel der Bertarellis

07.01.2015

Neuer Boss für Chedi


Der interimistische Manager des CHEDI in Andermatt, Hansjörg Meier, verlässt seinen Posten. Er wechselt ins Ausland zu einer internationalen Hotelgruppe.
 
Neuer Chedi-Manager wird der Deutsche York Brandes, wie Andermatt Swiss Alps mitteilt. York Brandes führte zuletzt während über zehn Jahren das Hotel Chedi Muscat in Oman. Davor arbeitete er in Hotels auf Zypern und Madeira.

22.12.2014

Chedi Brand: Ursache noch nicht bekannt

DASS es im Chedi am vergangenen Freitag gebrannt hat, dürfte mittlerweile schon alle Interessierte wissen. Warm es gebrannt hat, ist allerdings noch nicht bekannt.

In den kommenden Tagen werden Brandexperten genauere Untersuchungen durchführen.

18.12.2014

Fünftes Appartementhaus in Sicht

Andermatt Swiss Alps lanciert in Zusammenarbeit mit der Immobiliengesellschaft Swiss Property den Bau eines fünften Apartmenthaus, wie die Orascom Holding in einer Mitteilung vom Mittwoch, 17. Dezember, schreibt. Falls der Verkaufsstart erfolgreich verlaufe, könne bereits im nächsten Jahr mit dem Bau des Mehrfamilienhauses mit 19 Wohnungen begonnen werden.

15.12.2014

Sawiris will Jugendherberge, oder: auch den Reichen wird’s unter ihresgleichen langweilig


Ein privates finanzielles Engagement ist für Samih Sawiris zwar kein Thema, trotzdem brauche die Feriendestination die Jugendherberge: «Ich bin bereit, den Jugendherbergen beim Landkauf entgegenzukommen», sagte Sawiris in einem Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag». Bereits im August 2013 hatte er verkündet, es liefen Gespräche zwischen seiner Gesellschaft und Schweizer Jugendherbergen.

Warten auf Rückmeldung
Die Jugendherbergen müssten ihm nun sagen, ob und unter welchen Bedingungen sich für sie ein Engagement in Andermatt rechnen würde und wie er ihnen dabei behilflich sein könnte. «Wir wollen eine Destination für alle sein», sagte Sawiris. Denn selbst den Reichen werde es langweilig, wenn sie nur immer unter ihresgleichen seien.

25.11.2014

Sawiris über Andermatt und Ägypten


Samih Sawiris sagt in der Aargauer Zeitung, wie er das 1,8-Milliarden-Projekt in Andermatt durchzieht – und warum sich die Demokratie in seinem Heimatland nicht rasch durchsetzt.

24.11.2014

Startfrei für Hotel und Hallenbad?


Im Sawiris Resort sollen im Frühling 2015 die Bauarbeiten für ein zweites Hotel mit 180 Zimmern und für ein Appartementgebäude mit 96 Wohnungen beginnen. Ebenfalls geplan: das lang ersehte öffentliche Hallenbad sowie Fitness und Wellnessanlagen. Die Gebäude sollen 2017 bezugsbereit sein.

Nach einjähriger Planung sei das Baugesuch für das zweite Hotel in den vergangenen Tagen eingereicht worden, teilte das Andermatt Swiss Alps mit. Zudem wurden Bauprofile im Gelände aufgerichtet. Das Baugesuch muss allerdings erst noch genehmigt werden.

Baustart für Sessellift im Frühling 2015
Weiter soll im Frühling 2015 wie geplant mit der Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun begonnen werden.

21.11.2014

Schwimmbad (endlich) in Sicht?

Nach einjähriger Planung sei das Baugesuch für das zweite Hotel in den vergangenen Tagen eingereicht worden, teilte das Unternehmen Andermatt Swiss Alps am Donnerstag, 20. November, mit. Zudem seien Bauprofile im Gelände aufgerichtet worden

Zur nächsten Ausbauetappe von Samih Sawiris zählt ein Hotelkomplex aus Naturstein und Holz mit rund 180 Zimmern und Suiten. Dazu gehören für die Öffentlichkeit zugängliche Fitness- und Wellnessanlagen und ein 25-Meter-Schwimmbecken, wie der Blick berichtet hat.

29.09.2014

Kein Gewinn in Sicht


Die Tore von Sawiris‘ Showroom in Zürich sind verschlossen. Dafür hat er kürzlich in London zur Präsentation gebeten. Rund 50 potenzelle Anleger kamen. Er suche nach Investments über 1,8 Milliarden Schweizer Franken für sein Nobelresort in Andermatt, sagte Sawiris laut Wallstreet Journal Deutschland.

Doch egal wie überzeugend die Anleger-Präsentationen in London sind – es werde trotzdem Jahre dauern, bevor die Anlage Gewinn abwirft, sagte Sawiris. Es gehe ihm noch nicht einmal mehr ums Geld. Er habe genug Geld für zwei Leben. Er sei dabei, weil er damit angefangen habe.

Keine Kostenbeteiligung der Gemeinde für Bahnhofunterführung

Die Gemeinde Andermatt beteiligt sich nicht an den Kosten für die neue Personenunterführung beim Bahnhof Andermatt. Die Stimmenden lehnten den entsprechenden Kredit von 1,85 Millionen Franken mit 52,6 Prozent ab.

Artikel auf bluewin.ch

23.09.2014

The Show is over - in Zürich


Samih Sawiris schliesst den Showroom für das Andermatt-Resort in Zürich.

Seit 2010 hat Samih Sawiris den bisher einzigen eigenständigen Showroom vor dem Warenhaus Jelmoli neben der Bahnhofstrasse betrieben. Dort konnten Wohnungen und Hotelzimmer des Tourismus-Resorts in Andermatt begutachten und erwerben. Klammheimlich hat Sawiris den Luxus-Verkaufspavillon nun leerräumen und schliessen lassen.

Laufen die Zimmer- und Hausverkäufe in Andermatt trotz Showroom dermassen schlecht, dass sich dessen weiterer Betrieb nicht mehr rechtfertigen liess? Die projektverantwortliche Andermatt Swiss Alps AG verneint gegenüber „Blick am Abend“ einen Zusammenhang. Die Schliessung habe in keinster Weise etwas damit zu tun, wie schlecht oder gut die Immobilienverkäufe in Andermatt laufen, sagt Sprecher Markus Berger.

Das Ende 2013 eröffnete Luxus-Hotel The Chedi sei nun vor Ort der neue Showroom. Weil die exklusive Kundschaft offenbar nur vor Ort über den Kauf entscheiden wollte, machte der Betrieb des Showrooms in Zürich keinen Sinn mehr.

Wie gut die Verkäufe tatsächlich laufen, wollte Sprecher Berger dem Blick am Abend nicht sagen. Was er auch nicht preisgeben wollte: Allein für den Mietzins des Showrooms musste Swiss Alps jährlich über eine Viertelmillion Franken berappen. Dazu kamen Unterhalts- sowie Personalkosten.