05.10.2009

Die Schweizer hinter Orascom

Welche Köpfe stecken eigentlich hinter Sawiris‘ Orascom in Altdorf? Eine ganze Reihe hochkarätiger Schweizer Wirtschaftsleute.

Swiss connection: Gérard Jenni, 55, CEO Der ehemalige Chef des Hallenstadions Zürich leitet neu die Andermatt ­Alpine Destination Company (AADC), die für das Projekt Andermatt zuständig ist. Raymond Cron, 50, Europachef Der frühere Manager des Baukonzerns Batigroup und Chef des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) wechselte 2008 als Europachef zu Orascom. Carolina Müller-Möhl, 40, VR Die Unternehmerin und Nestlé-Verwaltungsrätin bringt im Board der Orascom ihre ­Erfahrung mit Immobilien­geschäften ein. Bernhard Russi, 61, VR Der ehemalige Skistar ist ­gebürtiger Andermatter. Er sitzt im Verwaltungsrat der AADC und kümmert sich ­besonders um die Erschliessung des Skigebiets. Jean Gabriel Peres, 52, VR Der CEO der Mövenpick Hotels & Resorts sitzt im Verwaltungsrat der Orascom. Mövenpick ist interessiert, selber eines der Hotels in Andermatt zu betreiben. Luciano Gabriel, 56, VR Als Chef der grössten Schweizer Immobiliengesellschaft, PSP Swiss Property, bringt er viel Bauerfahrung in den Verwaltungsrat der Orascom.

02.10.2009

Der andere Samih

Marc Kowalsky hat in der „Bilanz“ ein gelungenes Porträt von Samih Sawiris verfasst. Er zeigt darin nicht nur die sonnige Seite des „Retters von Andermatt“ auf. Nein, der Sonnyboy, der uns bis jetzt stets freundlich, charmant, locker und optimistisch begegnet ist, hat auch eine andere Seite, nämlich die des aubrausenden, strengen, herrischen und detailverliebten Patrons. Andermatt sei für Sawiris nur ein kleiner Fisch, schreibt Kowalsky. Und weiter: Anfangs sei Sawiris sehr präsent in seinen Projekten. Komme die Sache zum Laufen, lasse er seiner Crew immer mehr Freiheiten. Wer sein Vertrauen jedoch enttäusche, werde zum Befehlsempfänger degradiert. Aber nicht entlassen. Denn laut Kowalsky finden Mitarbeitende in Ägypten keinen Job mehr, wenn sie von Orascom rausgeschmissen wurden. Stattdessen stelle Sawiris solche Leute aufs Abstellgleis. Nun, das ist vielleicht auch eine Art von Sozialverantwortung. Andermatt ein kleiner Fisch Kowalsky ist in seinem Bericht auch zum Schluss gekommen, dass Andermatt für Sawiris nur ein kleiner Fisch ist. Er schreibt: „Ob sich die Andermatter mit dem Megaprojekt wirklich einen Gefallen getan haben, ist fraglich. Sie dürften sich bald fremd im eigenen Dorf fühlen. Doch vor allem hat die Künstlichkeit der bestehenden Resorts in El Gouna, Taba Heights und Tala Bay etwas sehr Befremdliches – wie eine Art Disneyland, nur ohne die Mäuse. Die Gefahr, dass Andermatt zur seelenlosen Kulisse einer alpinen Truman-Show verkommt, ist gross. Sawiris selber wird das wenig stören. Bald wird seine Aufmerksamkeit der nächsten Ferienstadt gelten. Nach Andermatt wird er dann nur noch gelegentlich kommen, um den Baufortschritt zu kontrollieren. Und um zu zeigen, dass er wenn nötig auch in die Details gehen kann.“ In diesem Sinne: Schöne Grüsse von Mikey Mouse. Weiter zum Artikel in der "Bilanz"...

29.09.2009

Alpenreduit bröckelt

Was in zwei Kriegen von den Kriegsmächten nicht geschafft wurde, gelingt heute einem einzigen Mann: Samih Sawiris nimmt das Reduit ein. Aber nicht nur der Gotthard, unser Vorzeigeberg, wackelt. Nein, San Gottardo und Urserntal sind nur ein lokale Schauplätze in seinem Plan. Im Auge hat er die ganze Region von Sedrun über Airolo bis ins Goms. Sawiris sei Teil unseres Alpeniventars geworden. Das schreibt Evi im Blog indy.ch. Lesen Sie die kritischen Zeilen in diesem Blog - selbst in Zeiten des grossen Kopfnickens...

Sawiris goes Bob

Nach dem Spatenstich gleich ein Paukenschlag. Sawiris scheint angefressen zu sein vom Bobsport. Liegt doch auf der Hand. Schliesslich soll ja mit dem Resort in der Liga von St. Moritz gespielt werden. Und die haben einen Bobrun. Sawiris' ehemaliger AADC CEO und neu Pistenberater Benno Nager soll ein geeignetes Terrain evaluieren. Gefunden scheint er es auf dem Oberalppass zu haben. Dereinst als Bobbahn hinhalten soll wohl das Strässchen, das im Sommer auf den Hühnerstock führt. So jedenfalls siehts im Bericht aus. Zum Videobeitrag von SF...

26.09.2009

Spaten eingesteckt

Nun hat er also die erste Scholle gekehrt, der Samih. Und das Zelt war zum Bersten voll. Es war zwar für 1200 Leute (Anzahl der Taleinwohner) ausgelegt, dennoch fanden nicht alle eine Platz. Ergo waren wohl viele Nicht-Urschner-Bewohner angereist. Schön, dass unser Tal so beliebt ist. Ob die Fremden auch dann noch kommen, wenn Andermatt eine lärmbetäubende Grossbaustelle ist? Hier die Berichterstattung: NZZ online news.search.ch 20 Minuten

24.09.2009

So läuft der Hase

Eine bewegte Woche für Andermatt: Zuerst der Besuch des russischen Präsidenten Medwedew und jetzt der Spatenstich von Sawiris. Und da behaupte jemand, in Andermatt laufe nichts... Nur mal wieder zur Erinnerung: Der Spatenstich vom Samstag ist der Auftakt für den Bau von (aus heutiger Sicht) 6 Hotels, 42 Häuser mit 490 Ferienwohnungen, Dutzenden von Villen, einem Sportzentrum und einem Golfplatz. Allerdings zieht Sawiris nicht alle seine Bauten in einem Zug hoch. Vergessen wir nicht: Unser Aegypter ist ein Business-Mann. Durch und duch. Er minimiert das Risiko. Zuerst verkaufen, dann bauen, so seine Devise. Deshalb werden erst das Luxushotel Chedi und der Golfplatz gebaut. Danach erst der Rest. Die Verkaufsabschlüsse geben die Pace vor. Damit kann Sawiris von der zu erwartenden Wertsteigerung der Immobilien profitieren. Andererseits soll dieses etappierte Bauen all jene bevorzugen, die schon früh bereit sind, eine Ferienwohnung zu kaufen. Denn Frühkäufer profitieren von einem noch tieferen Kaufpreis, allerdings mit der Aussicht, ihre Ferien die nächsten 15 Jahre auf einer Baustelle zu verbringen. Egal, an sich ist dieses Vorgehen zu begrüssen. Denn so können Bauruinen (hoffentlich) vermieden werden. Und der logistische Aufwand, z.B. die Lastwagen in der engen Schöllenen, hält sich in Grenzen. Zudem kann bei Bedarf auf künftig veränderte Rahmenbedingungen flexibel reagiert werden. Sagen wir, um auf Medwedew zurückzukommen, wenn die Russen plötzlich keine Lust hätten, ihr Schwarzgeld in eine netten Villa in Andermatt zu investieren. Aber im Notfall hätte ja unser Dorfmetzger jetzt das Visitenkärtli des russischen Präsidenten. Ein kurzer Anruf von Ferdinov dürfte also künftig genügen, um allfällig fehlende Investitionen auszulösen. Ferdi und Dimitri....

23.09.2009

Orascom-Aktie auf Höhenflug

Ich habs doch immer gesagt: Die Aktie wird steigen, denn Land ist irgendwann knapp. Und siehe da, kurz bevor die grossen Bauherren zwecks Spatenstich in die Hände spucken, befindet sich die Orascom-Aktie auf ein 12-Monatshoch. Das freut nicht nur den Sawiris, sondern auch all die Kleinaktionäre. Bericht im Cash...

21.09.2009

Kunstblick nach Aegypten

Das Haus für Kunst in Altdorf gibt derzeit einen Einblick in die Heimat unseres Investors. Nicht verpassen! Zum Bericht im Urner Wochenblatt...

18.09.2009

Spatenstich!

Offizieller Spatenstich am 26. September 2009. Ort: Festzelt beim ARA-Gelände (Kläranlage) Andermatt. Eingeladen ist die gesamte Urschner Bevölkerung (also, liebe Unterländer, Ihr könnt zu Hause bleiben). Programm: ab 11.00 Uhr: Eintreffen im Festzelt 11.30 Uhr: Spatenstich 12.00 Uhr: Imbiss und Musik 15.00 Uhr: Ende Spaten Wir freuen uns auf 10 Jahre Grossbaustelle. Endlich! Übrigens, wer keine Lust hat aufs Baustellenfest: Am gleichen Tag findet auf der Bobanschiebebahn ein spannender Wettkampf statt.

14.09.2009

Sawiris-Beteiligung an Sedrun Bergbahnen

Die AADC beteiligt sich an den Sedrun Bergbahnen. Hintergrund: die geplante Verbindung der Skigebiete Sedrun und Andermatt. Geplant ist, dass die AADC etwa zehn Prozent der Sedruner Bergbahnaktien im Wert von etwa 300 000 Franken übernehmen, wie Sedrun Berbahnen mitteilte. Gleichzeitig wird ein Vertreter der AADC im Verwaltungsrat der Bergbahnen Einsitz nehmen. Wunschkandidat beider Unternehmungen ist der neue Geschäftsführer der AADC, Gérard Jenni. Die Generalversammlung der Bergbahnen wird Anfang Oktober über seine Wahl entscheiden.

11.09.2009

Endlich Guiness in Andermatt

Kürzlich im Klaus J. Stöhlker-Blog gelesen: Die neuen Starunternehmer der Schweiz heissen jetzt nicht mehr Meier, Müller und Binggeli sondern... - und die Engländer bringen hoffentlich nicht nur ihren trockenen Humor nach Andermatt sondern auch... aber lesen Sie selbst. "Der freundliche Plauderer Samih Sawiris, der in Berlin studiert und gelernt hat, wie man mit Menschen in deutscher Sprache umgeht, ist zuversichtlich. Bereits würden sich viele Engländer bei ihm Melden, um in Andermatt Haus oder Wohnung zu kaufen. Er schlägt vor, Gordon Brown zum besten Schweizer Wirtschaftsförderer zu ernennen, da dieser mit seinen Steuererhöhungen die reichen Engländer aus dem Land verjagt. Gleichlautende Erfahrungen liegen aus Genf und Zürich vor. Von Schweizern, die in Andermatt wohnen wollen, war bisher nichts zu hören. Das Wallis, das Bündnerland und die Berner Alpen liegen bei den Einheimischen weiter vorn. Achtung, unsere neuen Starunternehmer heissen jetzt Sawiris, Berardelli, Gaydul und Bahar. Nicht alle wollen dies begreifen." Übrigens: Einen Kommentar hat der Eintrag in Stöhlkers Blog auch schon generiert. Das schreibt doch einer vom "Schattenloch Andermatt". Der gute Mann war wohl in den letzten Wochen nicht im Urserntal. Viele Grüss hinunter in den Nebel, alter Junge!

02.09.2009

Geburtstagsparty in El Gouna

Im Sawiris-Resort in Andermatt gibt es leider noch nichts zu feiern. Dafür in seinem Monument am Roten Meer. El Gouna wird 20 Jahre alt. Vom 20. bis zum 25. September feiert sich die Bevölkerung der Lagunenstadt gleich selbst und veranstaltet eine grosse Party unter dem Motto "20 years El Gouna: strong and grooving". Zu den Highlights gehören eine Chinesische Zirkusshow, die Brasilianische Tropical Live Show und eine Vorführung der Shaolin Mönche. Alle Veranstaltungen sind frei zugänglich. Nix wie hin!

01.09.2009

Leuthard und Sawiris plaudern übere Wasser

Grosses Geplauder dieser Tage. Nicht nur im Landrat. An der Veranstaltung «Netzwerk Wasser» wurde am vergangenen Montag auch über die bedeutung des «flüssigen Goldes», referiert. Geplaudert hat auch Samih Sawiris wieder. Dieses Mal mit Bundesrätin Doris Leuthard. Sawiris betonte dabei, dass Wasser für ihn ein wichtiger Faktor bei der Standortwahl für Tourismusvorhaben sei. «Die Qualität des Wassers ist ein grosser Trumpf der Schweiz im Tourismus. Für mich als Ägypter ist es toll, dass es hier überall sauberes Wasser hat», wird er in einer Medienmitteilung des Kantons Uri zitiert. Na dann: Prost!

Gemütlicher Höck mit Samih Sawiris

Am vergangenen Freitag haben Mitglieder des Urner Landrats und Vertretungen der Fraktionen mit Samih Sawiris und einer Delegation der Orascom Development Holding AG in Altdorf gemütlich geplaudert. Ziel war das gegenseitige Kennenlernen. Dieses Ziel wurde erreicht, wie Landratspräsidentin Annalise Russi im Anschluss an dieses "Kaffeekränzchen" erklärte. Hoppla. Fürs gegenseitige Kennenlernen wars aber wirklich höchste Zeit, nachdem das Tourismusprojekt seit 2006 läuft. Worüber wurde gesprochen? Beim gemeinsamen Gedankenaustausch zum Thema Tourismusresort in Andermatt beantwortete Sawiris diverse Fragen aus den Kreisen des Landrats. Samih Sawiris zeigte laut einer Medienmitteilung im Rahmen des Gesprächs auf, wie die neuen Infrastrukturanlagen auch von der Bevölkerung von Uri genutzt werden können. Diverse Fragen drehten sich um Nachhaltigkeit und ökologische Aspekte des Resorts sowie zum Planungsstand. Submissionsfragen und die soziale und gesellschaftliche Intregration des Resorts im Urserntal sowie die touristische Entwicklung der Gotthardregion bildeten einen weiteren Themenbereich.

28.08.2009

Neue Windräder drehen bald

News aus der letzten offenen Dorfgemeinde vom 25. August. Die Telnehmer stimmten dem Teilzonenplan Gütsch zu. Das heisst, dass im Frühjahr 2010 auf dem Grat oberhalb der bestehenden Windanlage drei neue Windräder gebaut werden. Sie werden eine Höhe von 77 Metern haben und eine Leistung von je 900 Kilowatt bringen. Zum Vergleich: Das alte Windrat produziert 600 Kilowatt. Vor dem Baustart muss allerdings der Regierungsrat noch grünes Licht geben. Parkhaus im Berg "Relais Ursera" heisst der neuste Plan, mit dem Andermatt gesegnet werden soll. Hinter diesem Namen steckt ein unterirdisches Parkhaus für rund 400 Autos. Gebaut werden soll es im Bereich Mühlematte, oberhalb des Tennisplatzes. Wie die Autos dereinst ins Parkhaus gelangen sollen? Ganz einfach: Über eine Brücke vom Wiler über die Unteralpreuss. Die Gemeinde gibt sich bedeckt, wer hinter dem Vorhaben steckt. Kurios, oder? Schliesslich werden die Gemeindemitglieder von den stimmberechtigten Einwohnern gewählt. Und die Einwohner hätten doch eigentlich ein Recht darauf, informiert zu werden. Gemunkelt wird, dass eine lose Urner Gruppierung dahinter steckt. Raumplaner Ivo Kuster: "Das Projekt ist noch sehr unkonkret". Das tönt doch vielversprechend, oder?

Gérard Jenni neuer AADC-Boss

Jetzt ist es publik: Der Nachfolger von Benno Nager heisst Gérard Jenni. Der 55-Jährige ist diplomierter ETH-Mathematiker und war neben vielem Anderen auch Geschäftsführer der Hallenstadion AG Zürich. Benno Nager wird den neuen Chef schrittweise in die Leitung der AADC einführen. Denn auch wenn Nager selbständig wird, so bleibt er doch weiterhin Mitglied des Verwaltungsrates der AADC. Auch Mediensprecherin ernannt Ebenfalls fest steht die neue Mediensprecherin. Die Dame heisst Ursula Ineichen und ist derzeit noch Leiterin der Führungskommunikation bei der Schweizerischen Post.

26.08.2009

Den gesellschaftlichen Auswirkungen auf den Zahn fühlen

Wie die Standeskanzlei Uri heute mitteilt, erforscht die Hochschule Luzern in einer Begleitstudie die soziokulturellen und sozioökonomischen Auswirkungen des Tourismusresorts Andermatt. In der Studie werden die gesellschaftlichen Auswirkungen des Tourismus-Grossprojektes in Andermatt erforscht. Berücksichtigt werden dabei auch ausgewählte sozioökonomische Aspekte. Es handelt sich um eine Langzeitstudie, die bis 2018 dauert. Die Inhalte und Ziele der Studie wurden an der ausserordentlichen offenen Dorfgemeinde von gestern Dienstag, 25. August 2009, vorgestellt. Ende September erhält die Andermatter Bevölkerung Gelegenheit, an einem öffentlichen Anlass über die Anlage der Begleitstudie zu diskutieren und Meinungen einzubringen. Im Oktober erfolgt die Einberufung einer lokalen Begleitgruppe, welche sich regelmässig mit den Mitarbeitenden der Hochschule Luzern über den Fortgang des Projektes austauscht. Die ersten Befragungen starten im November und im März 2010 werden die Resultate der ersten Befragungsrunde der Bevölkerung an einer Ergebniskonferenz vorgestellt.

25.08.2009

Nager macht sich selbständig

Geheimnis gelüftet. Nach seinem Abschied als Geschäftsführer der AADC arbeitet Benno Nager auf Mandatsbasis für die Andermatt-Gotthard-Sportbahnen und für Sawiris. Er wird die Entwicklung der Urschner Skigebiete koordinieren. Wie Nager gegenüber der Urner Zeitung verlauten liess, verlässt er nach nur zwei Jahren die AADC auf eigenen Wunsch. Für ihn sei die Modernisierung der Skigebiete zentral für den Erfolg des Resorts, so Nager. Nun könne er seine Ideen umsetzen. Neue Pisten ab 2013/2014? Die Andermatt-Gotthard-Sportbahnen (AGS) sind bereits an den Vorarbeiten zum Ausbau der Skigebiete. Nager wird diese im Auftrag koordinieren. Denn: Die AGS hat gemäss AGS Verwaltungspräsident Franz Steinegger die personellen Ressourcen nicht, um dies selber zu tun. Nager wird jedoch nicht nur für die AGS tätig. Weiterhin wird er gemäss Sawiris-Berater Franz Egle auch eng mit der AADC zusammenarbeiten, wenn es um die Entwicklung der Skigebiete geht. Die neuen Pisten und Bahnen sollen mit der Eröffnung des ersten Sawiris-Hotels erfolgen. Das soll 2013/2014 der Fall sein. Wie hoch die Kosten für die Investitionen dereinst ausfallen werden, ist allerdings derzeit noch völlig offen. Hier wird wohl – nebst all den tollen Ideen – die Hauptherausforderung liegen.

19.08.2009

Neue Aufgabe für Benno Nager

Der Andermatter Benno Nager hängt laut Urner Wochenblatt (UW) seinen Job als Geschäftsführer der AADC an den Nagel. Neu soll er sich vor allem mit der Entwicklung des Skigebiets in Andermatt beschäftigen. Die Modernisierung des Skigebiets sei zentral für den Erfolg des Tourismusresorts, sagt AADC-Verwaltungsrat Franz Egle. In welcher Form Benno Nager seine neue Aufgabe wahrnehmen wird, ist offenbar noch nicht bekannt. Auch Mediensprecherin verlässt AADC Die AADC ebenfalls verlassen wird die Mediensprecherin Karin Helfenstein. Sie wird laut UW Kommunikationschefin eines grossen, börsenkotierten Zentralschweizer Unternehmens. Nachfolge steht fest Die Nachfolge von Benno Nager und Karin Helfenstein ist laut Egle bereits geregelt. Sobald die Details entschieden seien, werde informiert. Foto: 123people.ch

14.08.2009

Weichen Andermatts Betagte dem Hotel Chedi?

Wie das Urner Wochenblatt berichtet (UW), soll das Betagtenheim von Andermatt umziehen. Einerseits werden die Betten knapp. Andererseits werden die alten Leute bald schon vom massigen Hotel Chedi umkreist. sein. Und gemäss Christoph Gähwiler, Leiter des Betagtenheims, ist das Gebäude nicht optimal für seine Zwecke. Gähwiler: «Wir nehmen das Sawiris-Projekt als Ansporn, um etwas zu verändern». Zügeln ja, aber wohin? In Andermatt wird überall gebaut. Mehrere Kräne erheben sich zwischen den Häusern. Wohin also mit den Betagten? So wie es aussieht kursieren gerüchteweise verschiedene Standorte. Gehandelt werden das Hotel Meyerhof in Hospental und auch der Standort Realp. Beide Varianten scheinen jedoch eher unwahrscheinlich. Hospental ist wegen seiner steilen Strassen für ältere Menschen im Rollstuhl oder mit Gehhilfen nicht geeignet. Und Realp fällt wohl aus den Kränzen, weil das Dorf im Winter oft von der Umwelt abgeschlossen ist. Gemeindepräsi Karl Poletti rechnet laut Urner Wochenblatt eher mit einem Neubau in Andermatt. Verhandlungen laufen Bereits befinden sich Betriebsleitung, Betriebskommission und Stiftungsrat des Betagten- und Pflegeheims mit verschiedenen Beteiligten in Kontakt – auch mit den Verantwortlichen des Tourismusprojekts von Samih Sawiris. Denn das derzeitige Gebäude soll verkauft werden. Es ist anzunehmen, dass Sawiris Interesse an einem Kauf. Umzug in vier bis fünf Jahren Gähwiler hofft, dass die Bewohner des Betagten- und Pflegeheims in vier bis fünf Jahren ein neues Domizil beziehen können. Und sicher ist, dass ein Neubau viel kosten wird. Wieviel? Darüber liegen laut UW erst grobe Schätzungen vor. So grobe offensichtlich, dass es keinen Sinn gibt, diese zu publizieren.

13.08.2009

Sawiris‘ OD Holding steigert Halbjahresgewinn

Die Orascom Development Holding (OD Holding) hat im ersten Halbjahr 2009 den Gewinn um 17 Prozent auf 59,7 Millionen Franken gesteigert. Nach Abzug von Minderheitsanteilen verblieb gemäss Mitteilung OD Holding ein um acht Prozent höherer Nettogewinn von 45 Millionen Franken. Der Bruttogewinn stand mit 86 Millionen Franken ebenfalls 17 Prozent höher. Der konsolidierte Halbjahresertrag stieg um 17 Prozent auf 278,1 Millionen Franken. Der Anstieg geht vor allem auf den Immobilien- und Bauertrag zurück, der um 57 Prozent auf 127 Millionen Franken hinauf schnellte. Die übrigen Erträge waren teils deutlich rückläufig. Praktisch stagniert hat der Hotelumsatz mit 81 Millionen Franken. Ein Ausblick auf das ganze Jahr wurde nicht veröffentlicht.

10.08.2009

Bald wird gebaut – oder?

Auch Blogger im künftigen Ferienresort brauchen Ferien. Halb so schlimm im Sommerloch. Derweil lochen die Bagger in Andermatt weiter. Der Helihangar und weitere VBS-Bauten sind mittlerweile platt. Der Rückbau schreitet voran. Und für das Vorzeigehotel „Chedi“ (122 Residenzen und rund 50 Zimmer) soll Ende September der Spatenstich erfolgen. Allerdings sind gemäss Presse zwei privatrechtliche Einsprachen eingegangen, die vom Landgericht Ursern behandelt werden müssen (aus sicherer Quelle verlautet, dass es lediglich eine ist). Und wie Gemeindepräsiden Kari Poletti gegenüber der Presse verlauten liess, freuen sich die Talbewohner auf den Baustart. Wirklich? Ich habe – abgesehen vom berufsoptimisten Poletti – noch niemanden getroffen, der sich über die Baustelle mitten im Dorf freut, die für die nächsten vier bis fünf Jahre für Lärm und Staub sorgen wird. Gebaut werden soll auch in Gurtnellen-Dorf. Beziehungsweise: eventuell wird gebaut. Es geht um die leer stehenden Räume im Schulhaus. Die Gemeinde möchte für 425'000 Franken zwei Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen bauen. Die Stiftung Pro Gurtnellen-Dorf jedoch sähe es lieber, wenn ein Kleinunternehmer einziehen würde. Denn mit der zweiten Variante entstünden keine Kosten für Sanierungs- der Umbauarbeiten. Dem entgegen ist der Gurtneller Gemeindepräsident Beat Jörg voll von den Wohnungsplänen überzeugt. Denn der Mann denkt langfristig. Jörg rechnet nämlich in den nächsten Jahren im Zuge der Realisierung des Ferienresorts von Samih Sawiris in Andermatt mit einer grossen Nachfrage nach Wohnraum. Auch in Gurtnellen. Foto: Gurtnellen-Dorf (Quelle: Andermatt.ch)

10.07.2009

El Gouna, Andermatt oder ...

Es ist allseits bekannt: Die Zahl der Urner El Gouna Feriengäste hat seit dem Engagement von Samih Sawiris in Andermatt enorm zugenommen. Muss es aber immer Ägypten sein?
Wie wärs mit Tan-Tan? Sie wissen nicht, wo das ist? Die Provinzhauptstadt Tan-Tan liegt in Marokko, rund 400 km südlich von Agadir. Dort nämlich realisiert Sawiris in Kooperation mit der marokkanischen Regierung ein Ferienresort. Auf 500 Hektaren Land. Insgesamt acht 4 – bis 5-Sterne-Hotels mit 2500 Zimmern, 1851 Wohneinheiten (Villen, Stadthäuser und Wohnungen), eine Marina mit etwa 100 Liegeplätzen sowie ein 27-Loch-Golfplatz werden dort aus dem Wüstensand gestampft. Investionswert rund eine Milliarde Franken. Umweltfreundlich und nachhaltig
Eingebettet in ein von Klippen und Dünen umgebenes Flussbett (Wadi) soll das ambitionierte Tourismusprojekt wie ein Kokon gebaut werden und sich harmonisch in die Landschaft einfügen. So sollen die Höhe des Plateaus und die Breite des Flussbettes die natürlichen Grenzen des Resorts bilden. Alle Gebäude und Anlagen werden konsequent im marokkanischen Stil und unter umweltverträglichen sowie nachhaltigen Gesichtspunkten konzipiert, gebaut und betrieben. Damit unterscheidet sich „Chbika“ deutlich von den meisten anderen geplanten und teilweise bereits realisierten touristischen Großprojekten in Marokko. Zielpublikum Europäer und Marokkaner Aufgrund seiner aussergewöhnlichen und sicheren Lage sowie der guten Erreichbarkeit (rund drei bis fünf Flugstunden von zahlreichen europäischen Ländern bis zum Flughafen in Tan-Tan) wird Chbika vorwiegend europäische und marokkanische Gäste und Kunden ansprechen. Das Resort wird daher nicht nur eine reine Urlaubsdestination sein, sondern auch als Wohnort der Mitarbeiter sowie als zweites Zuhause der Apartment- und Villeneigentümer dienen. Als lebendige Stadt konzipiert, soll Chbika nicht ein auf dem Reißbrett entworfener, künstlicher Ort sein, sondern mit seinem Umfeld wachsen und sich verändern. Ein ideales Schnäppchen vielleicht auch für Andermatter, die sich eine Altersresidenz in wärmeren Gefielden wünschen (oder die Mietpreise in Andermatt nicht mehr berappen können). Bezugsbereits sind die „Unterkünfte“ allerdings erst 2015. In diesem Sinne: Vorerst also noch einen warmen Sommer im Urserntal!
Bild: Das Tor zur Westsahare kurz vor Tan-Tan.

06.07.2009

Erste Baubewilligungen unterzeichnet

Am 3. Juli haben die Gemeinderatsmitglieder von Hospental die Baubewilligung für den Bau des 18-Loch-Golfplatzes unterzeichnet. Bereits am 29. Juni hatte die Baukommission von Andermatt die Baubewilligungen für den Golfplatz und das Podium bewilligt.

Fussballclub El Gouna in Andermatt

Wieder einmal eine Goodwill-Image-Kampagne von Samih Sawiris. Er bemüht sich wirklich, sich nicht als eiskalter Investor, sondern auch als Wohltäter zu positionieren. Am 14. Juli kommt der El Gouna FC für zwei Wochen nach Andermatt ins Höhentraining. Der Club gehört – wie könnte es anders sein – Sawiris‘ Orascom. Die Spieler wohnen in Andermatt, trainieren jedoch vornehmlich im Unterland. Wo sonst, mangels Fussbalplätzen im Urserntal. Bleibt die Frage, ob damit die vom Patron selbst vielgepriesene Klimaneutralität durch das Pendeln vom Ober- ins Unterland auf der Strecke bleibt. Denn die Spieler werden wohl kaum die Bahn benutzen. Match gegen FCL Am 15. Juli kommts dann erst noch zum grossen Fussballfest. Um 18.30 spielt El Gouna in Schattdorf gegen den FC Luzern. Mit von Partie soll auch ein Schweizer sein, der den arabischen Fussball aus seiner Zeit in Bahrain bestens kennt: Hakan Yakin.

01.07.2009

Es fehlt immer eine Null

Sind die Pläne in der Schweiz für Samih Sawiris Peanuts? Diese Frage stellt die Handelszeitung "unserem" Aegypter in einem Interview, das jüngst veröffentlicht wurde. Sawiris' Antwort: «Es fehlt praktisch immer eine Null. Daher ist es mir in Andermatt so wichtig, dass wir über 1 Mio m2 unter Kontrolle haben. In El Gouna wären dies 10 Mio m2. Ähnlich sieht es bei den Hotels aus: Bauen wir in Ägypten 20, so werden es in der Schweiz zwei. Dieser Massstab soll dereinst auch für unser freies Bauland gelten: Während El Gouna - ich habe das Land vor mehr als 20 Jahren für 1 Dollar pro m2 gekauft - heute weit über 1 Mrd Dollar wert ist, werden wir froh sein, wenn in Andermatt das unbebaute Land irgendwann über 100 Mio Dollar wert ist.» Zum Interview...

Prominenter Villenkäufer in Sicht

Der Startschuss zum Sawiris-Immobilienverkauf fällt gemäss Handelszeitung erst Ende Jahr. Allerdings soll es bereits den ersten prominenten Immobilienkunden geben: Es ist der Schweizer Unternehmer Giorgio Behr. Der Inhaber der BBC Group plant aber nicht den Einstieg beim schweizerisch-ägyptischen Städteentwickler Sawiris, sondern will eine Villa für sich persönlich erstehen. Artikel Handelszeitung...

22.06.2009

Winterhorn wird versteigert

Nachdem sich die Hoffnungen zerschlagen haben, dass Samih Sawiris beim Hospentaler Skibetrieb am Winterhorn einsteigen könnte, wird die Skianlage auf ricardo.ch versteigert. Bericht auf swissinfo.ch...

02.06.2009

Preisgeld an "Bärenescht" und Kinderspielplatz

Samih Sawiris ist für seine Andermatt-Pläne ausgezeichnet worden. Am Giessbach Meeting 2009 nahm er den Preis Herbert in Empfang (siehe früheren Beitrag in diesem Blog). Das Preisgeld von 5000 Franken gibt Sawiris an den Kinderhort «Bärenäscht» und an den neuen Kinderspielplatz in Andermatt weiter.

Rosenkavalier

Die Junge Wirtschaftskammer Luzern verkaufte am Pfingstsamstag auf dem Weinmarkt in Luzern Rosen symbolisch für einen guten Zweck: Für Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. Samih Sawiris entpuppte sich dabei als Rosenkavalier: Er kaufte kurzerhand 500 Rosen und verteilte sie in Andermatt.

25.05.2009

Profi als Gemeindepräsident

Kleiner - ferienbedingt (nein auch dieses Mal nicht Aegypten) verspäteter - Nachtrag: Erwartungsgemäss hat die Andermatter Bevölkerung zugestimmt, ab 2011 einen Profi-Gemeindepräsidenten, der auf vier Jahre gewählt wird, einzusetzen. Der (Miliz-)Gemeindepräsident, der bisher mit 5000 Franken pro Jahr entschädigt wurde, soll künftig maximal 140'000 Franken verdienen können. Der Gemeinderat wird derweil verkleinert, womöglich von sieben auf fünf Mitglieder.

Mit Samih im Flugzeug

Ein NZZ-Journalistin erzählt von ihrer kleinen PR-Reise mit Samih Sawiris - und hat sich - wie die Urschner - fast vom Charme des Meisters des Städtebaus einlullen lassen... Zum NZZ-Artikel....

11.05.2009

Bald vollamtlicher Gemeindepräsident?

Andermatt stösst beim Sawiris-Projekt an die Grenzen des Milizsystems. Während bei der AADC eine Profitruppe am Werk ist, sitzen im Gemeinderat Berufsleute, die die Amtsgeschäfte im Nebenamt so gut wie möglich erledigen. Kein einfacher Job angesichts eines so komplexen Projektes wie dem geplanten Ferienresort. Ein versierter Profi an der Spitze des Gemeinderates tut deshalb Not. Am 14. Mai wird darüber entschieden. Denn die Gemeinde im Nebenamt zu führen, das scheint auf die Dauer nicht möglich zu sein.

01.05.2009

Sawiris kriegt Herbert

Wer ist Herbert? Herbert ist ein Preis, der seit 2001 jedes Jahr an eine Persönlichkeit verliehen wird, die sich mittels der Medien um den alpinen Raum in Europa verdient gemacht hat. 2009 wird dieser Preis an Samih Sawiris überreicht. Der Preis erinnert an den Zeitungsverleger Herbert Gossweiler. Geehrt wird Samih Sawiris - wie könnte es anders sein - für sein Engagement in Andermatt. Besonders beeindruckt hat die Jury die Art und Weise, wie der Investor in den Alpen vorgeht. Mit viel Liebe zum Detail, professionellen Mitarbeitern und hoher Transparenz habe er sämtliche Bevölkerungsteile Andermatts, des Kantons Uri und weit darüber hinaus für seine Visionen begeistern können. Zum Interview mit der Jungfrau Zeitung...

28.04.2009

Appetit auf Hochrisikoinvestitonen vergangen

Am Welttourismus-Forum in Luzern hatte Samih Sawiris das letzte Wort. Sein Kommentar zur gegenwärtigen Krise: Erstens überleben mehrheitlich nur diejenigen Unternehmen, die auf einem finanziell soliden Fundament stehen. Und zweitens sei den Investoren der Appetit auf hohes Risiko endgültig vergangen, so unser Aegypter. Plötzlich seien «finanziell relativ langweilige» Investitionen wie die seinige in Andermatt wieder salonfähig. Bis zum Ausbruch der Krise habe er sich von vielen Financiers anhören müssen, dass aufgrund hoher Renditen Investitionen in Dubai und Abu Dhabi en vogue seien, nicht aber solche in der Schweiz. Voilà: Andermatt ist also definitiv «in». Wenn es heute noch aufhören würde zu schneien (28.4.2009) - und der Golfplatz bereits begrünt wäre, dann gingen wir auf die 18-Loch-Runde. Sehen und gesehen werden auf der angesagtesten Location der Schweiz. Aber eben, wäre, würde, gingen...

27.04.2009

Ausbau Gütsch - quo vadis?

Während die Zukunft des Gemsstock noch ungewiss ist, bestehen bereits konkrete Vorstellungen, wohin sich das Skigebiet rund um den Oberalp entwickeln wird. Detail im Bericht, der auf zisch.ch erschienen ist...

23.04.2009

Gemsstock quo vadis?

Samih Sawiris sprach jüngst auch die heute veralteten Skisportanlagen im Urserntal an. Zusammen mit dem Bau des Tourismusresorts sollen auch Wintersportanlagen gründlich aufgefrischt werden. Die Rede ist allerdings nur von Nätschen, Gütsch, Oberalp und Sedrun. Diese Gebiete sollen zusammengeschlossen werden. Drei neue Bahnen sind zur Verbindung geplant. Vom Gemsstock kein Wort. Ob die Hardcore-Freerider dereinst mit Fellen auf den Gemsstock hochsteigen müssen?

Spatenstich im Herbst

Trotz Wirtschaftskrise sollen im Herbst die Baumaschinen auffahren, um das Tourismusresort New Andermatt zu bauen, wei verschiedene Medien heute berichten. Samih Sawiris will die Luxushotels und Appartementhäuser in vier Jahren eröffnen. Geplant sind sechs Hotels mit total 844 Zimmern und Appartements, 42 Häuser mit zusammen 490 Appartements sowie 20 bis 30 Villen. Damit wird das neue Andermatt grösser als "Alt-Andermatt". Dazu kommen natürlich auch die Neugestaltung des Bahnhofs, das Sport- und Freizeitzentrum sowie Kongress- und Konzerträumlichkeiten - und der Golfplatz. Die Realisierung des Resorts erfolgt etappenweise je nach Marktnachfrage. Sawiris gab sich diesbezüglich trotz Krise optimistisch. Hotel Chedi macht den Anfang Das erste Hotel, das gebaut werden soll, heisst – ganz urschnerisch – "Chedi" und soll zum eigentlichen Vorzeigebau des Resorts und zum Bindeglied zwischen altem und neuem Dorfteil werden. Das 5-Sterne-Hotel soll dereinst 50 Zimmer und 122 Residenzen beherrbergen. Entworfen wurde es von Denniston aus Kuala Lumpur, umgesetzt wird es von den Urner Architekten Germann & Achermann. Dabei wird es im Baustil ganz der Umgebung angepasst. Als Betreiber des Hotels tritt die General Hotel Management aus Singapur auf, wie gestern bekannt wurde. Als englischer Partner ist sie zudem mit 49 Prozent an der Investition beteiligt, wie Sawiris erklärte. Das Risiko für sein Unternehmen Orascom sei somit geringer. Aus der Presse: Schweizer Radio DRS Swissinfo

14.04.2009

Aktionäre: Ordentliche Generalversammlung

Am Montag, 4. Mai 2009, 14.00, findet im Theater Uri, Schützengasse 11, 6460 Altdorf die ordentliche Generalversammlung der Orascom Development Holding AG statt. Nicht verpassen!

03.04.2009

Orascom-Gewinn moralisch vertretbar?

Der Orascom-Gewinn ist top, die Aktie flop. Das gibt einigen Aktionärinnen und Aktionären zu denken. Auf dem Internet-Portal der Luzerner Zeitung, zisch.ch, äusserte sich kürzlich eine Leserin ziemlich erbost: «Ich glaube, ich spreche im Namen aller Aktionäre, wenn ich die lockere Aussage «Wir bringen immer bessere Resultate, und die Aktie fällt», total deplatziert finde. Orascom erwirtschaftete 2008 einen Reingewinn von 115,6 Millionen Franken, während in der gleichen Zeit die Aktionäre über 80 Prozent ihres Vermögens verloren. Von 2009 spricht Samih Sawiris von einem erneuten Rekordjahr. Ich hätte gerne eine Stellungnahme von Herrn Sawiris, ob er es moralisch vertretbar findet, seine Millionengewinne auf dem Buckel der Kleinsparer respektive seiner Geldgeber und Aktionäre zu machen.»

31.03.2009

Orascom-Geschäft blüht trotz Krise

Die Orascom Development Holding AG weist für 2008 eine Zunahme des Reingewinns um 13 Prozent auf 116 Millionen Franken aus, wie Sawiris kürzlich vor den Medien in Zürich sagte. Der Umsatz stieg gegenüber 2007 um 40 Prozent auf rekordhohe 568 Millionen Franken. Der Immobilienertrag stieg um 53 Prozent auf 220 Millionen Franken, der Hotelumsatz um 14 Prozent auf 188 Millionen Franken. 2009 noch besseres Resultat erwartet Im Krisenjahr 2009 soll Orascom noch besser abschliessen als 2008. «Wir sind gut auf die Krise vorbereitet», sagte Sawiris gegenüber den Medien. Den Optimismus begründete er unter anderem damit, dass allfällige Ausfälle der Gewinnbeiträge im Hotelgeschäft durch Immobilienverkäufe überkompensiert würden. Orascom habe eine gut gefüllte Pipeline von Immobilien-Vorverkäufen im Betrag von 373 Millionen Franken und einen tiefen Verschuldungsgrad. Jetzt sollte nur noch der Aktienkurs steigen.

24.03.2009

Lucerne Festival in Andermatt

Samih Sawiris engagiert sich mit seiner Orascom als Hauptsponsor des Lucerne Festivals. Und zwar während drei Sommersaisons. So berichen die Medien heute. Im Gegenzug sollen nach Fertigstellung des Resorts Konzerte in Andermatt durchgeführt werden. Bereits von 2009 bis 2011 wird sich Sawiris' Orsascom am Lucerne Festival als Sponsor engagieren, und zwar wird ein Konzert der Berliner Philharmoniker im September 2009 unterstützt. Konzerte in Andermatt ab 2013 Ab 2013 – nach Fertigstellung eines Konzertraumes – sind unter dem Namen «Lucerne Festival in Andermatt» Kammermusikkonzerte für Andermatt geplant.

17.03.2009

Bergbahnen Andermatt/Sedrun: Chancen nutzen

Das Skigebiet Andermatt/Sedrun soll parallel zum Tourismusresort in Andermatt entwickelt werden. Darauf scheinen sich die Verantwortlichen der Bahnen und der Kantone Uri und Graubünden geeinigt zu haben. Hier die offizielle Medienmitteilung: Kanton Uri und Sportbahnen Andermatt Gotthard: Entwicklung der Wintersportregion Andermatt/Sedrun Das Skigebiet Andermatt/Sedrun soll parallel zur Realisierung des Tourismusresorts in Andermatt entwickelt und erweitert werden. Dazu haben sich am 16. März die Verantwortlichen der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG, der Sedrun Bergbahnen AG, der MGB, der AADC, der Kantone Uri und Graubünden, der Korporation Ursern sowie der Gemeinden des Urserntals und Tujetsch zu einer Informationssitzung getroffen. Im Zuge der Realisierung des Tourismusresorts in Andermatt zeigen sich Möglichkeiten und Chancen, das Skigebiet Andermatt/Sedrun neu zu positionieren. Das Ziel ist, das bestehende Skigebiet nachhaltig zu einem attraktiven und modernen Wintersport- und Bergbahngebiet zu entwickeln. Gleichzeitig kann so auch ein attraktives Sommerangebot geschaffen werden. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, hat am Montag, 16. März, eine erste Sitzung mit allen beteiligten Parteien stattgefunden. Vertreten waren die Verantwortlichen der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG, der Sedrun Bergbahnen AG, der Matterhorn-Gotthard-Bahn, der Andermatt Alpine Destination Company AG, der Kantone Uri und Graubünden, der Korporation Ursern sowie der Gemeinden des Urserntals und Tujetsch. Die Informationssitzung hat gezeigt, dass die Bereitschaft aller Beteiligten vorhanden ist, gemeinsam in die gleiche Richtung zu gehen. Für eine erfolgreiche Realisierung der Entwicklung des Skigebietes Andermatt/Sedrun ist es notwendig, nachhaltige Konzepte zu entwickeln und vorhandene Synergien auszuschöpfen. Die Vorstellungen der Beteiligten dazu wurden ausgetauscht und die nächsten Schritte vereinbart. Es zeigen sich primär zwei thematische Herausforderungen, die angegangen werden müssen: a) Raumplanerische und Umweltfragen: Abwicklung eines Richtplan- und Umweltverträglichkeitsverfahrens in einem kooperativen Planungsprozess auf der Grundlage der Grundsätze der Nachhaltigkeit; b) Projektentwicklung: Auf der Grundlage eines Masterplanes sind - unter Berücksichtigung der ökonomischen, gesellschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen - die konkreten Realisierungsschritte zu definieren. Der Investitionsbedarf ist für die verschiedenen Etappen zu beziffern und die dazu gehörenden Finanzierungsgefässe sind festzulegen. Diese zwei Themenpakete werden parallel und koordiniert weiter bearbeitet.

16.03.2009

Sichtbares Zeichen der Zusammenarbeit

Am 11. März wurde das neue Tourismusbüro eingeweiht - und vom Pfarrer eingesegnet. Nun sind sie also unter einem Dach: Gotthard-Tourismus und AADC. Gemäss AGT-Präsident Heinzer "das erste sichtbare Zeichen der Zusammenarbeit zwischen Samih Sawiris und Andermatt". Damit sei man für de gemeinsame Zukunft mit AADC gewappnet. So einfach ist es also, die Bausteine des Erfolges zu legen. Viel Glück bei der Umsetzung!

10.03.2009

AADC an Biomassenkraftwerk beteiligt.

Ab Ende März können die Urner Strom beziehen, der in einem Altdorfer Biomassenkraftwerk produziert wird. Mit beteiligt am Urner Biomassenkraftwerk ist auch Samih Sawiris' AADC. Das Kraftwerk kann nach achtmonatiger Bauzeit auf diesen Termin hin in Betrieb genommen werden, wie die Green Power Uri AG der Nachrichtenagentur SDA mitteilte. Beteiligt sind die Elektrizitätswerke Altdorf und Urseren, die Urner Kantonalbank, die Kooperation Uri, die AADC sowie als Lieferantin der Anlage die Kompogas in Glattbrugg ZH. Die Investitionen betragen 5 Millionen Franken. Das Kraftwerk verarbeitet pro Jahr bis zu 5000 Tonnen Grün- und Speiseabfälle aus dem ganzen Kanton zu Strom. Dieser reicht zur Versorgung von 200 Haushaltungen. Als Nebenprodukte entstehen Kompost und Flüssigdünger.

04.03.2009

Samihs geflügeltes Wort...

...zur Demokratie «Die Schweiz muss aufpassen, dass die Demokratie nicht entgleist. Es kann doch nicht sein, dass eine kleine Minderheit Projekte mit Einsprachen und Verzögerungstaktik verhindert, die von der Mehrheit befürwortet werden. Ist denn das demokratisch?»

19.02.2009

Bisherige Projektorganisation wird beibehalten

Um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen – insbesondere das anstehende Baubewilligungsverfahren, der Hochwasserschutz sowie der Anschluss an die Nationalstrasse – soll die bisherige Projektorganisation beibehalten werden. Dies verlautet aus einer Mitteilung der Standeskanzlei Uri. Konkret: Für die Vorabklärung politischer und strategischer Fragen wird ein regierungsrätlicher Ausschuss eingesetzt. Mitglieder sind Justizdirektorin Heidi Z'graggen (Vorsitz), Baudirektor Markus Züst und Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann. Auf der fachlichen Steuerungsebene wird das bisherige Projektteam beibehalten. Das Team hat laut Standeskanzlei den Auftrag, die Bauherrschaft unter Samih Sawiris sowie die Standortgemeinden fachlich zu begleiten, bis die notwendigen Abstimmungen und die Koordination mit anderen Projekten sicher gestellt sind. Dem Projektteam gehören an: Benno Bühlmann (Gesamtprojektleiter), Kantonsingenieur Andreas Hurter, Direktionssekretär Emil Kälin, Kantonsplaner Thomas Huwyler, Direktionssekretär Rolf Müller und Direktionssekretär Emanuel Strub sowie ein Vertreter der Gemeinde Andermatt. Der Regierungsrat werde je nach Projektfortschritt die Notwendigkeit und den Auftrag der besonderen Projektorganisation überprüfen, heisst es in der Mitteilung. Bild: Justizdirektorin Heidi Z'graggen (Quelle: ur.ch)

18.02.2009

Mehr Klarheit Ende April

Wird das Sawiris-Projekt nun voll durchgezogen oder abgespeckt? Wieviel Geld hat eigentlich der Investor bisher ins Projekt gesteckt? Und: Vor nicht allzu langer Zeit hiess es noch, Baubeginn des Hotels im Bellvue Park sei 2009. In der gestrigen 20 Minute lässt AADC-Sprecherin Karin Helfenstein jedoch lediglich verlauten, dass die Baueingabe für das Hotel im Bellevue Park 2009 erfolgen soll. Und: Mit dem Wohnungsverkauf wird voraussichtlich erst Ende Jahr gestartet. Und zu allem dazu ist die Aktie am 16. Februar um vier Prozent 28.45 Franken abgesackt. Wenn das kein Stoff für Spekulationen ist. Ende April wissen wir hoffentlich mehr. Denn - ebenfalls gemäss Karin Helfenstein - wird dann «über bisherige Investitionen und Stand des Projektes informiert». So zu lesen in 20 Min...

16.02.2009

Urner Regierung glaubt weiter an Sawiris-Projekt

Der Verlauf der Finanzkrise bereitet dem Einen oder Anderen im Urnerland offensichtlich ein wenig Sorgen. Am letzten Freitag wurde im Landrat eine Interpellation eingereicht. Dass Bedenken da sind, offenbart sich in Fragen wie: Wieviel hat das Projekt den Kanton bis jetzt gekostet? Und: Kommt Sawiris für einen Teil der Aufwändungen auf? Soviel vorweg: Trotz Krise und verschiedener Pressemeldungen, dass das Andermatt-Resort gebremst werden könnte, bleibt die Urner Regierung optimistisch. Das Projekt sei nicht unmittelbar von den Finanzmärkten abhängig, hält sie fest. Allenfalls könnte sich der Bau etwas in die Länge ziehen. Grund: Die Finanzierung des Projektes erfolge nicht über Bankkredite, sondern über eine schon vor längerer Zeit vorgenommene Aktienkapitalerhöhung. Deshalb hätten die Entwicklungen auf den Finanzmärkten keinen unmittelbaren Einfluss auf das Grossprojekt. Allerdings könne das wirtschaftliche Umfeld Einfluss auf den Verkauf der Immobilien haben. Das könne sich auf die Realisierungszeit auswirken. Uri bereits 3,1 Mio. Franken investiert In den letzten drei Jahren hat der Kanton im Zusammenhang mit dem Tourismusresort rund 3,1 Mio CHF aufgewendet. Der Kanton und Sawiris haben sich in einem Vertrag geeinigt, dass sowohl Kanton wie auch Unternehmer ihre Aufwändungen selber bezahlen. Die Urner Regierung betonte in ihren Antworten, dass ein Teil ihrer Aufwändungen ohnehin hätten getätigt werden müssen. So seien das Verkehrskonzept Urserntal und die Abklärungen zum Hochwasserschutz lediglich vorgezogen worden. Sie erachte jedenfalls die Aufwendungen im Hinblick auf die Chancen des Projektes als gerechtfertigt.

10.02.2009

AGS Papiere auf Talfahrt

Samih Sawiris' Ankündigung, die Gangart bei der Realisierung des Resorts etwas zurückzuschrauben, hat die Papiere der Andermatt-Gotthard-Sportbahnen belastet. Seit Jahresbeginn sind sie von 16 Fr. auf 12 Fr. zurückgefallen.

04.02.2009

Reaktionen lassen nicht auf sich warten

Nach den Presseberichten darüber, dass das Sawiris-Projekt in Andermatt ins Stocken gerät, können online bereits zahlreiche Kommentare gelesen werden. Die Schweiz, ein Land von Resort-Spezialisten. Hier eine kleine Auswahl (Quelle Tages Anzeiger online): «Ich wäre ich froh wenn dieses Projekt scheitern würde. Unsere schöne Berglandschaft und die heimeligen Dörfer sind langfristig immer noch das wichtigste Werbeargument für den Schweizer Tourismus. Wie man ganze Landstriche mit überdimensionierten Hotelanlagen für alle Ewigkeit verschandelt kann man an zahlreichen Küstenabschnitten des Mittelmeers nur allzugut beobachten.» «Schadenfreude ist fehl am Platz. Kritische Fragen: Es wurden Mehrinvestitionen ausgelöst, im Glauben, die Gäste kommen. Aber gibt es so viele Gutverdiener wie vor 2 Jahren? Sofern ich das wahrnehme, sind die Hotelanlagen für betuchtere Gäste gedacht. Die Exklusivität könnte zum Stolperstein werden. Golfplätze? Champagner im Überfluss? Magere Jahre stehen vor der Tür. Ohne Umplanung kein Erfolg!» «Die Idee war sehr gut. Das Ganze kommt aber zu spät. Wenn ich S Sawiris Berater wäre, würde ich alles stoppen und für einige Jahre zurückstellen.» «Und der arme Bergkanton Uri habe hohe Vorfinanzierungen geleistet. Oder anders rum: wie viel Kohle hat Sawiris bereits abgeliefert? Da kommt wohl noch ein Gewitter ...» «Die Einsicht kommt spät der wirtschaftliche Realitätsinn setzt spät ein. Auch ohne die Krise ist das Projekt zu gross und zielt wohl auch am Markt vorbei. Erschreckend an der Sache ist, wie blauäugig sich die Urner Behörden an die Versprechen geklammert haben und ihrerseits übertriebene Erwartungen und falsche Hoffnungen bei der Urner Bevölkerung geweckt haben. Uri wirds überleben.» «Seien wir doch froh, dass überhaupt noch investiert wird. Wer hat denn heute noch Appetit Hotels etc zu bauen, wenn die Wirtschaftslage derart schlecht ist. Die Schweiz sollte weiterhin den Teppich ausrollen und nichts unversucht lassen, diese ausländischen Investoren in die Schweiz zu locken. Diese schaffen dann in den "Randregionen" wertvolle Arbeitsplätze.» «Sawiris vorsichtige Vorgehensweise spricht für ihn. Da könnte sich noch manch einer eine Scheibe abschneiden. Was hat Andermatt schon zu verlieren?» «Andermatt ist nicht St.Moritz oder Zermatt! Anstatt so viele Luxushotels hochzuziehen würde ich als Investor ein günstiges 3-Sterne Hotel und ein Familien b.z.w Kinderhotel in Andermatt bauen. In diesem Segment lassen sich Hotels eher füllen als nur auf die vermögende Kundschaft zu setzen.» «Staune immer wieder, wie blind diesem Sawiris einfach vertraut wird. Dabei hat er noch keinen grossen Leistungsausweis und die Aktien seiner Orascom AG sinken in bedrohlichem Tempo Richtung Nonvaleur. Wenn das nur gut kommt. Sonst ist Uri dann wirklich "stier".»

Gerät Andermatt-Resort ins Stocken?

Jetzt aber wird redimensioniert. Gebaut werden sollen in Andermatt gemäss der Wirtschaftsagentur Bloomberg vorerst nur zwei oder drei Hotels. Sawiris gegenüber der Wirtschaftsagentur: «Man muss realistisch sein. Die Verkäufe werden 2009 zurückgehen.» Und: «Ich bin kein Abenteurer.» Diese Bloomberg-Meldung wurde allerdings von Franz Egle, VR der AADC, dementiert. «Am Andermatt-Projekt ändert weder umfangmängmässig noch in zeitlicher Hinsicht etwas. Die Zitate von Bloomberg beruhen auf einem Missverständnis.», sagte er gegenüber der Berner Zeitung. Wie auch immer. In der Regel entstehen solche Gerüchte nicht aus dem Nichts. In der Presse jedenfalls hat die Nachricht hohe Wellen geschlagen. Hier ein paar Müsterchen: Berner Zeitung: «Finanzkrise bremst Sawiris Andermatt-Projekt» NZZ online: «Bremsspuren in Neu-Andermatt» Zisch.ch: «Auch Sawiris ist von der Krise betroffen» Bloomberg: «Sawiris Slows Pace of Resort Development in Recession» 20 Minuten Online: «Sawiris Andermatt-Projekt wird durchgezogen»

(Ab)gelöscht

Dialog mit der Bevölkerung. Immer wieder unterstreicht Samih Sawiris, wie wichtig dies ist. Aber offensichtlich ist das mehr Schein als Sein. Denn in Wirklichkeit hat es bei «unserem» Ägypter – eigentlich ein begnadeter Rethoriker – nicht sehr viel auf sich mit dem vielgepriesenen Dialog. Barack Obama hat in seinem Wahlkampf allen gezeigt, wie man die neuen Medien nutzt. Er setzte zum Beispiel das Internet konsequent ein. Egal, ob bei Myspace, Facebook oder Twitter. Seine Fans sprach er in E-Mails direkt an, veröffentlichte Videos auf Youtube und Bilder auf Flickr. Seinen Vize Joe Biden stellte er der Öffentlichkeit per SMS vor. Obama hat gar sein eigenes Blog. Zweifellos, die neuen, interaktiven Medien sind wertvolle Instumente, wenn es um Dialog, Lobbying und Informationen geht. Gut für Obama, recht für Sawiris? Was für Barack Obama gut ist, sollte eigentlich auch Samih Sawiris recht sein. Oder? Offensichtlich nicht so sehr, wie man sich das (z.B. als Einwohner Andermatts) wünschen könnte. Zwar ist er wie Barack ein Meister der Rethorik. Aber: Seit Monaten erhält man – wenn überhaupt – bestenfalls aus den Medien kleine Neuigkeiten zum Tourismusprojekt. So, wie vor Weihnachten die Information, dass der AADC-Showroom im erweiterten Tourismusbüro endlich eröffnet wurde. Oder via Smalltalk bei Aeschbi. In der Andermatt-Rubrik der Orascom datiert das letzte Press Clipping vom 15. Juli letzten Jahres. Die letzte Info-Veranstaltung in der Mehrzweckhalle fand vor etwa einem Jahr statt. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Samih Sawiris selbst ein rethorisches Genie ist und mit Franz Egle erst noch ein absoluter Kommunikations- und Lobbying-Profi im Verwaltungsrat der AADC sitzt. E-Mail nach elf Monaten ungelesen gelöscht Wie ernst Samih Sawiris den von ihm selbst vielgepriesenen Dialog wirklich nimmt, erfuhr der Betreiber dieses Blogs gleich selbst. Seine Aufforderung zum Dialog, die er Samih Sawiris am 13. März 2008 per E-Mail geschickt hatte, wurde am 3. Februar 2009 – also 11 Monate später ungelesen gelöscht. Offensichtlich kein «Mailer» unser Ägypter. Aber am Handy soll er ja ein echter Virtuose sein. Ob mir jemand seine Handy-Nummer hat? Ich tausche sie gegen Samihs E-Mail-Adresse oben.

02.02.2009

Aufschwung dank Alpentourismus?

Was kommt dabei heraus, wenn ein Investor, ein ehemaliger Toursimuschef und ein Landschaftsschützer über Nachhaltigkeit diskutieren? In der NZZ online stand es kürzlich zu lesen. Titel: «Neu-Andermatt provoziert nicht nur Euphorie». Zum Artikel...

30.01.2009

Benno Nager: Der Mann an der Resort-Scholle

Wer ist eigentlich Benno Nager, der Tätschmeister der AADC vor Ort? Diese Frage beantwortet dieser Blog. Um das Loch aufzufüllen, das offensichtlich ob des Winters im künftigen Resort nicht ausgehoben werden kann. Ruhe herrscht. Zumindest vor den Kulissin wird zurzeit nicht kommuniziert. Name: Benno Nager Geboren: 15. Januar 1956 in Andermatt Ausbildung: Tiefbau und Architektur in der Schweiz mit betriebswirtschaftlicher Weiterbildung an der Stanford Business School in den USA Zivilstand: verheiratet mit einer Amerikanerin, 1 erwachsenen Sohn Hobbys: Skifahren, Bergsteigen, Tauchen, Golf, Reisen Und so ging er bisher durchs Leben: Nach seiner Ausbildung und sammelte er zuerst als Projektleiter des Furka Basistunnels Erfahrungen. Dann plagte ihn das Fernweh und er wanderte nach Kalifornien aus. Nach einer Wintersaison (1977/78) als Skilehrer in Mammoth Mountain, wechselte Benno Nager in ein kleines Skigebiet, die Mountain High Ski Area bei Los Angeles. Dort übernahm er das Marketing, später die Betriebsleitung des Resorts. Schon bald wechselte er in grössere Feriengebiete: Goldmine/Bear Mountain Skie Area, Big Bear Lake und Snow Valley, wo er bis 1997 als Vice President und Betriebsleiter für die Feriendörfer tätig war. Nach Beendigung einer betriebswirtschaftlichen Weiterbildung an der Stanford Business School in Palo Alto, kehrte Benno Nager Ende 1997 zurück nach Mammoth Mountain. Dort wirkte er als Planungschef. Ziel: Planung und Realisierung eines Ski-Resorts mit mehreren Skiliften, Bahnen, Bergrestaurants, Hotels, Häuser und Wohnungen. Zugleich war er Präsidenten der kalifornischen Ski-Industrie-Vereinigung. 2001 übernahm Benno Nager eine Position als Vice President of Development bei der Ferien‐Resort Gruppe „Intrawest Corporation“ (www.intrawest.com), wo er bei der Planung und beim Bau von Feriendörfern – Hotels, Wohnungen, Häuser, Golfplätze – in ganz Nordamerika und Kanada mitwirkte. Dann, Anfangs Sommer 2007, kamm der Anruf von Samih Sawiris. Das „unglaubliche“ Angebot, in Andermatt ein Resort aufzubauen, konnte er nicht ausschlagen. (Quelle: WWW) P.S. Nun ist er hier in Andermatt. Und seine Kommunikationsabteilung schweigt. Aber dafür ist ja das Büro bei m Bahnhof offen. Dort kann man Wohnungen einkaufen.

19.01.2009

One valley one hero

The man himself auf Youtube...

Familie Bieri glücklich im Jura?

Eine der ersten Bauernfamilien, die ihr Land für den Golfplatz aufgab, war die Familie Bieri. Sie kauften sich aus dem Landerlös einen Bauernhof im Jura. Wie gehts ihnen heute? Gemäss einem Zeitungsbericht der Berner Zeitung "Der Bund" vom 13. Januar 2009 ist der Umzug weder den Bieris noch ihrem Vieh gut bekommen. Der Mann sage heute, er wäre lieber im Urserntal geblieben und nähme die Nachbarschaft zum Golfplatz in Kauf (..).

16.01.2009

Was ging in den Bauern vor?

Für den Golfplatz braucht Samih Sawiris den grössten Teil des Landwirtschaftslandes im Urserntal. Was ging in den Bauern vor, die es ihm überliessen? Diese Frage hat die junge Soziologin, Valeria Kunz, untersucht. Das Buch dazu kann hier bestellt werden: www.tinyurl.com/kunzbuch

15.01.2009

Peter Bodenmann über Sawiris‘ Extrawürste

Am 14. Januar 2009 ist ein würziger Kommentar zum Sawiris-Projekt in der Rubrik «Debatte» der Mittellandzeitung erschienen. Er stammt aus der spitzen Feder des ehemaligen SP-Präsidenten und heutigen Walliser Hoteliers Peter Bodenmann. Ein gedankenanregender Lesegenuss, den ich den Blogleserinnen und -lesern nicht vorenthalten möchte. Originaltext aus der Mittellandzeitung: « Niemand bekam so viele Extrawürste» Der ehemalige SP-Präsident und heutige Walliser Hotelier Peter Bodenmann schaltete sich im Magazin «L’Hebdo» in die Diskussion über Samih Sawiris (die MZ berichtete) ein. Hier sein offener Brief: Sehr geehrter Herr Sawiris, Sie sind ein Kopte. Kopten sind wie Juden eine Minderheit. Und haben als Volk in Ägypten nur überlebt, weil sie beweglicher waren als andere. Wer sich bewegt, wer sich bewegen muss, wird besser als die Mehrheit. Schon daher sind Sie sympathisch. Sie sind als Person auch gewinnend. Für Sie arbeiten in der Schweiz der Ex-Trotzkist Franz Egle und neu der ehemalige Direktor des Bundesamts für Zivilluftfahrt, Raymond Cron. Ein Mann, der auch etwas vom Schweizer Baugewerbe versteht. Im ‹Tages-Anzeiger› beschwerten Sie sich kurz nach Weihnachten über die Schweizer Demokratie: ‹Wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommen und wie viele Nerven mich das kosten würde, hätte ich es wohl nicht gewagt.› Die Schweiz sei ‹überdemokratisiert und muss aufpassen, dass die Demokratie nicht entgleist›. Gleichzeitig loben Sie aufgeklärte Diktaturen, die oft effizienter seien als Demokratien. Auf den ersten Blick mögen Sie recht haben. Unter Stalin hat sich die Sowjetunion schneller industrialisiert als jedes andere Land seiner Zeit. In den Arabischen Emiraten schiessen die Hotel-, Wohn- und Bürotürme in den Himmel. Und China ist inzwischen die Werkbank der Welt. Auf den zweiten Blick wird klar: Die Sowjetunion implodierte, gerade weil sie keine Widersprüche und keine Demokratie zuliess. Der Reichtum der Emirate beruht auf der brutalen Ausbeutung rechtloser ausländischer Arbeitskräfte. Auf Dauer werden sie sich dies nicht gefallen lassen. Und wie lange in China Bürokraten die Bauern und Arbeiter zu Hungerlöhnen für die neuen Millionäre arbeiten lassen können, ist eine offene Frage. Aufgeregt über Ihre im Kern demokratiefeindlichen Äusserungen hat sich nur der SP-Nationalrat Andreas Gross. Das spricht gegen die Schweiz und für Sie. Kehren wir zurück in den Kanton Uri. Sie haben das Bauland in Andermatt faktisch geschenkt bekommen. Und erst noch durch den Bundesrat die Ausnahmebewilligung erhalten, restlos alle Wohnungen an Ausländer verkaufen zu können. Im Wallis waren ihre Berufskollegen stocksauer. Sie mussten laufend das Gesetz biegen, um Ferienwohnungen an Londoner Banker zu verkaufen. Über 1000 Verkäufe konnten die Walliser Immobilienhändler bis heute nicht im Grundbuch eintragen. Warum ausgerechnet ein Ägypter anders behandelt wird, geht diesen Wallisern bis heute nicht in den Kopf. Die Urner ihrerseits planten und zonten schneller ein, als sie sonst nachdenken. Und selbst die Matterhorn-Gotthard-Bahn plante vorsorglich für ihre Sawiris-City in den Alpen einen Bahnhof. Niemand in der Schweiz bekam je so viele Extrawürste. Mein Freund Art Furrer hat als Instruktor der Schweizer Armee Hunderte von Diensttagen in Andermatt verbracht. Für diesen Sohn der Berge ist klar: Andermatt ist ein kaltes Windloch. Wer nicht muss, verbringt dort keine Ferien. Vielleicht irrt sich Art Furrer und vielleicht auch nicht. Sicher ist: Vor der Finanzkrise hätten Sie ihre Andermatter Ferienwohnungen verkauft wie warme Weggli. Heute sieht alles leicht anders aus. Selbst in Zermatt sind Ferienwohnungen plötzlich wieder zu kaufen. Sie bauen nur, wenn sie 70 bis 80 Prozent eines Projektes an Dritte verkauft haben. Noch ist es in Andermatt nicht so weit. Noch gehen Sie davon aus, dass dies in Andermatt gelingen wird. Vieles wird davon abhängen, wie tief die laufende Krise des Kapitalismus jene trifft, die in guten Zeiten selbst in Andermatt eine Million teure Wohnung kaufen würden. Nur um eines ihrer weltweit drei bis vier Ferien-Nester in der reichen Schweiz zu haben. Viele erinnert Ihr Auftauchen in Andermatt etwas an den ‹Besuch der alten Dame› von Friedrich Dürrenmatt. Andere stellen sich die Frage: Schimpft Sawiris nur deshalb auf die Schweizer Demokratie, weil er für den Fall des Scheiterns des Projektes rechtzeitig einen Sündenbock sucht? Sie werden diese Frage nicht beantworten. Die Zeit wird es tun. »

14.01.2009

Hochwasserschutz für Resort

Der Kanton Uri will bis 2019 160 Mio. Franken in den Hochwasserschutz investieren. Neben baulichen Massnahmen an Reuss und Schächenbach im Urner Talboden, sind im Urserntal Massnahmen an der Unteralpreuss geplant. Die Vorhaben im Urserntal sollen v.a. auch die Sicherheit des geplanten Tourismusresorts gewährleisten. Abstimmung am 8. Februar Die Stimmberechtigten entscheiden am 8. Februar über die Vorlage. Da noch nicht alle Mittel der früheren Hochwasserschutzprogramme aufgebraucht sind, muss das Volk ledliglich einen Kredit von 54,1 Millionen Franken absegnen. Nach Abzug der Beiträge von Bund, Dritten, Nutzungsberechtigten und Verursachern dürften für den Kanton Nettokosten von 40 Millionen Franken anfallen. Bild: Unteralpreuss

07.01.2009

Info-Center gut frequentiert

Das Info-Center der AADC in Andermatt scheint sich grosser Beliebtheit zu erfreuen. Seit der Eröffnung am 23. Dezember haben gemäss zisch.ch rund 1800 Leute das Resort-Modell bestaunt. Drunter sollen sich nicht nur Skifahrer bzw. Passanten befunden haben. Viele Leute sind gemäss Bericht extra wegen des Info-Centers nach Andermatt gereist.

05.01.2009

Nicht nur eitel Sonnenschein

Samih Sawiris hatte einige Medienpräsenz vor und über die Festtage. Der Tenor seiner Botschaften stimmt nicht nur zuversichtlich. Er scheint sich Sorgen zu machen wegen der Wirtschaftskrise und mit demokratischen Leitplanken scheint er sich etwas schwer zu tun. Auch bei den Quartiergestaltungsplänen gab es Komplikationen… Dennoch, was Sawiris da in verschiedenen Medien geäussert hat, hat Stil, ist sachlich - und kein nichtsnutziges Palaver – auch wenn seine Aussagen hier und da an unserer eidgenössischen Seele kratzen dürfte. Hier ein paar Links, um die Festtagslücke dieses Blogs zu schliessen: - Interview BAZ «Im Geniessen seid ihr Schweizer nicht top» - 20 Minuten «Unzufriedener Geschäftsmann» - Zisch.ch «Jetzt redet Samih Sawiris Tacheles» - Zisch.ch «Sawiris hatte es auch mit Drohungen zu tun»

24.12.2008

Sawiris von 0 auf Platz 3

Samih Sawiris ist von den Schweizer Wirtschaftsjournalisten zum Unternehmer des Jahres gewählt worden. Wie lange es wohl geht, bis auch Andermatt und der Kanton Uri zu Ehren kommen, z.B. als mutige, unkomplizierte und innovative Tourismusregion?

23.12.2008

Im Frühling starten die Arbeiten in Andematt

In einem Interview mit der Handels Zeitung spricht Sawiris über die Wirtschaftskrise in der Golfregion, eine neues Projekt in Montenegro - und natürlich das Resort in Andermatt. Hier gehts zum Interview...

22.12.2008

Quartiergestaltungspläne bewilligt

Aufs Jahresende ist alles bereit: Der Regierungsrat hat die Quartiergestaltungspläne des Tourismusprojektes genehmigt. Mit der rechtskräftigen Genehmigung der Quartiergestaltungspläne können die Sawiris-Leute nun die konkreten Bauprojekte erarbeiten. Bereits im Frühjahr 2009 soll bei den Baubehörden das Baubewilligungsgesuch für das Hotel Bellevue, den Golfplatz und das Podium einreichen. Und: Auch das Sportzentrum mit Hallenbad soll in der ersten Phase realisiert werden.

17.12.2008

Realp: Wohnraum für Resort-Angestellte?

Laut jüngsten Pressemeldungen ist Realps Gemeinderat im Gespräch mit den Verantwortlichen des Sawiris-Projekts. Konkret wird geprüft, ob in Realp Wohnraum für Angestellte des Resorts geschaffen werden kann. Bahnhof weg Zudem will die Matterhorn-Gotthardbahn (MGB) den Bahnhof Realp komplett abreissen und den Autoverlad neu gestalten. Ein Aufnahmegebäude soll Verkaufs- und Restaurationsangebote sowie behindertengerechte WC-Anlagen aufnehmen.

16.12.2008

Samih bei Aeschbi

Samih Sawiris Besuch bei Aeschbacher ist zwar schon eine Weile her. Aber vielleicht hat ja der eine oder andere Blogleser Zeit und Musse über Weihnachten, sich den symphatischen Auftritt nochmals anzusehen. Schon erstaunlich der Mann. Mit seiner Ausstrahlung und seinem Charisma hat er das Publikum im Sack, sobald er die Bühne betritt. Viel Spass! Samih bei Aeschbi...

15.12.2008

Harter Granit oder wackelnder Fels?

Nach wie vor herrscht Zuversicht im Hinblick auf das Ferienresort in Andermatt. Die Finanzierung ist gemäss Samih Sawiris gesichert. Andernorts ist das Wettrüsten in den Alpen ins Stottern gekommen. Ein kleiner Jahresrückblick (oder ist es vielleicht ein Ausblick?) sei erlaubt. Es liegt Schnee auf dem Boden des künftigen Rersorts. Die Bagger, die in den letzten Monaten zaghaft mit dem Rückbau begonnen haben, sind verstummt. Einzig im Tourismusbüro, wo auch Sawiris‘ Showroom eingerichtet werden soll, wird noch gewerkelt. Es ging und geht gemächlich voran. Die Statik des Daches sorgte für Verzögerung. Immerhin, rechtzeitig auf die Festtage hin, sollen die Touristiker in den neuen Büroräumen präsent sein. Auch im Sawiris-Trakt des Gebäudes soll gemäss Zeitungsberichten bald eine nette Dame den Besuchern das Resort näher bringen. Rasanter Downhill Rasanter als beim Bauen lief die Samih Sawiris‘ Orascom-Aktie in diesem Jahr. Schnellte sie nach dem Börstenstart im Frühjahr noch auf ein Höchst von 175 Franken, sauste sie im November aufs (bisherige) Allzeittief von 24.70 Franken. Am 15. Dezember hat sie sich auf 38.50 Franken erholt. Aber wir wissen ja alle: Die Börse hat mit der realen Wirtschaft wenig zu tun. Stimmt im Prinzip schon. Nur beschränken tiefe Börsenkurse halt letztlich die verfügbaren Geldmittel doch. Und die Investitionslust sinkt mit tauchenden Börsenwerten bestimmt auch. Für das Resortprojekt scheint das kein Problem zu sein. So zumindest vermitteln es uns Samih Sawiris und seine Adlaten. Es sei genügend Geld vorhanden, um das Projekt planmässig anzustossen. Wenn nicht, so sind da noch die potenziellen Immobilienkäufer. Besonders die Ausländischen. Die werden jetzt in der Finanzkrise verstärkt auf sichere Anlagen - also Immobilien setzten. Die bringen also sicher Geld in die Kasse. Hoffentlich. Seifenblasen Soweit also alles paletti im Urserntal, so die Spezialisten. Machen wir uns also keine Gedanken. Die Zukunft wird in jedem Fall zeigen, wo es langgeht. So wie andernorts. Deshalb schauen wir doch einfach einmal übers Ursertal hinaus. Da war 2008 bekanntlich von verschiedensten touristischen Grossprojekten in den Alpen die Rede. Las man all die Bericht, so hatte man das Gefühl, unsere Alpen würde zu einem Disneyland verkommen. Wo stehen all diese Projekte heute? Beispiel 1: Schnellaufzug aufs Jungfraujoch Zu den spektakulärsten Vorhaben gehörte wohl die Idee der Jungfraubahnen AG. Da die Zahnradbahn auf das Jungfraujoch einfach zu langsam ist (die Fahrt von Grindelwald auf den Gipfel und zurück dauert mehr als sechs Stunden), wollte man einen Schnellaufzug bauen. Mit diesem „Lift“ wären die Touristen binnen 20 Minuten auf dem Gipfel gestanden. Das Projekt wurde beerdigt. Grund: zu teuer. Stattdessen soll jetzt die bestehende Strecke ein bisschen ausgebaut werden. Zudem sollen schnellere Triebwagen die Reisezeit ein wenig verkürzen. Beispiel 2: Gipfelhotel auf dem Klein-Matterhorn Superlative auch in Zermatt. Vor einem Jahr machte die Idee Schlagzeilen, das Klein-Matterhorn zu erhöhen. Ein 117 Meter hoher Hotel-Turm aus Beton und Stahl sollte aus dem 3883 Meter hohen Berg einen echten Viertausender machen. Den Turmplan mag man in Zermatt noch nicht aufgeben. Er soll gebaut werden, mit einer Aussichtsplattform obendrauf. Nur: Die Hotelplänesind gemäss Künstler Heinz Julen „kein Thema mehr“. Beispiel 3: Hotelturm Schatzalp Auch in Davos gibt es Pläne für einen Turm. Auf der Schatzalp sollten die Stararchitekten Herzog & de Meuron einen 105 Meter hohen Hotelkomplex hinklotzen. Beinahe drei Jahre ist es her, seit die letzten Einsprüche gegen das Projekt zurückgewiesen wurden. Diesen Sommer hätten die Bauarbeiten beginnen sollen. Doch davon ist noch nichts zu sehen. Wie man aus den Medien entnehmen kann, haben sich noch nicht genügend Kredit- beziehungsweise Kapitalgeber gefunden. Zum Glück ist Granit hart. Hoffen wir also, dass die Resortpläne im Urserntal nicht am Fels der Realität zerschellen. Wie eingangs erwähnt: Der Investor selbst ist optimistisch. In Finanzkreisen setzt man neuerdings ein paar Fragezeichen. Aber warum sollten man den Finanzspezialisten heute noch Glauben schenken. Schliesslich habe sie ja die ganze Wirtschaftskrise – ausgehend von der Finanzkrise – ins Rollen gebracht. Wohlan!

12.12.2008

Leuchtturm von Uri

Wieviel (Steuer) Geld hat eigentlich der Kanton Uri bereits ins Andermatt-Projekt gesteckt? Justizdirektorin Heidi Z'Graggen gab am 10. Dezember im Landrat Auskunft. Demnach wurden in den vergangenen drei Jahren rund 3,1 Millionen Franken für das Tourismusprojekt aufgewendet. Und gemäss Z'Graggen werden in den nächsten Jahren noch einige Millionen dazu kommen. 120'000 Franken sind im Staatsvoranschlag 2009 und in den darauf folgenden drei Jahren für die Raumplanung des Resorts budgetiert. Das Projekt sei der Leuchtturm von Uri, sagte Heidi Z'graggen im Landrat. Wieviel hat eigentlich Samih Sawiris bis jetzt investiert - abgesehen vom Preis, den er für den Landkauf verwendet hat (was ja eigentlich keine echte Ausgabe ist, wenn man bedenkt, dass das Land erstens billig war und zweitens aufgrund der beschränkten Landressourcen im Urschnertal kaum an Wert verlieren wird)?

09.12.2008

Kein Durchhänger in Göschenen

Göschenen will auch vom Resort in Andermatt profitieren. Dazu revidiert die Gemeinde den Orts- und Zonenplan. Diese Revision soll die Voraussetzung für mehr Wohnraum geschaffen werden. Und: Auch in Göschenen spricht man mit potenziellen Architekten und Investoren. So zumindest wurde an der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember informiert. Spektakuläre Hängebrücke Im Göschenderalptal soll zudem ein Wanderweg gebaut werden. Teil dieses Wanderweges: Eine Hängebrücke, die die beiden SAC-Hütten Salbit und Voralp direkt verbindet. Damit würde ein spektakulärer Wanderweg entlang den Granit-Türmen des Salbitschijens mit Ausblick auf die Gletscher der Dammakette und des Sustenhorns entstehen.

02.12.2008

Was läuft eigentlich mit dem Tourismusbüro?

Im Juni dieses Jahres startete der Umbau des Tourismusbüros. Im Herbst hätten die Arbeiten beendet sein sollen. Jetzt ist Winter. Wann können die neuen Räumlichkeiten endlich bezogen werden? Der Fahrplan sieht nun wie folgt aus: Bis Mitte Dezember soll das Team des Tourismusbüros sowie die Skischule von den Containern in die neuen Büros umziehen. Ab dem Sommer 2009 soll dann die Postauto AG hinzukommen. Warum die Verpätung? Grund für die Verzögerung ist offensichtlich eine Änderung der statischen Berechnungen des Daches. Oder müsste es heissten, dass die Spezialisten sich zuerst verrechnet haben in Bezug auf das Dach? Egal, dafür hat man ein Stockwerk hinzugewonnen für weitere Büroräume. Aber: Gemäss Vreni Mattli,von der zuständigen Kommission ist noch nicht klar, ob die Kostenvorgabe von 800‘000 Franken eingehalten werden kann (..).

24.11.2008

Schule war Thema im Landrat

Das Resort wird Uri und besonders das Urserental in vielen Belangen verändern. Ein Thema, das bisher noch wenig angeschnitten worden war, wurde jetzt im Landrat diskutiert. Die Rede ist von Bildung und Schule. Kathrin Möhl von der SP Altdorf bezweifelt beispielsweise, dass es an den Schulen genügend Plätze gibt für die vielen zu erwartenden Kinder. Justizdirektorin Heidi Z’graggen hingegen ist optimistisch. Beim Bildungsangebot sieht sie offensichtlich keine Engpässe auf uns zukommen. Sie zeigte sich im Landrat überzeugt, dass es für alle Kinder genügend Kapazitäten an den Schulen gebe. Sie freue sich jetzt schon darauf, wenn die Schulen im Urner Oberland wieder gefüllt seien. Neben all der Freude sei die Frage doch erlaubt: Sind die Lehrkräfte gewappnet für den künftigen Schülerauflauf? Und zwar nicht quantitativ, sondern qualitativ. Denn gerade der Anteil an andersprachigen Schülerinnen und Schülern dürfte signifikant steigen. Im Gegensatz zu heute gäbe es gerade im Urner Oberland Klassen mit hohem Ausländeranteil. Kurz: Wissen die hiesigen Lehrkräfte damit umzugehen? Diese Antwort blieb Frau Z’Graggen dem Landrat und der Bevölkerung leider noch schuldig.

14.11.2008

Von Spekulation und Eroberungstrips

Spekuliert darüber, ob das Sawiris-Projekt etwa nur eine Luftblase ist, wird nicht nur an der Börse. Auf der Plattform indy.ch, wo sich laut eigenen Angaben «Aktivistinnen und Aktivisten» wurde nach der Veröffentlichung der Q3-Zahlen der Orascom Development ein kritischer Beitrag publiziert. Hier der O-Ton: « Sawiris‘ Super Tourismus-Stadt auf Andermatter Boden ob der Schöllenen, in welcher sich dereinst überreiche Inder und Pakistani wohl fühlen sollen, käme, wenn es stimmte, auf einer grossen Militär-Brache des VBS in Andermatt zu stehen. Schon seit Wochen wird der ehemalige Soldaten-Übungsplatz mit grossen Baumaschinen dekontaminiert und plattgefahren – auf Kosten des VBS, welches das mehrere qkm grosse Gebiet für ein Trinkgeld an Sawiris verhökert hatte. Genaue Zahlen lassen sich nicht erfahren. Nein, es würden auch keine ägyptischen Hilfskräfte dereinst die Hotel- und Tourismus-Anlage bedienen. Diese Jobs würden den Kälte-gewohnten Urner Leuten vor- und zugehalten. Sawiris, der gewandt deutsch spricht, verspricht allen Bewohnern in der Region eine glänzende und gesicherte Zukunft. Immerhin lösten diese seine Hymnen bereits einen regen Immobilienhandel in Andermatt aus, bis hinunter nach Göschenen. Längst stillgelegte Hotels und Pensionen wurden spekulativ gepostet. Bis heute hat Sawiris jedoch, nach übereinstimmenden Quellen, noch keinen Cent in die angeblich so grosse zukünftige Zeit von Andermatt reingebuttert, und auch der projektierte Sawiris-Infostand zwei Meter neben andermatt-tourismus zeigt sich noch immer in unfertigem Rohbau. Selbst für die zahlreichen Grundbuch- und Notariatsdienste wären bislang Sawiris-gläubige Beamte zulasten des Kantons und des Bundes aufgekommen. Dagegen liess Tycoon Sawiris schon mal eine kleine Spende zugunsten der Tourismus-Forschungsstelle an der Zürcher ETH springen, nicht ohne dies werbewirksam zu verbreiten. Auch lockte er grosszügig mit einer Million, sollten sich die Bergbahnen rund um Andermatt mittels einer Fusion zu einem einzigen Bahn-Unternehmen zusammenschliessen. Sawiris befindet sich mit seinem Andermatt-Abenteuer zweifellos auf einem interessanten Eroberungs-Trip. Nicht die von ihm monierten 5*****-Hotels und die wunderbare Alpenpracht bzw. die gestopften Touristen-Kasten aus Indien und anderswo werden der Alpenregion zu den versprochenen grossen Gewinnen verhelfen. Den Reibach wird Sawiris persönlich viel mehr mit dem Aufkauf der alpenquerenden Eisenbahnen machen. Allein die Strecke und das Trassee von Andermatt via Oberalppass nach Disentis, und von Andermatt via Furka nach Zermatt (Matterhorn-Gotthard-Bahn, „The Matterhorn Railway“) wird nominell auf 3-4 Mia. SFr. eingeschätzt. Die beiden Strecken gehören wohl europaweit zur höchst gelegenen Eisenbahn. Höchste Eisenbahn ist aber auch, diese Schätze, in jahrzehntelanger Knochenarbeit durch unsere Vorfahren erbaut, vor dem Zugriff des grossen Spekulanten und Plünderers aus Aegypten zu schützen. Denn leider besteht derzeit grosse Gefahr, dass völlig desorientierte und unverantwortliche Politiker und Staatskarrieristen die Alpen an den vielfach Swiss-lobbyierten Herrn aus Aegypten verscherbeln. Mehrere ranghohe Urner Lokalgrössen, wie z.B. der Direktor der Urner Kantonalbank, haben sich schon längst an den Mogul verkauft. »

13.11.2008

Landrat genehmigt Hochwasserschutzprogramm

Der Urner Landrat hat einstimmig das Hochwasserschutzprogramm mit einem Rahmenkredit von 54,1 Mio. Franken genehmigt. Das Volk entscheidet im Februar 2000 darüber. Insgesamt sollen bis 2019 rund 160 Mio. Franken verbaut werden. Geplant sind vor allem bauliche Massnahmen an der Reuss und am Schächenbach im Urner Talboden, im Einzugsgebiet des Schächens sowie an der Reuss und an der Unteralpreuss in Andermatt. Die Vorhaben im Urserntal sollen unter anderem die Sicherheit des geplanten Tourismusresorts von Samih Sawiris gewährleisten.

12.11.2008

Gemsstock: Hoffnung und Masterpläne

In den Medien steht es geschrieben: Die Andermatt Gotthard Sportbahnen (AGS) schreiben rot. Nun sollen sich all jene, die vom Skigebiet profitieren, an einer Infrastrukturgesellschaft beteiligen.
Dieser Meinung ist AGS Verwaltungsratspräsident Franz Steinegger. Auch Geld reinbuttern soll Samih Sawiris. Wie eine allfällige Beteiligung des Ägypters aussehen wird, scheint noch in den Sternen zu stehen. Wie Steinegger gegenüber der Neuen Urner Zeitung sagte, seien die Resortverantwortlichen derzeit an der Ausarbeitung der notwendigen Masterpläne. Auch Airolo hofft auf Sawiris Das Tessin befindet sich zwar seit einiger Zeit auf dem Rückzug aus dem Wintersport. Ausnahme: Airolo. Dort hofft man auf eine erfolgsträchtige Verbindung mit dem Tourismusprojekt in Andermatt. Aufgrund dieser Hoffnung hat die Tessiner Regierung entschieden, den Betrieb in Airolo mit jährlich 800 000 Franken zu subventionieren.