15.11.2012

Wer kümmert sich in Uri um die geltenden Gesetze?

Die Frage eines Blog-Kommentators «Wer kümmert sich in Uri um geltende Gesetze und Verordnungen?»  auf den Beitrag «Die (aktuellen) Früchte der Arbeit» macht schon etwas stutzig. Denn wer ins Urserntal hinunter schaut sieht: Der Golfplatz ist fast fertig. Dabei steht in der Bau- und Zonenordung klipp und klar:

Mit dem Bau des Golfplatzes kann erst begonnen werden, wenn die integrale Realisierung des Tourismusresorts sichergestellt ist. Zur integralen Realisierung des Tourismusresorts gehören namentlich folgende wesentliche Bestandteile:

a) zwei Hotels
b) Sportanlagen in der Tourismuszone D (öffentliches Hallenbad u.a.)
c) Ersatz der Parkplätze, die aufgehoben werden
d) Verbindungen der Tourismuszonen B, C und D mit dem Bahnhof

Sind diese Voraussetzungen tatsächlich erfüllt? Diese Frage sei erlaubt. Es mag stimmen, dass sich zwei Hotels im Bau befinden. Die Punkte b bis d jedoch sind wohl erst auf dem  Papier sichergestellt sein. Aber Papier ist bekanntlich geduldig. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass Kantons- und Gemeindeoberen mal wieder einen scharfen Blick auf die Paragraphen werfen. Die einfachen Bürgerinnen und Bürger könnten sonst zum Schluss kommen, dass sie über den Tisch gezogen werden.
 



08.11.2012

Unverwüstlicher Optimist

Samih Sawiris ist ein unverwüstlicher Optimist. Das äusserst sich einmal mehr im Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung, das am 7. November erschienen ist. Das Skiresort Andermatt werde sich zu einer tollen Skidestination entwickeln, so Sawiris. Erste Neuerungen könnte bereits in der nächsten Saison stehen – sofern denn die Bewillgungen eintrudeln – und die zahlreichen Eisprachen gebodigt sind. Und das Hotel Chedi wird eine einem Jahr in Betrieb gehen. Ebenfalls toll. Dem sollte tatsächlich nichts im Weg stehen. Jetzt sowieso nicht mehr, wo er alle Wohnungen verkauft hat – wenn auch an eine Firma, an der die Sawiris-Familie eine grosse Beteiligung hält.

Lob fürs „alte“ Andermatt
Gemäss Sawiris gelingt das Tourismusprojekt in Andermatt nur, weil die Andermatter mit ihm zusammenarbeiten. Es gebe neue Hotels, Restaurants, Geschäfte. Häuser würden renoviert. Kurz: Andermatt habe in den letzten Jahren einen grossen Sprung gemacht.

Schön! Alles klar auf dem Dampfer im Urserntal. Bleibt noch die Frage: Wann kommt endlich das Sportzentrum?

29.10.2012

Die (aktuellen) Früchte der Arbeit


Der Winter ist da. Wo stehen die Arbeiten im Resort? Ein kleiner Überblick
  • Chedi läuft nach Plan. Die Eröffnung ist gemäss ASA nach wie vor im Winter 2013/2014 geplant.
  • Der Gofplatz ist praktisch fertig, Bauabnahme voraussichtlich im Frühling 2013.
  • Die Betonarbeiten der beiden Appaartementhäuser Hirsch und Steinadler sind praktisch abgeschlossen. Wann die beiden Häuser einzugsbereit sind, lässt sich laut ASA noch nicht sagen.
  • Die erste Villa soll Ende 2013 an den Besitzer, den Schauffhauser Giorgio Behr, übergeben werden.
  • Das Radisson Blu Hotel ist ebenfalls in Entstehung – zumindest die Pfälung (die Gründung) ist bereits abgeschlossen.
  • Sportzentrum? Gemunkelt wird von 2014/2015. Scehint kein prioritäres Projekt zu sein (..).
Der Zeitpunkt des Baus der weiteren 40 Appartementhäuser und der restlichen 24 Villen (25 sollen es insgesamt werden) ist noch unklar. ASA-Mediensprecher Göring gegenüber dem Urner Wochenblatt: „Wir bauen erst, wenn interessierte Käuferinnen und Käufer da sind.“ Aber das ist ja allgemein bekannt.

Streit um Lohnzahlungen – oder: verschlungene Wege zum Geldbeutel


Polnische Elektriker, die seit Juli auf der Baustelle des Chedi arbeiten, sollen bis heute noch nichts von ihrem August-Lohn gesehen haben. Arbeitgeber der Elektriker ist das deutsche Unternehmen Condor Electric. Condor Electric areitet in Andermatt im Auftrag des niederländischen Technologiekonzerns Imtech. Dieser hat den Auftrag wiederum von der deutschen Firma Daldrop erhalten. Daldrop wurde von der ASA mit der Gesamtverantwortung für die technische Gebäudeausrüstung betraut.
 
Gemäss „Zentralschweiz am Sonntag“ sind der ASA die Missstände bekannt. Sie verlang von allen beteiligten Unternehmen, dass allfällige Missstände umgehend behoben werden. Wohl nicht ganz einfach, ob dem nebulösen Auftragskonstrukt. Wo bleiben eigentlich die lokalen und regionalen Firmen?

22.10.2012

Fast fertig?


Samih Sawiris im Interview mit der NZZ am 12. Oktober 2012 auf die Frage, an welchem Punkt das Ziel erreicht wäre, eine Destination zu kreieren (natürlich in Bezug auf Andermatt):

 «Dafür braucht es nicht mehr viel: Der Golfplatz ist praktisch bereit, die Entwicklung des Skigebiets auf gutem Weg und das Hotel Chedi fast fertig. Was dann noch notwendig ist, ist wahrscheinlich das Radisson-Hotel. Bereits dieses Minimum, das heute mehr oder weniger abgesichert ist, wird Andermatt deutlich aufwerten. Wann die restlichen Hotels gebaut werden, ist nicht mehr so wichtig.

Es gibt bei all unseren Projekten ein Minimum an Bauten, das erstellt werden muss, damit eine Destination erfolgreich sein kann. In der Regel ist dies sehr viel weniger als das Gesamtpotenzial des Projekts. In Andermatt sind wir schon fast da. Es fehlen dazu noch ein Hotel und ein paar Apartmenthäuser.»

Wer das Projekt seit seinen Anfängen mitverfolgt hat, mag sich erinnern. Es gab Zeiten da sprach er davon, dass der Vollausbau des Resorts eigentlich das Minimum sei, um in die touristische Topliga aufsteigen zu können. Seine Aussagen sind moderater geworden. Ob Samih Sawiris von der Realität eingeholt worden ist?

01.10.2012

Deutscher Investor in Sicht?


Der Deutsche Garsten Rath (46), CEO der Lifestyle Hospitality & Entertainment Management AG (LH & E) mit Sitz in Ermatingen TG und Kontaktadresse in Zug, ist gemäss bergstimme.ch daran interessiert, beim Tourismusresort von Samih Sawiris in Andermatt einzusteigen.

18.09.2012

Private Finanzspritz oder doch nicht?


Orascom Geschäftsleiter Gerhard Niesslein hat dem Tages Anzeiger zum Einstieg des Investors Acuro ein Interview gegeben. Bekanntlich sind Sawiris und seine Familie als wichtige Minderheitsaktionäre finanziell an der Acuro Immobilien AG beteiligt.

Auf den Einwand des Tagis, dass es sich bei dem Verkauf nur um eine weitere verdeckte private Finanzspritze von Sawiris handle, geht Niesslein jedoch kaum ein.

 
Zum Interview imTages Anzeiger

17.09.2012

Bei Pleite zahlen


Gemäss einem Bericht der Sonntags Zeitung hat Orascom-Tochter Andermatt Swiss Alps hat 87 Prozent der Aktien an den Kanton Uri verpfändet

Die Sonntag Zeitung ortet in einem Bericht in ihrer letzten Ausgabe ein massives Risiko für den Kanton Uri. Denn: Im Fall eines finanziellen Kollapses der Projektgesellschaft Andermatt Swiss Alps (ASA) gingen die Bauten und das Land in Staatsbesitz über.

Das tönt an sich nicht nicht schlecht. Aber: Die ASA hat dem Kanton 32‘347 eigene Aktien zu einem Buchwert von 32,3 Millionen Franken verpfändet. Dies entspricht einem Anteil von 87,4 Prozent an der ASA. Dazu kommt verpfändetes Land im Wert von einer Million Franken.

Die Angaben finden sich gut versteckt im Geschäftsbericht der ASA-Muttergesellschaft Orascom. Mit den Verpfändungen komme ASA ihrer vertraglichen Verpflichtung gegenüber dem Kanton nach, den Originalzustand wiederherzustellen, «sollte das Projekt aus irgendwelchen Gründen gestoppt werden», schreibt Orascom im Jahresbericht.

Das Problem: Bei einem Kollaps würden die ASA-Aktien wohl wertlos. Oder anders gesagt: Im Falles eines Konkurses würden die gewährten Sicherheiten kaum das ganze Risiko abdecken können. Dieser Meinung sind sich offenbar diverse Fachleute.

Die ASA investierte bislang 300 Millionen Franken in Andermatt. Hätte der Kanton Uri auf Nummer sicher gehen wollen, hätte er eine persönliche Bürgschaft von Sawiris oder eine Patronatserklärung von Orascom verlangen müssen. Solche Garantien dürften gemäss Sonntags Zeitung allerdings kaum realistisch gewesen sein.

 

Befreiungsschlag von Sawiris


Nun hat Samih Sawiris also alle 119 Chedi-Appartements verkauft. Und das fast auf einen Schlag. Bis vor Kurzem hatte er erst für 30 Appartments Käufer gefunden. Gekauft hat die Wohnungen die Firma Firma Acuro Immobilien.

Nicht ohne Sawiris-Geld
Ganz ohne die Finanzkraft der Sawiris läuft allerdings auch die nun bekanntgegebene Vereinbarung nicht. Wie es im Communiqué heisst, sind Samih Sawiris und seine Familie wichtige Minderheitsaktionäre bei Acuro. Sawiris investiert damit weitere Mittel in seinen Konzern.

Wer die anderen Investoren sind, wurde zwar nicht kommuniziert, aber es dürfte sich gemäss NZZ u. a. um Hans-Peter Bauer handeln. Bauer ist nicht nur Verwaltungsratspräsident der erst Anfang Juli gegründeten Acuro, sondern auch VR-Präsident der Swiss Finance & Property, die als Asset-Manager der Acuro waltet. Ebenfalls im Verwaltungsrat der Acuro sind Pierre Jacquot aus Annecy-le-Vieux (F) und Tooma Eskandar aus Kairo. Bei Swiss Finance & Property wollte man gemäss NZZ keine Fragen beantworten.

Verkauf in den nächsten sieben Jahren
Acuro plant laut der Mitteilung, die Apartments im Verlaufe der nächsten sieben Jahre zu verkaufen. Das eigentliche Chedi-Hotel, ein Fünfsternehaus mit 50 Zimmern, bleibe im Besitz von Orascom und werde plangemäss auf die Wintersaison 2013/2014 eröffnet.

 

06.09.2012

Journalisten im PR-Dienst von Sawiris

Objektive, hinterfragende und unabhängige Berichterstattung zum Sawiris-Projekt in Andermatt ist wichtig. Denn: Das Milliardenprojekt von Samih Sawiris ist für Uri mit enormen Chancen und Risiken verbunden. Nun hat der Tages Anzeiger hat herausgefunden, dass Journalisten der «Neuen Urner Zeitung» und des «Urner Wochenblatts» eng mit der Sawiris-Firma verbandelt sind.

Parallel zu ihrer Berichterstattung über das Andermatter Resort liessen sie sich für PR-Tätigkeiten bezahlen. Dominique von Burg, Präsident des Schweizer Presserats, sagt: «Das ist eine eindeutige Verletzung der journalistischen Unabhängigkeit.»

31.08.2012

Ausfluss und Rückfluss

Ein paar Zahlen noch, damit die rückäufigen Verkäufe in Relation gestellt werden können: Gemäss Tagi hiess es im Februar 2012 bei der Andermatt Swiss Alps (ASA) noch, man habe im Resort für 134 Mio. Franken Immobilien verkauft, für weitere 53 Mio. lägen Reservationen vor. Der aktuelle Stand: 122 Mio. Verkäufe, 25,4 Mio. Reservationen. Also innert kurzer Zeit ein Minus von etwa 10 Prozent bei den Verkäufen, gar ein Minus von über 45 Prozent bei den Reservationen. 

Ob das alles an den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Zweitwohnungsinitiative und dem Ausbau des Skigebietes lag? Spätestens bei der nächsten Medieninfo von Orascom wird man's wissen.

Orascom muss Busse zahlen
Zu allem Ungemach hat die Orascom auch noch von der Börse eine Busse erhalten. Grund: Ein Verstoss gegen die Rechnungslegungsvorschriften. Orascom hatte den letztjährigen Geschäftsverlust um 35 Millionen Franken besser dargestellt als er tatsächlich war.  Statt 111 Mio. wies das Unternehmen 2011 nur 76 Mio. Franken Verlust aus. Die Busse beträgt jedoch lediglich 15‘000 Franken. Ein Klacks verglichen mit dem Geld, das sonst in die Baustellen fliesst - aber derzeit eben nicht mehr so einfach zurück gespült wird.

30.08.2012

Deal mit Skistar steht

Sawiris hat die Mehrheit der Skiaktien in Andermatt und Sedrun übernommen. Und er hat nicht lange gefackelt: Der Deal mit Der schwedische Skigebietbetreiber Skistar wird die Skiregionen von Andermatt und Sedrun zusammenlegen, ausbauen und betreiben. Am Mittwoch, 29. September 2012, wurde bekannt, dass der ägyptische Unternehmer Samih Sawiris die Schweden für das Projekt engagiert – trotz des zwischenzeitlichen Rückzugs von Skistar aus den Verhandlungen.

Bericht in der BaZ...

Verkäufe harzen


Sawiris‘ Wohnungsverkauf in «New Andermatt» läuft harzig. Die Verkaufszahlen sind rückläufig. Die Immobilienverkäufe belaufen sich gerade mal auf 123 Millionen, die Reservationen auf 45 Millionen Franken. Dazu beigetragen habe die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Zweitwohnungs-Initiative sowie der Realisierung des Skigebietes Andermatt-Sedrun, wie das Unternehmen mitteilt. Konzernchef Gerhard Niesslein sieht jedoch Licht am Ende des Tunnels, da das Resort nicht unter die

24.08.2012

Zweitwohnungen: Urner Regierung zufrieden mit Verordnung des Bundesrates


Die Urner Regierung ist zufrieden mit der vom Bundesrat verabschiedeten Verordnung zur Zweitwohnungsinitiative. Der Erlass schütze die weitere Realisierung des Ferienresorts in Andermatt.

22.08.2012

Sawiris kontrolliert nun Bergbahnen


Samih Sawiris übernimmt nund offiziell und definitiv die Kontrolle über die Andermatt Gotthard Sportbahnen (AGS) und die Sedrun Bergbahnen (SB). Über 95 Prozent der Aktien der beiden Gesellschaften sind der Andermatt-Surselva Sport AG zum Verkauf oder Umtausch angeboten worden.

20.08.2012

Neuer Kommunikationschef

Orascom hat einen neuen Leiter Kommunikation: Der 46-jährige Daniel Göring wechselt von der Kommunikationsabteilung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt zu Sawiris. Göring wird die Unternehmenskommunikation des gesamten Konzerns übernehmen, teilte Orascom am 15. August mit. Dazu gehöre auch das Tourismusprojekt Andermatt Swiss Alps (ASA). Ob der (bisherige?) Kommunikationsmann Alain Cozzer weiterhin im Unternehmen bleibt, wurde in den Medien nicht erwähnt.

Orascom: Merh Umsatz, höherer Verlust


Sawiri’s Orascom hat mitgeiteilt, dass gemäss ersten Erkenntnissen der Umsatz im ersten Semester 2012 um 20 bis 25 Prozent gesteigert worden sei. Der  Nettoverlust dürfte mit 20 bis 30 Millionen Franken dennoch grösser ausfallen als vor Jahresfrist. Per mitte 2011 hatte Orascom bei einem Umsatz von knapp 107 Millionen Franken einen Verlust von 16 Millionen Franken geschrieben. Als Grund wurde damals der politische Umbruch in Ägypten genannt, dem wichtigsten Markt von Orascom.

Den grösseren Verlust für das erste Semster 2012 begründete Orascom mit mehreren Faktoren. Der Bruttogewinn sei wegen höheren Immobilienbaukosten tiefer ausgefallen. Hinzu kämen eine höhere Steuerlast und Wertberichtigungen auf einigen Beteiligungen in der Höhe von 10 bis 15 Millionen Franken. Wie hoch der Verlust genau ausfalle, werde von möglichen Auflösungen einiger Rückstellungen bestimmt, teilte Orascom mit. Das vollständige Halbjahresergebnis will das Unternehmen am 29. August 2012 bekannt geben.

Es wird gedrosselt
Wegen des erwarteten Halbjahresverlust dürfte Orascom die Investitionen drosseln. Man könne davon ausgehen, dass in den nächsten ein bis drei Jahren stärkere Prioritäten bei den Investitionen gesetzt werden, sagte ein Orascom-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

Orascom hatte bereits nach dem ersten Quartal die geplanten Investitionen von 140 bis 150 Millionen Franken auf 120 Millionen Franken gesenkt. Details will das Unternehmen zusammen mit dem vollständigen Halbjahresbericht bekannt geben.

Zum höheren Umsatz sagte der Orascom-Sprecher, die Hotels seien mittlerweile besser ausgelastet. Allerdings sei die Vergleichsbasis von 2011 wegen des arabischen Frühlings tief. «Wir sind noch nicht wieder auf dem Niveau von 2010», sagte er. Orascom hatte im Gesamtjahr 2011 eine Halbierung des Umsatzes auf 256 Millionen Franken hinnehmen müssen und einen Verlust von knapp 70 Millionen Franken ausgewiesen.

06.08.2012

Sawiris tritt als ASA-Verwaltungrat zurück

Samih Sawiris ist nicht mehr Verwaltungsratspräsident der Andermatt Swiss Alps AG (ASA). Er bleibt aber mit dem Tourismusresort-Projekt Andermatt verbunden. Die ASA, die das Resort baut, ist eine Tochter von Sawiris' Mutterkonzern Orascom. Neuer Verwaltungsratspräsident ist der Österreicher Gerhard Niesslein.

Laut ASA hängt der Wechsel mit dem Rückzug von Sawiris aus der operativen Führung der Orascom Development Holding AG zusammen. Diese liegt jetzt bei Niesslein. In diesem Zusammenhang sei die Zusammensetzung aller Verwaltungsräte der Tochtergesellschaften angepasst und das Management vereinfacht worden.

Die Reaktionen in Andermatt sind gemischt. Manche Bewohner interpretieren Sawiris' Rückzug als ersten Schritt zum Ausstieg aus dem Projekt.

«Pinte» und «Pub» wechseln Besitzer


Samih Sawiris und der Flüeler Unternehmer Franzsepp Arnold steigen gemeinsam in Amder,atts Nachtleben ein. Sie haben die «Pinte» und das «Pub» in Andermatt gekauft. Sie wollen damit ihren Beitrag leisten, um das Nachtleben im Dorf lebendig zu erhalten.

03.07.2012

Skigebiet: Baubeginn Frühjahr 2013?

Es soll zügig gebaut weren am neuen Superskigebiet. Baubeginn – wenn es nach Samih Sawiris geht: Frühjahr 2013. In einer ersten Etappe sind für 130 Millionen Franken Bahnerneuerungen, die Installation von Beschneiungsanlagen sowie eine «Skischaukel» als Verbindung der Skigebiete über den Oberalp geplant.

Stolperstein Umweltverbände?
Offen bleibt allerdings, ob die laufenden Verhandlungen mit den Umweltverbänden erfolgreich enden. Diese wehren sich nicht grundsätzlich gegen die Skigebietsverbindung, verlangen aber eine Redimensionierung und weniger weit gehende Eingriffe in Natur und Landschaft. Bis Ende Juli muss die ASS beim Bundesamt für Verkehr ihre Stellungnahme zu den Einsprachen einreichen. Im besten Fall kann das komplexe, auf diversen Ebenen laufende Genehmigungsverfahren Ende Jahr abgeschlossen werden.

02.07.2012

Grünes Licht für Sawiris in Tujetsch

Die Gemeinde Tujetsch hat das Übernahmeangebot von Samih Sawiris für die Sportbahnen Sedrun gutgeheissen. Der Entscheid ist mit 595 zu 90 Stimmen klar ausgefallen. Offensichtlich ist es Sawiris in den letzten Monaten gelungen, die anfänglich skeptische Bevölkerung in der oberen Surselva von der Chance eines gemeinsamen, modernisierten Skigebiets in der Gotthard-Oberalp-Region zu überzeugen. Die beiden Bergbahnen in Andermatt und Sedrun sollen unter dem Dach der Andermatt-Surselva Sport AG (ASS) zusammengeführt, die Skigebiete miteinander verbunden werden.

29.06.2012

Neues (Ungemach?) aus dem Skigebiet

Es ist zwar sommerlich heiss – sogar in Andermatt. Gleichwohl ist das künftige Megaskigebiet Andermatt-Sedrun ein Thema. Im Rampenlicht steht wieder einmal die Schwedische Firma Skistar – Sawiris‘ Wunschkandidatin in Sachen Skiarena.
Nun hat ebendiese Skistar in ihrem Neunmonatsrapport der Skiarena Andermatt-Sedrun ein kurzes Statement gewidmet: «Die Entwicklung des Skigebiets Andermatt-Sedrun in den letzten Monaten zeigt, dass die Bedingungen für einen Einstieg von Skistar in Form einer Übernahme oder einer Beteiligung momentan nicht gegeben sind.» Will Skistar aus dem Projekt aussteigen? Muss nicht sein. Denn Skistar präzisiert: Dieser Entscheid könne jederzeit neu überprüft werden, falls sich die Bedingungen und damit auch die Möglichkeiten für Skistar wieder ändern würden.

Bei Andermatt Swiss Alps (ASA) rund um Samih Sawiris gibt man sich gelassen, ob der Verlautbarung von Skistar. Skistar sei bei der Entwicklung nach wie vor dabei, sagt Alain Gozzer von ASA. Dass es nicht schneller voran geht liegt scheinbar vor allem daran, dass zuerst der Zusammenschluss der Bergbahnen Andermatts und Sedruns über die Bühne gehen muss. Gemäss Gozzer hat sich aber an der Absicht von Samih Sawiris nichts geändert, Skistar als Betreiberin der Bergbahnen einzusetzen. Skøl!

27.06.2012

Optimistisch trotz Skepsis

Samih Sawiris ist skeptisch, ob ägyptens frischgewählter Präsident Mohammed Mursi der richtige Mann für Ägyptens Wirtschaft ist. Trotzdem ist er optimistisch, was die Tourismusbranche in seinem Land anbelangt.

25.06.2012

1001 finstere Nacht


Seit Jahresbeginn hat die Orascom-Aktie 70% nachgegeben, seit dem Börsengang gar 90%. Das Sawiris-Projekt in Andermatt spielt für die Orascom kommerziell zwar nur eine untergeordnete Rolle. Aber auch hier läuft nicht alles rund. Bis Ende 2012 sollen Verkäufe und Reservationen in Höhe von 120 Mio. Fr. verbucht werden. Aber die Banken zweifeln daran, ob Sawiris dieses Ziel erreichen wird.

Hinsichtlich Ausbau des Skigebietes wurde zwar grundsätzlich ein Konsens über das weitere Vorgehen erreicht. Aber: Zwischen den Parteien bestehen laut AGS VR-Präsident Franz Steinegger nach wie vor unterschiedliche Vorstellungen.

Mehr noch: Der Orascom droht, neue finanzielle Mittel aufnehmen zu müssen. Nur: Zurzeit dürfte es recht schwierig sein, eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Denn kaum jemand würde derzeit Titel zeichnen.

Last but not least: aufgrund der politischen Situation in Ägypten hätten die Banken wohl kaum Vertrauen ins Sawiris-Geschäftsmodell und würden Orascom höchstens zu ausserordentlich hohen Zinssätzen Kredit gewähren.

 Was Max Borowski aus Jerusalem in NZZ online noch zu schreiben hat, findest Du hier…

20.06.2012

Ausbau Skigebiet: maximal 47 Millionen von Bund und Kantonen

Der Bund und die Kantone Uri und Graubünden unterstützen in den kommenden vier Jahren die Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun mit maximal 47 Millionen Franken. Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat eine entprechende Programmvereinbarung unterzeichnet.

Der Bund steuert NRP-Darlehen von maximal 40 Millionen Franken bei, die Kantone Beiträge von 7 Millionen Franken. Dies geht aus dem Umsetzungsprogramm 2012-15 des Projektes San Gottardo hervor, das unter dem Mantel der neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) läuft.

Die Initianten der Skigebietsverbindung müssen nun bei der Organisation Progetto San Gottardo Beitragsgesuche einreichen. Die beteiligten Kantone sowie der Bund entscheiden anschliessend über die effektiven Projektbeiträge. Wie hoch der Bundesbeitrag tatsächlich ist, hängt stark davon ab, welchen Beitrag die einzelnen Kantone leisten. Um NRP-Gelder zu erhalten, müssen die Projektinitianten diverse Auflagen erfüllen.

18.06.2012

Mitinvestor für Chedi

Der Arabische Frühling bedeutet Eiszeit für Samih Sawiris. Mit den Finanzen seiner Orascom steht es jedenfalls derzeit nicht zum Besten. Nicht zulezt deshalb dürfte Swiris auf der Suche nach Mitinvestoren für sein Andermatt-Projekt sein.

Nun ist er scheinbar fündig geworden. Laut finews.ch greift die Immobiliengesellschaft Swiss Finance & Property AG der gebeutelten Orascom unter die Arme. Die Swiss Finance & Property AG ist eine auf Immobilien und Hedge Funds spezialisierte Investment- und Beratungsgesellschaft.

Swiss Finance & Property soll Orascom bei der Verbriefung der noch nicht verkauften Eigentumswohnungen beraten. Zudem wolle Swiss Finance & Property für ihr eigenes Immobilien-Portefeuille ein Paket an Wohnungen im Hotelkomplex erwerben, so die Information von finews.ch.

Swiss Finance & Property AG

13.06.2012

Zermatt bittet Zweitwohungsbesitzer zur Kasse – Vorbild für Andermatt?

Zermatts Zweitwohnungsbesitzer bezahlen künftig jährlich 1,5 Prozent des Katasterwertes ihrer Zweitwohnung für Aufbau und Unterhalt der Infrastruktur. Diese Abgabe müssen sie 20 Jahre lang leisten.

Die Gebühr soll allerdings für jene Zweitwohnungen erlassen werden, die während mindestens 90 Tagen im Jahr vermietet sind. Damit will man in Zermatt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Geht die Rechnung auf, steigen Einnahmen für die Gemeinde, und die Zahl der kalten Betten verringert sich.

Angesichts der steigenden Infrastrukturkosten, die in Andermatt durch die rege Bautätigkeit entstanden sind, sicherlich auch hier ein prüfenswerter Ansatz – und zwar für die Zweitwohnungen im heutigen Dorf, wie auch im Sawiris-Satellit.

12.06.2012

Vom idyllischen Schweizer Alp-Traum zum blanken Techno-Alb-Traum


Der deutsche Radiosender Bayern 1 hat am 9. Juni auf seiner Website einen Beitrag zum Andermatter Sawiris Resort auf publiziert. Nachdem ja mehr und mehr Deutsche in unser Land strömen, um unsere Wirtschaft zu unterstützen, sei ein Blick auf den deutschen Blick auf Andermatt gestattet.

07.06.2012

Wieviel Zweitwohnungsinitiative braucht Andermatt?

Wenn der Kapitän – in diesem Fall eine Kapitänin, nämlich Frau Bunderätin Leuthard – nicht sagt, wo’s langgeht, dann machen die Matrosen, was sie wollen. Genau das passiert nun bei der Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative. Am schönsten lässt sich das in Andermatt veranschaulichen.

Da ist auf der einen Seite der Gemeindepräsident. Der sagte kürzlich, es würden keine Baubewilligungen mehr erteilt, solange Rechtsunklarheit bestünde. Auf der anderen Seite steht die Andermatt Swiss Alps. Die geht davon aus,  dass man von der Zweitwohnungsinitiative nicht betroffen sei. Denn die bewilligten Quartiergestaltungspläne nähmen die Baubewilligungen weitgehend vorneweg. Mittlerweile hat die Baukommission – trotz Rechtsunklarheit – alles klar gemacht. Sie hat die Baubewilligung erteilt. Der Gemeindepräsiden steht im Regen. Samih Sawiris frohlockt.

Aber was ist Sache?
Alain Griffel, Staatsrechtsprofessor an der Universität Zürich mit Schwerpunkt im Raumplanungsrecht, äusserte sich Ende März in der Neuen Luzerner Zeitung dahingehend, dass Quartiergestaltungspläne kein entscheidendes Argument seien. Letztlich sei für jedes Gebäude eine zusätzliche Baubewilligung notwendig. Das gelte für Samih Sawiris genauso wie für alle anderen Bauherren. Darüber hinaus sei die Zweitwohnungsinitiative höher zu gewichten als der Quartiergestaltungsplan auf Stufe Raumplanungsrecht, so Griffel. Richtig: Die Initiative macht eine Verfassungsänderung notwendig – und diese Änderung durchbricht das Raumplanungsgesetz.

Also Sistierung der Baugesuche?
Nein. Alain Griffel hält die Sistierung von Baugesuche für Resort in Andermatt für falsch. Für die Sistierung gebe es keine rechtliche Grundlage. Der Staatsprofessor ist der Ansicht, dass hängige und neue Verfahren bis Ende 2012 nach geltendem Recht abzuwickeln seien. Überhaupt, der sofortige Bewilligungsstopp wie von Frau Leuthard verkündet, verstösst gemäss Griffel sowieso gegen die Übergangslösung, die zusammen mit der Zweitwohnungsinitiative angenommen wurde.

Alles klar?
Natürlich. Bis zum nächsten Hickhack. Schliesslich hat Samih Sawiris bei der Gemeinde Andermatt erst Baubewilligung für die vier Appartementhäuser, eine einzige Villa (wahrscheinlich, diejenige, die er 2011 zu Budgeterreichungszwecken seinem Bruder verhökert hat) und 90 Wohnungen eingereicht. Geplant sind ja eigentlich letztlich 500 Ferienwohnungen, 25 Villen und 6 Hotels. Da muss Samih Sawiris vielleiht noch Gas geben mit seinen Baugesuchen. Oder hat er sein Projekt etwa redimensioniert?

06.06.2012

Baubewilligung für Sawiris

Die Baukommission von Andermatt hat grünes Licht für den Bau der Appartmenthäuser Steinadler, Hirsch, Murmeltier und Steinbock. Dies obwohl Gemeindepräsident Roger Nager Ende März gegenüber der Sendung «Schweiz aktuell» noch erklärt hatte, dass in Andermatt vorderhand keine weiteren Baubewilligungen erteilt würden. Und zwar solange noch Unsicherheiten betreffend der Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative bestünden. Soviel zu den Worten eines königlich bezahlten, professionellen Vollzeitgemeindepräsidenten (..).

No Comment
Kein Wunder, wollte Nager jetzt vor laufender Kamera in «Schweiz aktuell» keine Stellung zur doch noch erteilten Baubewilligung nehmen. Kein Kommentar übrigens auch seitens Bauherrin «Andermatt Swiss Alps» (ASA).

Immerhin warme Betten – oder?
Aber wie’s scheint müssen in den für den Bau freigegebenen Appartementhäusern immerhin Wohnungen mit Vermietungszwang realisiert werden.  Mit anderen Worten: Die ASA muss die Appartementhäuser bewirtschaften, sprich weitervermieten, wenn die jeweiligen Eigentümer die Wohnung nicht benutzen. Kalte Betten werde auf diese Weise also hoffentlich vermieden.

31.05.2012

Tiefrot oder Morgenröte?


Orascom schreibt nach einem Verlust von fast 70 Mio. Franken im vergangenen Geschäftsjahr auch im Startquartal 2012 tiefrote Zahlen. In den ersten drei Monaten hat das Unternehmen einen Verlust von 3,5 Mio. Franken eingefahren, zehnmal mehr als in der Vorjahresperiode. Ein Lichtblick ist die Umsatzentwicklung. Der Umsatz des Unternehmens stieg um 20 Prozent auf 63,5 Mio. Franken.

30.05.2012

Zweitwohungsinitiative: Speziallösung für Andermatt?

Die Annahme der Zweitwohnungsinitiative hat in Gemeinden mit über 20 Prozent Zweitwohnungsanteilen grosse Unsicherheit ausgelöst. So auch in Andermatt, wo Sawiris‘ Luxus-Resort entstehen soll. Keine Angst Samih: Rettung naht, in Form einer Ausnahmebewilligung. Aber: Das Initiativkomitee ist entsetzt.

Möglich wäre die Ausnahme in Andermatt durch den so genannten Verordnungsentwurf der Arbeitsgruppe Zweitwohnungen. Die Arbeitsgruppe kümmert sich seit Annahme der Initiative um deren Umsetzung. Der Entwurf sieht laut Recherchen von SF DRS «Schweiz aktuell»vor, dass ein detaillierter Quartiergestaltungsplan wie er in Andermatt vorliegt, einer Baubewilligung gleichkommt.

Quartiergestaltungsplan gleich Baubewilligung?
Bestätigt wird dies durch Stephan Scheidegger, Vizedirektor des Bundesamtes für Raumentwicklung und Präsident der Arbeitsgruppe in der Sendung «Schweiz aktuell»: «Wenn der Quartiergestaltungsplan die wesentlichen Punkte eines Bauvorhabens bereits verbindlich regelt, sind wir der Auffassung, dass dieser wie eine Baubewilligung behandelt werden muss.»

Für das Projekt in Andermatt könnte dies ein Glücksfall sein. Denn zurzeit liegen die Baubewilligungen für die fast 500 Wohnungen in 42 Appartements und 25 Luxusvillen noch nicht vor.

Kritik vom Initiativkomitee
Das Initiativkomitee der Zweitwohnungsinitiative kritisiert den Entwurf der Arbeitsgruppe jedoch massiv. Das sehe wie eine ‹Lex Andermatt› aus. Es gebe auch andere vergeleichbare Sondernutzungszonen in der Schweiz und das widerspräche ganz klar dem Volkswillen, so das Komitee. Dementsprechend plant das Initiativkomitee Einsprachen und ist wenn nötig gewillt, bis vor Bundesgericht zu gehen.

Die Urner Regierung und auch die Andermatt Swiss Alps wollten zur aktuellen Situation in Andermatt bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags keine Stellung nehmen.

23.05.2012

Angebot für Sedrun Bergbahnen vorgelegt


Samih Sawiris hat sein Angebot für die Sedrun Bergbahnen AG vorgelegt. Jetzt braucht er noch die Zustimmung der Stimmberechtigten aus der Standortgemeinde Tujetsch.

Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen - und zwar fast zum Eineinhalbfachen des heutigen Nominalwerts.

Grösste Aktionärin der Bergbahnen in Sedrun ist die Standortgemeinde Tujetsch mit 51 Prozent Kapitalbeteiligung. Damit die Wertpapiere umgetauscht oder verkauft werden können, ist die Zustimmung der Stimmberechtigten am Urnengang vom 1. Juli nötig. Bereits einstimmig für einen Tausch der Aktien ausgesprochen hat sich der Gemeinderat von Tujetsch.

Keine Volksabstimmung braucht es in Andermatt. Dort hat die Gemeinde beschlossen, ihre Aktien der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG in Wertpapiere der Andermatt-Surselva Sport AG umzutauschen.

21.05.2012

Gemeinde Andermatt beteiligt sich am neuen Skigebiet


Die Gemeinde Andermatt besitzt nach eigenen Angaben mehr als ein Prozent der Aktien der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG. Sie sei damit eine der Grossaktionäre, schreibt sie in der Mitteilung. Sie wird die Aktien tauschen und sich damit an der Entwicklung des neuen Skigebietes beteiligen. Mit dem Aktientausch bekräftige sie, dass sie voll und ganz hinter der geplanten Skigebietsentwicklung stehe. Grösste Aktionärin der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG ist übrigens die Korporation Ursern mit 23 Prozent.

Mehr als nur Geld für HCAP

Good News für den HC Ambri Piotta: Samih Sawiris unterstützt den Eishockeysport im Gotthardgebiet nicht nur mit Geld, sondern auch mit persönlichem Engagement.

  • Samih Sawiris beteiligt sich mit CHF 1 Million an der laufenden Kapitalerhöhung der HCAP SA (das Gesellschaftskapital wird von CHF 3,4 auf 5,1 Mio. erhöht - mit 100 % Agio auf den neuen Aktien).
  • Sawiris wirft CHF 100‘000 für die  „Stiftung Eishockeyförderung Gotthard. Die gemeinnützige Stiftung, die ihren Sitz in Andermatt hat, wurde am Samstag, 12. Mai 2012 gegründet.
  • Weiter tritt Samih Sawiris dem Wirtschaftsrat HCAP bei, der von Giovanni Crameri (Verantwortlicher der UBS für die Region Ticino) geführten Gruppe Gönner und Spender, die als Wirtschaftsberater des Club dient und zur Deckung der Betriebsdefizite des HCAP beiträgt. In diesem Rahmen wird Sawiris den HCAP in den nächsten drei Jahren mit je CHF 50'000.— unterstützen.

10.05.2012

Sawiris informiert Sedrun über Aktienkauf

Am Samstag informiert die Sedruner Bevölkerung am Samstag, 12. Mai, über Aktienkauf.

Um die geplante Skigebietsverbindung zwischen Sedrun und Andermatt realisieren zu können, braucht die Andermatt Swiss Alps AG Aktienmehrheiten der Sedrun Bergbahnen und der Andermatt Gotthard Sportbahnen.

Bereits seit einiger Zeit ist Sawiris' Angebot bekannt: 140 Franken je Aktie der Sedrun Bergbahnen AG, 20 Franken je Aktie der Andermatt Swiss Alps AG. Die Angebote liegen laut Andermatt Swiss Alps AG 30 bis 40 Prozent über dem aktuellen Handelswert.

Da die Aktienmehrheit der Sedrun Bergbahnen nach wie vor im Besitz der politischen Gemeinde Tujetsch liegt, wollen Sawiris, die Sedrun Bergbahnen AG und die Gemeinde am Samstagnachmittag die Öffentlichkeit in Sedrun informieren. Abgestimmt über den Umtausch der Aktien wird am 1. Juli.

08.05.2012

Sawiris wird «Biancoblu»


Samih Sawiris wird definitiv bei HC Ambri-Piotta einsteigen. Details zum Engagement will Ambri am kommenden Samstag, 12. Mai, bekannt geben.

Nun ist es definitiv, dass Sawiris, der sich bereits im Fussball beim FC Luzern beteiligt, auch im Eishockey engagiert. Die Tessiner bestätigen am Montag, 7 Mai,  dass eine Einigung mit Sawiris über eine Zusammenarbeit erzielt zu haben. Am Samstag wird an einer Medienkonferenz im Beisein von Sawiris, Lombardi, dem Urner Landammann Joseph Dittli und Vertretern der ersten Mannschaft über die Details informiert.

Millionensegen für Ambri?
Ob Sawiris Millionen in die Leventina bringen wird ist fraglich. Man erinnere sich: Im März kündigte HCAP-Präsident Lombardi im «Blick» bereits an: «Er wird sich beteiligen, aber keinen Millionen-Segen bringen. Die Lage ist und bleibt schwierig.»

Was reizt den Sawiris an Ambri?
Sawiris im Januar in der Handelszeitung: «Ein Grossprojekt wie Andermatt braucht abwechslungsreiche Freizeitangebote in der Nähe. Deshalb investiere ich in Sportvereine. Das ist nicht wahnsinnig teuer, sichert das Überleben der Teams und bringt unseren Gästen einen Mehrwert - der Besuch eines Spiels von Ambri-Piotta ist ja immer ein tolles Erlebnis.»

07.05.2012

Tauwetter bei den Bergbahnen

Erstaunliche Mitteilung der Bergbahnen Engadin St. Moritz (Best): Das Unternehmen werde Mühe haben, den Ausbau der Anlagen in Zukunft selber finanzieren zu können, äusserte sich darin der Verwaltungsrat. Das legt folgende Frage nahe: Wie schlecht muss es um die Bergbahnbranche bestellt sein, wenn ein Anbieter in einer der bekanntesten Regionen der Alpen finanziell an Grenzen stösst?

Die NZZ hat am 5. Mai diese Frage aufgeworfen und kommt zum Schluss, dass die Lage ernster sei, als viele in den Alpen wahrhaben wollen. Und: „Umso riskanter und in vielerlei Hinsicht fragwürdig ist es daher auch, in Andermatt ein weiteres, subventioniertes Skigebiet aus dem Boden zu stampfen“, so die NZZ.

Die Fakten offenbaren tatsächlich kein rosiges Bild:

  • In den vergangenen zehn Jahren hat die Zahl der Skierdays, also der Ersteintritte in die Skigebiete, um die Marke von 27 Mio. geschwankt.
  • Die Schweizer zieht es vermehrt nach Österreich. In der vergangenen Wintersaison ist die Zahl der von Schweizern gebuchten Logiernächte im Nachbarland um 16% gestiegen.
  • Es ist illusorisch, auf grossen Gästezuwachs aus dem europäischen raum zu hoffen. Wie sehr beispielsweise der italienische Mittelstand unter Druck ist, hat das Oberengadin mit voller Härte zu spüren bekommen. Die Hotels mussten in der Wintersaison laut Schätzungen bei den italienischen Gästen einen Rückgang von 30% verkraften.
  • Deutsche und niederländische Gäste haben sich in den Schweizer Alpen rarer gemacht. Bei ihnen läuft viel über Preis/Leistung, weshalb Österreich mehr denn je eine Alternative zur Schweiz ist.
Ob vielleicht die Touristen aus Asien diese Lücken füllen? Wohl kaum. Die Tourismusbranche wünscht sich zwar Skifahrer aus Asien. Aber sind zufrieden, wenn sie sich ein paar Stunden auf dem Titlis oder dem Jungfraujoch im Schnee tummeln können. Bretter anzuschnallen, komme ihnen nicht in den Sinn, so die NZZ.


Bericht in der NZZ lesen

24.04.2012

Grüsse aus dem Europapark

In Andermatt stockts heute mit der Schneeschmelze. Dicke Flocken am Himmel. Mit Bauen im Resort dürfte im Augenblick noch nicht viel los sein im Resort. Ab und an sieht man jedoch wieder eine paar orangebetuchte Bauarbeiter, die in den kühlen Mauern des Chedi rumschleichen. Warm-up mit Innenausbau.


Aber darum gehts nicht. Eben waren noch Schulferien im Urserntal. Viele Familien verbrachten ein paar Tage im Europapark von Rust. Achterbahn fahren. Was sicher vielen die Orascomaktie in Erinnerung rief. Damit lässt sich das informationsmässige Frühlingsschneeloch perfekt stopfen. Auf der Grafik die Entwicklung der Aktie seit deren Kotierung im Mai 2008. Rückgang bis heute: minua 89,68%. Berg- und (oder vor allem) Talfahrt. Adrenalin pur - zumindest für die Aktionäre.

16.04.2012

Bund lobt Planung in Andermatt

Blumen aus Bern: Der Bund beurteilt die Planung des Tourismusresorts Andermatt als beispielhaft. Vor allem das gemeinsame Vorgehen erntet Lob.

In einem Bericht des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) zur Wirtschaftsförderung und nachhaltigen Entwicklung ist das Sawiris-Projekt von Andermatt als gutes Beispiel aufgeführt. Der Bund lobt vor allem die Prozesse, die vor dem Baustart abgelaufen sind. Bund, Kanton, Gemeinde, Bevölkerung und Umweltorganisationen seien bei der Planung stets einbezogen worden.

10.04.2012

Steinegger entspannt


Samih Sawiris übernimmt die Gemsstock-Oberalp-Skiarena. Die Übernahme durch die Schwedische Skistar wurde abgewehrt. Katastrophen-Franz sei Dank. Zumindest in den Medien ist er der Held. Steinegger gegenüber dem Tages Anzeiger: «Man kann entspannt sein, wir haben die Interessen unserer Aktionäre verteidigt.» Bravo Franz.

Aber halt: Es könnte ja durchaus sein, dass Sawiris den Schweden die Türe wieder öffnet, oder? Das mag der Franz nicht mehr gross kommentieren. «Das liegt nicht mehr in meinem Einflussbereich und ist Sache der neuen Trägerschaft», so Steinegger im Tagi.

05.04.2012

Sawiris-Salär halbiert

Armer Samih Sawiris: Sein Gehalt als Konzernchef der Orascom hat sich 2011 von 1,5 Mio. auf 742'000 Franken halbiert. Das geht aus dem Geschäftsbericht von Orascom hervor, der am 4. April veröffentlicht wurde. Allerdings erhielt er wie im Vorjahr 170'000 Franken Entschädigung für sein Amt als Verwaltungsratspräsident der Orascom.


Sein Nachfolger als Konzernchef, Gerhard Niesslein, erhielt für die Monate November und Dezember des vergangenen Jahres 243'475 Franken. Aufs Jahr hochgerechnet wäre das eine Entschädigung von 1,46 Mio. Franken.

Bergbahnverkauf in Tujetsch umstritten

Der geplante Verkauf der Bergbahnen Sedrun an Samih Sawiris ist in Tujetsch offensichtlich  umstritten. Namentlich dazu Stellung nehmen wolle jedoch kaum jemand. Das berichtet die „Südostschweiz“ in Ihrer Ausgabe vom 5. April.

04.04.2012

Sawiris‘ Bergbahndeal auf einen Blick

Samih Sawiris hat bei den Bergbahnen zugeschlagen. Hier ein paar Details zum Deal:
  • Samih Sawiris‘ Andermatt Swiss Alps AG geht davon aus, dass die Andermatt Gotthard Sportbahnen AG und die Sedrun Bergbahnen AG je 12 Millionen Franken wert sind.
  • Aktionäre der Andermatt Gotthard Sportbahnen können eine Aktie mit dem Nominalwert von 20 Franken gegen eine Aktie der Andermatt-Surselva Sport AG zum Nominalwert von 25 Franken tauschen. Möglich ist auch ein Verkauf der Aktie zu 20 Franken. Der Handelswert beträgt 15 Franken.
  • Das Aktienkapital der Andermatt Gotthard Sportbahnen ist auf rund 484'000 Aktien verteilt. Grösste Aktionärin ist die Korporation Ursern mit 23 Prozent.
  • Die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG haben einen Nominalwert von 100 Franken. Eine Aktie kann gegen 15,49 Aktien der Andermatt-Surselva Sport AG getauscht oder für 140 Franken verkauft werden. Der Handelswert beträgt 100 Franken.
  • Das Aktienkapital der Sedrun Bergbahnen verteilt sich auf 30'000 Aktien. Grösste Aktionärin ist die Gemeinde, sie hält 51 Prozent.

03.04.2012

Alles Paletti im neuen Skigebiet?

Wie die Medien berichten, sind sich die Verwaltungsräte der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG und der Sedrun Bergbahnen AG mit Samih Sawiris einig geworden und haben seinem Angebot zugestimmt.

Damit sei ein Etappenziel erreicht, sagte der Urner Regierungsrat Isidor Baumann heute, 3. April, auf dem Oberalppass.

Gemäss Sawiris ist das Angebot an die Aktionäre sei nicht nur fair, sondern grosszügig. Die Entwicklung der beiden Skigebiete sei eine gute Sache für die ganze Region.

Sawiris macht das Übernahmeangebot über die Andermatt Swiss Alps AG, die das Resort in Andermatt baut. Andermatt Swiss Alps ist bereits heute über die Andermatt-Surselva Sport AG an den Bergbahnen (Andermatt: 16 Prozent, Sedrun 10 Prozent) beteiligt. Ziel ist es, diese Beteiligungen auf je mindestens 67 Prozent zu erhöhen. Ab Frühling 2013 soll gebaut werden.

Bauwerk oder nur Bauten?


Abgesehen von den Hotelbauten hat Sawiris in Andermatt erst für rund 90 Ferienwohnungen und eine Luxusresidenz eine Baubewilligungen. Für den grossen Rest des Resorts – rund 400 Ferienwohnungen und zwei Dutzend weitere Luxusvillen – sind die entsprechenden Gesuche bei der Gemeinde noch nicht einmal deponiert. Das könnte sich katastrophal für Sawiris auswirken.

Brief an Bundesrätin Leuthard
Um möglichst rasch Rechtssicherheit zu schaffen, hat die SVP Uri diese Woche einen offenen Brief an Bundesrätin Doris Leuthard geschrieben. Die Partei fordert darin eine schnelle Klärung sämtlicher Fragen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Weber-Initiative.

UVEK Arbeitsgruppe klärt rechtliche Fragen
Doris Leuthard hatte sich in einer ersten Reaktion noch am Abstimmungstag auf den Standpunkt gestellt, das Resort in Andermatt sei weit fortgeschritten und werde von der Volksinitiative nicht mehr tangiert. Einen Tag später relativierte aber das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) die offensichtlich zu voreiligen Aussagen der eigenen Chefin. Bezüglich Andermatt stellten sich bei der Umsetzung sehr wohl rechtliche Fragen, die vom Wortlaut der Initiative keineswegs eindeutig beantwortet würden, hiess es nun. Eine vom Uvek eingesetzte Arbeitsgruppe ist mittlerweile damit beschäftigt, diese rechtlichen Fragen zu klären.

Integrales Entwicklungsprojekt
Die Urner Regierung und auch die Andermatt Swissalps macht derweil geltend, dass es sich beim Projekt nicht um einzelne Häuser, sondern um ein integrales Entwicklungsprojekt handelt. Justizdirektorin Heidi Z'graggen spricht von einem Gesamtbauwerk, das zu wesentlichen Teilen bereits erstellt sei. Es dürfe nicht sein, dass der Bauprozess nun abgebrochen wird und die schon geleisteten Investitionen wertlos würden, warnt sie.

Grosses Treffen auf dem Oberalppass

Im Gasthaus Piz Calmot auf dem Oberalppass verkündet Samih Sawiris am Dienstag, 3. April, seine Lösung für das festgefahrene Zukunftsprojekt der Skigebiete: Er wendet sich direkt mit einem Kaufangebot an die Aktionäre.

Die beiden Bergbahnen sollen in den Besitz der zukünftigen Betreiberin des Skigebietes Andermatt-Surselva Sport (ASS) übergehen. Als Alternative zum Verkauf bietet Sawiris den Aktionären einen Tausch gegen Anteile seiner Tochtergesellschaft ASS an. Es scheint, als stünden alle Beteiligten hinter der pragmatischen Lösung, zumal Sawiris für die Aktien einen lukrativen Preis zahlen will.

Sowohl der Urner Regierungsrat Isidor Baumann wie auch die Verwaltungsratspräsidenten der Bergbahnen, Franz Steinegger und Peter Furger, sind heute neben Sawiris auf dem Pass. Mit dem Kaufangebot reagiert Sawiris auch auf den drohenden Abzug des Investors Skistar. Die schwedische Firma kündete Anfang März die Zusammenarbeit mit den Andermatt-Gotthard-Sportbahnen (AGB). Skistar konnte keinen Konsens mit AGS-Präsident Steinegger finden. Dieser zweifelt an der Wirtschaftlichkeit des geplanten Ausbaus. Der geplante Verkauf ist aber auch für Steinegger ein gangbarer Weg.

02.04.2012

Grosses Loch in Sawiris' Kasse

Samih Sawiris hat mit Orascom Verluste einstecken müssen: Im vergangenen Geschäftsjahr schrieb Orascom ein Minus von 69,7 Millionen Franken. Noch im Vorjahr stand ein Reingewinn von 94,9 Millionen in den Büchern.


Ostern naht, das Leben wird bunt, die Plastikhülle beim Chedi fällt schon wieder. Es überrascht daher nicht, dass das Unternehmen verlauten lässt, das Tourismusprojekt in Andermatt trotz schreite trotz aller Orascom-Regenwolen gut voran. Es hätten bereits Verkäufe in Höhe von 70,9 Millionen Franken getätigt werden können. Ob das Neuverkäufe sind, ist den Verlautbarungen allerdings nicht zu entnehmen...

Zweitwohnungsinitiative gravierende Auswirkungen für Sawiris

Das Thema Zweitwohnungsinitiative wird uns wohl noch eine Weile begleiten. Diese könnte laut neusten Medienberichten gravierendere Auswirkungen für Samih Sawiris haben als angenommen. Denn: Am Schluss sei die Baubewilligung entscheidend, sagt der renommierte Staatsrechtsprofessor Alain Griffel von der Universität Zürich gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung.

Die Zweitwohnungsinitiative sei höher zu gewichten als der Quartiergestaltungsplan auf Stufe Raumplanungsrecht. Eine Sistierung der Baugesuche hält er aber dennoch für falsch. Hängige und neue Verfahren sollten bis Ende des Jahres nach geltendem Recht abgewickelt werden, erklärt der Rechtsexperte. Bei einer Sistierung bis Ende Jahr würden die Baugesuche nichtig, warnt Griffel.

26.03.2012

Nun offeriert Sawiris

Es kommt Bewegung in die Verhandlungen über eine Fusion der Skigebiete Andermatt und Sedrun. Aus Sorge (..) vor einem Rückzug des schwedischen Investors Skistar hat Samih Sawiris den Andermatt-Gotthard-Sportbahnen (AGS) und den Sedruner Bergbahnen (SB) ein Angebot unter­breitet. Das bestätigten der AGS-­Verwaltungsratspräsident Franz Steinegger und sein Pendant bei den SB, Peter Furger gegenüber den Medien.

Das Angebot von Sawiris könnte bedeuten, dass nicht Skistar, sondern Andermatt Swiss Alps die Mehrheit über die neuen Bergbahnen übernehmen will. Noch haben sich weder Andermatt Swiss Alps noch der Kanton Uri zu den neuesten Entwicklungen geäussert.

19.03.2012

Skigebiet: Ultimatum ungenutzt verstrichen


Bis am 16. März hätten die Bergbahnen von Andermatt und Sedrun Investor Skistar Kooperationsmodelle für die Skigebietsverbindung schicken sollen. Wie die Medien berichteten, sind die gewünschten Unterlagen offenbar ausgeblieben.

Bis Mitte dieses Monats, so hatte es der schwedische Investor Skistar in den letzten Wochen wiederholt kommuniziert, erwarte er von den Andermatt Gotthard Sportbahnen (AGS) und von den Bergbahnen Sedrun konkrete Vorstellungen über die künftige Zusammenarbeit und Organisation der geplanten Skigebietsverbindung Andermatt-Sedrun.

Obwohl dieses „Ultimatum“ ungenutzt verstrichen ist, ist Skistar laut Medienberichten immer noch daran interessiert, in die Andermatt-Oberalp-Arena zu investieren. Vielleicht weil Skistar dennoch Post aus Andermatt erhalten hat. Zwar keine konkreten Zusammenarbeitspläne, aber ein Schreiben der Korporation Ursern. In diesem Schreiben fehlen gemäss den Berichten die Details. Aber so wie es aussieht, steht genug darin, um Skistar zu einem Aufschub des Ultimatums zu bewegen.

15.03.2012

Sawiris von Zweitwohnungsinitiative doch betroffen?

Ob sich die Annahme der Zweitwohnungsinitiative vom vergangenen Sonntag, 11. März 2012, auf das Resort von Samih Sawiris auswirkt, ist offenslichtlich doch etwas unklar. Grund: Noch sind nicht sämtliche Bauten bewilligt. Laut Roger Nager, Gemeindepräsident von Andermatt, wollte man keine Bewilligungen auf Vorrat erteilen. Die Verantwortlichen in Andermatt wie auch die Urner Regierung berufen sich jedoch auf die vorliegenden Quartierplan-Bewilligungen und machen geltend, dass diese den einzelnen Baubewilligungen sehr nahe kämen.

14.03.2012

Neue Köpfe an der Spitze der Andermatt Swiss Alps

Robert Fellermeier übernimmt Ende März die Geschäftsführung bei Andermatt Swiss Alps von Gérard Jenny. Christof Birkhofer ist neuer Verkaufschef. Beide waren schon bisher für das Unternehmen tätig.

Robert Fellermeier war laut Medienmitteilung vom Dienstag, 13. März, seit Dezember 2010 Head Destination Operation bei Andermatt Swiss Alps. Christof Birkhofer arbeitet seit Januar 2010 als Head Special Projects Real Estate bei Orascom und ersetzt den Ende Januar ausgeschiedenen Jürg Maurer.

13.03.2012

Zweitwohnungsinitiative: Doch Folgen für Sawiris-Projekt?

Da war ja noch was: Im Zuge der Skigebietverbindung nach Andermatt ist nahe der Talstation bei Sedrun ein Resort mit rund 700 Betten geplant, davon 30 Prozent unbewirtschaftete Zweitwohnungen.

Dahinter steht wie in Andermatt Samih Sawiris' Andermatt Swiss Alps AG. Im Mai 2011 hatten die Tujetscher Stimmbürger die nötige Teilrevision der Ortsplanung genehmigt, die im November von der Bündner Regierung bewilligt wurde und derzeit durch die Umweltverbände vor Verwaltungsgericht angefochten wird.

Ob das Projekt nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch realisiert werden kann, ist offen.

12.03.2012

Von "Skistars" und Sündenböcken

Skistar droht aus dem Skiprojekt in Andermatt auszusteigen.  So zumindest zitiert die SonntagsZeitung Firmeninsider.  Sündenbock ist neuerdings aber nicht mehr Franz Steinegger. Jetzt soll es Benno Nager sein, seines Zeichens Verwaltungsrat der Andermatt Swiss Alps. Oder eben nicht mehr Verwaltungsrat. Denn er hat eben diesen VR letzte Woche verlassen. Gemäss Steinegger war dieser Abgang überfällig, da Nagers Aktionen den Interessen von Sawiris zuwider liefen.

Der Schnee in Andermatt schmilzt langsam. Und die Vision eines Topskigebietes mit Skistar scheint sich ebenfalls zu verflüchtigen. Zumindest scheint es derzeit so.



Baustopp für Zweitwohnungen gilt nicht für Sawiris

Selten hat ein Volksentscheid derart direkte Auswirkungen wie das Ja zur Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau. Der neue Verfassungsartikel 75b gelte ab sofort, sagte Umweltministerin Doris Leuthard. «In allen Gemeinden, in denen der Anteil bereits mehr als 20 Prozent beträgt, kann man ab heute keine Zweitwohnungen mehr bauen.» Wohnungen, deren Bau bereits bewilligt ist, könnten aber noch erstellt werden.

Da in Andermatt die Bewilligungen bereits erteilt sind, ist gemäss Leuthard das Projekt von Sawiris vom Baustopp nicht betroffen.

08.03.2012

Ausbau Skigebiet: Zieht sich Skistar zurück?

Das Hickhack um den Ausbau des Skigebietes geht weiter. Zuerst Korruptionsvorwürfe gegen Skistar- und Peab-Miteigentümer Erik Paulsson. Nun soll sich Skistar laut Medienberichten vom Engagement in Andermatt-Sedrun distanzieren.

05.03.2012

Korruption bei Skistar

Eben vermeldete die Urner Regierung die frohe Botschaft, dass die Andermatt Sportbahnen AG und die Sedrun Bergbahnen AG zur Fusion bereit seien und die Aktienmehrheit an Skistar abtreten. Keine Woche später die Hiobsbotschaft: Am 24. Februar wurde in Stockholm gegen den Verwaltungsratspräsidenten von Skistar und Peab-Miteigentümer Erik Paulsson wegen schwerer Korruption der Prozess eröffnet. Paulsson wird vorgeworfen, schwedische Beamte bestochen zu haben. Ein weiteres Verfahren wegen Bestechung läuft in der schwedischen Stadt Falun. In Göteborg wurde Peab 2007 zudem wegen Preisabsprachen verurteilt.

Zur Frage, ob dieser Korruptionsfall Auswirkungen auf das Projekt in Andermatt hat, wollte die Urner Regierung bisher keine Antworten geben. 

02.03.2012

Steinegger gibt nach

Wie der Blick vermeldet, rückt die Skigebiet-Verbindung mit Sedrun näher. Die Bergbahnen überlassen Sawiris und Co. die Mehrheit.

Bericht im Blick lesen....