16.04.2013

Die Gewissheit von Samih Sawiris

Warum ist Samih Sawiris so felsenfest davon überzeugt, dass er den Talgrund um Andermatt in eine Luxusferiendestination verwandeln kann? Die Antwort in der BAZ online...

15.04.2013

"Der Andermatter" wird neu lanciert


Magazin "Der Andermatter" wird neu lanciert. Die Zeitschrift soll die mediale Visitenkarte für die Entwicklung von Andermatt und der ganzen Gotthardregion zur Top-Feriendestination darstellen und in exklusiver Gestaltung daherkommen, wie die verantwortliche Kommunikationsagentur Baumann Fryberg Tarelli am Freitag schreibt. Als Zielpublikum von "Der Andermatter" nennt die Agentur eine nationale sowie internationale Leserschaft, die einem anspruchsvollen Lebensstil frönt. Die Sommer-Nummer erscheint Anfang Juni 2013, die Herbst-Nummer folgt im November. Im Dezember 2013 soll das 5-Sterne-Luxus-Hotel  The Chedi  von Samih Sawiris eröffnet.

04.04.2013

Allzeittief für Orascom-Aktie


Die Orascom-Aktie notierte am Mittwoch, 3. April 2013, 9,90 Franken. Damit lag ihr Kurs so tief wie noch nie. Vor fast fünf Jahren hatte das Unternehmen die Aktien zu 152 Franken herausgegeben. Hinter dem Kursrutsch steckt offensichtlich eine Analyse der UBS.

03.04.2013

Beton gegen Wohnungen

Für das Bauprojekt von New Andermatt braucht es viel Beton.  Geliefert wird es von Kiesunternehmer Walter Regli. Um den Auftrag zu erhalten, verpflichtete sich die Regli AG gemäss Aargauer Zeitung zur Übernahme von zwei Wohnungen im Resort.

27.03.2013

Sawiris Mehrheitsaktionär von Andermatt Swiss Alps


Wovon in den letzten Wochen gemunkelt wurde, ist nun eingetroffen: Samih Sawiris engagiert sich wieder verstärkt in Andermatt. Er wird Mehrheitsaktionär (51%) der Orascom-Tochter Andermatt Swiss Alps (ASA). Die Muttergesellschaft Orascom hält nur noch eine Minderheit am Andermatter Resort. Auch das Verwaltungsratspräsidium übernimmt Sawiris wieder selber. Zudem verpflichte eer sich, die Finanzierung des Projekts in Adermatt mit mindestens CHF 150 Mio. bis 2012 sicherzustellen.

Schulden senken
Für Orascom hat die Transaktion den Vorteil, dass sie die Verschuldung (gegenüber Sawiris) reduziert. Das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital wird verbessert und die Zinskosten sinken. Auch Orascom darf laut Zeitungsberichten allerdings weiter auf Kapitalspritzen ihres Mehrheitsaktionärs zählen. Sawiris verpflichtet sich, das erwartete operative Cash-Defizit der Orascom Development im Jahr 2013 von bis zu CHF 60 Mio. zu decken.

Kein Schönwetter zu erwarten
Der Ausblick von Orascom tönt derzeit nicht sehr optimistisch: Sowohl die Umsätze in den Hotels als auch die Immobilienverkäufe lagen in den ersten zwei Monaten 2013 unter der Vorjahresperiode, wie NZZ online heute, 27. März, berichtet. Auch mittelfristig geht Orascom offensichtlich nicht davon aus, dass die Performance der Hotels auf das Niveau von 2008 bis 2010 zurückkehren wird. Um die Liquiditätssituation der Gruppe zu verbessern, ist geplant, neben der Andermatt-Transaktion den Fokus verstärkt auf die Kerndestinationen El Gouna, Taba Heights, Jebel Sifah und Salalah Beach zu richten sowie nicht strategische Vermögenswerte und Beteiligungen in den nächsten 24 Monaten zu veräussern. Um die Effizienz zu steigern, wurden zudem verschiedene Kostensenkungsprogramme lanciert.

Medienkonferenz am 16. April 2013
Am 16. April 2013 werden Andermatt Swiss Alps und das Management des Chedi Hotels auf einer Medienkonferenz über den Fortschritt des Andermatt-Resorts informieren.

21.03.2013

Sawiris wird wieder operativ

Samih Sawiris engagiert sich gemäss einem Bericht der "Handelszeitung" wieder aktiv in der Führung der Andermatt Swiss Alps ASA. Sawiris werde in seiner künftigen Rolle die operativen Geschäfte der Gesellschaft überwachen und aktiv begleiten, heisst es in der Zeitung.

Offensichtlich hat Sawiris am Hauptsitz der ASA in Altdorf bereits wieder ein Büro bezogen. Zudem ist er gemäss Handelszeitung auch auf der Baustelle in Andermatt mehrmals in der Woche anzutreffen. Sicherliche eine Überraschung, denn Sawiris ist bekanntlich  erst im letzten Sommer als VR-Präsident der ASA zurückgetreten. Seither präsidierte Orascom-Konzern-CEO Gerhard Niesslein die Tochtergesellschaft.

Scheinbar nimmt Sawiris nicht nur operativ das Heft wieder selbst in die Hand. Wie die Medien schon länger spekulieren, wird er sich wohl auch finanziell direkt an Andermatt Swiss Alps beteiligen. Bereits vor einem Jahr stellte er dem ASA-Mutterkonzern Orascom ein Darlehen von 125 Mio CHF zur Verfügung.

15.03.2013

Enge Zusammenarbeit


Die Skigebietsverbindung­Andermatt-Sedrun ist noch in weiter Ferne. Die beiden Regionen werden aber ab sofort eng zusammenarbeiten. Das berichtet die «Südostschweiz».

 

11.03.2013

Sawiris buttert weiter

Samih Sawiris wird laut einem Bericht der "Sonntagszeitung" (SoZ, Ausgabe vom 10.03.) für den Bau des Ferienresorts in Andermatt weiteres Geld einschiessen. Dies habe ein bestens informierter Firmenkenner bestätigt, so die SoZ.

Laut dem Kenner seien zusätzliche 150 bis 200 Mio CHF nötig, um das Projekt bis zur Erreichung der kritischen Masse zu entwickeln, nachdem Sawiris vor einem Jahr bereits 125 Mio in Form eines Privatkredits eingeschossen hatte.Die neuen Mittel seien vorhanden, und Sawiris werde sie bereitstellen, so der Insider. Die kritische Masse sei dann erreicht, wenn in Andermatt zwei Hotels, mehrere Apartmenthäuser und der Golfplatz vollendet sind sowie das Skigebiet ausgebaut ist.
Im Vollausbau sind sechs Hotels mit 850 Zimmern, 42 Wohnhäuser mit 500 Apartments, 25 Villen sowie Gewerbefläche geplant. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 1,8 Mrd CHF.

06.03.2013

Löst Sawiris Andermatt-Teil aus Orascom heraus?

Keine einfachen Zeiten für Orascom und Samih Sawiris. Ägyptens Tourismus hat aufgrund der dortigen Unruhen Sand im Getriebe. Und der Bau des Prestige-Resorts in Andermatt verschlingt viel Geld. Aber auch hier fleisst das Geld nicht wie Wasser in der Reuss.

Eine Idee, mit der Sawiris nun anscheinend liebäugelt, ist, den Andermatt-Teil aus Orascom herauszulösen.

23.01.2013

Matterhorn Gotthard Bahn: Uri investiert fünf Millionen Franken

Die Matterhorn Gotthard Bahn (MGBahn) will bis 2016 283 Mio. Franken in ihre Infrastruktur investieren. Davon sollen der Bund, die Kantone Graubünden, Wallis und Uri rund 171 Mio. Franken beisteuern. Wie der Landrat am Mittwoch, 23. Januar 2013, beschlossen hat, beteiligt sich der Kanton Uri mit 5,15 Mio. Franken.

Grössere Projekte im Uri
Die MGBahn will im Kanton Uri in grössere Projekte investieren. Dazu zählt der Umbau des Bahnhofs Andermatt und der Station Nätschen. Die Vorhaben hängen mit dem Ausbau des Skigebiets Andermatt-Sedrun und dem Tourismusresort von Samih Sawiris zusammen. Daneben soll in die Sicherheit im Furkatunnel investiert werden.

22.01.2013

Weiter Ärger auf der Chedi-Baustelle


Der Ärger auf der Baustelle des Chedi will nicht aufhören. Die Firma, die polnische Arbeiter schlecht behandelte und deshalb gehen muss, schickt ihnen nun noch saftige Rechnungen.
Bericht in Der Bund...
Bericht in der Neuen Urner Zeitung...

09.01.2013

Skigebiet Andermatt-Sedrun: Umweltverbände und Bauherrschaft einigen sich

Wie die Standeskanzlei Uri am Mittwoch, 9. Januar 2013, berichtete, haben sich die Umweltverbände, der Schweizer Alpen-Club (SAC) und die Bauherrschaft bezüglich der Entwicklung des künftigen Skigebiets Andermatt-Sedrun geeinigt.

Zur Medienmitteilung

07.01.2013

Zweitwohnungen: Bundesgericht soll am Beispiel von Andermatt überprüfen


Samih Sawiris droht hinsichtlich des Resorts in Andermatt ein langer Rechtsstreit. Die Stiftung Helvetia Nostra von Umweltaktivist Franz Weber will das Projekt bis vor Bundesgericht bekämpfen. Sie verlangt, dass die Zweitwohnungsinitiative strikt umgesetzt wird, und wehrt sich gegen eine Ausnahme, welche der Bundesrat beschlossen hat: Projekte mit bewilligten, detaillierten Sondernutzungsplänen sind von der Anwendung der Initiative ausgenommen. Das trifft auf zwei der drei Sondernutzungspläne von Sawiris' Andermatter Bauprojekt zu. «Wir wollen, dass das Bundesgericht am Beispiel von Andermatt überprüft, ob dieser Sonderpassus verfassungskonform ist», sagte Fabian Dreher, Sprecher der Stiftung, gegenüber von NZZ am Sonntag.

Zum Bericht...

Sonne in den Bergen, Wolken im Ferienparadies


Neues Jahr, neuer Elan für das Projekt in Andermatt? Zu wünschen wärs dem Samih Sawiris. Wie ein am Dreikönigstag erschienener Bericht in der NZZ am Sonntag zeigt, herrscht in seinen Ferienwelten allerdings weiterhin nicht gerade eitel Sonnenschein.
 

27.12.2012

Unternehmer des Jahres 2012: Samih Sawiris auf Platz 7


Die Leser der "Handelszeitung" haben Swatch-Chef Nick Hayek zum Unternehmer des Jahres 2012 gewählt. Auf dem 2. Platz folgt Monisha Kaltenborn, die Teamchefin des Formel-1-Rennstalls Sauber. Rang 3 belegen Daniel und Markus Freitag, die Gründer der gleichnamigen Taschenlinie. Auf den Plätzen 4 bis 10 klassierten sich 2012 der Rangfolge nach Magdalena Martullo-Blocher (Ems-Chemie), Michael Näf (Doodle), Marcel Dobler, Oliver Herren und Florian Teuteberg (Digitec), Samih Sawiris (Orascom), Albert Baehny (Geberit), André Lüthi (Globetrotter) und Carsten Schloter (Swisscom).

17.12.2012

Turbulenzen im Chedi

Blick online vom 16. Dezember 2012: Eklat im Luxushotel Chedi von Samih Sawiris in Andermatt. Eine deutsche Firma muss das Gelände sofort verlassen, weil sie Mitarbeiter ausbeutete.

Zum Blick...

07.12.2012

Netter Mensch


Tagi-Autorin Dominique Burckhardt hat Samih Sawiris im Auto von Zürich nach Bern begleitet. Was sie herausgefunden hat, lesen sie im TagesAnzeiger online…

Vier Milliarden verpufft


Als die UBS vor fünfeinhalb Jahren die Aktien von Samih Sawiris an die Börse brachte, hatten die Aktien des Orascom-Konzerns noch einen Wert von total 4,34 Milliarden Franken. Inzwischen wird Orascom an der Börse noch mit 0,35 Milliarden Franken bewertet. 4 Milliarden Franken haben sich in der Zwischenzeit in spekulative Luft aufgelöst.

 

Gemäss Medienberichten ist ein Ende der Durststrecke ist nicht abzusehen. Analysten äussern sich pessimistisch. Stichworte: ungewisse Lage in Ägypten, Unsicherheiten um den Bau der Villen in Andermatt, schleppende Verkäufe…  Vor einer Woche berichtete die «Handelszeitung» die UBS habe die Aktien von Orascom auf «Verkaufen» gesetzt.

Umsatz legt zu
Ein Lichtblick ist immerhin der operative Cashflow. Dieser wuchs von 35 Millionen im Vorjahr auf 49 Millionen Franken an und zeigt, dass Orascom weiterhin liquide und damit trotz anhaltenden Verlusten finanziell gesund ist. Positiv hat sich ausserdem der Umsatz des Konzerns entwickelt. Hier konnte Orascom im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2011 um 17,5 Prozent auf 189,6 Millionen Franken zulegen.

Situation im Schweizer Immomarkt nicht rosig
In Andermatt, hat der Samih Sawiris bis dato und gemäss Tages Anzeiger online Immobilien für 159,5 Millionen Franken verkaufen können - weniger als erhofft. Sawiris-Unternehmenssprecher Göring: «Die Situation im Schweizer Immobilienmarkt ist nicht rosig.
 

Mehr lesen:


30.11.2012

Das verschwundene Lächeln


Betrachtet man die aktuellen Medienfotos von Samih Sawiris, so scheint einem, dass sein Lächeln etwas aus seinem Gesicht verschwunden ist. Kein Wunder. In Aegypten gibt es neues Ungemach, im Andermatt-Resort läuft nicht alles rund und die Orascom-Aktie ist abgestürzt.

Beleuchten wir etwas genauer, was dem Samih Sawiris in Andermatt das Lächeln derzeit etwas aus dem Gesicht wischt:

Erstens: Kein Golf ohne Badeplausch
Erinnern wir uns: In der Bau- und Zonenordnung (BZO) wurde einst klar geregelt, dass zuerst das Sportzentrum gebaut werden müsse, bevor mit dem Bau des Golfplatzes und der Luxusvillen begonnen werden kann. Wie der Tages Anzeiger Anfang Oktober herausfand, wurde jedoch nicht einmal ein Baugesuch für das Sportzentrum eingereicht. Man merke: Dies, obwohl der Golfplatz heute praktisch fertig ist und eine Villa vor ihrer Vollendung steht.

Zweitens: Überarbeitung der Investitionsplanung unumgänglich
An der Infoveranstaltung vom vergangenen Montag, 26.11., offenbarten die Verantwortlichen der Andermatt Swiss Alps (ASA) der Bevölkerung, dass sie wohl erst 2018 im Pool des neuen Sportzetrums baden können – und nicht wie versprochen bereits Ende 2013. Grund: Die Investitionsplanung müsse überarbeitet werden. In den Ohren der Anwesenden tönte das eher nach schleichender Liquidierung des Sportzentrums. Einziger Lichtblick: Die ASA übernimmt für die Bevölkerung den Eintritt in das Schwimmbad von Altdorf und organisiert den Transport für das Schulschwimmen.

Drittens: Bau des Radisson Blue Resort verzögert sich
Verzögern wird sich auch der Bau des zweiten Luxushotels Radisson Blue. Seine Fertigstellung ist neu für 2017 vorgesehen. Diese Hotel war ebenso wie das Sportzentrum Voraussetzung, dass überhaupt mit dem Bau des Golfplatzes und der 25 Grossvillen begonnen werden durfte. Noch Anfang November hatte Sawiris‘ Rezidor Hotel Group gegenüber dem Tages Anzeiger erklärt, dass das Hotel Ende 2014 eröffnet werden sollte.

Viertens: Trotzdem soll gegolft werden
Obwohl Sawiris bisher praktisch keine Auflagen erfüllt hat, soll der Golfplatz nächsten Sommer für Veranstaltungen und Gäste des noch im Bau befindlichen Hotels Chedi benützbar sein. Wie die Verantwortlichen der ASA sagten, hätten Gespräche mit der Gemeinde stattgefunden und man habe eine Regelung für diese (neue) Etappierung vereinbart. (Verfügt die Gemeinde überhaupt über die Kompetenz, eine solche Vereinbarung ohne Volksentscheid zu treffen?).

Bleibt zu hoffen, dass das Lächeln bald wieder fester Bestandteil von Samih Sawiris Gesicht wird. Dann gehts nämlich auch wieder vorwärts mit dem Resort. Vielleicht dauert's aber noch ein Weilchen. Bis dahin kann sich die Urschner Bevölkerung vom Charme der Heidi Zgraggen umgarnen lassen. Zum Beispiel, wenn sie wie am vergangenen Montag Goethe zitiert: «Auch auf Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.» Sie meinte damit, dass sich alle Beteiligten künftig flexibel zeigen müssten. Man könnte ihre Worte auch anders Interpretieren: Vielleicht fallen den Machern von New Andermatt jetzt die Steine aufs Dach, die bisher einfach leichtfertig beiseit geschoben wurden.

 

29.11.2012

Orascom-Aktie auf Rekordtief


Bittere Pillen für Samih Sawiris und seinen Immo-Konzern Orascom. Der Wert der Orascom-Aktie fiel am Mittwochmorgen auf bisheriges Allzeittief von 12.75 Franken.
 
Der Grund für den Absturz: Die überraschende Bekanntgabe vorläufiger Zahlen zum dritten Quartal am Dienstag.

Orascom rechnet mit einem Quartalsverlust von 30 bis 35 Mio. Franken. Zudem belastet die neue Eskalation der Lage in Ägypten. Bereits am Montag waren die Aktien kräftig gefallen, nachdem das Unternehmen seine Ergebnisvorlage um eine Woche verschoben hatte. Orascom habe offenbar nach wie vor Probleme mit dem Abfluss von Liquidität, kommentiert die Bank Sarasin.

27.11.2012

Weitere Verzögerung beim Sportzentrum


Statt 2013 wird das geplante Sportcenter in Andermatt erst Ende 2018 in Betrieb gehen. Für die Realisierung der neuen Skiarena sind rund drei Jahre nötig. Das die vermeintlich grossen Erkenntisse des Sawirs-Informationsanlasses in Andermatt vom 26. November.

Beim geplanten Sportcenter gibt es eine grosse Verzögerung. Ursprünglich hätte das Sportcenter im Jahr 2013 eröffnet werden sollen. Jetzt wird dies erst 2018 der Fall sein. Grund ist eine Überarbeitung der Investitionsplanung, wie es am Infoanlass hiess.

Skigebiet Andermatt-Sedrun 2015/2016
Für den Zusammenschluss der Skigebiete von Andermatt und Sedrun ist ein Drei-Schritte-Konzept vorgesehen. Zuerst sollen die Bedürfnisse der Kunden geklärt werden, wie Bo Halvardsson von der Firma Skistar erklärte. Dann sollen die Beschneiungsanlagen ausgebaut werden. Als letztes werden die Skigebiete erweitert. 2015 oder 2016 soll der Zusammenschluss erfolgt sein.

 Orascom Aktie abgestürzt
Einen Absturz erlebte am Montag auch die Orascom-Aktie. Fast sieben Prozent minus. Wohl nicht wegen des Informationsanlasses. Grund ist wohl vielmehr, dass Orascom die Publikation der Quartalszahlen um eine Woche verschoben hat. Die Anleger scheinen das Vertauen in die Papiere von Orascom verloren zu haben. Ein weiterer Grund für den Absturz dürfte auch die Zuspitzung der Lage in Ägypten sein.

23.11.2012

Sabotage im Chedi?

In den Wasserleitungen des Hotels Chedi in Andermatt wurde Kunstharz entdeckt, welches zu gesundheitlichen Schäden führen könnte. Das berichtet Radio Central auf seiner Facebookseite. Deshalb müssen die betroffenen Wasserleitungen herausgerissen und neu installiert werden. Eine Sabotage werde nicht ausgeschlossen, so Radio Central.

22.11.2012

Ohne Villen kein Andermatt Resort

Ohne Villen kein Andermatt Resort. So könnte man den Beitrag in der Rundschau vom 21. November ganz kurz zusammenfassen. Um es mit den Worten von ASA Verwaltungsratspräsident Gerhard Niesslein zu sagen: «Ich glaube, dass es ganz dramatische wirtschaftliche Auswirkungen hätte. Ohne diese Villen kannst du Andermatt nicht machen.»

Villen sollen Projekt querfinanzieren
Warum gefährdet die Sache „Villen“ das Projekt? Mit dem Verkauf der Luxus-Villen möchte Sawiris andere Teile des Tourismusprojektes querfinanzieren. Diese Villengrundstücke sind gemäss Niesslien für die Profitabilität des Gesamtresorts wichtig. Bis heute wurden etwa 80 Mio. Franken in die Infrastruktur gesteckt. Diese Investition will man irgendwann wieder zurückgewinnen.

Doris Leutharts Bedenken
Bereits im August dieses Jahres, bei der Präsentation der bundesrätlichen Verordnung über Zweitwohnungen, meldete UVEK-Vorsteherin Doris Leuthard entsprechende Zweifel betreffend Detaillierungsgrad der «Villen»-Gestaltungpläne in Andermatt an. Bei zwei Sondernutzungsplänen müsse der Kanton Uri schauen, ob diese die hohen Anforderungen der Verordnung über Zweitwohnungen erfüllten.

Heidi Zgraggens Optimismus
«Kein Problem», sagte die Urner Justizdirektorin Heidi Zgraggen in der Rundschau. Sie ist überzeugt, dass das Tourismusprojekt in Andermatt nicht betroffen sei von der Zweitwohnungsverordnung. Es könne deshalb wie geplant weiter realisiert werden. Gegenüber der «Rundschau» hält Justizdirektorin Heidi Zgraggen fest, dass das Tourismusprojekt in Andermatt eine bauliche und betriebliche Einheit sei und das Gesamtprojekt sei bereits im Bau.

Roger Nagers Wiederkäuen
Wieder einmal – einmal mehr – unterstrich Gemeindepräsident Roger Nager die Bedeutung des Gesamtprojektes für Andermatt. Für die Gemeinde sei es sehr wichtig, dass das Projekt in der angedachten (..) Form umgesetzt werde, da für die Gemeinde bereits erhebliche Infrastrukturkosten angefallen seien.

Franz Webers Biss
Franz Weber, der Vater der Zweitwohnungsinitiative lässt diese Argumente bei einem Augenschein in Andermatt nicht gelten. Er kündet Widerstand gegen die geplanten Luxusvillen an: «Wir werden kämpfen und Sawiris zeigen wo’s lang geht. Wir haben keine Diktatur, wo Bauherren bestimmen können, was sie wollen. Das Schweizer Volk bestimmt bei uns.» Der Umweltschützer will mit allen Mitteln gegen neue Baubewilligungen von Villen vorgehen: «Zuerst machen wir Einsprache und wenn sie weiter darauf beharren, werden wir Rekurs machen bis vor Bundesgericht.» Das Schweizer Stimmvolk hat an der Urne am 11. März der Zweitwohnungsinitiative hauchdünn zugestimmt. Nun müsse der Volkswille respektiert werden, ist Weber überzeugt, auch in Andermatt.

Zum Beitrag in der Rundschau...

 

 

21.11.2012

Sawiris-Villen bewilligungspflichtig?

Verletzen Sawiris Luxusvillen in Andermatt die Zweitwohnungsinitiative? Dieser Frage geht die Sendung «Rundschau» am Mittwoch, 21. November 2012, im Schweizer Fernsehen nach.

Entgegen bisherigen Äusserungen der Urner Behörden hat Samih Sawiris nun doch ein Problem mit der Zweitwohnungsinitiative. Die geplanten 24 Luxusvillen können laut einem unabhängigen Raumplanungsexperten nicht mehr bewilligt werden. So will es der Volkswille.
 
Franz Weber, der Vater der Zweitwohnungsinitiative, will darum künftige Baubewilligungen für diese Villen bis vor Bundesgericht bekämpfen.

20.11.2012

Ausbau Skigebiet: Bund sagt ja, aber…


Der Erweiterung der Skianlagen im Gebiet Andermatt-Oberalp sind genehmigt. Der Bund hat die nötigen Richtplananpassungen gutgeheissen – aber auch Einwände angebracht.

Samih Sawiris baut ja bekanntlich nicht nur ein neues Feriendorf. Auch die Anlagen für den Wintersport sollen beidseits des Oberalppasses sowohl in der Region Andermatt als auch in der Region Sedrun erneuert und ausgebaut werden.

Die Richtplananpassungen umfassen 17 Anlagen (wovon acht Ersatzanlagen) mit 41 Kilometer Pisten. Dazu kommen Beschneiungsanlagen, Restaurants und weiteren Infrastrukturen.

Geplant ist, die Kapazitäten in den Andermatter Skigebieten Nätschen-Gütsch und Gemsstock zu erhöhen. Das Gebiet Nätschen-Gütsch soll mit dem Oberalp und mit Göschenen verbunden werden. Auch eine Erschliessung des Sankt-Annagletschers wurde geplant.

Keine Folgen für Umwelt
Das Projekt Sankt-Annagletscher wurde vom Bund aber nur als Zwischenergebnis und nicht als Festsetzung genehmigt. Für den Bund komme eine Parallelerschliessung zur heutigen Gemsstockbahn nicht in Frage, heisst es in dem Prüfungsbericht.

Das Aus bedeutet dies aber noch nicht. Für einen möglichen späteren Ersatz der Gemsstockbahn könnten die Anlagen Gurschengrat-Sankt-Annagletscher-Sankt-Annalücke eine Option sein, schreibt der Bund. Uri müsste aber aufzeigen können, wie die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering gehalten werden könnten.

Parkplätze nahe Kaserne verboten
Nur mit einem Vorbehalt genehmigt wurde der Parkplatz, der in Göschenen bei der geplanten Talstation der Seilbahn Richtung Gütsch geplant ist. Hier muss eine abschliessende Lösung mit dem Bundesamt für Strassen gefunden werden. Die Fläche gehört dem Bund und wird für die Sanierung des Gotthardstrassentunnels oder für den möglichen Bau einer zweiten Tunnelröhre verwendet.

Im Richtplan gestrichen wird ferner die Festsetzung von 200 Parkplätzen bei der Kaserne Andermatt. Das Areal müsse prioritär der Armee zur Verfügung stehen, schreibt die Urner Justizdirektion. Eine Mitbenutzung könne aber geprüft und vertraglich geregelt werden.

15.11.2012

Wer kümmert sich in Uri um die geltenden Gesetze?

Die Frage eines Blog-Kommentators «Wer kümmert sich in Uri um geltende Gesetze und Verordnungen?»  auf den Beitrag «Die (aktuellen) Früchte der Arbeit» macht schon etwas stutzig. Denn wer ins Urserntal hinunter schaut sieht: Der Golfplatz ist fast fertig. Dabei steht in der Bau- und Zonenordung klipp und klar:

Mit dem Bau des Golfplatzes kann erst begonnen werden, wenn die integrale Realisierung des Tourismusresorts sichergestellt ist. Zur integralen Realisierung des Tourismusresorts gehören namentlich folgende wesentliche Bestandteile:

a) zwei Hotels
b) Sportanlagen in der Tourismuszone D (öffentliches Hallenbad u.a.)
c) Ersatz der Parkplätze, die aufgehoben werden
d) Verbindungen der Tourismuszonen B, C und D mit dem Bahnhof

Sind diese Voraussetzungen tatsächlich erfüllt? Diese Frage sei erlaubt. Es mag stimmen, dass sich zwei Hotels im Bau befinden. Die Punkte b bis d jedoch sind wohl erst auf dem  Papier sichergestellt sein. Aber Papier ist bekanntlich geduldig. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass Kantons- und Gemeindeoberen mal wieder einen scharfen Blick auf die Paragraphen werfen. Die einfachen Bürgerinnen und Bürger könnten sonst zum Schluss kommen, dass sie über den Tisch gezogen werden.
 



08.11.2012

Unverwüstlicher Optimist

Samih Sawiris ist ein unverwüstlicher Optimist. Das äusserst sich einmal mehr im Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung, das am 7. November erschienen ist. Das Skiresort Andermatt werde sich zu einer tollen Skidestination entwickeln, so Sawiris. Erste Neuerungen könnte bereits in der nächsten Saison stehen – sofern denn die Bewillgungen eintrudeln – und die zahlreichen Eisprachen gebodigt sind. Und das Hotel Chedi wird eine einem Jahr in Betrieb gehen. Ebenfalls toll. Dem sollte tatsächlich nichts im Weg stehen. Jetzt sowieso nicht mehr, wo er alle Wohnungen verkauft hat – wenn auch an eine Firma, an der die Sawiris-Familie eine grosse Beteiligung hält.

Lob fürs „alte“ Andermatt
Gemäss Sawiris gelingt das Tourismusprojekt in Andermatt nur, weil die Andermatter mit ihm zusammenarbeiten. Es gebe neue Hotels, Restaurants, Geschäfte. Häuser würden renoviert. Kurz: Andermatt habe in den letzten Jahren einen grossen Sprung gemacht.

Schön! Alles klar auf dem Dampfer im Urserntal. Bleibt noch die Frage: Wann kommt endlich das Sportzentrum?

29.10.2012

Die (aktuellen) Früchte der Arbeit


Der Winter ist da. Wo stehen die Arbeiten im Resort? Ein kleiner Überblick
  • Chedi läuft nach Plan. Die Eröffnung ist gemäss ASA nach wie vor im Winter 2013/2014 geplant.
  • Der Gofplatz ist praktisch fertig, Bauabnahme voraussichtlich im Frühling 2013.
  • Die Betonarbeiten der beiden Appaartementhäuser Hirsch und Steinadler sind praktisch abgeschlossen. Wann die beiden Häuser einzugsbereit sind, lässt sich laut ASA noch nicht sagen.
  • Die erste Villa soll Ende 2013 an den Besitzer, den Schauffhauser Giorgio Behr, übergeben werden.
  • Das Radisson Blu Hotel ist ebenfalls in Entstehung – zumindest die Pfälung (die Gründung) ist bereits abgeschlossen.
  • Sportzentrum? Gemunkelt wird von 2014/2015. Scehint kein prioritäres Projekt zu sein (..).
Der Zeitpunkt des Baus der weiteren 40 Appartementhäuser und der restlichen 24 Villen (25 sollen es insgesamt werden) ist noch unklar. ASA-Mediensprecher Göring gegenüber dem Urner Wochenblatt: „Wir bauen erst, wenn interessierte Käuferinnen und Käufer da sind.“ Aber das ist ja allgemein bekannt.

Streit um Lohnzahlungen – oder: verschlungene Wege zum Geldbeutel


Polnische Elektriker, die seit Juli auf der Baustelle des Chedi arbeiten, sollen bis heute noch nichts von ihrem August-Lohn gesehen haben. Arbeitgeber der Elektriker ist das deutsche Unternehmen Condor Electric. Condor Electric areitet in Andermatt im Auftrag des niederländischen Technologiekonzerns Imtech. Dieser hat den Auftrag wiederum von der deutschen Firma Daldrop erhalten. Daldrop wurde von der ASA mit der Gesamtverantwortung für die technische Gebäudeausrüstung betraut.
 
Gemäss „Zentralschweiz am Sonntag“ sind der ASA die Missstände bekannt. Sie verlang von allen beteiligten Unternehmen, dass allfällige Missstände umgehend behoben werden. Wohl nicht ganz einfach, ob dem nebulösen Auftragskonstrukt. Wo bleiben eigentlich die lokalen und regionalen Firmen?

22.10.2012

Fast fertig?


Samih Sawiris im Interview mit der NZZ am 12. Oktober 2012 auf die Frage, an welchem Punkt das Ziel erreicht wäre, eine Destination zu kreieren (natürlich in Bezug auf Andermatt):

 «Dafür braucht es nicht mehr viel: Der Golfplatz ist praktisch bereit, die Entwicklung des Skigebiets auf gutem Weg und das Hotel Chedi fast fertig. Was dann noch notwendig ist, ist wahrscheinlich das Radisson-Hotel. Bereits dieses Minimum, das heute mehr oder weniger abgesichert ist, wird Andermatt deutlich aufwerten. Wann die restlichen Hotels gebaut werden, ist nicht mehr so wichtig.

Es gibt bei all unseren Projekten ein Minimum an Bauten, das erstellt werden muss, damit eine Destination erfolgreich sein kann. In der Regel ist dies sehr viel weniger als das Gesamtpotenzial des Projekts. In Andermatt sind wir schon fast da. Es fehlen dazu noch ein Hotel und ein paar Apartmenthäuser.»

Wer das Projekt seit seinen Anfängen mitverfolgt hat, mag sich erinnern. Es gab Zeiten da sprach er davon, dass der Vollausbau des Resorts eigentlich das Minimum sei, um in die touristische Topliga aufsteigen zu können. Seine Aussagen sind moderater geworden. Ob Samih Sawiris von der Realität eingeholt worden ist?

01.10.2012

Deutscher Investor in Sicht?


Der Deutsche Garsten Rath (46), CEO der Lifestyle Hospitality & Entertainment Management AG (LH & E) mit Sitz in Ermatingen TG und Kontaktadresse in Zug, ist gemäss bergstimme.ch daran interessiert, beim Tourismusresort von Samih Sawiris in Andermatt einzusteigen.

18.09.2012

Private Finanzspritz oder doch nicht?


Orascom Geschäftsleiter Gerhard Niesslein hat dem Tages Anzeiger zum Einstieg des Investors Acuro ein Interview gegeben. Bekanntlich sind Sawiris und seine Familie als wichtige Minderheitsaktionäre finanziell an der Acuro Immobilien AG beteiligt.

Auf den Einwand des Tagis, dass es sich bei dem Verkauf nur um eine weitere verdeckte private Finanzspritze von Sawiris handle, geht Niesslein jedoch kaum ein.

 
Zum Interview imTages Anzeiger

17.09.2012

Bei Pleite zahlen


Gemäss einem Bericht der Sonntags Zeitung hat Orascom-Tochter Andermatt Swiss Alps hat 87 Prozent der Aktien an den Kanton Uri verpfändet

Die Sonntag Zeitung ortet in einem Bericht in ihrer letzten Ausgabe ein massives Risiko für den Kanton Uri. Denn: Im Fall eines finanziellen Kollapses der Projektgesellschaft Andermatt Swiss Alps (ASA) gingen die Bauten und das Land in Staatsbesitz über.

Das tönt an sich nicht nicht schlecht. Aber: Die ASA hat dem Kanton 32‘347 eigene Aktien zu einem Buchwert von 32,3 Millionen Franken verpfändet. Dies entspricht einem Anteil von 87,4 Prozent an der ASA. Dazu kommt verpfändetes Land im Wert von einer Million Franken.

Die Angaben finden sich gut versteckt im Geschäftsbericht der ASA-Muttergesellschaft Orascom. Mit den Verpfändungen komme ASA ihrer vertraglichen Verpflichtung gegenüber dem Kanton nach, den Originalzustand wiederherzustellen, «sollte das Projekt aus irgendwelchen Gründen gestoppt werden», schreibt Orascom im Jahresbericht.

Das Problem: Bei einem Kollaps würden die ASA-Aktien wohl wertlos. Oder anders gesagt: Im Falles eines Konkurses würden die gewährten Sicherheiten kaum das ganze Risiko abdecken können. Dieser Meinung sind sich offenbar diverse Fachleute.

Die ASA investierte bislang 300 Millionen Franken in Andermatt. Hätte der Kanton Uri auf Nummer sicher gehen wollen, hätte er eine persönliche Bürgschaft von Sawiris oder eine Patronatserklärung von Orascom verlangen müssen. Solche Garantien dürften gemäss Sonntags Zeitung allerdings kaum realistisch gewesen sein.

 

Befreiungsschlag von Sawiris


Nun hat Samih Sawiris also alle 119 Chedi-Appartements verkauft. Und das fast auf einen Schlag. Bis vor Kurzem hatte er erst für 30 Appartments Käufer gefunden. Gekauft hat die Wohnungen die Firma Firma Acuro Immobilien.

Nicht ohne Sawiris-Geld
Ganz ohne die Finanzkraft der Sawiris läuft allerdings auch die nun bekanntgegebene Vereinbarung nicht. Wie es im Communiqué heisst, sind Samih Sawiris und seine Familie wichtige Minderheitsaktionäre bei Acuro. Sawiris investiert damit weitere Mittel in seinen Konzern.

Wer die anderen Investoren sind, wurde zwar nicht kommuniziert, aber es dürfte sich gemäss NZZ u. a. um Hans-Peter Bauer handeln. Bauer ist nicht nur Verwaltungsratspräsident der erst Anfang Juli gegründeten Acuro, sondern auch VR-Präsident der Swiss Finance & Property, die als Asset-Manager der Acuro waltet. Ebenfalls im Verwaltungsrat der Acuro sind Pierre Jacquot aus Annecy-le-Vieux (F) und Tooma Eskandar aus Kairo. Bei Swiss Finance & Property wollte man gemäss NZZ keine Fragen beantworten.

Verkauf in den nächsten sieben Jahren
Acuro plant laut der Mitteilung, die Apartments im Verlaufe der nächsten sieben Jahre zu verkaufen. Das eigentliche Chedi-Hotel, ein Fünfsternehaus mit 50 Zimmern, bleibe im Besitz von Orascom und werde plangemäss auf die Wintersaison 2013/2014 eröffnet.

 

06.09.2012

Journalisten im PR-Dienst von Sawiris

Objektive, hinterfragende und unabhängige Berichterstattung zum Sawiris-Projekt in Andermatt ist wichtig. Denn: Das Milliardenprojekt von Samih Sawiris ist für Uri mit enormen Chancen und Risiken verbunden. Nun hat der Tages Anzeiger hat herausgefunden, dass Journalisten der «Neuen Urner Zeitung» und des «Urner Wochenblatts» eng mit der Sawiris-Firma verbandelt sind.

Parallel zu ihrer Berichterstattung über das Andermatter Resort liessen sie sich für PR-Tätigkeiten bezahlen. Dominique von Burg, Präsident des Schweizer Presserats, sagt: «Das ist eine eindeutige Verletzung der journalistischen Unabhängigkeit.»

31.08.2012

Ausfluss und Rückfluss

Ein paar Zahlen noch, damit die rückäufigen Verkäufe in Relation gestellt werden können: Gemäss Tagi hiess es im Februar 2012 bei der Andermatt Swiss Alps (ASA) noch, man habe im Resort für 134 Mio. Franken Immobilien verkauft, für weitere 53 Mio. lägen Reservationen vor. Der aktuelle Stand: 122 Mio. Verkäufe, 25,4 Mio. Reservationen. Also innert kurzer Zeit ein Minus von etwa 10 Prozent bei den Verkäufen, gar ein Minus von über 45 Prozent bei den Reservationen. 

Ob das alles an den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Zweitwohnungsinitiative und dem Ausbau des Skigebietes lag? Spätestens bei der nächsten Medieninfo von Orascom wird man's wissen.

Orascom muss Busse zahlen
Zu allem Ungemach hat die Orascom auch noch von der Börse eine Busse erhalten. Grund: Ein Verstoss gegen die Rechnungslegungsvorschriften. Orascom hatte den letztjährigen Geschäftsverlust um 35 Millionen Franken besser dargestellt als er tatsächlich war.  Statt 111 Mio. wies das Unternehmen 2011 nur 76 Mio. Franken Verlust aus. Die Busse beträgt jedoch lediglich 15‘000 Franken. Ein Klacks verglichen mit dem Geld, das sonst in die Baustellen fliesst - aber derzeit eben nicht mehr so einfach zurück gespült wird.

30.08.2012

Deal mit Skistar steht

Sawiris hat die Mehrheit der Skiaktien in Andermatt und Sedrun übernommen. Und er hat nicht lange gefackelt: Der Deal mit Der schwedische Skigebietbetreiber Skistar wird die Skiregionen von Andermatt und Sedrun zusammenlegen, ausbauen und betreiben. Am Mittwoch, 29. September 2012, wurde bekannt, dass der ägyptische Unternehmer Samih Sawiris die Schweden für das Projekt engagiert – trotz des zwischenzeitlichen Rückzugs von Skistar aus den Verhandlungen.

Bericht in der BaZ...

Verkäufe harzen


Sawiris‘ Wohnungsverkauf in «New Andermatt» läuft harzig. Die Verkaufszahlen sind rückläufig. Die Immobilienverkäufe belaufen sich gerade mal auf 123 Millionen, die Reservationen auf 45 Millionen Franken. Dazu beigetragen habe die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Zweitwohnungs-Initiative sowie der Realisierung des Skigebietes Andermatt-Sedrun, wie das Unternehmen mitteilt. Konzernchef Gerhard Niesslein sieht jedoch Licht am Ende des Tunnels, da das Resort nicht unter die

24.08.2012

Zweitwohnungen: Urner Regierung zufrieden mit Verordnung des Bundesrates


Die Urner Regierung ist zufrieden mit der vom Bundesrat verabschiedeten Verordnung zur Zweitwohnungsinitiative. Der Erlass schütze die weitere Realisierung des Ferienresorts in Andermatt.

22.08.2012

Sawiris kontrolliert nun Bergbahnen


Samih Sawiris übernimmt nund offiziell und definitiv die Kontrolle über die Andermatt Gotthard Sportbahnen (AGS) und die Sedrun Bergbahnen (SB). Über 95 Prozent der Aktien der beiden Gesellschaften sind der Andermatt-Surselva Sport AG zum Verkauf oder Umtausch angeboten worden.

20.08.2012

Neuer Kommunikationschef

Orascom hat einen neuen Leiter Kommunikation: Der 46-jährige Daniel Göring wechselt von der Kommunikationsabteilung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt zu Sawiris. Göring wird die Unternehmenskommunikation des gesamten Konzerns übernehmen, teilte Orascom am 15. August mit. Dazu gehöre auch das Tourismusprojekt Andermatt Swiss Alps (ASA). Ob der (bisherige?) Kommunikationsmann Alain Cozzer weiterhin im Unternehmen bleibt, wurde in den Medien nicht erwähnt.

Orascom: Merh Umsatz, höherer Verlust


Sawiri’s Orascom hat mitgeiteilt, dass gemäss ersten Erkenntnissen der Umsatz im ersten Semester 2012 um 20 bis 25 Prozent gesteigert worden sei. Der  Nettoverlust dürfte mit 20 bis 30 Millionen Franken dennoch grösser ausfallen als vor Jahresfrist. Per mitte 2011 hatte Orascom bei einem Umsatz von knapp 107 Millionen Franken einen Verlust von 16 Millionen Franken geschrieben. Als Grund wurde damals der politische Umbruch in Ägypten genannt, dem wichtigsten Markt von Orascom.

Den grösseren Verlust für das erste Semster 2012 begründete Orascom mit mehreren Faktoren. Der Bruttogewinn sei wegen höheren Immobilienbaukosten tiefer ausgefallen. Hinzu kämen eine höhere Steuerlast und Wertberichtigungen auf einigen Beteiligungen in der Höhe von 10 bis 15 Millionen Franken. Wie hoch der Verlust genau ausfalle, werde von möglichen Auflösungen einiger Rückstellungen bestimmt, teilte Orascom mit. Das vollständige Halbjahresergebnis will das Unternehmen am 29. August 2012 bekannt geben.

Es wird gedrosselt
Wegen des erwarteten Halbjahresverlust dürfte Orascom die Investitionen drosseln. Man könne davon ausgehen, dass in den nächsten ein bis drei Jahren stärkere Prioritäten bei den Investitionen gesetzt werden, sagte ein Orascom-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

Orascom hatte bereits nach dem ersten Quartal die geplanten Investitionen von 140 bis 150 Millionen Franken auf 120 Millionen Franken gesenkt. Details will das Unternehmen zusammen mit dem vollständigen Halbjahresbericht bekannt geben.

Zum höheren Umsatz sagte der Orascom-Sprecher, die Hotels seien mittlerweile besser ausgelastet. Allerdings sei die Vergleichsbasis von 2011 wegen des arabischen Frühlings tief. «Wir sind noch nicht wieder auf dem Niveau von 2010», sagte er. Orascom hatte im Gesamtjahr 2011 eine Halbierung des Umsatzes auf 256 Millionen Franken hinnehmen müssen und einen Verlust von knapp 70 Millionen Franken ausgewiesen.

06.08.2012

Sawiris tritt als ASA-Verwaltungrat zurück

Samih Sawiris ist nicht mehr Verwaltungsratspräsident der Andermatt Swiss Alps AG (ASA). Er bleibt aber mit dem Tourismusresort-Projekt Andermatt verbunden. Die ASA, die das Resort baut, ist eine Tochter von Sawiris' Mutterkonzern Orascom. Neuer Verwaltungsratspräsident ist der Österreicher Gerhard Niesslein.

Laut ASA hängt der Wechsel mit dem Rückzug von Sawiris aus der operativen Führung der Orascom Development Holding AG zusammen. Diese liegt jetzt bei Niesslein. In diesem Zusammenhang sei die Zusammensetzung aller Verwaltungsräte der Tochtergesellschaften angepasst und das Management vereinfacht worden.

Die Reaktionen in Andermatt sind gemischt. Manche Bewohner interpretieren Sawiris' Rückzug als ersten Schritt zum Ausstieg aus dem Projekt.

«Pinte» und «Pub» wechseln Besitzer


Samih Sawiris und der Flüeler Unternehmer Franzsepp Arnold steigen gemeinsam in Amder,atts Nachtleben ein. Sie haben die «Pinte» und das «Pub» in Andermatt gekauft. Sie wollen damit ihren Beitrag leisten, um das Nachtleben im Dorf lebendig zu erhalten.

03.07.2012

Skigebiet: Baubeginn Frühjahr 2013?

Es soll zügig gebaut weren am neuen Superskigebiet. Baubeginn – wenn es nach Samih Sawiris geht: Frühjahr 2013. In einer ersten Etappe sind für 130 Millionen Franken Bahnerneuerungen, die Installation von Beschneiungsanlagen sowie eine «Skischaukel» als Verbindung der Skigebiete über den Oberalp geplant.

Stolperstein Umweltverbände?
Offen bleibt allerdings, ob die laufenden Verhandlungen mit den Umweltverbänden erfolgreich enden. Diese wehren sich nicht grundsätzlich gegen die Skigebietsverbindung, verlangen aber eine Redimensionierung und weniger weit gehende Eingriffe in Natur und Landschaft. Bis Ende Juli muss die ASS beim Bundesamt für Verkehr ihre Stellungnahme zu den Einsprachen einreichen. Im besten Fall kann das komplexe, auf diversen Ebenen laufende Genehmigungsverfahren Ende Jahr abgeschlossen werden.

02.07.2012

Grünes Licht für Sawiris in Tujetsch

Die Gemeinde Tujetsch hat das Übernahmeangebot von Samih Sawiris für die Sportbahnen Sedrun gutgeheissen. Der Entscheid ist mit 595 zu 90 Stimmen klar ausgefallen. Offensichtlich ist es Sawiris in den letzten Monaten gelungen, die anfänglich skeptische Bevölkerung in der oberen Surselva von der Chance eines gemeinsamen, modernisierten Skigebiets in der Gotthard-Oberalp-Region zu überzeugen. Die beiden Bergbahnen in Andermatt und Sedrun sollen unter dem Dach der Andermatt-Surselva Sport AG (ASS) zusammengeführt, die Skigebiete miteinander verbunden werden.

29.06.2012

Neues (Ungemach?) aus dem Skigebiet

Es ist zwar sommerlich heiss – sogar in Andermatt. Gleichwohl ist das künftige Megaskigebiet Andermatt-Sedrun ein Thema. Im Rampenlicht steht wieder einmal die Schwedische Firma Skistar – Sawiris‘ Wunschkandidatin in Sachen Skiarena.
Nun hat ebendiese Skistar in ihrem Neunmonatsrapport der Skiarena Andermatt-Sedrun ein kurzes Statement gewidmet: «Die Entwicklung des Skigebiets Andermatt-Sedrun in den letzten Monaten zeigt, dass die Bedingungen für einen Einstieg von Skistar in Form einer Übernahme oder einer Beteiligung momentan nicht gegeben sind.» Will Skistar aus dem Projekt aussteigen? Muss nicht sein. Denn Skistar präzisiert: Dieser Entscheid könne jederzeit neu überprüft werden, falls sich die Bedingungen und damit auch die Möglichkeiten für Skistar wieder ändern würden.

Bei Andermatt Swiss Alps (ASA) rund um Samih Sawiris gibt man sich gelassen, ob der Verlautbarung von Skistar. Skistar sei bei der Entwicklung nach wie vor dabei, sagt Alain Gozzer von ASA. Dass es nicht schneller voran geht liegt scheinbar vor allem daran, dass zuerst der Zusammenschluss der Bergbahnen Andermatts und Sedruns über die Bühne gehen muss. Gemäss Gozzer hat sich aber an der Absicht von Samih Sawiris nichts geändert, Skistar als Betreiberin der Bergbahnen einzusetzen. Skøl!

27.06.2012

Optimistisch trotz Skepsis

Samih Sawiris ist skeptisch, ob ägyptens frischgewählter Präsident Mohammed Mursi der richtige Mann für Ägyptens Wirtschaft ist. Trotzdem ist er optimistisch, was die Tourismusbranche in seinem Land anbelangt.

25.06.2012

1001 finstere Nacht


Seit Jahresbeginn hat die Orascom-Aktie 70% nachgegeben, seit dem Börsengang gar 90%. Das Sawiris-Projekt in Andermatt spielt für die Orascom kommerziell zwar nur eine untergeordnete Rolle. Aber auch hier läuft nicht alles rund. Bis Ende 2012 sollen Verkäufe und Reservationen in Höhe von 120 Mio. Fr. verbucht werden. Aber die Banken zweifeln daran, ob Sawiris dieses Ziel erreichen wird.

Hinsichtlich Ausbau des Skigebietes wurde zwar grundsätzlich ein Konsens über das weitere Vorgehen erreicht. Aber: Zwischen den Parteien bestehen laut AGS VR-Präsident Franz Steinegger nach wie vor unterschiedliche Vorstellungen.

Mehr noch: Der Orascom droht, neue finanzielle Mittel aufnehmen zu müssen. Nur: Zurzeit dürfte es recht schwierig sein, eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Denn kaum jemand würde derzeit Titel zeichnen.

Last but not least: aufgrund der politischen Situation in Ägypten hätten die Banken wohl kaum Vertrauen ins Sawiris-Geschäftsmodell und würden Orascom höchstens zu ausserordentlich hohen Zinssätzen Kredit gewähren.

 Was Max Borowski aus Jerusalem in NZZ online noch zu schreiben hat, findest Du hier…

20.06.2012

Ausbau Skigebiet: maximal 47 Millionen von Bund und Kantonen

Der Bund und die Kantone Uri und Graubünden unterstützen in den kommenden vier Jahren die Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun mit maximal 47 Millionen Franken. Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat eine entprechende Programmvereinbarung unterzeichnet.

Der Bund steuert NRP-Darlehen von maximal 40 Millionen Franken bei, die Kantone Beiträge von 7 Millionen Franken. Dies geht aus dem Umsetzungsprogramm 2012-15 des Projektes San Gottardo hervor, das unter dem Mantel der neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) läuft.

Die Initianten der Skigebietsverbindung müssen nun bei der Organisation Progetto San Gottardo Beitragsgesuche einreichen. Die beteiligten Kantone sowie der Bund entscheiden anschliessend über die effektiven Projektbeiträge. Wie hoch der Bundesbeitrag tatsächlich ist, hängt stark davon ab, welchen Beitrag die einzelnen Kantone leisten. Um NRP-Gelder zu erhalten, müssen die Projektinitianten diverse Auflagen erfüllen.

18.06.2012

Mitinvestor für Chedi

Der Arabische Frühling bedeutet Eiszeit für Samih Sawiris. Mit den Finanzen seiner Orascom steht es jedenfalls derzeit nicht zum Besten. Nicht zulezt deshalb dürfte Swiris auf der Suche nach Mitinvestoren für sein Andermatt-Projekt sein.

Nun ist er scheinbar fündig geworden. Laut finews.ch greift die Immobiliengesellschaft Swiss Finance & Property AG der gebeutelten Orascom unter die Arme. Die Swiss Finance & Property AG ist eine auf Immobilien und Hedge Funds spezialisierte Investment- und Beratungsgesellschaft.

Swiss Finance & Property soll Orascom bei der Verbriefung der noch nicht verkauften Eigentumswohnungen beraten. Zudem wolle Swiss Finance & Property für ihr eigenes Immobilien-Portefeuille ein Paket an Wohnungen im Hotelkomplex erwerben, so die Information von finews.ch.

Swiss Finance & Property AG

13.06.2012

Zermatt bittet Zweitwohungsbesitzer zur Kasse – Vorbild für Andermatt?

Zermatts Zweitwohnungsbesitzer bezahlen künftig jährlich 1,5 Prozent des Katasterwertes ihrer Zweitwohnung für Aufbau und Unterhalt der Infrastruktur. Diese Abgabe müssen sie 20 Jahre lang leisten.

Die Gebühr soll allerdings für jene Zweitwohnungen erlassen werden, die während mindestens 90 Tagen im Jahr vermietet sind. Damit will man in Zermatt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Geht die Rechnung auf, steigen Einnahmen für die Gemeinde, und die Zahl der kalten Betten verringert sich.

Angesichts der steigenden Infrastrukturkosten, die in Andermatt durch die rege Bautätigkeit entstanden sind, sicherlich auch hier ein prüfenswerter Ansatz – und zwar für die Zweitwohnungen im heutigen Dorf, wie auch im Sawiris-Satellit.

12.06.2012

Vom idyllischen Schweizer Alp-Traum zum blanken Techno-Alb-Traum


Der deutsche Radiosender Bayern 1 hat am 9. Juni auf seiner Website einen Beitrag zum Andermatter Sawiris Resort auf publiziert. Nachdem ja mehr und mehr Deutsche in unser Land strömen, um unsere Wirtschaft zu unterstützen, sei ein Blick auf den deutschen Blick auf Andermatt gestattet.

07.06.2012

Wieviel Zweitwohnungsinitiative braucht Andermatt?

Wenn der Kapitän – in diesem Fall eine Kapitänin, nämlich Frau Bunderätin Leuthard – nicht sagt, wo’s langgeht, dann machen die Matrosen, was sie wollen. Genau das passiert nun bei der Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative. Am schönsten lässt sich das in Andermatt veranschaulichen.

Da ist auf der einen Seite der Gemeindepräsident. Der sagte kürzlich, es würden keine Baubewilligungen mehr erteilt, solange Rechtsunklarheit bestünde. Auf der anderen Seite steht die Andermatt Swiss Alps. Die geht davon aus,  dass man von der Zweitwohnungsinitiative nicht betroffen sei. Denn die bewilligten Quartiergestaltungspläne nähmen die Baubewilligungen weitgehend vorneweg. Mittlerweile hat die Baukommission – trotz Rechtsunklarheit – alles klar gemacht. Sie hat die Baubewilligung erteilt. Der Gemeindepräsiden steht im Regen. Samih Sawiris frohlockt.

Aber was ist Sache?
Alain Griffel, Staatsrechtsprofessor an der Universität Zürich mit Schwerpunkt im Raumplanungsrecht, äusserte sich Ende März in der Neuen Luzerner Zeitung dahingehend, dass Quartiergestaltungspläne kein entscheidendes Argument seien. Letztlich sei für jedes Gebäude eine zusätzliche Baubewilligung notwendig. Das gelte für Samih Sawiris genauso wie für alle anderen Bauherren. Darüber hinaus sei die Zweitwohnungsinitiative höher zu gewichten als der Quartiergestaltungsplan auf Stufe Raumplanungsrecht, so Griffel. Richtig: Die Initiative macht eine Verfassungsänderung notwendig – und diese Änderung durchbricht das Raumplanungsgesetz.

Also Sistierung der Baugesuche?
Nein. Alain Griffel hält die Sistierung von Baugesuche für Resort in Andermatt für falsch. Für die Sistierung gebe es keine rechtliche Grundlage. Der Staatsprofessor ist der Ansicht, dass hängige und neue Verfahren bis Ende 2012 nach geltendem Recht abzuwickeln seien. Überhaupt, der sofortige Bewilligungsstopp wie von Frau Leuthard verkündet, verstösst gemäss Griffel sowieso gegen die Übergangslösung, die zusammen mit der Zweitwohnungsinitiative angenommen wurde.

Alles klar?
Natürlich. Bis zum nächsten Hickhack. Schliesslich hat Samih Sawiris bei der Gemeinde Andermatt erst Baubewilligung für die vier Appartementhäuser, eine einzige Villa (wahrscheinlich, diejenige, die er 2011 zu Budgeterreichungszwecken seinem Bruder verhökert hat) und 90 Wohnungen eingereicht. Geplant sind ja eigentlich letztlich 500 Ferienwohnungen, 25 Villen und 6 Hotels. Da muss Samih Sawiris vielleiht noch Gas geben mit seinen Baugesuchen. Oder hat er sein Projekt etwa redimensioniert?