21.07.2011

Hole in one

Nicht nur in Andermatt will Sawiris den Golfball rollen lassen, sondern auch in Realp und Disentis. Denn schliesslich wollen Gäste, die eine ganze Woche in Andermatt Ferien geniessen nicht nur auf einem Golfplatz spielen.

Neuer Golfplatz zu klein
Mehr noch: Bernhard Russi, Verwaltungsrat Andematt Swiss Alps und Präsident des Golfclubs Gotthard-Realp, glaubt, dass der neue 18-Loch-Platz zu kleine sein wird. Denn der neue Platz kann von höchstens 180 Personen pro Tag bespielt werden. Die Überzähligen müssen dann wohl oder übel nach Realp oder Disentis ausweichen.

Zusammenarbeitsmodell noch nicht spruchreif
Gespräche über eine Zusammenarbeit haben gemäss Urner Zeitung bereits stattgefunden. Unklar ist jedoch, wie die Zusammenarbeit aussehen wird. Gemäss Russi reichen die Ideen von gegenseitigen Empfehlungen über gemeinsame Wochenpässe bis zu einer Zusammenlegung.

19.07.2011

«Advocatus Diaboli»

Irgendwie brauche es einen Kritiker wie Dorfarzt Andreas Von Schulthess, sagte Swiss-Alps-Verwaltungsrat, Pistenbauer und Skimoderator Bernhard Russi gegenüber der Schweizer Illustrierten (Ausgab 28/2011). Und sieht im Dorfarzt einen symphatischen  „Advocatus Diaboli“.

Gut, Teufelsadvokaten könnt Ihr haben. Davon gibts noch mehr. Dr. Von Schulthess ist nicht der Einzige. Wer die WWW-Welt regelmässig durchstöbert, stösst immer wieder mal auf kritische Stimmen. Mehr als in der physischen Welt. Zum Beispiel auf indymedia.org, dem „emanzipatorischen, unabhängigen Mediennetzwerk von AktivistInnen ohne kommerzielle Interessen“.

So hat erst eben eine Autorin mit dem Pseudony „die freundin“ einen kritischen Beitrag veröffentlicht. Da geht’s um Bluff und Hochstapler-Rezepte. Blogbeitrag gefällig? Voilà: „Das Sämi Sawiris-Syndrom“.

Und hier noch der Link auf eine nette Bildgeschichte des Sesselrückens. Wobei die Autorin „Nikonigunde“ jene zeigt, die einen mit ihren Sesseln immer näher zu „Sämi“ rücken, aber auch jene, die sich entfernen oder gar umgekipt sind (oder wurden). Hier geht’s zu amüsanten Fotostoria: "Das Personal von Zaubermann Sämi Sawiris". Erfrischende Unterhaltung im Sommer.  

18.07.2011

Neuer Orascom-Boss

Der Deutsch Gerhard Niesslein (58) wird Chief Executive Officer der Orascom Development Holding mit Sitz in Altdorf. Sawiris konzentriert sich künftig auf die strategische Weiterentwicklung der Orascom-Gruppe.

Niesslein wird für das Management des Tagesgeschäfts der Gruppe und deren Tochtergesellschaften zuständig sein (mit einem aegyptischen Co-CEO namens Amr Sheta, der sich um die Aktivitäten in Ägypten kümmern wird). Der Übergang vom aktuellen Vorstand und Unternehmensgründer Samih Sawiris zu Niesslein werde bis zum 1. November 2011 vollzogen sein, teilt das Unternehmen mit. Sawiris werde sich dann auf die strategische Weiterentwicklung der Gruppe konzentrieren.

Der neue Mann
Der österreichisch-kanadische Doppelbürger Gerhard Niesslein  ist laut Mitteilng ein erfahrener, bestens vernetzter Immobilienexperte. Während der letzten 35 Jahre war er bei verschiedenen Unternehmen in Kanada und Deutschland in leitenden Funktionen tätig. Nach Tätigkeiten im Immobilienbereich unter anderem bei der Deutschen Bank und bei der Commerzbank wurde er Mitglied des Vorstandes der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) mit Verantwortung für Immobilienfinanzierungen, Investments und Fonds. 1999 wurde er zum CEO von DETE Immobilien GmbH (Immobilienaktivitäten der Deutschen Telekom) ernannt. Seit 2008 ist er CEO der IVG Immobilien AG in Bonn, einer der bedeutenden europäischen Immobiliengesellschaften mit verwaltetem Vermögen von rund EUR 22 Milliarden. Gerhard Niesslein studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und promovierte 1977. 

14.07.2011

Spieglein, Spieglein an der Wand…

Sommerloch? Auf der Baustelle in Andermatt bestimmt nicht. Im Dorf und am Bäz dominieren Kran und Bagger das Bild. Das einzige Loch im Urserntal ist die Sawiris-Baustelle. Ob all der Bewegung auf der Baustelle wollen wir es nicht versäumen, zumindest hier im Blog, wieder mal einen kleinen Zwischenhalt zu machen, zu verweilen – und unsere grauen Zellen etwas aufzufrischen.

Wer ist eigentlich der Mensch Samih Sawiris. Am Anfag des Tourismusprojektes wurde diese Frage oft gestellt. Mittlerweile ist sie etwas in Vergessenheit geraten. Es läuft ja was. Es wird gebaut. Und Sawiris engagiert sich auch anderweitig. Schafft Goodwill durch Kultur- und Sportsponsoring. Hier und da eine nette karitative Spende.

Manchmal macht es Sinn, einen Schritt beiseite zu treten, und wieder mal aus Distanz Betrachtungen zu machen. Genau das hat DRS3-Focus getan. Die Betrachtungen finden Sie hier:

13.07.2011

Begibt sich Sawiris aufs Eis?

In diesem Blog wurde kürzlich spekuliert, ob Sawiris nach seiner Beteiligung am FC Luzern nun auch beim HC Ambri-Piotta einsteigen wird. Glaubt man dem Blick, so hat sich Sawiris schon zwei Mal mit Ambri-Präsi Filippo Lombardi getroffen.

Lombardi selbst lässt verlauten, dass Sawiris an einem Engagement interessiert sei. Konkret sei aber noch nichts. Man treffe sich nach der Sommerpause wieder.

Gönner willkommen
Zweifellos, Geld könnte Ambri dringend gebrauchen. Schliesslich bangen die Tessiner immer noch um ihre Spiellizenz: Bis Ende Juli werden noch 250‘000 Franken benötigt. Und Sawiris? Könnte gut sein, dass er sich mit einem als rettender Gönner engagieren wird. Er lässt bekanntlich fast keine medienwirksame Gelegenheit aus, seine Verbundenheit mit der Zentralschweiz zu manifestieren. In der Regel kombiniert mit einem (relativ kleinen) fianziellen Engagement mit (relativ grosser) PR-Wirkung. Die Frage sei erlaubt: Kann man sich Verbundenheit kaufen?  

11.07.2011

Der letzte Dorfarzt von Andermatt

Nicht als letzter Postillon vom Gotthard aber vielleicht als letzter Dorfarzt von Andermatt wird Andreas Von Schulthess in die Geschichte eingehen. Denn für den grossen Kritiker des Sawiris-Projekts ist klar: «Unter Sawiris werde ich niemals arbeiten.» Der Gemeinde hat er per eingeschriebenen Brief mitgeteilt, dass er spätestens Ende 2013 aufhören und Andermatt verlassen werde. Dann öffnet auch das Luxushotel The Chedi. Und eine moderne Poliklinik. Wie Sawiris-Berater Franz Egle bestätigt, hat die Privatklinikgruppe Hirslanden ihr Interesse angemeldet. Ob sich da auch die einfachen Einwohner Andermatts behandeln lassen können?

Wenig Medienecho zu neusten Sawiris-Infos

Orascom hat am 8. Juli über die Fortschritte in "New Andermatt" informiert. Interessant, wie unkritisch die meisten Medien die 0815-Medienmitteilung des Bauherrn bzw. die SDA-Depesche übernehmen. Sawiris' Beiteiligung beim FC Luzern scheint die Berichterstattung weit mehr zu bewegen, als die Millionen, die im Urserntal reingebuttert werden.

Noch vor kurzem - z.B. als die Verkaufsfortschritte von der Swiss-Alps-Website genommen wurden - äusserten sich gewissen Schweizer Medien ziemlich kritisch. Und auch der Abgang des Immo-Verkauschefs gab zu Spekulationen über ein harzig laufendes Geschäft Anlass. Neustens sind die hiesigen so genannnten Qualitätsmedien nach einem Sawiris-Medienereignis erstaunlich ruhig. Es scheint Konsens mit dem Aegypter zu herrschen.

Aber vielleicht sind die Journalisten ja noch eifrig am Recherchieren. Ob sie bald etwas tiefer auf der Baustelle schürfen? Bis dahin müssen wir uns mit dem offiziellen Gesäusel begnügen, hier ein beispielhafter Auszug aus einer Schweizer Zeitung:

"Das Tourismusprojekt in Andermatt kommt gut voran. Dank des guten Wetters sind die Bauarbeiten dem Plan teilweise voraus. Im ersten Halbjahr schloss die Gesellschaft Kaufverträge im Umfang von 53 Mio. Fr. ab. Von Januar bis Juni seien zudem Reservationsverträge für 22,5 Mio. Fr. unterzeichnet worden, teilte Andermatt Swiss Alps (ASA) mit. Für dieses Jahr hat sich die Gesellschaft des ägyptischen Investors Samih Sawiris zum Ziel gesetzt, in Andermatt Immobilien im Wert von 120 Mio. Fr. zu verkaufen.

Bis Ende des letzten Jahres waren auf dem Gelände Wohnungen und Villen im Umfang von 102 Mio. Fr. verkauft oder reserviert worden.

Bis Ende Jahr Aufträge für 185 Mio. Fr.
Im laufenden Jahr wurden bisher Bauaufträge in der Höhe von 55 Mio. Fr. erteilt. In den kommenden Wochen sollen weitere Aufträge im Umfang von 60 Mio. Fr. vergeben werden. Damit werden laut ASA bis Ende Jahr gesamthaft Bauaufträge für 185 Mio. Fr. erteilt sein.

Für November ist die Fertigstellung des Rohbaus des Hotels The Chedi vorgesehen. Bis Ende Jahr soll ein Drittel des so genannten Podiums stehen, das diverse Infrastrukturanlagen sowie ein Drittel der total 1970 Parkplätze des Resorts enthält.

In der zweiten Jahreshälfte wird die Erteilung der Baubewilligung für die ersten vier Wohnhäuser, die erste Villa und das Golfclubhaus erwartet. Gegen Ende Jahr sollen unter anderem die Gesuche für das Hotel Radisson Blu, das Sportcenter sowie die Talstation der neuen Gondel- und Sesselbahn Andermatt-Nätschen-Gütsch eingereicht werden.

Eröffnung im Winter 2013/14
Der Planungs- und Architekturwettbewerb für die städtebauliche Entwicklung des Gebietes zwischen dem heutigen Bahnhof und der Umfahrungsstrasse ist laut Mitteilung Anfang Juni in die zweite Phase gegangen. Die Resultate sollen im Spätherbst bekanntgegeben werden.

Das neue Tourismusresort Andermatt umfasst sechs Hotels mit total 844 Zimmern und Appartements, 42 Häuser mit zusammen 490 Appartements sowie 20 bis 30 Villen. Auch ein Sportzentrum, Kongressräume, ein Golfplatz sowie neue Skilifte sind Teil des Grossprojekts. Die Eröffnung des Hotels The Chedi ist für den Winter 2013/14 geplant."

07.07.2011

Sawiris neuer FCL-Goldesel

Wirtschaftlich befindet sich Sawiris seit dem Umbruch in Aegypten voll in der Defensive. Der Orascom-Quartalsgewinn ist eingebrochen (aber vielleicht belehrt uns der Märchenprinz am 8. Juli an der Medienkonferenz eines Anderen).

Business ist eines. Sport etwas Anderes. Hier geht Samih in die Offensive. Wie der Blick am Abend heute (7.7.) berichtet, kauft er sich mit 12,5% Aktienanteil beim FCL ein. Wann darf sich wohl der HC Ambri-Piotti über eine ägyptische Beteiligung freuen? Die Hockeyaner "oltre Gottardo" könnten einen Zustupf dingend gebrauchen.

Ausbau Skigebiet: Umweltverbände abgeblitzt

Die drei Umweltverbände WWF, Pro Natura und Mountain Wilderness haben die Kantonsregierungen von Uri und Graubünden aufgefordert, von einer Richtplananpassung für die Skianlagen Urserntal-Oberalp abzusehen. Wie’s ausieht sind sie mit ihren Forderungen abgeblitzt.
Was genau die Regierungen von Uri und Graubünden entschieden haben, ist  zwar noch nicht bekannt. Die Urner Regierung will erst heute, am 7. Juli, über den Entscheid zur Richtplananpassung informieren. Soviel steht aber fest: Mit ihrer Forderung nach einer Wiederholung der Auflage sind die Umweltverbände abgeblitzt, wie einer Medienmitteilung von gestern zu entnehmen ist.
Unvollständige Unterlagen
Von Ende April bis Ende Mai sind in Uri und Graubünden die Unterlagen zur Richtplananpassung aufgelegen. Geplant sind parallel zum Bau der Ferienresorts von Samih Sawiris in Andermatt unter anderem 18 Skilifte und Gondelbahnen mit total rund 100 Kilometern Skipisten - grösstenteils auf Urner Boden. Im aufgelegten Richtplanentwurf hiess es, Ziel der Erweiterung sei ein nachhaltiger Tourismus. Das Projekt stimme mit dem Raumkonzept Schweiz und den raumordnungspolitischen Zielen von Uri und Graubünden überein.
Nach Ansicht der Umweltverbände fehlten bei der Auflage aber wesentliche Unterlagen wie Masterplan, Nachhaltigkeitsbericht, Umweltverträglichkeitsbericht und auch die wirtschaftliche Beurteilung des Vorhabens durch die Hochschule St. Gallen.
Auswirkungen auf Natur nicht abschätzbar
Ohne diese Unterlagen, so schreiben die Umweltverbände, liessen sich die Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft nicht ernsthaft abschätzen. Die Basis für eine fundierte Stellungnahme habe somit gefehlt. Deshalb forderten sie in ihrer Stellungnahme sowie Ende Juni in einem Brief eine Wiederholung der Auflage mit vollständigen Unterlagen.
Enttäuscht
Laut Mitteilung der Umweltverbände haben die Kantonsregierungen am Dienstag anders entschieden und die Richtplananpassung genehmigt. Die Verbände sind enttäuscht. Sie stellen sich auf den Standpunkt, dass die Auflage die laut Raumplanungsgesetz vorgeschriebenen Mindestanforderungen für die Mitwirkung nicht erfüllt.

29.06.2011

Andermatt Swiss Alps informiert am 8. Juli

Achtung notieren: Am Freitag, 8. Juli 2011, orientiert Andermatt Swiss Alps AG im Sales und Info Center, Gotthardstrasse 2 in Andermatt über den Zwischenstand der Bautätigkeiten.

Programm:

Ab 10.30 Uhr Eintreffen, Kaffee und Gipfeli
11.00 Uhr Pressekonferenz

Anwesend:
  • Samih Sawiris, CEO und Chairman Orascom Development Holding AG
  • Gérard Jenni, Geschäftsführer Andermatt Swiss Alps AG
  • Bernhard Russi, Mitglied Verwaltungsrat Andermatt Swiss Alps und Skipisten-Architekt

12.00 Uhr Baustellenbesichtigung

im Anschluss Aperitif

Anmeldung
erwünscht bis spätestens Montag, 4. Juli 2011 an:

Sandra Hrovat, Andermatt Swiss Alps AG,
s.hrovat@andermatt-swissalps.ch, Fax: 041/874/17’07,
Telefon:
041/874’17’69

Kontakt:
Sandra Hrovat
Andermatt Swiss Alps AG
E-Mail: s.hrovat@andermatt-swissalps.ch
Fax: +41/41/874’17’07
Tel.: +41/41/874’17’69

24.06.2011

Das Runde muss ins Eckige

Den FC El Gouna hat Sawiris innert sechs Jahren von der 4. in die 1. ägyptische Liga geführt. Gleiches hat mit  Andermatt vor. Was Fussball sonst noch mit dem Resort im Urserntal zu tun hat, erfahren Sie in einem amüsanten und informativen Bericht von Herbert Imbach-Röbbeling.

14.06.2011

Alain Gozzer neuer Kommunikationsleiter

Am 1. September 2011 tritt Alain Gozzer die Stelle des Leiters Kommunikation bei der Andermatt Swiss Alps an und löst damit Ursi Ineichen ab, die das Unternehmen verlässt.

Alain Gozzer war zuletzt als Senior Consultant bei der PR-Agentur Weibel Communications in Zollikon tätig. Zuvor war er unter anderem Director of Public Relations von Mövenpick Hotels & Resorts.

Wer Alain Gozzer „befreunden“ will, findet ihn auf Facebook…

10.06.2011

Schlammschlacht

Der Zwist zwischen der Gemeinde Andermatt und den Zweitwohnungsbesitzern eskaliert. Alle Versuche, im Streit zwischen der Gemeinde Andermatt und ihren Ferienwohnungsbesitzern eine einvernehmliche Lösung zu finden, sind gescheitert. Nun sollen Richter über die umstrittene Beherbergungsgebühr in Andermatt urteilen. Die Zweitwohnungsbesitzer reichen Aufsichtsbeschwerde beim Kanton Uri ein.

08.06.2011

Orascom-Umatz halbiert

Die politischen Unruhen in Ägypten haben das Quartalsergebnis der Orascom massiv nach unten gedrückt. Der Umsatz halbierte sich, der Reingewinn sank auf Null.

06.06.2011

Oberalp-Skiarena weiter unter Beschuss

Kaum ist das Mitwirkungsverfahren angelaufen, kommen die Ausbaupläne der künftigen Oberalp-Skiarena heftig unter Beschuss.

Die Pläne, die Skigebiete am Oberalp auf Urner und auf Bündner Boden zusammenzuschliessen, gehen Umweltschützern und Alpinisten viel zu weit. Umweltverbände und der Schweizer Alpen-Club sehen irreversible Schäden an der Natur.

Keine flächendeckende ErschliessungMit einer einfachen Bahnverbindung zwischen den Skigebieten könnten sich die Organisationen einverstanden erklären, nicht aber mit einer flächendeckenden Erschliessung. Befürchtet wird eine nicht mehr zu behebende Schädigung der Natur durch Bahnbauten, Pistenplanierungen und Gastronomiebetriebe.

AbspeckenVerlangt werden deshalb ein abgespecktes Projekt und ein Verzicht auf die Erschliessung des St.-Anna-Gletschers westlich des Gemsstocks. Pro Natura Graubünden wird ausserdem den Plan der Touristiker bekämpfen, neben dem bereits erstellten Leuchtturm auch noch ein Rheinschiff auf die Passhöhe zu bringen.

26.05.2011

Ausbau Skigebiet: SP/Grüne-Fraktion fordert Marschhalt

Die SP/Grüne-Fraktion des Urner Landrats fordert einen Marschhalt beim Skiinfrastrukturprojekt Andermatt–Oberalp. Grund: Für eine seriöse Beurteilung fehlen ihr relevante Unterlagen.

Der Planungsprozess Skiinfrastrukturprojekt Andermatt–Oberalp geht der SP/Grüne-Fraktion zu schnell. Niemand sei gegen einen Ausbau und die Erneuerung dieser Anlagen, betonte Annaliese Russi (Grüne Uri, Altdorf) am 25. Mai im Urner Landrat. Die Umweltverbände hätten kein Interesse daran, das Verfahren zu verlängern oder das Projekt im Grundsatz zu verhindern. Aber: Wenn man die Umweltanliegen ernst nehmen wolle, sollten bei der Richtplanauflage alle Grundlagen zur Verfügung stehen, die für eine seriöse Beurteilung der Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit nötig seien, so Russi.

Für die SP/Grüne-Fraktion ist offensichtlich unverständlich, warum man mit der öffentlichen Auflage des Richtplans nicht zugewartet habe, bis diese wichtigen Grundlagen ebenfalls aufgezeigt werden könnten. Niemand kaufe nämlich gerne die Katze im Sack, sagte Interpellantin Russi.

Noch mehr Sesselrücken

Nicht nur Real Estat Chef Thorsten Wieting verlässt Sawiris wie gestern in diesem Blog berichtet. Auch Kommunikationsleiterin Ursi Ineichen springt ab.

Als Grund nannte sie gegenüber der Urner Zeitung «unterschiedliche Vorstellungen in der Kommunikationssstrategie». Ihr Nachfolger wird ab 1. September Alain Gozzer. Er verfügt über einen Master in Communication Management und hat mehr als zehn Jahre Erfahrung in Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit in Hotellerie, Tourismus, Sport und Mode. Unter anderem war er Director of Public Relations von Mövenpick Hotels & Resorts.

25.05.2011

Sesselrücken an der Verkaufsspitze

Sozusagen klammheimlich hat sich die Andermatt Swiss Alps (ASA) von ihrem Verkaufschef Thorsten Wietling getrennt. Dies nach nur einem Jahr.

Kommuniziert wurde der Abgang lediglich im Handelsregister vom 30. März. Kürzlich ging die SonntagsZeitung der Sache auf den Grund. Getrennt habe man sich im gegenseitigen Einvernehmen, betont ASA-Geschäftsführer gegenüber der SonntagsZeitung.

Zu wenig verkauft?
Verschiedene Immobilienändler orten den Grund für den Abgang in überhöhten Preisen, und dass es dem Verkauf nicht gelungen ist, die Reservationen schnell genug beurkunden zu lassen. Deshalb hätten sich Kaufinteressenten wieder zurückgezogen. Laut SonntagsZeitung wurden dieses Jahr bisher drei Verkäufe beurkundet. Die ASA spricht von einem Mehrfachen dieser Zahl. Gérard Jenni weist darauf hin, dass im Sommer umfassend informiert wird. Man darf gespannt sein.

Kein Wort über den neuen Verkaufsleiter
In der aktuellen Ausgabe des Kundenheftes stellt ASA zwei neue Mitarbeiter seines Verkaufsteams vor. Über den neuen Verkaufschef ist kein Wort zu lesen. Er heisst Jürg Maurer und war vorher Senior Sales Director Applications bei Oracle Software. Damit ist er in der Immobilienbranche ein unbeschriebenes Blatt. Für die ASA ist das offensichtlich kein Problem. Herr Maurer verfüge über die notwendigen menschlichen und beruflichen Voraussetzungen, um das Verkaufsteam und das internationale Maklernetz erfolgreich zu führen, so Gérard Jenni.gegenüber der SonntagsZeitung. Na dann: Viel Erfolg!


24.05.2011

Skiorte kritisieren Staatshilfe für Andermatt

Als Bedingung für die Modernisierung und Vergrösserung des Skigebietes Andermatt fordern Samih Sawiris und der schwedische Investor Skistar öffentliche Gelder. Bei einem Investitionsvolumen von 140 Mio. Franken in Andermatt müsste der Steuerzahler schätzungsweise für etwa 50 Mio. aufkommen.

Die Destinationen Zermatt, Davos und Engelberg wehren sich gegen die Staatshilfe für Andermatt. Christen Baumann, CEO der Zermatt Bergbahnen, bezeichnet diese Forderung in der SonntagsZeitung als Wettbewerbsverfälschung und kündigte Wiederstand an. Die Unterstützung kleiner Bahnen sei nicht vergleichbar mit der millionenschweren Subvention Andermatts.

12.05.2011

Ausbau Skigebiet: Stimmen aus dem WWW

Samih Sawiris, Investor, Videointerview im Tages Anzeiger:
«Jetzt müssen nur noch die Schweizer daran glauben.»


Prof. Christian Laesser, St. Gallen gegenbüer 20minuten:
«Will man die neuen Anlagen kostendeckend betreiben, ist ein hoher Cash-Flow nötig. Wo der herkommensoll, ist unklar.» Denn laut Lässer stagniert der Markt mit den Skitouristen in der Schweiz. Selbst wenn Sawiris‘ Feriendorf 2000 neue Betten mit ausländischen Gästen fülle, reiche dies nicht aus, um die geplanten Investitionen zu rechtfertigen. «Ich frage mich ernsthaft, wo die Auslastung herkommen soll.»

Thomas Küng, stellvertretender Geschäftsführer von Grischconsulta, einem auf Bergbahnen spezialisierten Beratungsunternehmen, in 20minuten: «Der Heimmarkt der Schweizer Skitouristen wird nicht grösser. Um eine derartige Investition zu rechtfertigen, braucht es eine hohe Grundauslastung des Skigebietes durch übernachtende Gäste.» Diese ist jedoch laut Küng selbst mit dem Resort noch zu klein.

Gérard Jenni, Geschäftsführer der Andermat Swiss Alps:
«Wir werden mit unserem Angebot die neuen Gäste bedienen und den anderen Skiegebieten Gäste abjagen.» Dabei legt man gemäss Jenni viel Wert auf ein weitläufiges Netz von Beschneiungsanlagen. (Anmerk. der Blogredaktion: Woher kommt dereinst all das Wasser?).

Feldwaldundwiesenblogger: «Jetzt noch die Ankündigung eines "Riesen-Skigebietes"! Dass da selbst der sonst sehr zurückhaltende Franz Steinegger skeptisch wird, freut mich. Es darf einfach nicht sein, dass man sich mit Geld alles erkaufen kann. Auch nicht die Natur!»

Heiri Höhner, Kommentar in 20minuten:
«Wer A sagt muss auch B sagen. Sie wollten den Sawiris, jetzt haben sie ihn. Aber wie kommt das typisch schweizerische Rosinenpicken zum Vorschein, doch eine jede Münze hat zwei Seiten, liebe Schweizer.»

Dave, Kommentar in 20minuten:
«Also da wird endlich mal ein Skigebiet ausgebaut (und zwar mit ausländischem Geld) und sofort wird gemeckert. Auf den meisten skipisten in der schweiz hats mittlerweile so viele Leute dass man kaum noch fahren kann! Ich freue mich auf jeden Fall mal nach Andermatt zu fahren wenn hoffentlich noch nicht so viele Leute dort sind....»


Ueli B., Kommentar in 20minuten:
«Aller spätestens dann, wenn die Alpen völlig zubetoniert und total verkabelt sind, werden die Touristen nicht mehr kommen. Und welche Jobs bitte? Schweizer arbeiten kaum im Tourismus und in der Hotellerie, also muss man noch mehr Ausländer einfliegen. Wer sagt diesem Irrsinn endlich Stop?»

Armin Forker, Kommentar NZZ Online:
«Für jedwede Investition mit Landschaftsverbrauch sollte eine Pflicht zur Renaturierung im Falle der Betriebseinstellung verankert werden. Dazu müssten die dafür notwendigen Geldmittel beizeiten auf ein Sperrkonto eingezahlt werden müssen (denn nach einem Konkurs wäre ja nichts mehr da). Dann würde von vornherein behutsamer geplant, und Landschaftszerstörung, die schwer wieder zu beheben ist, würde sich nicht mehr rentieren (z.B. die Heraussprengung autobahnähnlicher Trassen aus dem Fels).
Bisher läuft es so, dass Gewinne von privater Seite abgeschöpft werden, und am Ende bekommt die Öffentlichkeit die Ruinen und die verschandelte Gegend vor die Füße geworfen.»

Jean-Philippe Ducrey, Kommentar NZZ Online:
«In wenigen Jahren.... wird grosser Katenjammer aus Andermatt zu vernehmen sein.... Bauruinen, zerstörte Berglandschaften, Hoteliers und Barbesitzer vor dem Konkurs.... einzig die Ruhe wird wieder einkehren. Ein heutzutage sehr seltenes Gut....»

Boris Güttinger, Kommentar NZZ Online
«Die Förderung des Tourismus wurde in Andermatt über Jahrzehnte stark vernachlässigt. Viel zu lange stützte man sich auf die Einnahmequelle Armee. Man hat es schlicht und einfach verschlafen, ein zweites Standbein zu etablieren. Meiner Meinung kann Andermatt froh sein, dass Unternehmer wie Sawiris dies nachholen und damit auch Arbeitsplätze schaffen und einer Region Auftrieb verleihen. Die Infrastruktur in Andermatt ist nicht einmal auf durschnittlichem Niveau, wenn man mit anderen Tourismusregionen in der Schweiz vergleicht.»

Mark Mathis, Kommentar bazonline.ch:
«Will Andermatt ein Skiort des 21. Jahrhunderts werden, muss es entsprechende Liftanlagen erhalten und Pisten, die zeitgemäss präpariert und beschneit werden. Warum sollen die Urner an einem einzigen Ort nicht tun dürfen, was bei den Bündnern längst in jeder Ecke praktizieren? Verstehe ich nicht.»

Paul Jegerlehner, Kommentar bazonline.ch:
«Muss den diese wunderschöne Berglandschaft total zubetoniert werden.Hoffentlich erwachen die Andermatter langsam.Samih Sawiris hat vor,das Ganze mit einer Schwedischen Firma aufzuziehen.Sollte dies der Fall sein,werden zahlreiche einheimische Betriebe in Andermatt Pleite machen.Das beste Beispiel zeigt ja Meiringen Hasliberg.Alles neu teure Bahnen und Berggasthöfe und nun steht alles vor dem Konkurs.»

Fritz Fischer, Kommentar bazonline.ch:
«mal gaaanz langsam.. gäbe es Sawirih und sein Entrepreneurship nicht, wäre Andermatt in 10 Jahren noch immer was es mal war.. eine abgelegene "Armee-Mülldeponie", ohne Perspektive, ohne Zukunft und alle wandern aus... von daher macht das ganze Sinn .. besser wäre das Vorhaben aktiv zu unterstützen um bei der Gestaltung mitreden zu können.. als von der Ferne zugucken und dann jammern....»

Daniel Lehmann, Kommentar bazonline.ch:
«Tja, wer JA abstimmt muss, muss auch die Folgen schlucken
Es wäre naiv zu glauben, die reichen Gäste aus dem In- und Ausland gäben sich mit dem jetzigen Skigebiet und der einfachen Infrastruktur ab. Wahrscheinlich dämmert es vielen Urnern, dass sie damals weit mehr als ein paar m2 Land verkauft haben. Unternehmer die hunderte von Mio. investieren, nehmen keine Rücksicht auf lokale Befindlichkeiten.»
 

Ausbau Skigebiet wirft hohe Wellen

Sawiris und das Schwedische Unternehmen Skistar sollen eine Absichtserklärung unterschrieben haben, wonach 140 Mio Franken ins Skigebiet Andermatt-Sedrun investiert werden sollen. Kritik am Projekt kommt vom Schweizer Alpen-Club (SAC) und von Umweltverbänden. Die vorliegenden Pläne würden den gesetzlichen Anforderungen noch nicht genügen. Ebenfalls kritisch äusserte sich Sportbahnen-Präsident Franz Steinegger. Er zeigt sich zudem befremdet ob der Goldgräberstimmung im Uri und befürchtet jahrelange Defizite. Und auch die Leserbriefreaktion deuten auf wachsende Kritik am Projekt hin. Von Ausverkauf der Schweiz und Zubetonieren unseres Landes ist die Rede.

Derweil war auch zu lesen, dass die ersten neuen Anlagen bereits 2013 in Betrieb gehen könnten. Angesichts der Wellen, die das Projekt bereits heute wirft, wohl eine eher optimistische Annahme.

Blick online...
20 Minuten online...

Sawiris beunruhigt

Samih Sawiris eröffnet in Andermatt eine weitere Millionen-Baustelle. Stichwort: Verbund des Skigebietes Andermatt-Sedrun. Derweil sind die politischen Ereignisse in Ägypten beunruhigend.

09.05.2011

Katastrophen-Franz hebt Mahnfinger

Wenn Franz den Mahnfinger erhebt, bahnt sich eine Katastrophe an, so behaupten böse Zugen. Nun zeigt er ihn, den Mahnfinger. Die Rede ist von Franz Steinegger, Ex-FDP-Präsident und Präsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen. Er ist gegen einen «Ausbau auf  Vorrat» des Skigebiets in Andermatt. Er will etappenweise analog zur Nachfrage investieren. Mit dem geplanten Ausbau des Skigebiets in der Region Urserental-Oberalp-Sedrun für rund 200 Millionen Franken auf einen Schlag, seien sehr wahrscheinlich in den ersten fünf bis zehn Jahren Defizite programmiert, sagte Steinegger in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Diese müssten am Schluss die öffentliche Hand zahlen, oder sie würden zur Zahlungsunfähigkeit führen, ist er überzeugt.

Interview in der SonntagsZeitung...

 

02.05.2011

200 Millionen für Skigebiet

Orientierung über den geplanten Ausbau des Skigebietes heute Abend. Zur Erinnerung:
Für 200 Millionen Franken sollen die Skianlagen ausgebaut und erneuert werden. Jetzt kann die Bevölkerung zur Richtplananpassung Stellung nehmen.

28.04.2011

Ausbau Skigebiet: Richtplanverfahren eröffnet

Parallel zum Bau von Samih Sawiris' Feriendorf sollen bekanntlich in der Region Urserental-Oberalp-Sedrun auch die Skigebiete erweitert werden. Die Kantone Uri und Graubünden haben dazu das Richtplanverfahren eröffnet.

 Vorgesehen sind

·         18 Skilifte und Gondelbahnen acht bestehende würden ersetzt, zehn neu gebaut.
·         Dazu kommen Skipisten, Beschneiungsanlagen, Restaurants und weitere Infrastrukturmassnahmen.

Der grösste Ausbau findet auf Urner Boden statt. Ziel der Erweiterung sei es, einen nachhaltigen Tourismus in der Region anbieten zu können. Das Projekt stimme mit dem Raumkonzept Schweiz und den raumordnungspolitischen Zielen von Uri und Graubünden überein.

Stellungnahmen bis 26. Mai
Die Bevölkerung kann zur Richtplan-Anpassung bis am 26. Mai Stellung beziehen. Die ersten neuen Skianlagen sollen bereits Ende 2013 den Betrieb aufnehmen können.

26.04.2011

Abgesprungen?

Im Blog von Kommunikationsguru Klaus J. Stöhlker will ein gewisser Fidel Stöhlker erfahren haben, dass Samih Sawiris seine beiden Verkaufsbüros Ginesta Immobilien und Walde + Partner verloren hat. Die Gründe kennt der Fidel nicht. Aber er mutmasst: Wenn zwei renommierte Immobilienfirmen abtreten, müsse man davon ausgehen, dass irgendwas in Andermatt nicht planmässig verläuft und die Verkaufserwartungen nicht erfüllt werden.

Nun ja, vor Ort ist diesebzüglich noch nicht viel zu spüren. Die Bagger starten Werktag für Werktag punkt 7 Uhr ihre Motoren draussen beim Bäz. Andererseits hat Samih Sawiris auch die Zahlen über die laufenden Verkaufserfolge kürzlich von seiner Website genommen. Frische Nahrung also für die Gerüchteküche.

18.04.2011

Brennpunkte, Hoffnungsschimmer und gehörig Zunder

Brennpunkt Aegypten…
Während sich sein Heimatland nach dem Sturz Mubaraks neu zu ordnen versucht, verzichtet Sawris auf eine vertiefte Prognose zum Geschäftsgang in den nächsten Monaten. Gemäss Tages Anzeiger will Sawiris aber nach Möglichkeit verhindern, dass Orascom zu viel Geld aufnehmen muss, um die Krisensituation bewältigen zu können. An seinen Bauvorhaben in Europa hält er aber fest. Fest hält er auch an den Zielen für 2011 Im laufenden Jahr sollen Verkäufe und Reservation insgesamt 120 Millionen Fr. ausmachen. Zu Berichten um angebliche Probleme bei dem Vorhaben äusserte sich der ägyptische Investor nicht direkt. Orascom-Vizepräsident Amr Sheta sagte, die Entwicklung der Verkäufe verlaufe nicht «linear». Die Gesellschaft lege das Augenmerk aber weniger auf verkaufte Einheiten, sondern die Einnahmen.

Ein Hoffnungsschimmer aus Schweden…
Ein Schwedisches Unternehmen soll in Andermatt eventuell in moderne Skianlagen investieren. Es handelt sich dabei um niemanden Geringeren, als um den schwedischen Skigebiet-Marktführer Skistar.
Das Unternehmen hat offensichtlich bereits einen Businessplan erarbeitet, wie «10 vor 10» berichtete. Skistar betreibt sechs Skiresorts in Schweden und Norwegen, darunter das Resort im schwedischen Åre.

Im Zusammenhang mit dem Tourismusresort von Samih Sawiris sollen die Skianlagen in Andermatt für 200 Millionen Franken modernisiert und mit dem bündnerischen Sedrun zusammengeschlossen werden. Die Verhandlungen mit Skistar offenbar im Gange. Ein Entscheid soll in Kürze fallen.

Ferienwohnungsbesitzer geben Zunder…
Die Ferienwohnungsbesitzer in Andermatt sollen 20 Franken pro Quadratmeter Wohnung an Grundgebühren bezahlen. Massiv mehr als vorher. Das wollen sie aber nicht akzeptieren: Der Verein IG Zweitwohnungseigentümer Urserental beschloss am 16. April beschlossen, eine gerichtliche Beschwerde einzureichen, sollten die Gemeinderäte den Vollzug des neuen Tourismus-Reglements nicht aufschieben.

Einer der Gründe für den Konflikt: Die zusätzlichen Einnahmen sollen unter anderem ins Marketing der neuen Andermatt Gotthard Tourismus GmbH fliessen. Wesentlich davon profitieren würde das Resort von Samih Sawiris, so die Meinung vieler Ferienwohnungsbesitzer. «Es kann doch nicht in unserem Interesse sein, teure Werbekampagnen in Mailand, Berlin oder Tokio zu finanzieren», sagte Rinaldo Deplazes, einer der Betroffenen, gegenüber der «SonntagsZeitung».

Der heisse Blogtipp: Kauft Euch doch eine Ferienwohnung im Verzascatal statt in Andermatt.

15.04.2011

Düstere Aussichten für Orascom?

Düstere Aussichten für Samih Sawiris ortet zumindest der Blick in seiner Ausgabe vom 18. April. Grund: Der Umsatz von Orascom sank 2010 um 12 Prozent auf 516,1 Mio. Franken, wie Orascom heute bekannt gab. Ursachen für den Rückgang seien der starke Franken sowie Beteiligungsverkäufe. Zudem habe Orascom im Gegensatz zum Jahr 2009 nicht viel Land verkauft.

Werden einmalige Effekte und die ungünstige Währungsentwicklung herausgerechnet, sank der Umsatz um 2 Prozent auf 513,5 Mio. Franken.

Der Gewinn vor Minderheitsanteilen sank von 144,9 Mio. auf 122,3 Mio. Franken. Darin enthalten sind unter anderem ausserordentliche Rückstellungen wegen des Umsturzes in Ägypten von 15 Mio. Franken.

Im Hotel-Segment erhöhten sich Umsatz und Gewinn, während im Segment Immobilien und Bau diese beiden Kennziffern leicht rückläufig waren. Orascom besitzt 26 Hotels mit 6516 Zimmern.

Orascom will die internationale Expansion forcieren, wie es heisst. Das Unternehmen, welches 74 Prozent des Umsatzes in Ägypten erwirtschaftet, will sich geographisch stärker diversifizieren, um die Aktivitäten breiter abzustützen.

07.04.2011

Mehr Strom für Andermatt

Zwischen Göschenen und Andermatt ist 5. April 2011 eine neue Stromleitung in Betrieb genommen worden. Sie verdoppelt auf einen Schlag die Übertragungskapazität.

Die neue, 4,8 Kilometer lange 15-kV-Leitung wurde in den Wintermonaten gemeinsam von der Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA) und dem Elektrizitätswerk Ursern (EWU) erstellt. Die Kosten belaufen sich auf 800'000 Franken.

06.04.2011

3,1 Mio. reingebuttert

Leichte Unsicherheit scheint sich im Tourismusresort breit zu machen. Nachdem der Tages Anzeiger unlängst von rückläufigen Verkäufen berichtet hatte, musste die Urner Regierung am vergangenen Freitag auf eine Interpellation im Landrat antworten. Thema: Wieviel hat das Projekt den Kanton bisher gekostet? Gerechtfertigte Investitionen Die Antwort der Urner Regierung: In den letzten drei Jahren habe der Kanton im Zusammenhang mit dem Tourismusresort rund 3,1 Mio CHF aufgewendet. In einem Vertrag mit dem Sawiris-Unternehmen habe man sich auch geeinigt, dass sowohl Kanton wie auch Unternehmer ihre Aufwändungen selber bezahlen. Zudem betont die Regierung in ihrer Antwort, dass ein Teil ihrer Aufwendungen ohnehin hätten getätigt werden müssen. So seien das Verkehrskonzept Urserntal und die Abklärungen zum Hochwasserschutz lediglich vorgezogen worden. Sie erachte jedenfalls die Aufwendungen im Hinblick auf die Chancen des Projektes als gerechtfertigt. Regierung glaubt an Realisierung Die Urner Regierung glaubt nach wie vor an die Realisierung des Tourismusresorts Andermatt durch die Orascom Development Holding AG. Das Projekt sei nicht unmittelbar von der Finanzmärkten abhängig, hält sie fest. Allenfalls könnte sich der Bau etwas in die Länge ziehen. Grund: Das wirtschaftliche Umfeld könnte einen verzögernden Einfluss auf den Verkauf der Immobilien haben.

04.04.2011

Verkauf am Stocken?

Keine Angaben mehr über die Verkaufsfortschritte auf Samih Sawiris' Andermatt-Website. Wie "unser Aegypter" gegenüber dem Tages Anzeiger sagte, sei es schädlich für das Geschäft, die Fortschritte permanent im Internet zu zeigen. Gemäss Tages Anzeiger konnten seit Ende Januar keine zusätzlichen Umsätze mehr erzielt werden im Andermatt-Resort. Per 29. März sei die Zahl der verkauften oder reservierten Objekte sogar leicht zurückgegangen. Besonders auffällig ist laut Tagi, wie viele Reservationen für Appartements in den geplanten 42 Häusern abhanden gekommen sind. Die Reservations- und Verkaufszahlen werden künftig als Teil der Halbjahresberichte veröffentlicht. Der nächste Bericht ist für Juni geplant. Beitrag im Tagi...

30.03.2011

Winterschlaf vorbei: 57 Mio. Franken fliessen

Aufwachen! Die Bauarbeiten am "Chedi" gehen weiter. Andermatt Swiss Alps hat in den letzten Tagen Aufträge in Höhe von 57 Millionen Franken vorwiegend an Urner Unternehmen vergeben. Seit Montag wird in Andermatt wieder am Hotel "Chedi". Wie die Bauherrin Andermatt Swiss Alps den Medien mitteilte, stammt der Beton für das Hotel aus dem Nachbardorf Zumdorf. Auch sonst seien die Aufträge vorwiegend an im Kanton Uri ansässige Unternehmen vergeben worden.

21.03.2011

Unverschämt

Eine Frage des Blick nach seinem Verhältnis zu Mubarak-Regime bezeichnet Samih Sawiris als unverschämt. Was er sonst noch sagte im Interview erfahren sie hier...

17.03.2011

Besser informieren

Kritik aus dem Landrat für Uris Regierung in Bezug auf die Steuererleichterungen, die sie Samih Sawiris gewährt. Man erinnere sich: Uris Regierung vertitt den Standpunkt, dass Steuererleichterungen bei bedeutenden Interessen der Volkswirtschaft zulässig sind. Das Tourismusresort von Sawiris in Andermatt entspreche dieser Bedingung, so die Regierung. Im übrigen habe die Regierung die Finanzkommission (Fiko) des Landrates über die Steuerstrategie bei diesem Projekt orientiert. Allerdings unterstehe die Vereinbarung über die Befreiung von der Grunstückgewinnsteuer der Geheimhaltung. Deshalb könne der Inhalt nicht dem Ratsplenum bekannt gegeben werden. Kommunikation verbessern Im Landrat wurde am 16. März kritisiert, dass die Regierung den Begriff des Steuergeheimnisses sehr eng auslege und nichts zu den Eckpunkten der Vereinbarung sage. Alle Fraktionen waren sich einig, dass die Kommunikation durch die Regierung zu verbessern sei. Umfassende Information gefordert Der Sprecher der Fraktion von SP/Grünen bezeichnete Steuererleichterungen als nutzlos, undemokratisch und ungerecht. Fiko-Präsident Othmar Zgraggen (CVP) erwartet eine proaktive und umfassende Information seiner Kommission durch die Regierung. Bis jetzt sei diese nur auf Nachfragen hin informiert worden. Regierung will, aber darf nicht Finanzdirektor Josef Dittli zeigte Verständnis für die Kritik. Die Regierung würde gerne mehr sagen, meinte, dürfe aber von Gesetzes wegen nicht. Hinsichtlich der Kommunikation versprach er Verbesserung.

15.03.2011

Zahlen zum Geschäftsjahr haben Verspätung

Orascom verschiebt wegen der politischen Entwicklungen in Ägypten die Publikation seiner Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 sowie zum ersten Quartal 2011. Die Rechnungsprüfung bei den ägyptischen Töchtern verzögere sich. Die Prüfungen würden mit rund vier Wochen Verspätung beendet, teilte das Unternehmen mit. Die Zahlen zum Abschluss 2011 werden nun am 15. April 2011 veröffentlicht, statt, wie bisher vorgesehen, am 31. März. Die Generalversammlung wird vom 10. Mai auf den 23. Mai 2011 verschoben.

18.02.2011

Steuererleichterungen geben weiter zu reden

Die Steuererleichterungen für Sawiris‘ Andermatt Swiss Alps geben weiter zu reden. Wird da mit zwei verschiedenen Ellen gemessen? Der Urner Landrat ortet eine Unzufriedenheit in der Bevölkerung und verlangt eine offene und transparente Kommunikation seitens der Regierung. Die vier Chefs des Landrats haben deshalb gemeinsam eine Interpellation eingereicht.

09.02.2011

Architekturwettbewerb soll „old“ und „new“ Andermatt verbinden

Zwischen dem heutigen Andermatt und dem künftigen Resort befindet sich ein tief liegendes, dreieckiges Gelände, das von der Umfahrungsstrasse, dem Gleisfeld des Bahnhofs und der Kantonsstrasse umgeben wird. Gemäss Meidnenmitteilung von Andermatt Swiss Alps AG kommt eben diesem Geklände eine wichtige Funktion zu. Es verbinde das bestehende Dorf mit dem Ferienresort und sei damit von zentraler Bedeutung.Dieses „goldene“ Dreieck soll zur eigentlichen Begegnungszone gemacht werden. Ein Ort wo sich die Einheimischen mit den Feriengästen treffen (..). Für dieses Areal schreibt die Andermatt Swiss Alps AG einen internationalen Planungs- und Architekturwettbewerb aus. Gefragt sind städtebauliche Konzepte, „die einen attraktiven Nutzungsmix und eine interessante räumliche Gestaltung aufweisen“. Dabei geht es etwa um Freizeitanlagen, Flaniermeilen, Grünbereiche und Dienstleistungsangebote. Der zweistufige Planungs‐ und Architekturwettbewerb wird anonym abgehalten. Aus den eingegangenen Vorschlägen wählt die Jury zwischen fünf und fünfzehn Projekte aus, die in der zweiten Wettbewerbsphase auf Projektstufe weiterbearbeitet werden. Erst die Ergebnisse der Phase 1 führen zum definitiven Programm für die Phase 2, die im Sommer startet. Neben der Andermatt Swiss Alps AG, die als Auftraggeberin zeichnet, sind auch massgebliche Landbesitzer und Interessenvertreter in das Verfahren involviert, unter anderem der Kanton Uri, die Gemeinde Andermatt, die Matterhorn Gotthard‐Bahn, die Andermatt‐Gotthard Sportbahnen, der Bund, die Armasuisse, das Bundesamt für Strassen sowie die Andermatt Tourismus AG. Mit definitiven Ergebnissen wird diesen Winter gerechnet.

08.02.2011

Noch ein Luxushotel

Ob der Turbulenzen am Nil wärs fast vergessen gegangen. Sawiris ist dabei ein weiteres Luxushotel nach Andermatt zu bringen. Diesmal handelt es sich um die deutsche Luxushotelkette "Steigenberger". Ein Absichtserklärung ist gemäss Gérard Jenni, Geschäftsführer der Andermatt Swiss Alps AG, unterzeichnet. Das neue Hotel kommt gegenüber dem künftigen Sportcenter zu stehen und soll drei Gebäude umfassen. Damit wären wir (zumindest auf Papier) nach dem Radisson Blu und dem Chedi bei Nummer drei angelangt.

07.02.2011

Massenproteste kein Einfluss auf Andermatt-Resort

Die Massenproteste in Ägypten haben keine Auswirkungen auf sein Tourismusprojekt in Andermatt. So Samih Sawiris gegenüber der Sonntagszeitung. Sollte die Krise jedoch nicht rasch abklingen, werde seine Holding im Hotelgeschäft im ersten Quartal 2011 aber rund ein Viertel weniger Einnahmen erzielen. Die Hotelerträge machten aber nicht mehr als 40 Prozent der Gesamterträge der Orascom Development Holding (ODH) aus. P.S. Samih, kannst die Bagger wieder auffahren lassen. Derzeit, ob der Frühlingstemperaturen, fast kein Schnee mehr im Talboden. Die Spuren der Golfplatzbaustelle sind unübersehbar.

02.02.2011

Wo ist Samih Sawiris?

Der Verbleib „unseres“ Investors gab zu Spekulationen Anlass. Der arabische Sender Al Jazira hatte gemeldet, dass Sawiris samt Familie Aegypten verlassen habe. Aber das Gegenteil ist der Fall. Gemäss Basler Zeitung hat Sawiris einen Kurzurlaub in der Karibik abgebrochen und beobachtet nun von El Gouna aus das Geschehen in seinem Land. Und wie wird sich die Lage in Aegypten entwickeln? Das sei eine „ein Millionen Dollar Frage“, so Sawiris. Er kann die Frage nicht beantworten. Die Entwicklung in Aegypten ist eines. Aber wie werden sich die Unruhen auf Sawiris‘ Resorts auswirken? Immerhin fliessen 80 Prozent der Orascom-Erträge aus Aegypten selbst. Antwort gibt in der BAZ Finanzanalyst Patrick Hasenböhler von der Bank Sarasin: Variante 1: Im besten Fall normalisiere sich die Lage in Ägypten innert Wochen oder weniger Monate. Dann könne das Geschäft mit den Touristen ungehindert weitergehen. Orascom müsste dann lediglich geringfügig schlechtere Ertragszahlen ausweisen. Variante 2: Im schlimmsten Fall könnte es zu Verstaatlichungen und/oder zur Vertreibung von Reichen aus Ägypten kommen. Dann kämen Sawiris' Geschäfte weitgehend zum Erliegen. Sawiris glaubt nicht an eine solche Entwicklung. In der BAZ sagt er, Ägypten sei heute in starkem Mass abhängig von der Wirtschaftsleistung des Privatsektors. Wer die Privatwirtschaft zerstöre, zerstöre gleichzeitig den Staat. Daran habe keine Gruppierung ein Interesse. Im Übrigen habe Orascom Development genügend finanzielle Mittel, um eine Durststrecke von mindestens eineinhalb Jahren zu überstehen. So lange müssten auch keine Abstriche an Projekten in anderen Ländern gemacht werden. Übrigens, gestern war Sawiris' Unternehmen «Andermatt Swiss Alps» vom Mailverkehr abgeschnitten. Der Mailserver befindet sich in Ägypten, wo die Regierung das Internet gekappt hat. Spezialisten arbeiten nun daran, die Daten auf einen Schweizer Server zu laden. Beitrag in auf BAZ online...

01.02.2011

Steuern: Des Einen Freud, des Andern Leid

Der Vollständigkeit halber seis vermeldet: Andermatt Swiss Alps AG profitiert von massiven Steuererleichterungen. Das berichtete die „Sonntagszeitung“. Die Urner Regierung selbst hat die Sache mittlerweile direkt ins rechte Licht gerückt. Sawiris soll mit der Steuererleichterung zwischen 75 und 125 Millionen Franken sparen. Das dürfte ihm willkommen sein. Denn bestimmt tauchen die Umsätze in El Gouna in nächster Zeit in den Keller. Und noch was: In Aegypten werden die Handy-Netze momentan gestört. Das dürfte den Chef wirklich ärgern, managt er doch seine Firma bekanntlich hauptsächlich per Handy und SMS. Aber keine Bange: Sein Bruder Naguib, der gross im Telekomgeschäft steckt (genau, derjenige, der kürzlich eine tolle Villa in Andermatt erstanden hat), hat sicher noch ein kleines Alternativmobilnetz in der Hinterhand. Mehr zum Steuer-Deal…

27.01.2011

Das geflügelte Wort

«Wir sind nicht gekommen, um kurzfristig ein abgeschlossenes Projekt zu realisieren, sondern um hier zu bleiben.» (Falls die Unruhen in Aegypten weiter eskalieren, landet vielleicht sein ganzer Clan in Andermatt).

Jedes Jahr 100 Millionen

Er müsse in den nächsten vier bis fünf Jahren jährlich Eigentumswohnungen und Appartements im Umfang von mindestens 100 Millionen Franken verkaufen, um nicht in einen Finanzierungsengpass zu gelangen, sagt Sawiris in einem Interview mit der NZZ. Und: Er habe einen langen Atem. Was er sonst noch sagte, finden Sie hier…

26.01.2011

Verkaufsziel dank Bruder erreicht

Gerade eine riesen News war der für heute (Mittwoch, 26.01.) angekündigte Big Bang über den Villenverkauf ja nicht. Nur dank Bruder Naguib konnte sich Sawiris über die selbstgesteckte Verkaufsziellinie 2010 retten. Aber eines scheint Sawiris aus der Medienberichterstattung der letzten Tage und Wochen gelernt zu haben. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Liest man seine aktuellen Statements, so stellt man fest, dass er in seinen Aussagen etwas vorsichtiger geworden als auch schon. Ein paar Schleierwolken ziehen übers Gesicht des ägyptischen Sunnyboys. Bericht NZZ online...

Reservationen und Verkäufe wieder online

Am letzten Freitag hatte das Management der Andermatt Swiss Alps AG die Angaben zu den Reservationen und Verkäufen von Hotel-Luxusappartements und Ferienwohnungen vom Netz genommen. Jetzt sind die Zahlen aktualisiert wieder online verfügbar. Gemäss Stand vom 25. Januar sind nach wie vor 5 der geplanten 120 Appartements im Hotelkomplex The Chedi verkauft, aber nur noch 10 reserviert. Vorher war die Rede von 12.

25.01.2011

Kauft Sawiris den FC Luzern?

Fetter Titel heute im Blick. Inklusive Kurzinterview mit FCL-Boss Stierli, der gerade in El Gouna im Trainingslager weilt mit seiner Mannschaft. Mehr noch: Stierli meint (gemäss Blick): Es liegt was in der Luft. Man merke: Wo Luft reingeht, kann auch Luft rausgehn. (P.S. Wann saniert Sawiris endlich den HC Ambri-Piotta?) Zum Blick...

Die Andermatter dürfen bleiben - als Deko

Ein netter Beitrag der ARD über den Mann, der "ein halbes Tal kaufte". Deutsch und direkt. Zum Beitrag...

24.01.2011

Steife Brise für Sawiris

Die Bise weht Sawiris wieder kälter ins Gesicht. Zumindest aus den Medien. Grund: Ein kritischer Bericht zu den Immobilienverkäufen im Tages Anzeiger vom 22. Januar. Vielleicht hat unser Ägypter ja zuviel der guten Botschaften verbreitet zum Verkaufsstart seiner Immobilien. 24 von den 120 Appartements im „The Chedi“ seien innert Wochen verkauft worden, hiess es. Dazu 9 der geplanten 490 Ferienwohnungen in der benachbarten Siedlung in „New Andermatt“. Reserviert ist nicht verkauft Der erste Warnschuss kam dann bereits Ende 2010. Sawiris musste zurückkrebsen. Denn: Sein Unternehmen deklarierte Einheite als „verkauft“, die lediglich reserviert waren. Reservationen sind wohl oder übel rechtlich nicht verbindlich und dürften rechtens nicht als Verkäufe deklariert werden. Besonders wenn hinter den vermeintlichen Verkäufen ein börsenkotiertes Unternehmen wie Sawiris‘ Orsacom steht. Erst 9 Chedi-Appartments verkauft Gut 9 Monate nach Verkaufsstart sind im Chedi gerade mal 9 Appartments tatsächlich verkauft. Weitere 25 sind reserviert. Gemäss Tagi stockt der Absatz – trotz Marketing-Offensive in Deutschland, England und Italien. Zwar, so der Tagesanzeiger, gab es Mitte Januar inner einer Woche sieben neue Reservationen. Gleichzeitig machten jedoch sechs Annulationen den Fortschritt praktisch zunichte. Erfolgsmeldungen an Medienkonferenz Jetzt reagiert Sawiris. Am Mittwoch, 26. Januar, soll an einer Medienkonferenz frohe Kunde verbreitet werden. Gemäss einem Informanten aus der Sawiris-Equipe soll es nämlich gelungen sein, etliche Villen zu verkaufen. Jede kostet 10-20 Millionen Franken. Man darf also gespannt sein. Fachleute sind vorsichtig Wie beurteilen die Fachleute die Entwicklung in Andermatt? Im Tages Anzeiger geben sie sich vorsichtig. Es gebe heute ein Überangebot an Ferienwohnungen, so ihr Tenor. Und: Andermatt sei eben international keine eingeführte Marke wie Gstaad, Davos oder St. Moritz. Deshalb brauche es besondere Anstrengungen. Als positiv bewerten die Fachleute jedoch, dass es im Sawiris-Andermatt für den Verkauf von Zweitwohnungen keine Ausländerbeschränkung gibt. Das könnte potenzielle Käufer anziehen. Grund: Euro-Schwäche und langfristiges Parikieren von Vermögen in der Schweiz. Verkaufs- und Reservationsinformation vom Netz genommen Nachdem der Tages Anzeiger der für den Bau des Resorts zuständige „Andermatt Swiss Alps AG“ schriftlich fragen zur Entwicklung der Verkäufe gestellt hatte, nahm das Unternehmen kurzerhand sämtliche Verkaufs- und Reservierungsangaben zu den Hotelappartements und Ferienwohnungen vom Netz. Lassen wir uns am kommenden Mittwoch überraschen.

18.01.2011

Investor schreibt Dorfarzt

Am 12. Januar erschien im Urner Wochenblatt ein interessanter Leserbrief. Absender war niemand Geringerer als Samih Sawiris. Der Empfänger: sein grösster Kritiker, der Andermatter Dorfarzt Dr. Andreas von Schulthess. Von Schulthess hatte kurz zuvor Sawiris selbst wieder einmal in einem Leserbrief angegriffen. So wie es aussieht, wird das Urner Wochenblatt zur Plattform für Resortdebatten zwischen dem Bergdoktor und dem Prinz aus 1001 Nacht. Die Zeitung als Dialogmedium lebt also weiter. Schön. Aber nun zum Inhalt: Dass Dr. von Schulthess Sawiris „Salamitaktik“ und ein „Spiel mit verdeckten Karten“ vorgeworfen hatte, konnte der Investor natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Und auch dass er eine „Immobilienblase“ kreieren und das Dorf zudem verunstalten würde stiess dem Ägypter sauer auf. Ganz grob hielt er fest: …dass sich weder Immobilienfachleute der CS oder anderer Finanzinstitute kritisch zum Resortprojekt in Andermatt geäusssrt haben. Im Gegenteil: Sein Projekt in Andermatt werde als zukunftsweisend bewertet, so Sawiris. Überhaupt, das seit über 20 Jahren bewährte Konzept von Orascom Development verhindere Immobilienblasen. …dass sich Orsacom möglicher negativer Folgen der Immobilienpreissteigerung in Andermatt bewusst sei. Deshalb habe man 10% der Wohnungen, die gebaut werden, für 50%. Zudem habe die Gemeinde im Dorfkern einen 50-Prozent-Erstwohnungsanteil ausgeschieden, was eine unkontrollierte Entwicklung verhindere (wobei sich diese Quote offensichtlich leicht umgehen lässt). …dass dank dem Projekt in Andermatt Arbeitslätze geschaffen werden. Wir dürfen mit Spannung auf die Reaktion von Dr. von Schulthess warten. Fortsetzung folgt. Bestimmt.

27.12.2010

Mann kann hier auf alle und alles zählen

"Man kann hier auf alle und alles zählen", sagt Samih Sawiris in einem Interview mit der Weltwoche. Und: Er sieht die grösste Stärke von uns Eidgenossen in unserer Disziplin. Unser grösste Schwäche: unsere ständige Lust am uns selbst kritisieren. O wie wahr, guter Samih. Ein schönes Wort im Hinblick auf das Jahresende.

21.12.2010

Sawiris überweist 1,5 Millionen

Als Samih Sawiris letzte Woche zum Telefon griff und anbot, 20 Prozent auf das Total bei "Jeder Rappen zählt" zu legen, hatte er wohl kaum an 1,5 Millionen gedacht, die er auf den Tisch blättern muss. Gegenüber dem Blick jedenfalls meinte er, dass er die Sache schon etwas unterschätzt habe. Egal, der Mann hats ja. Im schlimmsten Fall kann er ja die Wohnungspreise in Andermatt etwas anheben. Tue Gutes und sprich darüber. Einmal mehr ist ihm das gelungen. Die Medien haben es ihm mit einer veritablen PR-Kampagne gedankt. Sein Werberappen zahlt sich aus: für die bedürtigen Kinder wie für ihn selbst. Übrigens, zu den anderthalb Kisten kommen nochmals 15'556 Franken. Für diesen Betrag wurde Sawiris nämlich ersteigert auf Ricardo.

17.12.2010

Jetzt Samih Sawiris ersteigern!

Samih Sawiris scheint seinen Narren an "Jeder Rappen zählt" gefressen zu haben. Jetzt kann man den guten Mann auf Ricardo ersteigern. Also, nicht ihn selbst, aber er führt den Meistbietenden bzw. die Meistbietende ins Resortprojekt ein. Und zwar persönlich. The man himself. Derzeit (Freitag, 07.00 Uhr) ist man für gut 9'000 Fränkli dabei. Ein Schnäppchen. Zur Auktion...

16.12.2010

Grosszügiger Sawiris

Gestern um 13.36 rief Samih Sawiris in der Live-Show zur grossen Spendenaktion "Jeder Rappen zählt" an: "Sagen Sie mir wie viel Sie am Ende der Aktion am Samstag gesammelt haben, ich lege dann noch einmal 20 Prozent drauf", hängte auf und stob davon. Letztes Jahr sammelte die Aktion 7 Millionen Schweizer Franken! 20 Prozent davon wären also sage und schreibe 1,4 Millionen Franken! Da sag noch einer was. Die ganze Geschichte im Blick...

06.12.2010

Jenni neu im AGS-Verwaltungsrat

Gérard Jenni, Chef der Sawiris-Firma Swiss Alps AG, ist neu in den Verwaltungsrat der Sportbahnen AG (AGS) gewählt worden. Gemäss VR-Präsident Franz Steinegger bedeutet die Einsitznahme von Jenni aber keineswegs eine Übernahme der Sportbahnen durch Sawiris. Grösste Aktionäre seien nach wie vor die Korporation Urseren und das Elektrizitätswerk Urseren. Ebenfalls neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde der künftige Andermatter Gemeindepräsident Roger Nager.

27.11.2010

1800 neue Jobs

Die Urner Kantonalbank schätzt, dass im Resort von Samih Sawiris dereinst 1800 neue Stellen geschaffen werden. Ein Drittel davon saisonale Stellen. Allgemein kommt die Urner Kantonalbank zum Schluss, dass das Resort weniger Wertschöpfung und Stellen generieren wird als ursprünglich angenommen. Eine weitere Erkenntnis: Uris Bevölkerung könnte bis 2020 um 4700 Personen wachsen.

24.11.2010

Presse drückt Aktie

Nach dem Bericht in der Sonntagspresse über die etwas verwässerten Aussagen von Orascom zu den Verkäufen – pardon, Reservationen - im Andermatt-Resort, tauchte die Orascom-Aktie am Montag über 2 Prozent. Die Nervosität der Anleger zeigt, wie sehr die «Sawiris-Aktie» am Erfolg des Milliarden-Projekts in Andermatt gemessen wird. Auch am Dienstag stand die Orascom-Aktie mehrheitlich auf dem Verkaufsblatt und verlor bis zu 2,4 Prozent. Thorsten Wietig, Verkaufschef der Andermatt Swiss Alps wehrte sich zwar gegen die Berichte, aber wie die Börsenkurse zeigen, bleibt ein schaler Beigeschmack an der Sache. Nun, man wird sehen. Laut Orascom sind mehr als 60 Prozent der anvisierten Verkäufe von 100 Mio. Franken für die ersten 12 Monate erreicht. Irgendwann müssen die Reservationen dann mal als Verkäufe verbucht werden. Spätestens dann wird abgerechnet. Mehr zum Thema auf cash.ch

22.11.2010

Noch keine Wohnung verkauft

In den letzten Wochen wurden in den Medien immer wieder Meldungen publik, wie toll der Verkauf von Wohnungen im künftigen «Neu-Andermatt» von Samih Sawiris angelaufen sei. Eine heikle Aussage. Denn verkauft wurde bisher offensichtlich noch keine einzige Wohnung. Gemäss Amt für Grundbuch wurde nämlich bis dato kein einziger Kaufvertrag angemeldet. Sicher, die als verkauft vermeldeten Einheiten mögen dereinst tatsächlich verkauft werden. Vorerst sind sie jedoch erst reserviert. Das ist ein Unterschied. Denn ein Kauf bzw.Verkauf ist erst rechtsgültig, wenn der Vertrag schriftlich abgeschlossen und im Grundbuch notariell beurkundet ist. Ein Reservation ist allenfalls moralisch aber nicht rechtlich bindend. Unsaubere Spekulation? Wie wir alle wissen, ist Orascom ein börsenkotiertes Unternehmen. Der Berner Professor für Wirtschaftsrecht Peter V. Kunz beurteilt Sawiris‘ Aussagen über die angeblichen Verkäufe in der Sonntagszeitung entsprechend hat, nämlich als «offensichtliche Spekulationen oder Bluffen». Weil aber Orascom in der Schweiz kotiert sei, müsse Sawiris keine rechtlichen Konsequenzen fürchten. In den USA und in Deutschland sähe die Sache anders aus. Bericht in der Sonntagszeitung

19.11.2010

Hacktätschli und Villen vom Milliardär

Sawiris sprach diversen Berner Medien über seine neue Wohnung an der Storchengasse in Zürich, über Hacktätschli und seine panische Angst vor dem Verkaufsstart des Anderamtt Resorts. Den Artikel lesen…

15.11.2010

Sawiris prüft Olympia-Machbarkeit

Samih Sawiris' Firma Orascom Development hat eine Vorabklärung zur Machbarkeit von Olympischen Spielen in der Zentralschweiz in Auftrag gegeben. Orascom-Verwaltungsrat Franz Egle bestätigt gegenüber der «SonntagsZeitung»: «Orascom finanziert diese Vorabklärung, die in nächster Zeit vorliegen wird.»

09.11.2010

Orascom weniger verdient

Orascom hat in den ersten drei Quartalen 2010 neun Prozent weniger verdient und umgesetzt. In Andermatt läuft der Verkauf allerding gut, wie das Unternehmen meldete. Bereits sollen Wohnungsreservationen im Wert von 62 Mio. Franken vorliegen. 24 Einheiten wurde verkauft. Bis Ende Jahr soll die 100 Mio.-Marke geknackt werden. Auch eine erste Villa soll bereits einen Käufer gefunden haben. Von dieser einen verkaufen Villa war jedoch schon verschiedentlich in der Presse zu lesen. Offensichtlich gehört die zum festen Baustein der Orascom-Medienmitteilungen. Keine weiteren Baubewilligungen? Wie aber aus Kreisen der Baukommission zu hören ist, fehlt nach wie vor die Eingabe fürs Hallenbad/Sportzentrum. Solange diese Eingabe nicht vorliege, würden keine weiteren Baubewilligungen mehr erteilt, so ein Insider.

01.11.2010

Porta Gottardo auzum X-ten

Der Lift aus vom heutigen Gotthardtunnel hinauf nach Andermatt ist wurde wieder mal aufgegriffen. Diesmal von einem Schwyzer Bahnfan. Die Idee ist nicht neu. Bereits im Dezember 2007 wurde sie in diesem Blog beleuchtet. Und auch im Urner Wochenblatt stand schon darüber zu lesen. Die Resort-Macher sollten sich wirklich mal ernsthaft damit auseinandersetzen. Denn die Porta Alpina vom Neat-Tunnel hoch nach Sedrun dürfte auch längerfristig utopisch bleiben. Auch wenn Samih Sawiris persönlich bereit ist, ein paar Fränkli einzuschiessen. Auf der anderen Seite könnte die Gotthard Bergstrecke mit der Umsetzung der Idee - auch nach der Fertigstellung des Neat-Tunnels sogar an Attraktivität zulegen. Sowohl punkto touristische Ausstrahlungwie auch aus ökologischer Sicht wäre das ein Gewinn fürs künftige Resort. Aber: Bei Orascom gibt man sich zurückhaltend. Schade. Man ist wohl der Ansicht, dass die Reichen und Schönen lieber mit dem Luxus-SUV nach New Andermatt fahren, als in einem finsteren Tunnel in einen Lift umsteigen. Meldun auf zisch.ch…