30.10.2007

Knackpunkt Bahnhof

Zurzeit beschäftigt Samih Sawiris der Andermatter Bahnhof, der zwischen dem "neuen" und "alten" Dorf steht. Es sei eine grosse Herausforderung, das Resort und das Dorf zu verbinden.
Sawiris am Symposium des Innterschweizer Heimatschutzes: «Wenn wir das nicht schaffen, haben wir versagt.» In Gesprächen werde nun nach einer guten Lösung gesucht.

Andermatt Vorzeigeprojekt für Europa

«Wir wollen in Andermatt ein Prachtstück schaffen. Damit haben wir die Chance, weiterhin in Europa tätig zu sein», sagte Sawiris am 26. Oktober anlässlich des Symposiums des Innerschweizer Heimatschutzes in Luzern. So sei auch seine am Roten Meer gebaute Feriendestination El Gouna zu einem Aushängeschild mit Vorzeigecharakter geworden. Keine Monokultur schaffen Weiter sagte er, dass er eine Monokultur um jeden Preis vermeiden will, weil dies das Resort kaputt machen würde. «Deshalb werde ich vorsichtig sein», erklärte Sawiris. «Es sollen Leute aus möglichst vielen verschiedenen Ländern nach Andermatt kommen, und nicht nur eine Gruppe.» Pressebericht Symposium Innerschweizer Heimatschutz

29.10.2007

Künstler der Komplexitätsreduktion

In der Nummer 39 der Weltwoche hat Bruno Ziauddin versucht, Samih Sawiris zu porträtieren. Er charakterisiert die Persönlichkeit des „Pharao von Andermatt“ wie folgt:

„Tatsächlich vereint Samih Sawiris zwei eher gegensätzliche Charaktertypen auf sich: den verspielten, mit selbsironischer Distanz kokettierenden Intellektuellen, schöngeistig und bibliophil. Und den Typus des unverzagten Geschäftsmannes, der sich nicht durch ein Labyrinth von Zweifeln und Selbstzweifeln kämpfen muss, bis er zu einem Entscheid gelangt, der eine ausgeprägte Fähigkeit zur Komplexitätsreduktion besitzt und zu einer binären Betrachtungsweise (gute Idee, schlechte Idee, verkauft sich, verkauft sich nicht).“

Ansturm auf Villen?

Während über die offiziellen Kanäle in den letzten Tagen nichts zu vernehmen ist, verlautet aus gutinformierten Quellen, dass der Ansturm v.a. auf die geplanten Resort-Villen sehr gross sein soll. Fast alle geplanten Villen seien so gut wie verkauft. Erstaunlich bei Kaufpreise von 2-5 Mio. Franken. Auf welcher Strasse mag das Geld wohl liegen?

22.10.2007

Bernhard Russi baut eigenes "Resort"

Während Samih Sawiris "Neuandermatt" plant, baut sich Ex-Skiass Bernhard Russi ein kleines Heimetli. Weitab vom Tourismustrubel aud den Wildenmatten. Artikel auf zisch.ch

Trotz Sawiris braucht Uri Investitionen

Der Urner Tourismus ist im Aufwind. Nicht zuletzt dank Samih Sawiris. Dennoch, im Kanton Uri braucht es noch Investitionen. Tendenziell dürfte 2007 eines der besten Urner Tourismusjahre werden. Im ganzen Kanton konnten bei den Übernachtungszahlen ein- und sogar zweistellige Zuwachsraten verbucht werden. Gemäss Andreas Banholzer von Tourist Info Uri geht es seit 2002 aufwärts. Bald auf Spitzenniveau Geht es so weiter, befindet sich der Kanton Uri punkto Tourismus wieder auf dem Spitzenniveau der Neunzigerjahre. Gründe: In den letzten Jahren ist es dem Kanton Uri gelungen, gute und grössere Events zu lancieren. Das hat mit Kulturschweiz im Jahr 2004 angefangen und sich bis heute weitergezogen. Investitionen sind notwendig Obwohl es so gut läuft, braucht es aus Sicht Banholzers noch ein Tourismusgesetz. Denn: Die Tourismusbranche sei eine der wenigen, die im Kanton wachse. Das heisst: Nicht zurücklehen und hoffen, dass mit Sawiris alles gut kommt. Vor allem bei der Koordination und der überregionalen Vermarktung besteht im Kanton Nachholbedarf. Genau darauf zielt das Toruismusgesetz ab: eine gesamthafte Förderung des Tourismus. Gemäss Banholzer würd dies den wirtschaftlichen Kreislauf antreiben.

Mehr Touristen heisst mehr Abwasser

Nach dem Bau von Samih Sawiris Ferienresort gäbe es in Andermatt nicht nur mehr Touristen, sondern auch zusätzliches Abwasser. Abwasser Uri plant bereits für Andermatt. Das geplante Ferienresort brint dereinst nicht nur mehr Touristen, sondern auch eine zusätzliche Menge an Abwasser, für welche die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Andermatt aber nicht ausgelegt ist. Selbst die reduzierte Militärbelegung schafft keine freie Kapazität, da das VBS weiterhin auf sein Kontingent Anspruch erhebt. Erweiterung ARA Andermatt Somit bleibt nur eine Erweiterung der ARA Andermatt. Das kantonale Umweltgesetz regelt die Zuständigkeiten auf Ende 2009 neu. Per 1. Januar 2010 fällt somit die ARA Andermatt in die Zuständigkeit der Abwasser Uri. Um eine durchgehende Zuständigkeit auch während der Planung zu gewährleisten, beantragte die Gemeinde Andermatt, dass die Abwasser Uri die Projektzuständigkeit bereits heute schon übernimmt. Zum Artikel

Ein kleiner Sawiris für Goms

Das Walliser Skigebiet Erner Galen ist gerettet. Der britische Unternehmer Bruno Prior zahlt einen Franken für die maroden Bahnen – und hat grosse Pläne. Was für Andermatt Samih Sawiris ist, ist in Ernen der Briten Bruno Prior. Beide wollen verschlafene Alpendörfern touristisch aufwecken. Sawiris mit seinen Milliarden, Prior mit seinen Millionen. Ihren Anfang nahm die Geschichte im März. Heinz Seiler, Präsident der Sportbahnen Erner Galen, schaltet ein Inserat: «Wir verschenken ein Stück Wallis». Ein ganzes Skigebiet sei zu haben, samt Bahnen, Pistenfahrzeugen, Bergbeiz und Schneekanone. Einzige Bedingung: Der Beschenkte muss die Sportbahn-AG samt ihren 12 Angestellten weiter führen. Das Echo war riesig; Ernen und sein Geschenk waren nicht nur in der Schweiz ein Thema, ausländische Zeitung berichteten ebenfalls prominent über Seilers Idee – auch die britische «Times». Viel Glück nach Ernen! Artikel im Tages Anzeiger

18.10.2007

Kulturhäppchen: Ramadan in Kairo

Ramadan in Kairo. Fastenmonat der Muslime. Was aber macht ein christlicher Kopte wie Samih Sawiris in dieser Zeit des Stillstehens, Ruhens und der Enthaltsamkeit der islamischen Gemeinschaft?

Soviel vorweg: Die christlichen Ägypter machen den Ramadan wohl oder übel mit. Wie die Muslims schliessen sie ihre Läden bereits am frühen Nachmittag und gehen nach Hause. Aber: Während sich die Muslime erst nach Sonnenuntergang Speis und Trank hingeben, essen die Kopten bereits eine Stunde vor Sonnenuntergang. Kaum setzen die Muslime sich dann an den Tisch, springen die Kopten auf. Unternehmer rasen nun über die leeren Strassen in ihre Firmen, Familienväter kutschieren Frau und Kinder zu Verwandten.

Auch manche muslimische Ladenbesitzer nutzen die Ruhe und öffnen ihre Läden kurz nach dem Fastenbrechen wieder. Das hat sich bei den nach Westen Orientierten herumgesprochen. Sie nutzen die Menschenleere zum Grosseinkauf. In den Einkaufswagen liegen teure Importprodukte: französischer Käse, Schweizer Schoggi und deutscher Honig. Die Kasse klingelt.

Hochkonjunktur auch für die Bettler. Nicht während oder nach, sondern kurz vor dem Fastenbrechen wittern sie ihr Geschäft und stellen sich an die grossen Umfahrungsstrassen. Denn: Ramadan ist die Zeit der Almosen. Aus den Autos werfen ihnen die Fahrer Geld zu. Geht die Sonne hinter dem Horizont unter, begeben sich die Bettler zu ihren ärmlichen Hütten hinter den Hügeln. In den Taschen einige Scheine. Das morgige Mahl ist gesichert.

16.10.2007

90 Prozent des Landes im Sack

Noch vor Kurzem kritisierte Samih Sawiris den Landpoker der Bauern. Jetzt besitzt er 90 Prozent der benötigten Fläche. Die Flächen für die Hotels, Villen, Ferienwohnungen und das Sportzentrum sind gesichert, nachdem in den letzten Tagen verschiedene Kaufverträge unterzeichnet wurden. Sawiris hat 90 Prozent der 1,5 Mio. Quadratmeter Land im Sack. Für weitere acht Prozent des benötigten Landes bestehen gemäss Regierungsrat Isidor Baumann Absichtserklärungen. Sind auch diese Verträge unterschrieben, fehlen nur noch ein paar wenige, aber laut Sawiris-Berater Franz Egle für den Golfplatz wichtige Parzellen. 5 Bauern geben Betrieb auf Gemäss Isidor Baumann geben lediglich 5 Bauern ihren Betrieb auf. Ein Bauer ist bereits weggezogen, für weitere Bauern zeichnen sich Lösungen im geplanten Resort ab. Spekulationen um Kaufpreis Und wieviel hat Samih Sawiris nun für den gesamten Landerrwerb an Bund, Privateigentümer und Pächter hingeblättert? Isidor Bauman will darüber keine Angaben machen. Im Tal wird von 40 bis 50 Mio. Franken gemunkelt.

05.10.2007

Älplermagronen in El Gouna

Schulferien in Andermatt vom 6. bis 21. Oktober. Gabtherad fährt auch in Urlaub. Nicht nach El Gouna. Aber es soll ja vermehrt Leute aus dem Urnerland geben die El Gouna erkunden, um sich ein genaueres Bild des Andermatt-Investors zu machen.

Also, lieber Urnerinnen und Urner: Falls Ihr in Eure Herbstferien im «Venedig Ägyptens» verbringt – und nach zwei Tagen Heimweh habt – dann besucht das Restaurant «Pier 88». Dort verwöhnt Euch Marlis Seves aus Sedrun. Sie tischt Währschaftes auf aus der Schweiz: Älplermagronen, Pizzoccheri, Bündnerfleisch und Cordon bleu. Oder lieber ein butterzartes Steak? Dann ab ins «Le Deauville» an der Marina. En Guete und bis Ende Oktober!

Bild: Pier 88, Quelle: elgouna.com

02.10.2007

Das plant Orascom sonst noch...

Andermatt hier, Andermatt da. Was aber hat Samih Sawiris sonst noch in der Pipeline? Ein Überblick:





Folgende Projekte sind bereits realisiert:

El Gouna, Ägypten
Realisiert 1989
Erstes Tourismusprojekt von Samih Sawiris
http://www.elgouna.com/








Taba Heights, Ägypten
Realisiert 2000 am Golf von Akaba
http://www.tabaheights.com/






Tala Bay, Jordanien
Realisiert 2005
Sawiris' erstes Resort ausserhalb von Ägypten
http://www.talabay.jo/

Migros entdeckt Sawiris

In der Ausgabe Nr. 40 vom 1. Oktober 2007 kommt nun also auch das Migros Magazin nicht mehr um Samih Sawiris und Andermatt herum. Grund genug, die Links an dieser Stelle zu publizieren. Migros Magazin: "Das Venedig Ägyptens" Migros Magazin: "Andermatt im Golffieber"

01.10.2007

Samihs geflügeltes Wort

"Die Destination Andermatt wird einen Erstwohnungsanteil haben und wie in unseren andern Resorts wird es keine kalten Betten geben, sondern Vermietungspflichten."

Samih Sawiris anlässlich einer Podiumsdiskussion, zu der die Immobilienfirma Engel & Völkers ins das Zunfthaus zur Meise in Zürich geladen hatte

Bausperre für Teile Andermatts

Im alten Dorfteil Andermatts darf vorläufig nicht mehr gebaut werden. Mit der Bausperre will der Gemeinderat das Problem der Zweitwohnungsnachfrag besser in den Griff kriegen. Das Gebiet des geplanten Tourismusresorts ist nicht betroffen.

In letzter Zeit sei in Andermatt eine zunehmende Nachfrage nach Zweitwohnungen zu verzeichnen, heisst es seitens des Gemeinderates. Die Preise für Immobilien seien angestiegen und die Bautätigkeit nehme zu.
Kein unkontrollierter Zweitwohnungsbau
Bei der Genehmigung der Anpassung des kantonalen Richtplanes hat der Bundesrat am 31. Januar 2007 die Gemeinde Andermatt angehalten, Massnahmen gegen unerwünschte Verdrängungseffekte bei den Erstwohungen innerhalb des bestehenden Dorfes zu treffen, die mit einer allfällig erhöhten Zweitwohnungsnachfrage verbunden sind. Vor Kurzem wurde nun eine umfassende Revision der Ortsplanung in Gang gesetzt. Dabei werden auch Massnahmen zur Einschränkung eines unkontrollierten Zweitwohungsbaus geprüft. Für die Gemeinde Andermatt soll eine nachhaltige Entwicklung angestrebt werden. Ziel: Festlegen eines minimalen Erstwohnungsanteils, bzw. eines maximalen Anteils an Zweitwohnungen.

Bausperre ein Jahr
Die Bausperre gilt bis zum Inkrafttreten der laufenden Gesamtrevision der Ortsplanung, jedoch höchstens für ein Jahr. Grundstückeigentümer haben die Möglichkeit, Begehren für Ein- oder Umzonungen einzureichen. Entsprechende Gesuch sind dem Gemeinderat Andermatt zuzustellen.

Nullenergie für Andermatt

Im Blog der Architekturzeitschrift Hochparterre gesichtet. Bericht von Gantenbein. Anlass: Eine Podiumsdiskussion organisiert von Hochparterre:

Von Gantenbein @ 15:01
Samih Sawiris sprach: «Ich werde viel investieren, damit die «Alpine Destination Andermatt» eine Null-Energie-Bilanz in Bau und Betrieb vorweisen kann. Die nötigen Studien sind veranlasst. Einerseits wird die Energie als «Clean Energy» produziert. Wir denken an eigene Wasserkraft, an Windkraft und an Sonnenenergie. Andererseits wird die Isolation der Hotels, Villen, Sportzentren und so weiter dem rauhen Klima im Gebirge trotzen. Unter dem Strich soll das Resort eine Null-Energie-Bilanz aufweisen.» Sawiris denkt dabei weniger an die Weltrettung als an den Profit. «Einerseits werden wir so ganz erheblich Geld einsparen. Anderseits wird uns ein energiemässig musterhaftes Resort grosse Vorteile fürs Image bringen. Dem Resort Andermatt, aber auch meiner ganzen Orascom-Gruppe. Die nötigen Investitionen werden denn auch aus der Gruppe mitfinanzieren.»

Ist es Sawiris ernst? Wir werden sehen. Er sagte an einer Podiumsdiskussion, zu der die Immobilienfirma Engel & Völkers ins das Zunfthaus zur Meise in Zürich geladen hatte: «Ich bitte Hochparterre, das Projekt Andermatt und mich auf diesen Aussagen zu behaften.» Wir gaben zurück, dass wir nächste Woche gerne mit ihm aufs Grundbuch kämen und ihm zuschauten, wie er dort Verpflichtungen einschreibe. In der munteren Debatte mit Hanspeter Danuser, dem Kurdirektor von St. Moritz schoss Sawiris einen Vogel ab. Er kann sein Milliarden-Vorhaben, für das im nächsten Frühjahr die Baugruben aufgehen, nur realisieren, weil der Bundesrat für ihn die Lex Koller aus den Angeln hob. Bekanntlich soll dieses Gesetz nun aufgehoben werden. «Ich finde das schlecht. Die Einheimischen brauchen Schutz und bezahlbaren Wohnraum. Die Aufgabe der Lex Koller wird das erschweren.» Die Destination Andermatt werde einen Erstwohnungsanteil haben und wie in seinen andern Resorts werde es keine kalten Betten geben, sondern Vermietungspflichten.»
Bild: Samih Sawiris, Quelle: Hochparterre-Blog

Gotthardregion weiter stärken

Durch das Projekt Raum und Regionalentwicklung (Prego) und das Tourismusprojekt in Andermatt wird die Region gestärkt. Trotz dem Aus der Porta Alpina. Der Urner Regierungsrat stellt sich klar hinter die aufgegleisten Projekte, die den Gotthardraum als wichtiges Marktgebiet etablieren sollen. Einerseits setzt man auf das Tourismusprojekt von Samih Sawiris, das gemäss Justizdirektorin Heidi Zgraggen zur „Stärkung der Marke Gotthard beitragen und entscheidende Impulse für eine Erfolg versprechende Entwicklung liefern“ soll. Gleiches will man mit Prego erreichen. Ziele bis 2020: Eine starke Position im alpinen Tourismusmarkt, Etablierung der Marke Gotthard, ein Tarifverbund im Raum Disentis-Sedrun-Andermatt-Tessin-Goms. Wichtig erscheint der Regierung dabei die Infrastrukturplanung. Zurzeit wird für das Urserntal ein Gesamtheitskonzept und ein Natur- und Landschaftskonzept erarbeitet. Braucht es Prego überhaupt? Braucht es Prego noch, nachdem die Porta Alpina gestorben ist? Regierungsrat Isidor Baumann hält dazu fest, dass die Porta Alpina nicht das Fundament des Prego sei. Auch die Kritik, dass zwischen den Gotthardkantonen kaum ein gleicher Nenner zu finden sei, weist Baumann von sich: Die Zusammenarbeit werde weitergeführt. Man brauche trotz Sawiris neue gute Produkte.

24.09.2007

Sawiris' Allgäu-Pläne gestorben?

Wie bereits im Mai 2007 in diesem Blog zu lesen war, hatte Samih Sawiris Pläne im Allgäu. In Sonthofen hatte der Investor eine ausrangierte Kaserne im Auge. Entstehen sollte daraus ein Luxushotel mit Golfplatz. Investionsvolumen 300 bis 600 Mio. Euro.

Wie die "Allgäuer Zeitung" nun gemeldet hat, will die deutsche Bundeswehr die besagte Generaloberst-Beck-Kaserne weiter betreiben. Diese Pläne werden auch von der Stadtregierung Sonthofens unterstützt. Ebendiese Stadtregierung stand dem Sawiris-Projekt im Mai noch positiv gegenüber.

Denkmalschutz als Stolperstein?
Der Grund für diesen Meinungswandel liegt wohl darin, dass durch den Weiterbetrieb der Kaserne zwei andere Kasernen frei werden. Diese zwei Kasernen möchte die Stadt an Wirtschaftsbetriebe verkaufen. die beiden frei werdenden Kasernen stehen im Gegensatz zur Generaloberst-Beck-Kaserne nicht unter Denkmalschutz. Damit seien sie leichter zu vermarkten, begründet der Sonthofer Bürgermeister Hubert Buhl.

Ein Funken Hoffnung für Samih Sawiris bleibt: Definitiv entscheiden wird die Bundeswehr erst in den nächsten Monaten.


Zum Blog-Eintrag vom Mai 2007

Bild: Generaloberst-Beck-Kaserne, Quelle: sonthofen.de

Bauernkrieg

Die Fronten zwischen den Bauern und Samih Sawiris verhärten sich. Am 20. September warf der Investor den Bauern vor zu pokern. Diese Aussage stösst einigen Bauern sauer auf.

„Mein Mann hat sich fürchterlich über Sawiris’ Vorwürfe aufgeregt“, sagt eine nicht genannt sein wollende Bäuerin. Ihre Rinder weiden im Winter in Hospental – auf Boden, der künftig für den Golfplatz verwendet werden soll. Fast zwei Jahre lang habe man nichts mehr von Sawiris und seinen Leuten gehört, so die Bäuerin weiter. Zum Reden seien sie immer noch bereit. Aber: „Nur wissen wir nicht, was läuft.“

Landwirt Zopp hat kein Verständnis
Landwirt Paul Zopp hat seine 8,5 Hektaren bereits an Samih Sawiris verpachtet. Und: Zopp bring kein Verständnis für das Vorgehen einiger Bauern auf. „Viele meinen, sie könnten den Fünfer und das Weggli haben. Sie wollen Land als Realersatz und obendrauf noch eine finanzielle Entschädigung“, so Zopp gegenüber der Urner Zeitung (Ausgabe vom 22.09.07).

Im Zentrum von Zopps Kritik stehen vor allem jene Bauern, die das ehemalige Armeeland bewirtschaften. Gemäss Zopp hätte die Armee diesen Bauern das Land jederzeit absprechen können ohne etwas zu zahlen. Sawiris hingegen zahle dafür. Zopps Rechnung ist deshalb einfach: Sawiris soll zuerst die Bauern mit eigenem Land berücksichtigen, und erst dann – bei Bedarf - die restlichen.

Schuld nicht nur bei Bauern
Gemäss Paul Zopp sind jedoch nicht nur die Urschner Bauern Schuld an den stockenden Landverhandlungen. Schuld ortet er auch bei der Regierung. Sie habe bei den Bauern ihre Lieblinge und behandeln diese bevorzugt, so sein Vorwurf. „Hätte – wie von uns gewünscht – der Schweizerische Bauernverband die Verhandlungen geführt, wären die Landverhandlungen längst unter Dach und Fach.“

Volkswirtschaftsdirektor kontert
Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann weist diese Vorwürfe als „völlig deplatziert“ zurück. Die Regierung sei gerufen worden, um die Verhandlungen zu führen. Zudem stehe der Schweizerische Bauernverband allen Betroffenen beratend zur Seite, und zwar auf Kosten von Samih Sawiris. Zopp habe zwar als einer der Ersten einen Vertrag mit Sawiris direkt unterzeichnet, sei aber einer der wenigen, die dem Investor kein Eigentum zum Verkauf, sondern nur als Pachtland angeboten hätten. Mehr noch: Obwohl Zopp einen Vertrag unterzeichnet habe, versuche er weiterhin Sonderlösungen zu finden. Damit zeige er sich wenig loyal und auch nicht solidarisch, so Baumann.

Entscheide nicht einfach
Auch zum Vorwurf von Samih Sawiris, dass das Fuder bald einmal überladen sei, nimmt Isidor Baumann Stellung. Er glaube nicht an ein Poker der Bauern. Denn: Für einige Bauern seien die Entscheide „wirklich nicht ganz einfach“. Viele Bauern wollten abwarten und schauen, wie sich ihre Kollegen entscheidend. So gehe wertvolle Zeit verloren.

Eigentumsersatz garantiert
Das sind die Fakten: Die Verantwortlichen der Volkswirtschaftsdirektion verhandeln mit rund dreissig Vertragspartnern. Ein paar wenige haben bisher definitiv unterzeichnet. 2007 wurden etwa 160 Gespräche geführt. Primär ging und geht es bei den Gesprächen um Land im Perimeter des Golfplatzes, aber auch um Ersatzland, das inner- und ausserhalb des Perimeters noch verteilt werden kann. Gemäss Isidor Baumann ist der Eigentumsersatz für alle garantiert, zum Teil auch der Pachtersatz. Einige Eigentümer nähmen jedoch auch das Geld und würden keine Ansprüche auf Ersatzland stellen.

So gehts weiter
Anfang Oktober sollen die nächsten Verträge unterzeichnet werden. Diese bilden dann die Grundlage für weitere Verhandlungen. Der Volkswirtschaftsdirektor schliesst nicht aus, dass es auch nach der nächsten Runde noch Bauern gibt, die für sich Sonderlösungen beanspruchen. Dann müsse eben der Investor entscheiden, was er wolle, so Baumann.


Foto: Blick auf das Land des künftigen Golfplatzes, Quelle: andermatt.ch
(Beachten Sie auch den Beitrag weiter unten in diesem Blog)

Erneuerbare Energie: Sawiris signalisiert Bereitschaft

Regierung setzt sich im Tourismusprojekt für einheimische, erneuerbare Energie ein (beachte dazu auch den Blogeintrag vom September "Erneuerbare Energien für Resort?"). Samih Sawiris hat Bereitschaft signalisiert.

In einer Kleinen Anfrage ist die Forderung erhoben worden, dass die Strom- und Wärmeversorgung des geplanten Tourismusresorts zu 100 Prozent durch einheimische, erneuerbare Energie gedeckt werden soll.
Die Regierung unterstützt dieses Ziel. Ob es umgesetzt werden könne, hänge aber von den lokalen Ressourcen ab, schreibt sie in der am 21. September 2007 veröffentlichten Antwort. Man könne dem Investor gegenüber zwar gesetzlich vorgesehene Auflagen machen. Weitere Zugeständnisse seien jedoch vom Entgegenkommen Sawiris' abhängig.
In den bisherigen Gesprächen habe Sawiris Bereitschaft signalisiert, in Andermatt ein Vorzeigeprojekt zu realisieren. Nach heutigem Kenntnisstand sei er bereit, dieses im Sinne der Kleinen Anfrage anzustreben. Auch die Regierung werde den Investor weiterhin dazu motivieren.
(Bild: Windkraftanlage auf dem Gütsch, Quelle: andermatt.ch)

21.09.2007

Bellevue-Areal: 2008 fahren Bagger auf

Im kommenden Jahr ist Baubeginn auf dem Bellevue-Areal. Entstehen soll das schönste Hotel der Alpen. Das Architekturbüro Denniston International Architects and Planners Ltd. wird den Bau realisieren.
Im Bellevue-Areal soll "das schönste Hotel der Alpen" gebaut werden. Denn es gebe immer Leute, die nach dem Besten Ausschau halten, so Sawiris. "Und diese Leute sind zu faul, lange zu suchen".
Mit dem Architekturbüro Denniston International Architects and Planners Ltd. realisiert eines der renommiertesten Architekturbüros weltweit dieses Bauprojekt. Das Architekturbüro hat in Asien, Amerika und Europa bereits verschiedene Hotelanlagen gebaut.
Gegründet wurde Denniston 1983 in Hongkong von Stararchitekt Jean-Michel Gathy. Seit gut zehn Jahren ist das Büro in Kuala Lumpur. Die Vorpläne sind ausgearbeitet. Der Architekt werde nun intensiv an den definitiven Plänen arbeiten, heisst es.
Bild: Jean-Michel Gathy (Quelle: denniston.com)

Landpoker mit Bauern

Seit Donnerstag, 20. September, besitzt Samih Sawiris das «Bellevue»-Areal in Andermatt. Nur einige Bauern «bocken» nun noch mit dem Landverkauf. Wird Samih Sawiris langsam ungeduldig?

Die Landverhandlungen mit den Urschner Bauern laufen offensichtlich nicht so, wie sich dies Samih Sawiris gewünscht hat. «Wir machen zwar Fortschritte, aber es geht langsam», erklärte der ägyptische Investor gestern gegenüber der Urner Zeitung. Der Grund: Einzelne Bauern stellen immer wieder zusätzliche Forderungen. Wittern sie etwa das grosse Geschäft? Pokern sie ganz einfach?
Samih Sawiris' trockener Kommentar dazu: «Wer pokert, der kann auch auf die Nase fallen.» Heisst das vielleicht, dass der Geduldsfaden des Investors langsam reisst? Irgendwann könnte es für die Bauern zu spät sein. Denn: Sobald die erworbene oder gepachtete Fläche ausreicht, um den 18-Loch-Golfplatz zu realisieren, dürfte der Investor weder verhandeln noch kaufen.

20.09.2007

All we have is snow

Am 1. September 2007 hat die renommierte Financial Times über das Tourismusprojekt in Andermatt berichtet. Interessant sind einige Statements in diesem Artikel. So äussert sich zum Beispiel Anita Farei der Remax-Immobilienagentur in Andermatt pointiert über das Dorf: „Für praktisch jeden männlichen Schweizer Bürger war Andermatt ein Synonym für Horror. Junge Männer kamen hierher, um ihren Militärdienst zu leisten und alles, was ihnen in Erinnerung blieb, waren die Wintermärsche in Eiseskälte. Es war, als ob man nach Kosovo geschickt würde – eine Bestrafung.“ Bei solch rethorischem Geschick kann man nur sagen: Anita Farei in den Bundesrat!

Gott sei Dank sieht Samih Sawiris alles ganz anders. Für ihn ist Andermatt eine „opportunity of a lifetime“ – eine Chance also, die man nur einmal im Leben kriegt. Klar, was kann er sich hier mehr wünschen als 1.1 Mio. Quadratmeter bestes und günstiges Militärland, grossen Zuspruch in der Bevölkerung und von den Behörden, die alles unternehmen, um ihm den Weg zum Resort zu ebnen. Das Rezept ist einfach: Billiges Land kaufen, dieses mit Assets wie Hotels, Villen, Wellness und Golf veredeln – und dann teuer an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Teuer? Nicht unbedingt. Sawiris gegenüber der Financial Times: „Wir werden dafür sorgen, dass wir für jedermann etwas haben.“ Und deutet an, dass die Startpreise relativ tief sein könnten, um den Verkauf mit Mund-zu-Mund-Propaganda anzustossen. Gleichzeitig ist er zuversichtlich, dass die Preise sich nach und nach denjenigen der Top-Resorts in den Alpen annähern werden.“ Also: Gleich zugreifen, wenn die ersten Häuser stehen. Und später – wenn Andermatt endlich ein ultimativer Tophotspot ist – das Wohneigentum mit Megagewinn verkaufen.

Gestiegen sind die Immobilienpreise freilich schon jetzt. Nur: Der Markt ist fast tot. Anita Farei: „In der Regel zieht der Markt nach Ostern an. Aber dieses Jahr passierte nichts, trotz grossem Interesse aus dem Ausland. Die Haus- und Wohnungsbesitzer spekulieren auf steigende Verkaufspreise für Immobilien, sobald das Tourismusprojekt realisiert wird. Diesen Leuten kann ich nur sagen, dass das Gegenteil eintreten wird und sie jetzt verkaufen sollten. Stehen die neuen Wohnungen und Villen einmal, wird niemand mehr an Wohnungen in hässlichen Gebäuden aus den sechziger Jahren interessiert sein.“ Wie pointiert. Schon wieder. Allerdings auch ziemlich undifferenziert. Mit einer weiteren kernigen Aussage liegt die Remax-Dame allerdings für einmal richtig: „Alles, was wir haben ist Schnee.“ Zum Glück! Denn dafür dürften uns mittlerweile viele Betreiber von Wintersportanlagen beneiden.

Apropos Wintersportanlagen: Wie es künftig weitergehen soll mit dem heute limitierten Angebot und den veralteten Anlagen, darüber äussert sich Marcel Wenger, Tourismusdirektor in Andermatt, so: “Es gibt einen Masterplan zum Ausbau des Skigebietes.“ Und fügt hinzu: „Aber es hängt natürlich auch vom Geld ab.“ Geld? Ach ja, war da nicht wer? Gemäss Financial Times spekulieren die Betreiber der Gemsstockbahnen damit, dass Samih Sawiris in die Anlagen investieren wird – und im Gegenzug eine Beteiligung erhalten soll.

Also, auf gehts! Oder wie es Karl Danioth, ehemaliger Verwaltungsratspräsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG, auf den Punkt bringt: „In den letzten 30 oder 40 Jahren haben wir nicht genug getan. Jetzt haben wir die Chance, unsere Versäumnisse zu korrigieren.“


Zum Artikel der Financial Times


19.09.2007

Bellevue-Areal: Das ist der Deal

Nachdem Andermatts Gemeindepräsiden Karl Poletti kürzlich in einem Interview bereits einige Punkte angedeutet hat, sind nun weitere Details zum Bellevue-Deal bekannt geworden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick _ Bau eines Hotels in den nächsten drei Jahren _ Gründung einer Bau- und Betriebsgesellschaft für das geplante Sportzentrum _ Gemeinde Andermatt wird 50-Prozent-Aktionärin der Bau- und Betriebsgesellschaft _ Gratis Schulschwimmen für das gesamte Urserental _ Unentgeltliche zur Verfügungsstellung eines 600 Quadratmeter grossen Feuerwehrlokals _ Kinderspielplatz auf dem Bellevue-Areal bleibt erhalten _ Dienstbarkeiten zugunsten des Betagten- und Pflegeheims Ursern sind berücksichtigt. Der Deal im Detail Wert des 20 000 Quadratmeter grossen Areals: 10 Millionen Franken. Auf dem Areal wird innerhalb von drei Jahren nach Vertragsunterzeichnung eine Hotelanlage erstellt, die mindestens fünf Jahre lang als Hotelbetrieb geführt werden soll. Neue Gesellschaft mit Sitz in Andermatt Samih Sawiris bezahlt nicht einfach den Gesamtbetrag für das Areal, sondern hat bei der Vertragsaushandlung laut Medien die Vorteile beider Seiten abgewogen. Resultat: Der gesamte Kaufbetrag besteht aus verschiedenen Tranchen. 3,4 Millionen Franken der Schulden bei der bisher verwaltenden Bank werden getilgt. 752 000 Franken zahlt die AADC der Gemeinde Andermatt direkt. Bei diesem Betrag handelt es sich um aufgewendete Hypothekarzinsen und bereits ausgewiesene Planungs- und Projektierungskosten für alte Projekte.

Die restlichen rund 5,7 Millionen Franken fliessen in eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Andermatt. Diese Gesellschaft kümmert sich in erster Linie um den Bau und Betrieb des geplanten Sportzentrums. Gemäss vorliegendem Kaufvertrag verpflichtet sich die AADC, ein Hallenschwimmbad sowie weitere Sportmöglichkeiten zu erstellen und zu betreiben. Gemeinde redet mit Die Gemeinde Andermatt wird mit 50 Prozent des Aktienkapitals an der neuen Gesellschaft beteiligt, muss aber für allfällige Betriebsdefizite und Kapitalerhöhungen nicht einstehen. Darüber hinaus erhält die Einwohnergemeinde Andermatt einen Sitz im Verwaltungsrat der zu gründenden Gesellschaft. Auf dem Bellevue-Areal wird ein Vorkaufsrecht und Kaufrecht errichtet. Das Kaufrecht kann ausgeübt werden, sofern innert fünf Jahren nach Anmeldung beim Grundbuchamt nicht mit dem Bau der Hotelanlage begonnen wird. Gratis Schulschwimmen Durch dieses Beteiligungsmodell erhält die Gemeinde die Möglichkeit, in Sachen Sportzentrum mitzureden. Was auch bereits geschehen ist: Unter anderem müssen unentgeltliche Schulschwimmstunden für das ganze Urserental bereitgestellt werden. Im Übrigen wird für die Feuerwehr der Gemeinde Andermatt zwischen der Anlage des Sportzentrums und des Bahnhofs ein 600 Quadratmeter grosses Lokal eingeplant. Dies wird unentgeltlich für den Zeitraum von 50 Jahren, Vertragsverlängerung möglich, zur Verfügung gestellt. Und der bestehende Kinderspielplatz auf dem Bellevue-Areal muss erhalten bleiben oder an einen anderen Ort verlegt werden. Auch werden entsprechende Dienstbarkeiten zugunsten des Betagten- und Pflegeheims Ursern berücksichtigt.

18.09.2007

«Wir werden stolz sein, mitgewirkt zu haben.»

Karl Poletti, Gemeindepräsident von Andermatt, zum Tourismusprojekt.

17.09.2007

Hinter den Kulissen

Die Landverträge mit den Bauern sind bald unterschriftsreif. Der Verkauf des VBS-Areals rund um den Bahnhof ist auf gutem Weg. Und die gemeinsamen Workshops zwischen Orascom-Vertretern, Kanton und Gemeinde lösen unter den Teilnehmenden ein positives Echo aus.

Hinter den grünen Wiesen…
Zweifellos, das Projekt läuft auf Hochtouren. Zumindest hinter den Kulissen. Zwar sind die Landverhandlungen mit den Bauern im Verzug. Dennoch: Mit den wichtigen Verträgen ist man gemäss Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann sehr weit fortgeschritten. Die ersten Verträge seien die wichtigsten, weil die Landflächen relativ gross seien und damit Manövriermasse für die anderen Bauern entstehe, liess er unlängst gegenüber dem Urner Wochenblatt verlauten. Und genau bei diesen grossen Landflächen scheint es noch zu harzen. Aber Baumann beruhigt: «Es geht um eine Bereinigung der veränderten Verhältnisse im Landbesitz, das braucht seine Zeit.»

Hinter den (sieben) Gleisen…
Auch der letzte Baustein im Resort-Puzzle nimmt Konturen an. Es geht um das Gebiet rund um den Bahnhof, das im Besitz des Militärs ist. Mit diesem Areal liebäugelte Samih Sawiris von Anfang an, denn es stellt im Sinne eines Brückenkopfes eine wichtige Verbindung zwischen Resort und Dorf dar. So wie es aussieht, kann er auch hier zuschlagen. Laut Ulrich Appenzeller, Leiter Armasuisse Immobilien sind die Verhandlungen auf gutem Weg: «Wir versuchen, die Verhandlungen auf einen guten Nenner zu bringen.»

Hinter dicken Wänden…
Am 10. und 11. September hat in Altdorf ein Workshop stattgefunden, in dem es um gegenseitige Information ging. Investor Samih Sawiris, Koordinator Max Germann und Projektleiter des Kantons, Benno Bühlmann, erläuterten den Teilnehmenden die wichtigsten Anforderungen des Quartiergestaltungsplanes und des Umweltverträglichkeitsberichtes. Genauer betrachtet wurden auch energie-, verkehrs- und umwelttechnische Fragen sowie weitere Problembereiche wie Natur- und Landschaftsschutz. Die ebenfalls anwesenden Architekten ver- und überarbeiten nun die neuen Informationen. Ein nächster Workshop soll Anfang November stattfinden. Denn die Teilhemenden waren des Lobes voll. Sawiris-Berater Franz Egle: «Ohne zu übertreiben, der Workshop hat ein ausserordentliches Echo ausgelöst.»

Hinter (bald) verschwundenen Mauern…
Ach ja, last but not least sollen auch die Bürgerinnen und Bürger von Andermatt zu hören kriegen, was so läuft (was sie natürlich auch in diesem Blog tun können). Mitte November ist eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant, in der über Planungsstand des Tourismusresorts informiert wird. Durchführungsort dieses Mal wahrscheinlich noch in der Mehrzweckhalle – die notabene just im oben erwähnten Bahnofareal steht, das für das Resort genutzt werden soll. Vielleicht werden die Einwohner/-innen von Andermatt dann auch informiert, wo sie grössere Anlässe in Zukunft – nach dem Verkauf des Areals durch das VBS – durchführen können. Denn es ist kaum anzunehmen, dass die architektonisch nicht sehr attraktive Mehrzweckhalle in einem künftigen Quartiergestaltungsplan ihren Platz behalten wird. Eine optimistische Andermatterin: «Wenn Herr Sawiris das Einvernehmen mit der Bevölkerung auch in dieser Angelegenheit so wichtig ist, wie er immer unterstreicht, so werden wir sicher bald eine wunderschöne Mehrzweckhalle haben.»

Verkauf Bellevue-Areal vor Vertragsabschluss

In der Woche vom 24. September 2007 soll der Vertrag für den Verkauf des Bellevue-Areals unterzeichnet werden. Käufer: Samih Sawiris. Wer sonst. Entstehen soll in dieser Andermatter Toplage das prunkvollste der Hotels im geplanten Ferienresort. Wie der Gemeindepräsident von Andermatt, Karl Poletti, in einem Interview dem Urner Wochenblatt sagte, wurden die Verhandlungen sehr intensiv geführt. Und auf die Frage, ob die Gemeinde nun reich werde, erwiderte er lachend: «Nein, so ist es nicht. Die Gemeinde wird nicht reich. Wir haben aber im Vertrag sehr viele Leistungen ausgehandelt, die der Gemeinde auf Jahre hinaus zugute kommen.» Feuerwehrlokal und gratis Schulschwimmen Nachhaltige Wirkung und Wertschöpfung sind also gefragt. Auf die Frage nach den ausgehandelten Leistungen führte Poletti zwei Punkte «die uns wichtig waren» an:

  • Ein im Resort geplantes Feuerwehrlokal, dass Andermatt unentgeltlich nutzen darf.
  • Das Schulschwimmen, das im geplanten Sportzentrum für das ganze Urserental gratis sein wird.

Mehr will er noch nicht preisgeben. Zu hoffen bleibt, dass dieser «für die Einwohnergemeinde sehr gute Vertrag» letztlich mehr Fleisch am Knochen haben wird, als die unentgeltliche Nutzung eines Feuerwehrlokals und kostenloser Schulbadespass.

14.09.2007

Adieu Porta Alpina

Die erweiterte Gotthardregion ist um eine Vision ärmer geworden. Der Kanton Graubünden verzichtet auf den Bau der Porta Alpina, den unterirdischen Bahnhof im Gotthard-Basistunnel bei Sedrun.

News auf Swissinfo.ch

13.09.2007

Grossbaustelle Andermatt ab 2008?

Ab 2008 sollen während gut sieben Jahren gestaffelt jeweils 400 Leute am Resort bauen. Das sind gleich viele Leute, wie auf den Neat-Baustellen im Kanton Uri. Allerdings gibt es bis zum Baustart noch einige Steine aus dem Weg zu Räumen. Einige Fragen, mit denen sich die kantonalen Fachstellen zurzeit befassen: _ Quartiergestaltungsplan _ Umweltverträglichkeitsbericht _ Ausbau dere ARA und der Trinkwasserversorgung _ Gesamtverkehrskonzept Mit der speziellen Planungsorganisation des Kantons und des kooperativen Planungsprozesses soll das Eilzugstempo der Planungsschritte weiterhin beibehalten werden. Nun denn, wohlan!

10.09.2007

Von Yachtausflügen und Sommertalk...

Movie time in diesem Blog. Grund: Miss Germany 2006 reiste nach El Gouna und machte einen Yachtausflug mit Samih Sawiris. Und: Tele Tell sendete am 19. Juli 2007 ein interessantes Interview mit dem Investor. Das bringt Bewegung! Yachtausflug mit Samih Sawiris (wmv) Sommertalk auf Tele Tell

Die Reichen dieser Welt: Sawiris auf Platz 664


In der Forbes-Rangliste der Milliardäre rangiert Samih Sawiris 2007 auf Platz 664 mit einem Nettovermögen von 1.5 Milliarden Dollar. Er figuriert erstmals in dieser Rangliste.

Forbes-Magazin

07.09.2007

Sawiris im Frauenkloster

Die Andermatt Alpine Destination Company (AADC) von Samih Sawiris lässt sich im Frauenkloster St. Karl nieder. Der Aufenthalt im Kloster ist allerdings nur eine Übergangslösung. Gemäss AADC-Verwaltungsrat und Sawiris-Berater Franz Egle soll der Firmensitz so schnell wie möglich nach Andermatt verlegt werden.
Die bisherigen Mieter können zwar im Kloster bleiben. Trotzdem gibt es Skepsis. Wendelin Gisler zum Beispiel ist überrascht, wie schnell die Firma eingezogen ist. «Ich habe gar nichts gegen das Projekt von Sawiris. Wo aber bleibt der Bezug zum Klösterlichen, Religiösen und Spirituellen bei der Nutzung als Büro?», sagte Gisler, der im «St. Karl» ein Steinhauer-Atelier betreibt, gegenüber der Urner Zeitung. Vielleicht, so Gisler, bleibe es auch nicht beim Provisorium und die Firma nutze die Räume über längere Zeit.

04.09.2007

Benno Nager: "Ich habe nicht vor, schon bald wieder abzureisen"

Der verlorene Sohn kehrt zurück. Benno Nager hat seinen Job als Leiter des Baus des Tourismusresorts übernommen. In einem Interview mit dem Urner Wochenblatt spricht er über seine Beweggründe, in seine alte Heimat zurückzukehren, über Hürden, die es noch zu nehmen gilt und über die Bedeutung des Projektes. Zum Interview...

27.08.2007

Andermatt Gotthard Sportbahnen: Aktienkurs verdoppelt

Eine glatte Verdoppelung des Aktienkurses haben im vergangenen Monat die Andermatt Gotthard Sportbahnen erlebt. Sawiris-Effekt? Seitdem Samih Sawiris in Andermatt ein Resort plant und seine Pläne auch noch auszuweiten scheint, haben einige Investoren Gefallen an den Titeln der Sportbahnen gefunden. Sie hoffen, die Bahn werde bei einem möglichen Tourismusboom in der Region stark profitieren. Die Papiere stiegen von Fr. 6.50 auf 13 Fr. Der grosse Kursanstieg wird aber durch das – trotz der erhöhten Nachfrage – nach wie vor geringe Handelsvolumen relativiert. Wie viele Nebenwerte sind auch die Titel der Sportbahnen sehr illiquid, so dass so grosse Kursausschläge schnell möglich sind.

21.08.2007

Die richtige Einstellung

"I grew up in Andermatt, but live in Southern California (Mammoth) now. I have skied all over the world and Andermatt is still one of the best for serious skiers that want great snow! The new management on the Gemstock is doing a fine job, keep it up! "

Benno Nager, COO der Andermatt Alpine Destination Company (AADC), am 31.01.2000 im goski.com Resort-Forum.

Das geflügelte Wort

"Meine einzige politische Ambition ist, dass die Menschen uns (Orascom) hier wollen – während des Projektes, und auch dann, wenn dieses einmal abgeschlossen ist. Das Gefühl willkommen zu sein, das ist mein Ziel."

Samih Sawiris gegenüber swissinfo.ch auf die Frage, wie aktiv er politisch werden wolle, wenn Orascom im Zuge des Resort-Projektes einmal der grösste Arbeitgeber in Andermatt werden sollte.

20.08.2007

Geschichten von Zgraggen Schagg: Sport statt Stacheldraht

Höchste Zeit, wieder einmal ein Zückerchen des begnadetsten Uri-Bloggers, Zgraggen Schagg, zu publizieren. Schmunzeln erlaubt.

20.07.2007
Andermatt: Sport statt Stacheldraht
Von schagg.zgraggen @ 17:01

"Das riesige Tourismus-Grossprojekt des Ägypters Samih Sawiris in Andermatt und Hospental ist seit heute ganz konkret. Herr Sawiris hat laut Medien offenbar heute alle Projektstudien gezeigt. Was mir gefällt: die globalisierte Schickeria und der lokale Bergler-Stamm werden nicht durch Mauern, Stacheldraht oder gar durch Landminen getrennt. Im Gegenteil! Herr Sawiris respektiert ein Anliegen Andermatts: Die geplante Sportanlage soll das neue Resort mit dem alten Dorf verbinden. Keine Beiz, kein Kinderspielplatz, kein Parkplatz und kein Bordell, nein, der Sport verbindet die Welten.Wir dürfen uns nun darauf freuen, dass Adolf Ogi unweigerlich die Eröffnungsrede halten wird. Und noch mehr freue ich mich, wenn drahtige Urnerinnen und Urner den magersüchtigen Models und den gelifteten Hedge Fund-Managern davonjoggen. Aber: Falls völlig überraschend die Schickeria die Einheimischen besiegen sollte, dann ist das nicht so schlimm. Sicher können sich die Andermatter einen Schickeria-Psychiater leisten."


Bild: Zgraggen Schaggs E-Visitenkarte

"Zurückgebliebenes Hochtal"

Am 17. August befasste sich die renommierte Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in einem Leitartikel mit der Abschaffung der Lex Koller. Unserem attraktiven Land drohe die Zersiedelung. Angespielt wird u. a. auf das Tourismus-Resort im Urserental: "Der noch bestehende Gesetzesrahmen gestattet schon jetzt Ausländern, im grossen Stil in der Schweiz tätig zu sein. Der ägyptische Investor Samih Sawiris plant in Andermatt eine weitläufige Ferienanlage - eine Hoffnung für die Menschen in dem zurückgebliebenen Hochtal am Gotthard und konzipiert mit dem Einverständnis der Naturschützer. " Hoffnung ja, aber zurückgeblieben? Weiter zum Artikel in der FAZ...

17.08.2007

Bisherige Schritte der öffentlichen Hand

Vergessen wir ob all der Medienpräsenz von Samih Sawiris die öffentliche Hand nicht. Hier ein kleiner Überblick, was auf Behördenseite bisher alles abging.

Bisherige Schritte
Alles zum Andermatt-Resort auf der Kantonswebsite

13.08.2007

So könnten die Villen aussehen

Die Architekturbüros Scheitlin-Syfrig+Partner sowie «Masswerk» werden - falls sie den definitiven Zuschlag erhalten - Villen im Andermatt-Resort bauen. Insgesamt 50 Villen würden entstehen. Die Architekten haben Entwürfe für zwei Villenprototypen eingereicht: 300 und 550 Quadratmeter Wohnfläche.

«Bis jetzt war es erst ein Warmlaufen», sagte Matthias Baumann vom Büro «Masswerk» gegenüber der Online-Plattform zisch.ch. «Zuerst müssen die Sawiris-Leute Käufer für die Villen finden. Daraus resultieren dann allenfalls weitere Architekturaufträge.» Die von «Masswerk» geplanten Villen dürften um die 2 respektive 4 Millionen Franken kosten.


Bild: Golfen vor dem Haus - Steinboden und Kuhfell im Innern:
Grosse Villa, geplant von der Arbeitsgemeinschaft Masswerk (Kriens)
und Graber & Pulver (Zürich). Bild: Architron

Hintergrund: "Sawiris macht vorwärts" (Quelle: Schweiz Aktuell)

Erneuerbare Energien für Resort?

Landrat Armin Braunwalder (GB Uri, Erstfeld) ist überzeugt: Die Strom- und Wärmeversorgung des geplanten Ferienresorts Andermatt kann zu 100 Prozent durch einheimische erneuerbare Energien gedeckt werden. Braunwalder lässt seiner Überzeugung Taten folgen: Er hat eine kleine Anfrage zu diesem Thema eingereicht. Klar ist, dass der Regierungsrat dem Investor nicht vorschreiben kann, dass die Wärme- und Stromversorgung des Ferienresorts zu 100 Prozent aus einheimischen, erneuerbaren Energien gedeckt werden muss. Braunwalder setzt darauf, dass Samih Sawiris dieses Ziel aus eigener Überzeugung erreichen will und hofft, dass die Urner Regierung dabei tatkräftige Unterstützung bietet. Siehe auch Beitrag "Ohne (Öko-)Strom kein Licht"

08.08.2007

Weiteres VBS-Land für Resort?

Gemäss Tages Anzeiger tritt das Militär möglicherweise weitere Flächen an Samih Sawiris ab. Sie würden gut in das Tourismus-Projekt passen. Gespräche stehen an. Das VBS und Sawiris sind erneut am Verhandeln. Es geht um zusätzliche Flächen, die die Planer des Resorts allenfalls gerne überbauen würden. Das Gebiet ist kleiner und liegt direkt nördlich des Bahnhofs – an einem für Andermatt zentralen Ort. Bis anhin hiess es im VBS stets, dass diese Parzellen nicht zur Verfügung stünden. Offenbar sieht es heute anders aus. «Wir wurden angefragt, ob wir auch dieses Gebiet zur Verfügung stellen können», sagt Ulrich Appenzeller, Leiter Immobilien bei armasuisse. Gespräche sind für Mitte September angesagt. «Samih Sawiris wird das Angebot des VBS prüfen und überlegen, ob sich dieses Gelände in das Resort integrieren lässt», sagt Franz Egle. Egle ist Verwaltungsrat der Firma «Andermatt Alpine Destination Company», die das Resort erstellt. Samih Sawiris hat wiederholt betont, dass er sein Resort gerne mit dem alten Andermatt verbinden würde. Die nun zur Diskussion stehenden Parzellen der Armee bilden eine Art Riegel zwischen den geplanten Anlagen und dem bestehenden Dorf. Es stehen dort Werkhallen, ein Kommandogebäude, die Heizzentrale und die relativ neue Mehrzweckhalle; in dieser Halle pflegt Sawiris jeweils die Bevölkerung über seine Pläne zu informieren. Zum Artikel

Verhandlungen mit Bauern: Es geht vorwärts

Bislang wurden die Bauern, die ihr Land zur Verfügung stellen müssen und auf Ersatz warten, auf eine Geduldsprobe gestellt genauso wie jene Landwirte, die bereit sind, ihren Betrieb im Urserntal aufzugeben. Das sorgte bisweilen für Unmut. Jetzt gehts vorwärts. «Bis Ende Sommer sollen konkrete Ergebnisse vorliegen», sagt Markus Baumann, Vorsteher des Amts für Landwirtschaft. Er begleitet die Verhandlungen der Sawiris-Firma Orascom mit den Bauern im Urserntal. Und er ist zuversichtlich, «dass wir für alle Beteiligten eine nachhaltige und vernünftige Lösung finden». Verhandlungen brauchen Zeit Derzeit führen Kanton und Orascom intensiv Gespräche mit den einzelnen Landeigentümern. «Wir haben alle nötigen Abklärungen getroffen und sind jetzt daran, Verträge abzuschliessen», sagt Baumann. «Letztlich muss es vor allem für die Bauern stimmen.»

07.08.2007

Bundesträtliches Lob für Adermatter

Die Andermatter bekamen anlässlich der 1. August-Ansprache von Christoph Blocher bundesrätliches Lob. Mit den Entscheiden zum Tourismusprojekt des Ägypters Sawiris, mit den Debatten um das Für und Wider, habe man nach urdemokratischer Tradition gehandelt und gezeigt, wie die Schweiz funktioniere: «Von unten nach oben!»

Grössere Investition als geplant?

Bisher war von einer Investion von 500 Mio. US-Dollar die Rede. Mittlerweilen spricht man von einer Milliardenivestition ins geplante Tourismusresort. Samih Sawiris will in Andermatt laut Urner Wochenblatt vom 4. August 2007 mehr Geld als ursprünglich geplant investieren, nämlich mindestent eine Milliarde US-Dollar. Zur Erhöhung der Investitionssumme sagte Samih Sawiris in einem Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung, Orascom wolle die meisten Hotels in der eigenen Hand behalten. Weiter sagte er, dass direkt und indirekt mehrere Tausend Personen durch das Resort eine Beschäftigung finden würden. Einfach "Andermatt" Zur Frage, wie die Destination heissen werde, sagte er: "Einfach Andermatt. Alles andere macht keinen Sinn."

Ohne (Öko-)Strom kein Licht

Die Energieversorgung des künftigen Resorts war bisher - zumindest in der Öffentlichkeit - kaum ein Thema. Das ist erstaunlich. Denn: Vom ökologischen Aspekt her ist sie ein zentrales Thema. Angesichts des "global warming" durch die Verbrennung von fossilen Brenn- und Treibstroffen sowie der drohenden Versorgungsengpässe bei Erdöl, Erdgas und Elektrizität stellt sich die Frage, welche Strategie Samih Sawiris bei der Energieversorgung des Resorts verfolgt. Setzt er auch hier neue Zeichen? Baut er die Gebäude lediglich nach geltenden Bauvorschriften? Oder erstellt er sie zumindest nach Minergie-Standard? Wie wird die Raumwärme für die Gebäude erzeugt? Setzt der Investor hier konsequent auf die Nutzung der Abwärme von Maschinen, elektrischen Geräten und Menschen sowie erneuerbare Energien wie Erdwärme, Sonnenenergie, Holz und Biogas? Kommen im künftigen Resort stromsparende Technologien zum Zug - von der Beleuchtung über Umwälzpumpen bis zu hoch effizienten Haushaltsgeräten? Potenzial im Urserntal vorhanden Potenzial für eine ökologische Energieversorgung ist im Urserntal zur Genüge vorhanden. Drei neue Windkraftanlagen auf dem Gütsch können zusätzlich vier Millionen Kilowattstunden liefern - genug Ökostrom für die Versorgung von 1000 Durchschnittshaushalten. Das von der IG Witenwasseren zur Realisierung vorgeschlagene Wasserkraftwerk Mutten-Sunnsbiel würde jährlich rund 40 Mio. Kilowattstunden liefern - genug Ökostrom, um zwei Dörfer von der Grösse Erstfelds zu versorgen. Ein Biogaskraftwerk, das biogene Abfälle aus urschner Haushalten, Hotels und Landwirtschaft verwertet, könnte neben Ökostrom auch Abwärme zur Beheizung von Gebäuden des Resorts liefern. Imagegewinn und Kompensation Mit einer Strategie, die den Energieverbrauch des Resorts auf ein Minimum reduziert, wird es möglich, die Wärme- und Stromversorgung zu 100 Prozent aus einheimischen, erneuerbaren Energien sicherzustellen. Ein doppelter Gewinn für Sawiris: Erstens würde dies das bereits positive Image des Investors weiter untermauern. Zweitens könnte so ein wesentlicher Kompenstationsbeitrag geleistet werden für die klimaschädigenden Treibhausgase, die die Gäste des Resorts bei ihrer An- und Rückreise erzeugen werden. Mehr noch: Mit dieser Strategie würde im Urserntal nicht nur europa-, sondern weltweit ein einmaliges Vorzeigeprojekt realisiert.

22.07.2007

Quartiergestaltungspläne werden erstellt

Seit dem 20. Juli 2007 ist bekannt, wer das neue Andermatt planen wird. 29 Architektenteams sind von der achtköpfigen Jury ausgewählt worden. Im nächsten Schritt werden nun die Quartiergestaltungspläne erstellt. «Wir haben in den letzten Tagen wichtige architektonische Entscheide getroffen», sagte Investor Samih Sawiris anlässlich der Bekanntgabe der Architekturteams für das Tourismusprojekt Andermatt. «Wir sehen nun, dass Vorschläge der Architekten komplementierend mit der Seele des Dorfes wirken.» Mit der Auswahl der namhaften und international vertretenen Architekturteams ist man nun einen weiteren Schritt näher an der Realisierung des Grossprojektes in Andermatt. Es sind 29 Architekten, die in den nächsten Monaten das neue Andermatt gestalten werden. Zudem wurde bekannt gegeben, dass die Andermatt Alpine Destination Company (AADC), die das Tourismusprojekt realisiert, von Benno Nager als Chief Operating Officer (COO) geführt wird. «Es freut uns ausserordentlich, einen so kompetenten Mann verpflichtet zu haben», so Samih Sawiris zu seinem neuen Teammitglied. Zusammenspiel mit dem bisherigen Stil Bei der Auswahl der Architekturteams waren verschiedene Aspekte ausschlaggebend. «Unter anderem war das Zusammenspiel mit dem bisherigen Stil des Alpendorfes wichtig», betonte der Leiter der Auswahljury, Kurt Aellen. Selbst eines der wichtigsten und grössten Projekte, das Sportzentrum, soll sich geschmeidig in die bisherigen Strukturen einfügen. Zwei Projekte wurden vorgestellt. Beide beeindrucken mit einer selbstverständlichen Einbindung in die Umgebung. Der wohl wichtigste Teil wird das Zentrum sein. Hier gelte es, das Programm einer gewachsenen Struktur darzustellen. Die Lebendigkeit eines Dorfkernes soll eingefangen werden. Traditionelle Elemente der Stein- und Holzarchitektur, die man in Andermatt vorfindet, werden dabei konsequent weiterverfolgt. «Touristen möchten die Tradition sehen, aber auch Komfort erleben», so Kurt Aellen. «Die Vorschläge der Architektenteams sind homogen und doch diversifiziert», sagte Samih Sawiris begeistert. Akzeptanz bei den Einheimischen wichtig «Unsere anfänglichen Ideen wurden somit voll und ganz umgesetzt.» Für den Investor ist es wichtig, dass das Tourismusprojekt zuerst von der einheimischen Bevölkerung akzeptiert wird. Sie seien seine ersten Kunden. Auch zur Einhaltung des Zeitplanes gab man sich vorwiegend positiv. In einer nächsten Phase werden nun alle Projekte und Vorschläge von den Architekten überarbeitet. Am 10. September folgt ein erster Workshop, bei dem alle Ideen an einen Tisch gebracht werden. In Zusammenarbeit mit den Behörden, den Architekten, Umwelt- und Technikspezialisten werden diese genau analysiert. Dreimal wird man dieses Prozedere wiederholen, damit bei der Eingabe keine bösen Überraschungen warten. Man rechnet damit, dass man Anfang Mai die Bewilligung für die Quartiergestaltungspläne auf dem Tisch liegen hat. Eine erste Bauphase soll im Frühjahr 2009 beginnen, und die Inbetriebnahme der ersten Etappe ist auf Ende 2010 geplant. Um welche Bauten es sich in der ersten Bauetappe handelt, ist bisher nicht bekannt. «Wir sind sehr zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten», sagte Samih Sawiris abschliessend. Und der Ägypter schien bereits Gefallen an Schweizer Eigenarten zu entwickeln. «Ich habe in der Schweiz gelernt, dass es manchmal besser ist, langsam, aber sicher vorzugehen.»

Benno Nager COO der Andermatt Alpine Desination Company

Mit Benno Nager wird ein gebürtiger Andermattner zur wichtigen Person rund um das Projekt.
Nach seiner Lehre zum Tiefbauzeichner sowie einem beruflichen Abstecher zum Bau des Furka-Basistunnels wanderte er im Alter von 21 Jahren nach Kalifornien aus. Bei verschiedenen Skiresortbetreibern durchlief Benno Nager eine beeindruckende Karriere. Unter anderem war er Vice President of Operations der beiden Skigebiete Big Bear und Snow Valley. Der Andermatter wurde zudem Planungschef von Mammoth Mountain, einem der grössten Skiresorts Nordamerikas. Später verlagerte er seinen Aufgabenbereich in die Entwicklung von Golfplätzen, Apartmenthotels sowie in den Bau von über 500 Ferienwohnungen und war verantwortlich für den Bau zweier Hotels. Benno Nager tritt seine Stelle als COO der Andermatt Alpine Destination Company am 1. September an. Er ist verheiratet und Vater eines erwachsenen Sohnes.

17.07.2007

Hintergrund: Ein Tal voller Forscher

Keine andere Landschaft der Schweiz wird so genau erforscht wie das Urserntal im Kanton Uri – von Historikern, Botanikern und Biologen. Der erste Impuls kam aus dem Tal: Im Jahr 2002 beauftragte die Korporation Ursern den Basler Geschichtsprofessor Martin Schaffner mit der Sanierung des umfassenden, aber ungeordneten Talarchivs. «Wenn das Tal eine Zukunft haben soll, muss sich in den Köpfen der Menschen einiges ändern. Darum müssen wir uns mit unserer Geschichte befassen», hatte der damalige Talammann Karl Danioth erklärt. Die Talgemeinde blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück, über 90 Prozent des Urserntals sind in ihrem Besitz: die ganze grandiose Landschaft zwischen den Pässen Oberalp, Gotthard und Furka mit den Orten Andermatt, Hospental und Realp. Was mit einer historischen Auftragsarbeit begann, hat sich auch dank der Unterstützung durch Korporation und Kanton Uri zu einer für die Schweiz ungewöhnlich praxisnahen Zusammenarbeit von Historikern, Botanikern und Biologen entwickelt: Christian Körner, Professor für Botanik an der Universität Basel, forscht seit 16 Jahren auf der Furka, wo er zusammen mit der Botanikerin Erika Hiltbrunner eine alpine Forschungs- und Ausbildungsstätte aufgebaut hat. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Disziplinen war ursprünglich nicht geplant, denn obwohl alle Wissenschafter der Uni Basel angehören, kannte man sich nicht. Es war die Korporation Ursern, die den Kontakt zwischen Geistes- und Naturwissenschaftern herstellte. Inzwischen arbeiten auch Forscher aus den Instituten für Geoumweltwissenschaften und für europäische Ethnologie der Uni Basel im Tal. Seit klar ist, dass der ägyptische Investor Samih Sawiris voraussichtlich im nächsten Frühling mit dem Bau einer riesigen Tourismusanlage beginnen wird, herrscht in Andermatt Aufbruchstimmung. Es mehren sich die Baustellen, die touristische Hochblüte wird freudig erwartet. Im Jahr 2003, als die Projektgruppe des Historischen Seminars Tausende von Dokumenten aus der Zeit von 1800 bis 1950 zu sichten begann, war das anders. Mit dem Abbau der militärischen Präsenz in den 1990er Jahren war ein Vakuum entstanden, eine kollektive Depression, die sich unter anderem in einer starken Abwanderung äusserte. Während eines Jahres entzifferten, bewerteten und ordneten die Historiker damals jedes Dokument und nahmen es je nach Gehalt in den neuen Bestand auf. Nach der Erstellung dieses für den Alpenraum einzigartigen Archivs (das heute im Rathaus von Andermatt zugänglich ist) folgte eine wissenschaftliche Auswertung in Form mehrerer Forschungsarbeiten. Ein wichtiges Thema war die Tourismusgeschichte des Tals: Schon vor 150 Jahren hat Andermatt einen radikalen Wandel erlebt, als es sozusagen über Nacht von einem kleinen Dorf an der Route über den Gotthardpass zu einem Reiseziel für die wohlhabende Oberschicht wurde. Noch vor der Eröffnung des Gotthardtunnels im Jahr 1882 entstanden drei Grand-Hotels. Die Engländerinnen, die damals in Kutschen angefahren kamen, hatten klare Vorstellungen von den Alpen. Die Realität war anders: «Die Städter mochten beispielsweise keine frische Milch, weil sie nach Stall riecht. Also wurde die Milch aufgekocht, abgekühlt und für die Touristen wieder auf Kuhtemperatur aufgewärmt», erzählt Silvia Scheuerer. Die Historikerin arbeitet an einer Dissertation zum Thema «Das Hotel als Plattform des Kulturtransfers», in deren Rahmen sie mit Zeitzeuginnen der Frage nachgeht, ob und wie das idealisierte Alpenbild der Städter zu dem der Einwohner geworden ist. Ein anderer Aspekt ist die Nachhaltigkeit des damaligen Tourismus: «Den ersten Globalisierungsschock erlebte das Dorf nach dem Ersten Weltkrieg, als die Touristen plötzlich ausblieben», erzählt Silvia Scheuerer. Doch im Unterschied zum heute geplanten Sawiris-Grossprojekt wurden die damaligen Tourismusprojekte von Unternehmern aus dem eigenen Tal lanciert, die als Vermittler und Übersetzer zwischen den Erwartungen der Touristen und der Talbevölkerung wirkten. Inhaltlich eng verknüpft ist eine Forschungsarbeit zur Bedeutung der Landwirtschaft im Urserntal von 1950 bis heute – Rahel Wunderli führt für dieses Oral-History-Projekt Interviews mit Bewohnern des Tales. Mit der Perspektive des Sawiris-Projekts beginnt man in Andermatt heute zu realisieren, dass die Landschaft tourismuskonform sein muss: Erwünscht ist ein möglichst vielfältiger Naturraum, in dem man gerne wandert und sich aufhält. Gerade dieses Ziel ist aber nur mit der traditionellen Landwirtschaft zu erreichen: Grosse Teile der Landschaft sind zum Beispiel nach dem Rückzug der Landwirtschaft verbuscht und damit für Fussgänger kaum mehr passierbar. Auf der Fahrt von Andermatt auf den Furkapass zeigt die Botanikerin Erika Hiltbrunner auf die Grünerlen, die sich am Talhang über weite Strecken ausgebreitet haben. Die Korporation hat sie gebeten, eine Strategie gegen das grüne Dickicht zu entwickeln, denn Grünerlenbüsche lassen sich, wenn sie einmal Fuss gefasst haben, kaum mehr roden. Dazu kommt, dass sie die Stabilität der Hänge untergraben, weil mit einer Monokultur die unterirdische Vielfalt der Wurzeln abnimmt: «Biodiversität ist eben auch aus Gründen der Sicherheit relevant», betont Erika Hiltbrunner. Hochdiverse Pflanzendecken, die aus vielen Pflanzen mit unterschiedlichen Wurzellängen bestehen, wirken durch dieses reich strukturierte Wurzelwerk der Gravitationskraft entgegen und stabilisieren die Steilhänge. Es ist bereits der sechste Sommer, den Erika Hiltbrunner auf dem Furkapass auf 2450 Metern Höhe verbringt. Die neue alpine Forschungs- und Ausbildungsstation ist ein Projekt der Universität Basel und der Korporation Ursern. Sie ist in der Schweiz die einzige Forschungsstation oberhalb der natürlichen Waldgrenze und befindet sich in Gebäuden des ehemaligen militärischen Truppenlagers. Gleich hinter der Militäranlage werden seit Mai letzten Jahres neun verschiedene Pflanzenarten des Gletschervorfeldes einer erhöhten Kohlendioxidkonzentration ausgesetzt, wie sie für das Jahr 2070 erwartet wird. Jede Pflanze wurde zuvor ausgegraben, gewogen und wieder in den Boden eingepflanzt. Der Versuch ist auf drei Jahre angelegt. Bisherige Beobachtungen zeigen, dass die Pflanzen des Gletschervorfeldes auf ein erhöhtes CO 2 -Angebot nicht mit einem grösseren Wachstum reagieren. Ein anderes Projekt untersucht den Einfluss einer nachhaltigen Beweidung auf den Wasser-Ertrag in alpinen Einzugsgebieten. Dank dem neuen Archiv kann Erika Hiltbrunner in Erfahrung bringen, wie die Landnutzung in früheren Zeiten ausgesehen hat: «Ich sehe beispielsweise, welche Zonen wann mit welcher Viehdichte genutzt wurden. Wo heute Grünerlen stehen, weideten früher die Geissen. Oder ein anderes Beispiel: Wenn ich lese, dass die Bäume des Schutzwaldes aus dem Schwarzwald stammen, wird mir sofort klar, weshalb sich die Bäume hier oben nicht versamen.» Der Basler Biologe Daniel Küry erforscht Quellen und die Frage, wie deren Lebensraum aufgewertet werden kann. Geplant ist ein internationales und interdisziplinäres Alpenquellen-Projekt, das auch eine Untersuchung über die historische Bedeutung von Trinkwasserquellen enthält. Wie reich der Lebensraum Quelle ist, demonstriert Küry auf der Nordseite des Gotthards. Von Auge erkennt er auf einem Stein die ebenso winzigen wie wichtigen Quellbewohner: Alpenstrudelwurm, Eintagsfliege und Sumpfkäfer. «Was uns alle verbindet sind ebenfalls Quellen – die mangelnden Geldquellen nämlich», meint Erika Hiltbrunner. Am Tisch im renovierten Archivraum, wo sich die Forscher austauschen, wird aber deutlich, dass es noch ein anderes gemeinsames Anliegen gibt. Martin Schaffner formuliert es folgendermassen: «Wir alle möchten, dass die Verfügbarkeit über Ressourcen wie Boden, Wasser und Landschaft im Tal bleibt.» Die Landschaft soll tourismuskonform sein: Erwünscht ist ein Naturraum, in dem man gerne wandert. (Quelle: NZZ Online / NZZ am Sonntag, Daniela Kuhn)

12.07.2007

Andermatt Alpine Destination Company: Medienkonferenz am Freitag, 20. Juli

Medienkonferenz am Freitag, 20. Juli 2007, 11.00 Uhr, Aula Bodenschulhaus, Andermatt. Themen:
  • Präsentation der eingereichten Architektur-Projektstudien und Bekanntgabe der für die Entwicklung der Quartiergestaltungspläne ausgewählten Architekturteams.
  • Vorstellung des neu ernannten Chief Operating Officers (COO) der Andermatt Alpine Destination Company (AADC)
  • Die weiteren Schritte bei der Realisierung des Ferienresorts.

Anwesend sein werden Samih Sawiris, Chairman Orascom Hotels & Development, Max Germann, architektonischer Berater AADC, Benno Bühlmann, Projektleiter Ferienresort seitens des Kantons Uri sowie die Mitglieder des Architekten-Auswahlgremiums.

02.07.2007

Noch ein Resort im Urserntal?

Das Resortfieber grassiert immer stärker im Urserntal. Nach dem Sawiris-Projekt in Andermatt, will ein weiterer Investor auch in Realp ein Tourismusprojekt realisieren. Gesprochen wird von einer Investition in zweistelliger Millionenhöhe.

Da und dort wurde gemunkelt, seit der Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 28. Juni, in Realp ist es bestätigt: Ein auswärtiger Investor beschäftigt sich mit der Vision, in der Fuchsegg ein Ferienresort zu realisieren. Dafür wäre er bereit, mehrere Millionen Franken zu investieren. Wie Gemeindeschreiber Karl Cathry gegenüber dem «Urner Wochenblatt» bestätigte, wurden erste Gespräche – auch bei kantonalen Stellen – geführt. So wurden Abklärungen beim Amt für Raumplanung getroffen, und auch der Volkswirtschaftsdirektor sei entsprechend informiert worden. «Nun liegt es am Investor, der Gemeinde konkrete Unterlagen zu liefern», erklärt Karl Cathry.

Regierung: Standort ungeeignet
Anders sieht es die Urner Regierung. «Das Gebiet oberhalb von Realp eignet sich nicht, um hier ein Tourismusprojekt zu verwirklichen», sagte Justizdirektorin Heidi Z'graggen gegenüber der Urner Zeitung. Der Grund: 2005 hat der Regierungsrat verschiedene Standorte im Urserental für das von Sawiris geplante Tourismusresort beurteilt. Dabei wurde auch der Standort GalenstockFuchsegg unter die Lupe genommen. Der Regierungsrat kam zum Schluss, dass sich das Gebiet für das Projekt nicht eignet. Dies vor allem aus Gründen des Landschaftsschutzes.