Zurzeit beschäftigt Samih Sawiris der Andermatter Bahnhof, der zwischen dem "neuen" und "alten" Dorf steht. Es sei eine grosse Herausforderung, das Resort und das Dorf zu verbinden. 30.10.2007
Knackpunkt Bahnhof
Zurzeit beschäftigt Samih Sawiris der Andermatter Bahnhof, der zwischen dem "neuen" und "alten" Dorf steht. Es sei eine grosse Herausforderung, das Resort und das Dorf zu verbinden. Andermatt Vorzeigeprojekt für Europa
29.10.2007
Künstler der Komplexitätsreduktion
In der Nummer 39 der Weltwoche hat Bruno Ziauddin versucht, Samih Sawiris zu porträtieren. Er charakterisiert die Persönlichkeit des „Pharao von Andermatt“ wie folgt:„Tatsächlich vereint Samih Sawiris zwei eher gegensätzliche Charaktertypen auf sich: den verspielten, mit selbsironischer Distanz kokettierenden Intellektuellen, schöngeistig und bibliophil. Und den Typus des unverzagten Geschäftsmannes, der sich nicht durch ein Labyrinth von Zweifeln und Selbstzweifeln kämpfen muss, bis er zu einem Entscheid gelangt, der eine ausgeprägte Fähigkeit zur Komplexitätsreduktion besitzt und zu einer binären Betrachtungsweise (gute Idee, schlechte Idee, verkauft sich, verkauft sich nicht).“
Ansturm auf Villen?
22.10.2007
Bernhard Russi baut eigenes "Resort"
Trotz Sawiris braucht Uri Investitionen
Mehr Touristen heisst mehr Abwasser
Ein kleiner Sawiris für Goms
18.10.2007
Kulturhäppchen: Ramadan in Kairo
Ramadan in Kairo. Fastenmonat der Muslime. Was aber macht ein christlicher Kopte wie Samih Sawiris in dieser Zeit des Stillstehens, Ruhens und der Enthaltsamkeit der islamischen Gemeinschaft?Soviel vorweg: Die christlichen Ägypter machen den Ramadan wohl oder übel mit. Wie die Muslims schliessen sie ihre Läden bereits am frühen Nachmittag und gehen nach Hause. Aber: Während sich die Muslime erst nach Sonnenuntergang Speis und Trank hingeben, essen die Kopten bereits eine Stunde vor Sonnenuntergang. Kaum setzen die Muslime sich dann an den Tisch, springen die Kopten auf. Unternehmer rasen nun über die leeren Strassen in ihre Firmen, Familienväter kutschieren Frau und Kinder zu Verwandten.
Auch manche muslimische Ladenbesitzer nutzen die Ruhe und öffnen ihre Läden kurz nach dem Fastenbrechen wieder. Das hat sich bei den nach Westen Orientierten herumgesprochen. Sie nutzen die Menschenleere zum Grosseinkauf. In den Einkaufswagen liegen teure Importprodukte: französischer Käse, Schweizer Schoggi und deutscher Honig. Die Kasse klingelt.
Hochkonjunktur auch für die Bettler. Nicht während oder nach, sondern kurz vor dem Fastenbrechen wittern sie ihr Geschäft und stellen sich an die grossen Umfahrungsstrassen. Denn: Ramadan ist die Zeit der Almosen. Aus den Autos werfen ihnen die Fahrer Geld zu. Geht die Sonne hinter dem Horizont unter, begeben sich die Bettler zu ihren ärmlichen Hütten hinter den Hügeln. In den Taschen einige Scheine. Das morgige Mahl ist gesichert.
16.10.2007
90 Prozent des Landes im Sack
05.10.2007
Älplermagronen in El Gouna
Schulferien in Andermatt vom 6. bis 21. Oktober. Gabtherad fährt auch in Urlaub. Nicht nach El Gouna. Aber es soll ja vermehrt Leute aus dem Urnerland geben die El Gouna erkunden, um sich ein genaueres Bild des Andermatt-Investors zu machen.Also, lieber Urnerinnen und Urner: Falls Ihr in Eure Herbstferien im «Venedig Ägyptens» verbringt – und nach zwei Tagen Heimweh habt – dann besucht das Restaurant «Pier 88». Dort verwöhnt Euch Marlis Seves aus Sedrun. Sie tischt Währschaftes auf aus der Schweiz: Älplermagronen, Pizzoccheri, Bündnerfleisch und Cordon bleu. Oder lieber ein butterzartes Steak? Dann ab ins «Le Deauville» an der Marina. En Guete und bis Ende Oktober!
Bild: Pier 88, Quelle: elgouna.com
02.10.2007
Das plant Orascom sonst noch...

Folgende Projekte sind bereits realisiert:
El Gouna, ÄgyptenRealisiert 1989
Erstes Tourismusprojekt von Samih Sawiris
http://www.elgouna.com/
Taba Heights, ÄgyptenRealisiert 2000 am Golf von Akaba
http://www.tabaheights.com/
Tala Bay, Jordanien
Realisiert 2005
Sawiris' erstes Resort ausserhalb von Ägypten
http://www.talabay.jo/
Migros entdeckt Sawiris
01.10.2007
Samihs geflügeltes Wort
"Die Destination Andermatt wird einen Erstwohnungsanteil haben und wie in unseren andern Resorts wird es keine kalten Betten geben, sondern Vermietungspflichten."Samih Sawiris anlässlich einer Podiumsdiskussion, zu der die Immobilienfirma Engel & Völkers ins das Zunfthaus zur Meise in Zürich geladen hatte
Bausperre für Teile Andermatts
Im alten Dorfteil Andermatts darf vorläufig nicht mehr gebaut werden. Mit der Bausperre will der Gemeinderat das Problem der Zweitwohnungsnachfrag besser in den Griff kriegen. Das Gebiet des geplanten Tourismusresorts ist nicht betroffen.Nullenergie für Andermatt
Im Blog der Architekturzeitschrift Hochparterre gesichtet. Bericht von Gantenbein. Anlass: Eine Podiumsdiskussion organisiert von Hochparterre:Samih Sawiris sprach: «Ich werde viel investieren, damit die «Alpine Destination Andermatt» eine Null-Energie-Bilanz in Bau und Betrieb vorweisen kann. Die nötigen Studien sind veranlasst. Einerseits wird die Energie als «Clean Energy» produziert. Wir denken an eigene Wasserkraft, an Windkraft und an Sonnenenergie. Andererseits wird die Isolation der Hotels, Villen, Sportzentren und so weiter dem rauhen Klima im Gebirge trotzen. Unter dem Strich soll das Resort eine Null-Energie-Bilanz aufweisen.» Sawiris denkt dabei weniger an die Weltrettung als an den Profit. «Einerseits werden wir so ganz erheblich Geld einsparen. Anderseits wird uns ein energiemässig musterhaftes Resort grosse Vorteile fürs Image bringen. Dem Resort Andermatt, aber auch meiner ganzen Orascom-Gruppe. Die nötigen Investitionen werden denn auch aus der Gruppe mitfinanzieren.»
Gotthardregion weiter stärken
24.09.2007
Sawiris' Allgäu-Pläne gestorben?
Wie bereits im Mai 2007 in diesem Blog zu lesen war, hatte Samih Sawiris Pläne im Allgäu. In Sonthofen hatte der Investor eine ausrangierte Kaserne im Auge. Entstehen sollte daraus ein Luxushotel mit Golfplatz. Investionsvolumen 300 bis 600 Mio. Euro.Wie die "Allgäuer Zeitung" nun gemeldet hat, will die deutsche Bundeswehr die besagte Generaloberst-Beck-Kaserne weiter betreiben. Diese Pläne werden auch von der Stadtregierung Sonthofens unterstützt. Ebendiese Stadtregierung stand dem Sawiris-Projekt im Mai noch positiv gegenüber.
Denkmalschutz als Stolperstein?
Der Grund für diesen Meinungswandel liegt wohl darin, dass durch den Weiterbetrieb der Kaserne zwei andere Kasernen frei werden. Diese zwei Kasernen möchte die Stadt an Wirtschaftsbetriebe verkaufen. die beiden frei werdenden Kasernen stehen im Gegensatz zur Generaloberst-Beck-Kaserne nicht unter Denkmalschutz. Damit seien sie leichter zu vermarkten, begründet der Sonthofer Bürgermeister Hubert Buhl.
Ein Funken Hoffnung für Samih Sawiris bleibt: Definitiv entscheiden wird die Bundeswehr erst in den nächsten Monaten.
Zum Blog-Eintrag vom Mai 2007
Bild: Generaloberst-Beck-Kaserne, Quelle: sonthofen.de
Bauernkrieg
Die Fronten zwischen den Bauern und Samih Sawiris verhärten sich. Am 20. September warf der Investor den Bauern vor zu pokern. Diese Aussage stösst einigen Bauern sauer auf.„Mein Mann hat sich fürchterlich über Sawiris’ Vorwürfe aufgeregt“, sagt eine nicht genannt sein wollende Bäuerin. Ihre Rinder weiden im Winter in Hospental – auf Boden, der künftig für den Golfplatz verwendet werden soll. Fast zwei Jahre lang habe man nichts mehr von Sawiris und seinen Leuten gehört, so die Bäuerin weiter. Zum Reden seien sie immer noch bereit. Aber: „Nur wissen wir nicht, was läuft.“
Landwirt Zopp hat kein Verständnis
Landwirt Paul Zopp hat seine 8,5 Hektaren bereits an Samih Sawiris verpachtet. Und: Zopp bring kein Verständnis für das Vorgehen einiger Bauern auf. „Viele meinen, sie könnten den Fünfer und das Weggli haben. Sie wollen Land als Realersatz und obendrauf noch eine finanzielle Entschädigung“, so Zopp gegenüber der Urner Zeitung (Ausgabe vom 22.09.07).
Im Zentrum von Zopps Kritik stehen vor allem jene Bauern, die das ehemalige Armeeland bewirtschaften. Gemäss Zopp hätte die Armee diesen Bauern das Land jederzeit absprechen können ohne etwas zu zahlen. Sawiris hingegen zahle dafür. Zopps Rechnung ist deshalb einfach: Sawiris soll zuerst die Bauern mit eigenem Land berücksichtigen, und erst dann – bei Bedarf - die restlichen.
Schuld nicht nur bei Bauern
Gemäss Paul Zopp sind jedoch nicht nur die Urschner Bauern Schuld an den stockenden Landverhandlungen. Schuld ortet er auch bei der Regierung. Sie habe bei den Bauern ihre Lieblinge und behandeln diese bevorzugt, so sein Vorwurf. „Hätte – wie von uns gewünscht – der Schweizerische Bauernverband die Verhandlungen geführt, wären die Landverhandlungen längst unter Dach und Fach.“
Volkswirtschaftsdirektor kontert
Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann weist diese Vorwürfe als „völlig deplatziert“ zurück. Die Regierung sei gerufen worden, um die Verhandlungen zu führen. Zudem stehe der Schweizerische Bauernverband allen Betroffenen beratend zur Seite, und zwar auf Kosten von Samih Sawiris. Zopp habe zwar als einer der Ersten einen Vertrag mit Sawiris direkt unterzeichnet, sei aber einer der wenigen, die dem Investor kein Eigentum zum Verkauf, sondern nur als Pachtland angeboten hätten. Mehr noch: Obwohl Zopp einen Vertrag unterzeichnet habe, versuche er weiterhin Sonderlösungen zu finden. Damit zeige er sich wenig loyal und auch nicht solidarisch, so Baumann.
Entscheide nicht einfach
Auch zum Vorwurf von Samih Sawiris, dass das Fuder bald einmal überladen sei, nimmt Isidor Baumann Stellung. Er glaube nicht an ein Poker der Bauern. Denn: Für einige Bauern seien die Entscheide „wirklich nicht ganz einfach“. Viele Bauern wollten abwarten und schauen, wie sich ihre Kollegen entscheidend. So gehe wertvolle Zeit verloren.
Eigentumsersatz garantiert
Das sind die Fakten: Die Verantwortlichen der Volkswirtschaftsdirektion verhandeln mit rund dreissig Vertragspartnern. Ein paar wenige haben bisher definitiv unterzeichnet. 2007 wurden etwa 160 Gespräche geführt. Primär ging und geht es bei den Gesprächen um Land im Perimeter des Golfplatzes, aber auch um Ersatzland, das inner- und ausserhalb des Perimeters noch verteilt werden kann. Gemäss Isidor Baumann ist der Eigentumsersatz für alle garantiert, zum Teil auch der Pachtersatz. Einige Eigentümer nähmen jedoch auch das Geld und würden keine Ansprüche auf Ersatzland stellen.
So gehts weiter
Anfang Oktober sollen die nächsten Verträge unterzeichnet werden. Diese bilden dann die Grundlage für weitere Verhandlungen. Der Volkswirtschaftsdirektor schliesst nicht aus, dass es auch nach der nächsten Runde noch Bauern gibt, die für sich Sonderlösungen beanspruchen. Dann müsse eben der Investor entscheiden, was er wolle, so Baumann.
Erneuerbare Energie: Sawiris signalisiert Bereitschaft
In einer Kleinen Anfrage ist die Forderung erhoben worden, dass die Strom- und Wärmeversorgung des geplanten Tourismusresorts zu 100 Prozent durch einheimische, erneuerbare Energie gedeckt werden soll.21.09.2007
Bellevue-Areal: 2008 fahren Bagger auf
Im kommenden Jahr ist Baubeginn auf dem Bellevue-Areal. Entstehen soll das schönste Hotel der Alpen. Das Architekturbüro Denniston International Architects and Planners Ltd. wird den Bau realisieren.Landpoker mit Bauern
Seit Donnerstag, 20. September, besitzt Samih Sawiris das «Bellevue»-Areal in Andermatt. Nur einige Bauern «bocken» nun noch mit dem Landverkauf. Wird Samih Sawiris langsam ungeduldig?Die Landverhandlungen mit den Urschner Bauern laufen offensichtlich nicht so, wie sich dies Samih Sawiris gewünscht hat. «Wir machen zwar Fortschritte, aber es geht langsam», erklärte der ägyptische Investor gestern gegenüber der Urner Zeitung. Der Grund: Einzelne Bauern stellen immer wieder zusätzliche Forderungen. Wittern sie etwa das grosse Geschäft? Pokern sie ganz einfach?
20.09.2007
All we have is snow
Gott sei Dank sieht Samih Sawiris alles ganz anders. Für ihn ist Andermatt eine „opportunity of a lifetime“ – eine Chance also, die man nur einmal im Leben kriegt. Klar, was kann er sich hier mehr wünschen als 1.1 Mio. Quadratmeter bestes und günstiges Militärland, grossen Zuspruch in der Bevölkerung und von den Behörden, die alles unternehmen, um ihm den Weg zum Resort zu ebnen. Das Rezept ist einfach: Billiges Land kaufen, dieses mit Assets wie Hotels, Villen, Wellness und Golf veredeln – und dann teuer an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Teuer? Nicht unbedingt. Sawiris gegenüber der Financial Times: „Wir werden dafür sorgen, dass wir für jedermann etwas haben.“ Und deutet an, dass die Startpreise relativ tief sein könnten, um den Verkauf mit Mund-zu-Mund-Propaganda anzustossen. Gleichzeitig ist er zuversichtlich, dass die Preise sich nach und nach denjenigen der Top-Resorts in den Alpen annähern werden.“ Also: Gleich zugreifen, wenn die ersten Häuser stehen. Und später – wenn Andermatt endlich ein ultimativer Tophotspot ist – das Wohneigentum mit Megagewinn verkaufen.Gestiegen sind die Immobilienpreise freilich schon jetzt. Nur: Der Markt ist fast tot. Anita Farei: „In der Regel zieht der Markt nach Ostern an. Aber dieses Jahr passierte nichts, trotz grossem Interesse aus dem Ausland. Die Haus- und Wohnungsbesitzer spekulieren auf steigende Verkaufspreise für Immobilien, sobald das Tourismusprojekt realisiert wird. Diesen Leuten kann ich nur sagen, dass das Gegenteil eintreten wird und sie jetzt verkaufen sollten. Stehen die neuen Wohnungen und Villen einmal, wird niemand mehr an Wohnungen in hässlichen Gebäuden aus den sechziger Jahren interessiert sein.“ Wie pointiert. Schon wieder. Allerdings auch ziemlich undifferenziert. Mit einer weiteren kernigen Aussage liegt die Remax-Dame allerdings für einmal richtig: „Alles, was wir haben ist Schnee.“ Zum Glück! Denn dafür dürften uns mittlerweile viele Betreiber von Wintersportanlagen beneiden.
Apropos Wintersportanlagen: Wie es künftig weitergehen soll mit dem heute limitierten Angebot und den veralteten Anlagen, darüber äussert sich Marcel Wenger, Tourismusdirektor in Andermatt, so: “Es gibt einen Masterplan zum Ausbau des Skigebietes.“ Und fügt hinzu: „Aber es hängt natürlich auch vom Geld ab.“ Geld? Ach ja, war da nicht wer? Gemäss Financial Times spekulieren die Betreiber der Gemsstockbahnen damit, dass Samih Sawiris in die Anlagen investieren wird – und im Gegenzug eine Beteiligung erhalten soll.Also, auf gehts! Oder wie es Karl Danioth, ehemaliger Verwaltungsratspräsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG, auf den Punkt bringt: „In den letzten 30 oder 40 Jahren haben wir nicht genug getan. Jetzt haben wir die Chance, unsere Versäumnisse zu korrigieren.“
Zum Artikel der Financial Times
19.09.2007
Bellevue-Areal: Das ist der Deal
Die wichtigsten Punkte im Überblick _ Bau eines Hotels in den nächsten drei Jahren _ Gründung einer Bau- und Betriebsgesellschaft für das geplante Sportzentrum _ Gemeinde Andermatt wird 50-Prozent-Aktionärin der Bau- und Betriebsgesellschaft _ Gratis Schulschwimmen für das gesamte Urserental _ Unentgeltliche zur Verfügungsstellung eines 600 Quadratmeter grossen Feuerwehrlokals _ Kinderspielplatz auf dem Bellevue-Areal bleibt erhalten _ Dienstbarkeiten zugunsten des Betagten- und Pflegeheims Ursern sind berücksichtigt. Der Deal im Detail Wert des 20 000 Quadratmeter grossen Areals: 10 Millionen Franken. Auf dem Areal wird innerhalb von drei Jahren nach Vertragsunterzeichnung eine Hotelanlage erstellt, die mindestens fünf Jahre lang als Hotelbetrieb geführt werden soll. Neue Gesellschaft mit Sitz in Andermatt Samih Sawiris bezahlt nicht einfach den Gesamtbetrag für das Areal, sondern hat bei der Vertragsaushandlung laut Medien die Vorteile beider Seiten abgewogen. Resultat: Der gesamte Kaufbetrag besteht aus verschiedenen Tranchen. 3,4 Millionen Franken der Schulden bei der bisher verwaltenden Bank werden getilgt. 752 000 Franken zahlt die AADC der Gemeinde Andermatt direkt. Bei diesem Betrag handelt es sich um aufgewendete Hypothekarzinsen und bereits ausgewiesene Planungs- und Projektierungskosten für alte Projekte.
Die restlichen rund 5,7 Millionen Franken fliessen in eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Andermatt. Diese Gesellschaft kümmert sich in erster Linie um den Bau und Betrieb des geplanten Sportzentrums. Gemäss vorliegendem Kaufvertrag verpflichtet sich die AADC, ein Hallenschwimmbad sowie weitere Sportmöglichkeiten zu erstellen und zu betreiben. Gemeinde redet mit Die Gemeinde Andermatt wird mit 50 Prozent des Aktienkapitals an der neuen Gesellschaft beteiligt, muss aber für allfällige Betriebsdefizite und Kapitalerhöhungen nicht einstehen. Darüber hinaus erhält die Einwohnergemeinde Andermatt einen Sitz im Verwaltungsrat der zu gründenden Gesellschaft. Auf dem Bellevue-Areal wird ein Vorkaufsrecht und Kaufrecht errichtet. Das Kaufrecht kann ausgeübt werden, sofern innert fünf Jahren nach Anmeldung beim Grundbuchamt nicht mit dem Bau der Hotelanlage begonnen wird. Gratis Schulschwimmen Durch dieses Beteiligungsmodell erhält die Gemeinde die Möglichkeit, in Sachen Sportzentrum mitzureden. Was auch bereits geschehen ist: Unter anderem müssen unentgeltliche Schulschwimmstunden für das ganze Urserental bereitgestellt werden. Im Übrigen wird für die Feuerwehr der Gemeinde Andermatt zwischen der Anlage des Sportzentrums und des Bahnhofs ein 600 Quadratmeter grosses Lokal eingeplant. Dies wird unentgeltlich für den Zeitraum von 50 Jahren, Vertragsverlängerung möglich, zur Verfügung gestellt. Und der bestehende Kinderspielplatz auf dem Bellevue-Areal muss erhalten bleiben oder an einen anderen Ort verlegt werden. Auch werden entsprechende Dienstbarkeiten zugunsten des Betagten- und Pflegeheims Ursern berücksichtigt.
17.09.2007
Hinter den Kulissen
Die Landverträge mit den Bauern sind bald unterschriftsreif. Der Verkauf des VBS-Areals rund um den Bahnhof ist auf gutem Weg. Und die gemeinsamen Workshops zwischen Orascom-Vertretern, Kanton und Gemeinde lösen unter den Teilnehmenden ein positives Echo aus.Hinter den grünen Wiesen…
Zweifellos, das Projekt läuft auf Hochtouren. Zumindest hinter den Kulissen. Zwar sind die Landverhandlungen mit den Bauern im Verzug. Dennoch: Mit den wichtigen Verträgen ist man gemäss Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann sehr weit fortgeschritten. Die ersten Verträge seien die wichtigsten, weil die Landflächen relativ gross seien und damit Manövriermasse für die anderen Bauern entstehe, liess er unlängst gegenüber dem Urner Wochenblatt verlauten. Und genau bei diesen grossen Landflächen scheint es noch zu harzen. Aber Baumann beruhigt: «Es geht um eine Bereinigung der veränderten Verhältnisse im Landbesitz, das braucht seine Zeit.»
Hinter den (sieben) Gleisen…
Auch der letzte Baustein im Resort-Puzzle nimmt Konturen an. Es geht um das Gebiet rund um den Bahnhof, das im Besitz des Militärs ist. Mit diesem Areal liebäugelte Samih Sawiris von Anfang an, denn es stellt im Sinne eines Brückenkopfes eine wichtige Verbindung zwischen Resort und Dorf dar. So wie es aussieht, kann er auch hier zuschlagen. Laut Ulrich Appenzeller, Leiter Armasuisse Immobilien sind die Verhandlungen auf gutem Weg: «Wir versuchen, die Verhandlungen auf einen guten Nenner zu bringen.»
Hinter dicken Wänden…
Am 10. und 11. September hat in Altdorf ein Workshop stattgefunden, in dem es um gegenseitige Information ging. Investor Samih Sawiris, Koordinator Max Germann und Projektleiter des Kantons, Benno Bühlmann, erläuterten den Teilnehmenden die wichtigsten Anforderungen des Quartiergestaltungsplanes und des Umweltverträglichkeitsberichtes. Genauer betrachtet wurden auch energie-, verkehrs- und umwelttechnische Fragen sowie weitere Problembereiche wie Natur- und Landschaftsschutz. Die ebenfalls anwesenden Architekten ver- und überarbeiten nun die neuen Informationen. Ein nächster Workshop soll Anfang November stattfinden. Denn die Teilhemenden waren des Lobes voll. Sawiris-Berater Franz Egle: «Ohne zu übertreiben, der Workshop hat ein ausserordentliches Echo ausgelöst.»
Hinter (bald) verschwundenen Mauern…
Ach ja, last but not least sollen auch die Bürgerinnen und Bürger von Andermatt zu hören kriegen, was so läuft (was sie natürlich auch in diesem Blog tun können). Mitte November ist eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant, in der über Planungsstand des Tourismusresorts informiert wird. Durchführungsort dieses Mal wahrscheinlich noch in der Mehrzweckhalle – die notabene just im oben erwähnten Bahnofareal steht, das für das Resort genutzt werden soll. Vielleicht werden die Einwohner/-innen von Andermatt dann auch informiert, wo sie grössere Anlässe in Zukunft – nach dem Verkauf des Areals durch das VBS – durchführen können. Denn es ist kaum anzunehmen, dass die architektonisch nicht sehr attraktive Mehrzweckhalle in einem künftigen Quartiergestaltungsplan ihren Platz behalten wird. Eine optimistische Andermatterin: «Wenn Herr Sawiris das Einvernehmen mit der Bevölkerung auch in dieser Angelegenheit so wichtig ist, wie er immer unterstreicht, so werden wir sicher bald eine wunderschöne Mehrzweckhalle haben.»
Verkauf Bellevue-Areal vor Vertragsabschluss
In der Woche vom 24. September 2007 soll der Vertrag für den Verkauf des Bellevue-Areals unterzeichnet werden. Käufer: Samih Sawiris. Wer sonst. Entstehen soll in dieser Andermatter Toplage das prunkvollste der Hotels im geplanten Ferienresort. Wie der Gemeindepräsident von Andermatt, Karl Poletti, in einem Interview dem Urner Wochenblatt sagte, wurden die Verhandlungen sehr intensiv geführt. Und auf die Frage, ob die Gemeinde nun reich werde, erwiderte er lachend: «Nein, so ist es nicht. Die Gemeinde wird nicht reich. Wir haben aber im Vertrag sehr viele Leistungen ausgehandelt, die der Gemeinde auf Jahre hinaus zugute kommen.» Feuerwehrlokal und gratis Schulschwimmen Nachhaltige Wirkung und Wertschöpfung sind also gefragt. Auf die Frage nach den ausgehandelten Leistungen führte Poletti zwei Punkte «die uns wichtig waren» an:
- Ein im Resort geplantes Feuerwehrlokal, dass Andermatt unentgeltlich nutzen darf.
- Das Schulschwimmen, das im geplanten Sportzentrum für das ganze Urserental gratis sein wird.
Mehr will er noch nicht preisgeben. Zu hoffen bleibt, dass dieser «für die Einwohnergemeinde sehr gute Vertrag» letztlich mehr Fleisch am Knochen haben wird, als die unentgeltliche Nutzung eines Feuerwehrlokals und kostenloser Schulbadespass.
14.09.2007
Adieu Porta Alpina
Die erweiterte Gotthardregion ist um eine Vision ärmer geworden. Der Kanton Graubünden verzichtet auf den Bau der Porta Alpina, den unterirdischen Bahnhof im Gotthard-Basistunnel bei Sedrun.News auf Swissinfo.ch
13.09.2007
Grossbaustelle Andermatt ab 2008?
Ab 2008 sollen während gut sieben Jahren gestaffelt jeweils 400 Leute am Resort bauen. Das sind gleich viele Leute, wie auf den Neat-Baustellen im Kanton Uri. Allerdings gibt es bis zum Baustart noch einige Steine aus dem Weg zu Räumen. Einige Fragen, mit denen sich die kantonalen Fachstellen zurzeit befassen: _ Quartiergestaltungsplan _ Umweltverträglichkeitsbericht _ Ausbau dere ARA und der Trinkwasserversorgung _ Gesamtverkehrskonzept Mit der speziellen Planungsorganisation des Kantons und des kooperativen Planungsprozesses soll das Eilzugstempo der Planungsschritte weiterhin beibehalten werden. Nun denn, wohlan!
10.09.2007
Von Yachtausflügen und Sommertalk...
Die Reichen dieser Welt: Sawiris auf Platz 664

Forbes-Magazin
07.09.2007
Sawiris im Frauenkloster
Die Andermatt Alpine Destination Company (AADC) von Samih Sawiris lässt sich im Frauenkloster St. Karl nieder. Der Aufenthalt im Kloster ist allerdings nur eine Übergangslösung. Gemäss AADC-Verwaltungsrat und Sawiris-Berater Franz Egle soll der Firmensitz so schnell wie möglich nach Andermatt verlegt werden.04.09.2007
Benno Nager: "Ich habe nicht vor, schon bald wieder abzureisen"
27.08.2007
Andermatt Gotthard Sportbahnen: Aktienkurs verdoppelt
21.08.2007
Die richtige Einstellung
"I grew up in Andermatt, but live in Southern California (Mammoth) now. I have skied all over the world and Andermatt is still one of the best for serious skiers that want great snow! The new management on the Gemstock is doing a fine job, keep it up! "Benno Nager, COO der Andermatt Alpine Destination Company (AADC), am 31.01.2000 im goski.com Resort-Forum.
Das geflügelte Wort
"Meine einzige politische Ambition ist, dass die Menschen uns (Orascom) hier wollen – während des Projektes, und auch dann, wenn dieses einmal abgeschlossen ist. Das Gefühl willkommen zu sein, das ist mein Ziel."20.08.2007
Geschichten von Zgraggen Schagg: Sport statt Stacheldraht
Höchste Zeit, wieder einmal ein Zückerchen des begnadetsten Uri-Bloggers, Zgraggen Schagg, zu publizieren. Schmunzeln erlaubt.20.07.2007
Andermatt: Sport statt Stacheldraht
Von schagg.zgraggen @ 17:01
"Das riesige Tourismus-Grossprojekt des Ägypters Samih Sawiris in Andermatt und Hospental ist seit heute ganz konkret. Herr Sawiris hat laut Medien offenbar heute alle Projektstudien gezeigt. Was mir gefällt: die globalisierte Schickeria und der lokale Bergler-Stamm werden nicht durch Mauern, Stacheldraht oder gar durch Landminen getrennt. Im Gegenteil! Herr Sawiris respektiert ein Anliegen Andermatts: Die geplante Sportanlage soll das neue Resort mit dem alten Dorf verbinden. Keine Beiz, kein Kinderspielplatz, kein Parkplatz und kein Bordell, nein, der Sport verbindet die Welten.Wir dürfen uns nun darauf freuen, dass Adolf Ogi unweigerlich die Eröffnungsrede halten wird. Und noch mehr freue ich mich, wenn drahtige Urnerinnen und Urner den magersüchtigen Models und den gelifteten Hedge Fund-Managern davonjoggen. Aber: Falls völlig überraschend die Schickeria die Einheimischen besiegen sollte, dann ist das nicht so schlimm. Sicher können sich die Andermatter einen Schickeria-Psychiater leisten."
Bild: Zgraggen Schaggs E-Visitenkarte
"Zurückgebliebenes Hochtal"
17.08.2007
Bisherige Schritte der öffentlichen Hand
Vergessen wir ob all der Medienpräsenz von Samih Sawiris die öffentliche Hand nicht. Hier ein kleiner Überblick, was auf Behördenseite bisher alles abging.Bisherige Schritte
Alles zum Andermatt-Resort auf der Kantonswebsite
13.08.2007
So könnten die Villen aussehen
Die Architekturbüros Scheitlin-Syfrig+Partner sowie «Masswerk» werden - falls sie den definitiven Zuschlag erhalten - Villen im Andermatt-Resort bauen. Insgesamt 50 Villen würden entstehen. Die Architekten haben Entwürfe für zwei Villenprototypen eingereicht: 300 und 550 Quadratmeter Wohnfläche.«Bis jetzt war es erst ein Warmlaufen», sagte Matthias Baumann vom Büro «Masswerk» gegenüber der Online-Plattform zisch.ch. «Zuerst müssen die Sawiris-Leute Käufer für die Villen finden. Daraus resultieren dann allenfalls weitere Architekturaufträge.» Die von «Masswerk» geplanten Villen dürften um die 2 respektive 4 Millionen Franken kosten.
Bild: Golfen vor dem Haus - Steinboden und Kuhfell im Innern:
Grosse Villa, geplant von der Arbeitsgemeinschaft Masswerk (Kriens)
und Graber & Pulver (Zürich). Bild: Architron
Hintergrund: "Sawiris macht vorwärts" (Quelle: Schweiz Aktuell)
Erneuerbare Energien für Resort?
08.08.2007
Weiteres VBS-Land für Resort?
Verhandlungen mit Bauern: Es geht vorwärts
07.08.2007
Bundesträtliches Lob für Adermatter
Grössere Investition als geplant?
Ohne (Öko-)Strom kein Licht
22.07.2007
Quartiergestaltungspläne werden erstellt
Benno Nager COO der Andermatt Alpine Desination Company
17.07.2007
Hintergrund: Ein Tal voller Forscher
12.07.2007
Andermatt Alpine Destination Company: Medienkonferenz am Freitag, 20. Juli
- Präsentation der eingereichten Architektur-Projektstudien und Bekanntgabe der für die Entwicklung der Quartiergestaltungspläne ausgewählten Architekturteams.
- Vorstellung des neu ernannten Chief Operating Officers (COO) der Andermatt Alpine Destination Company (AADC)
- Die weiteren Schritte bei der Realisierung des Ferienresorts.
Anwesend sein werden Samih Sawiris, Chairman Orascom Hotels & Development, Max Germann, architektonischer Berater AADC, Benno Bühlmann, Projektleiter Ferienresort seitens des Kantons Uri sowie die Mitglieder des Architekten-Auswahlgremiums.
02.07.2007
Noch ein Resort im Urserntal?
Das Resortfieber grassiert immer stärker im Urserntal. Nach dem Sawiris-Projekt in Andermatt, will ein weiterer Investor auch in Realp ein Tourismusprojekt realisieren. Gesprochen wird von einer Investition in zweistelliger Millionenhöhe.Da und dort wurde gemunkelt, seit der Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 28. Juni, in Realp ist es bestätigt: Ein auswärtiger Investor beschäftigt sich mit der Vision, in der Fuchsegg ein Ferienresort zu realisieren. Dafür wäre er bereit, mehrere Millionen Franken zu investieren. Wie Gemeindeschreiber Karl Cathry gegenüber dem «Urner Wochenblatt» bestätigte, wurden erste Gespräche – auch bei kantonalen Stellen – geführt. So wurden Abklärungen beim Amt für Raumplanung getroffen, und auch der Volkswirtschaftsdirektor sei entsprechend informiert worden. «Nun liegt es am Investor, der Gemeinde konkrete Unterlagen zu liefern», erklärt Karl Cathry.
Regierung: Standort ungeeignet
Anders sieht es die Urner Regierung. «Das Gebiet oberhalb von Realp eignet sich nicht, um hier ein Tourismusprojekt zu verwirklichen», sagte Justizdirektorin Heidi Z'graggen gegenüber der Urner Zeitung. Der Grund: 2005 hat der Regierungsrat verschiedene Standorte im Urserental für das von Sawiris geplante Tourismusresort beurteilt. Dabei wurde auch der Standort GalenstockFuchsegg unter die Lupe genommen. Der Regierungsrat kam zum Schluss, dass sich das Gebiet für das Projekt nicht eignet. Dies vor allem aus Gründen des Landschaftsschutzes.
