30.05.2012

Zweitwohungsinitiative: Speziallösung für Andermatt?

Die Annahme der Zweitwohnungsinitiative hat in Gemeinden mit über 20 Prozent Zweitwohnungsanteilen grosse Unsicherheit ausgelöst. So auch in Andermatt, wo Sawiris‘ Luxus-Resort entstehen soll. Keine Angst Samih: Rettung naht, in Form einer Ausnahmebewilligung. Aber: Das Initiativkomitee ist entsetzt.

Möglich wäre die Ausnahme in Andermatt durch den so genannten Verordnungsentwurf der Arbeitsgruppe Zweitwohnungen. Die Arbeitsgruppe kümmert sich seit Annahme der Initiative um deren Umsetzung. Der Entwurf sieht laut Recherchen von SF DRS «Schweiz aktuell»vor, dass ein detaillierter Quartiergestaltungsplan wie er in Andermatt vorliegt, einer Baubewilligung gleichkommt.

Quartiergestaltungsplan gleich Baubewilligung?
Bestätigt wird dies durch Stephan Scheidegger, Vizedirektor des Bundesamtes für Raumentwicklung und Präsident der Arbeitsgruppe in der Sendung «Schweiz aktuell»: «Wenn der Quartiergestaltungsplan die wesentlichen Punkte eines Bauvorhabens bereits verbindlich regelt, sind wir der Auffassung, dass dieser wie eine Baubewilligung behandelt werden muss.»

Für das Projekt in Andermatt könnte dies ein Glücksfall sein. Denn zurzeit liegen die Baubewilligungen für die fast 500 Wohnungen in 42 Appartements und 25 Luxusvillen noch nicht vor.

Kritik vom Initiativkomitee
Das Initiativkomitee der Zweitwohnungsinitiative kritisiert den Entwurf der Arbeitsgruppe jedoch massiv. Das sehe wie eine ‹Lex Andermatt› aus. Es gebe auch andere vergeleichbare Sondernutzungszonen in der Schweiz und das widerspräche ganz klar dem Volkswillen, so das Komitee. Dementsprechend plant das Initiativkomitee Einsprachen und ist wenn nötig gewillt, bis vor Bundesgericht zu gehen.

Die Urner Regierung und auch die Andermatt Swiss Alps wollten zur aktuellen Situation in Andermatt bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags keine Stellung nehmen.

23.05.2012

Angebot für Sedrun Bergbahnen vorgelegt


Samih Sawiris hat sein Angebot für die Sedrun Bergbahnen AG vorgelegt. Jetzt braucht er noch die Zustimmung der Stimmberechtigten aus der Standortgemeinde Tujetsch.

Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen - und zwar fast zum Eineinhalbfachen des heutigen Nominalwerts.

Grösste Aktionärin der Bergbahnen in Sedrun ist die Standortgemeinde Tujetsch mit 51 Prozent Kapitalbeteiligung. Damit die Wertpapiere umgetauscht oder verkauft werden können, ist die Zustimmung der Stimmberechtigten am Urnengang vom 1. Juli nötig. Bereits einstimmig für einen Tausch der Aktien ausgesprochen hat sich der Gemeinderat von Tujetsch.

Keine Volksabstimmung braucht es in Andermatt. Dort hat die Gemeinde beschlossen, ihre Aktien der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG in Wertpapiere der Andermatt-Surselva Sport AG umzutauschen.

21.05.2012

Gemeinde Andermatt beteiligt sich am neuen Skigebiet


Die Gemeinde Andermatt besitzt nach eigenen Angaben mehr als ein Prozent der Aktien der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG. Sie sei damit eine der Grossaktionäre, schreibt sie in der Mitteilung. Sie wird die Aktien tauschen und sich damit an der Entwicklung des neuen Skigebietes beteiligen. Mit dem Aktientausch bekräftige sie, dass sie voll und ganz hinter der geplanten Skigebietsentwicklung stehe. Grösste Aktionärin der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG ist übrigens die Korporation Ursern mit 23 Prozent.

Mehr als nur Geld für HCAP

Good News für den HC Ambri Piotta: Samih Sawiris unterstützt den Eishockeysport im Gotthardgebiet nicht nur mit Geld, sondern auch mit persönlichem Engagement.

  • Samih Sawiris beteiligt sich mit CHF 1 Million an der laufenden Kapitalerhöhung der HCAP SA (das Gesellschaftskapital wird von CHF 3,4 auf 5,1 Mio. erhöht - mit 100 % Agio auf den neuen Aktien).
  • Sawiris wirft CHF 100‘000 für die  „Stiftung Eishockeyförderung Gotthard. Die gemeinnützige Stiftung, die ihren Sitz in Andermatt hat, wurde am Samstag, 12. Mai 2012 gegründet.
  • Weiter tritt Samih Sawiris dem Wirtschaftsrat HCAP bei, der von Giovanni Crameri (Verantwortlicher der UBS für die Region Ticino) geführten Gruppe Gönner und Spender, die als Wirtschaftsberater des Club dient und zur Deckung der Betriebsdefizite des HCAP beiträgt. In diesem Rahmen wird Sawiris den HCAP in den nächsten drei Jahren mit je CHF 50'000.— unterstützen.

10.05.2012

Sawiris informiert Sedrun über Aktienkauf

Am Samstag informiert die Sedruner Bevölkerung am Samstag, 12. Mai, über Aktienkauf.

Um die geplante Skigebietsverbindung zwischen Sedrun und Andermatt realisieren zu können, braucht die Andermatt Swiss Alps AG Aktienmehrheiten der Sedrun Bergbahnen und der Andermatt Gotthard Sportbahnen.

Bereits seit einiger Zeit ist Sawiris' Angebot bekannt: 140 Franken je Aktie der Sedrun Bergbahnen AG, 20 Franken je Aktie der Andermatt Swiss Alps AG. Die Angebote liegen laut Andermatt Swiss Alps AG 30 bis 40 Prozent über dem aktuellen Handelswert.

Da die Aktienmehrheit der Sedrun Bergbahnen nach wie vor im Besitz der politischen Gemeinde Tujetsch liegt, wollen Sawiris, die Sedrun Bergbahnen AG und die Gemeinde am Samstagnachmittag die Öffentlichkeit in Sedrun informieren. Abgestimmt über den Umtausch der Aktien wird am 1. Juli.

08.05.2012

Sawiris wird «Biancoblu»


Samih Sawiris wird definitiv bei HC Ambri-Piotta einsteigen. Details zum Engagement will Ambri am kommenden Samstag, 12. Mai, bekannt geben.

Nun ist es definitiv, dass Sawiris, der sich bereits im Fussball beim FC Luzern beteiligt, auch im Eishockey engagiert. Die Tessiner bestätigen am Montag, 7 Mai,  dass eine Einigung mit Sawiris über eine Zusammenarbeit erzielt zu haben. Am Samstag wird an einer Medienkonferenz im Beisein von Sawiris, Lombardi, dem Urner Landammann Joseph Dittli und Vertretern der ersten Mannschaft über die Details informiert.

Millionensegen für Ambri?
Ob Sawiris Millionen in die Leventina bringen wird ist fraglich. Man erinnere sich: Im März kündigte HCAP-Präsident Lombardi im «Blick» bereits an: «Er wird sich beteiligen, aber keinen Millionen-Segen bringen. Die Lage ist und bleibt schwierig.»

Was reizt den Sawiris an Ambri?
Sawiris im Januar in der Handelszeitung: «Ein Grossprojekt wie Andermatt braucht abwechslungsreiche Freizeitangebote in der Nähe. Deshalb investiere ich in Sportvereine. Das ist nicht wahnsinnig teuer, sichert das Überleben der Teams und bringt unseren Gästen einen Mehrwert - der Besuch eines Spiels von Ambri-Piotta ist ja immer ein tolles Erlebnis.»

07.05.2012

Tauwetter bei den Bergbahnen

Erstaunliche Mitteilung der Bergbahnen Engadin St. Moritz (Best): Das Unternehmen werde Mühe haben, den Ausbau der Anlagen in Zukunft selber finanzieren zu können, äusserte sich darin der Verwaltungsrat. Das legt folgende Frage nahe: Wie schlecht muss es um die Bergbahnbranche bestellt sein, wenn ein Anbieter in einer der bekanntesten Regionen der Alpen finanziell an Grenzen stösst?

Die NZZ hat am 5. Mai diese Frage aufgeworfen und kommt zum Schluss, dass die Lage ernster sei, als viele in den Alpen wahrhaben wollen. Und: „Umso riskanter und in vielerlei Hinsicht fragwürdig ist es daher auch, in Andermatt ein weiteres, subventioniertes Skigebiet aus dem Boden zu stampfen“, so die NZZ.

Die Fakten offenbaren tatsächlich kein rosiges Bild:

  • In den vergangenen zehn Jahren hat die Zahl der Skierdays, also der Ersteintritte in die Skigebiete, um die Marke von 27 Mio. geschwankt.
  • Die Schweizer zieht es vermehrt nach Österreich. In der vergangenen Wintersaison ist die Zahl der von Schweizern gebuchten Logiernächte im Nachbarland um 16% gestiegen.
  • Es ist illusorisch, auf grossen Gästezuwachs aus dem europäischen raum zu hoffen. Wie sehr beispielsweise der italienische Mittelstand unter Druck ist, hat das Oberengadin mit voller Härte zu spüren bekommen. Die Hotels mussten in der Wintersaison laut Schätzungen bei den italienischen Gästen einen Rückgang von 30% verkraften.
  • Deutsche und niederländische Gäste haben sich in den Schweizer Alpen rarer gemacht. Bei ihnen läuft viel über Preis/Leistung, weshalb Österreich mehr denn je eine Alternative zur Schweiz ist.
Ob vielleicht die Touristen aus Asien diese Lücken füllen? Wohl kaum. Die Tourismusbranche wünscht sich zwar Skifahrer aus Asien. Aber sind zufrieden, wenn sie sich ein paar Stunden auf dem Titlis oder dem Jungfraujoch im Schnee tummeln können. Bretter anzuschnallen, komme ihnen nicht in den Sinn, so die NZZ.


Bericht in der NZZ lesen

24.04.2012

Grüsse aus dem Europapark

In Andermatt stockts heute mit der Schneeschmelze. Dicke Flocken am Himmel. Mit Bauen im Resort dürfte im Augenblick noch nicht viel los sein im Resort. Ab und an sieht man jedoch wieder eine paar orangebetuchte Bauarbeiter, die in den kühlen Mauern des Chedi rumschleichen. Warm-up mit Innenausbau.


Aber darum gehts nicht. Eben waren noch Schulferien im Urserntal. Viele Familien verbrachten ein paar Tage im Europapark von Rust. Achterbahn fahren. Was sicher vielen die Orascomaktie in Erinnerung rief. Damit lässt sich das informationsmässige Frühlingsschneeloch perfekt stopfen. Auf der Grafik die Entwicklung der Aktie seit deren Kotierung im Mai 2008. Rückgang bis heute: minua 89,68%. Berg- und (oder vor allem) Talfahrt. Adrenalin pur - zumindest für die Aktionäre.

16.04.2012

Bund lobt Planung in Andermatt

Blumen aus Bern: Der Bund beurteilt die Planung des Tourismusresorts Andermatt als beispielhaft. Vor allem das gemeinsame Vorgehen erntet Lob.

In einem Bericht des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) zur Wirtschaftsförderung und nachhaltigen Entwicklung ist das Sawiris-Projekt von Andermatt als gutes Beispiel aufgeführt. Der Bund lobt vor allem die Prozesse, die vor dem Baustart abgelaufen sind. Bund, Kanton, Gemeinde, Bevölkerung und Umweltorganisationen seien bei der Planung stets einbezogen worden.

10.04.2012

Steinegger entspannt


Samih Sawiris übernimmt die Gemsstock-Oberalp-Skiarena. Die Übernahme durch die Schwedische Skistar wurde abgewehrt. Katastrophen-Franz sei Dank. Zumindest in den Medien ist er der Held. Steinegger gegenüber dem Tages Anzeiger: «Man kann entspannt sein, wir haben die Interessen unserer Aktionäre verteidigt.» Bravo Franz.

Aber halt: Es könnte ja durchaus sein, dass Sawiris den Schweden die Türe wieder öffnet, oder? Das mag der Franz nicht mehr gross kommentieren. «Das liegt nicht mehr in meinem Einflussbereich und ist Sache der neuen Trägerschaft», so Steinegger im Tagi.

05.04.2012

Sawiris-Salär halbiert

Armer Samih Sawiris: Sein Gehalt als Konzernchef der Orascom hat sich 2011 von 1,5 Mio. auf 742'000 Franken halbiert. Das geht aus dem Geschäftsbericht von Orascom hervor, der am 4. April veröffentlicht wurde. Allerdings erhielt er wie im Vorjahr 170'000 Franken Entschädigung für sein Amt als Verwaltungsratspräsident der Orascom.


Sein Nachfolger als Konzernchef, Gerhard Niesslein, erhielt für die Monate November und Dezember des vergangenen Jahres 243'475 Franken. Aufs Jahr hochgerechnet wäre das eine Entschädigung von 1,46 Mio. Franken.

Bergbahnverkauf in Tujetsch umstritten

Der geplante Verkauf der Bergbahnen Sedrun an Samih Sawiris ist in Tujetsch offensichtlich  umstritten. Namentlich dazu Stellung nehmen wolle jedoch kaum jemand. Das berichtet die „Südostschweiz“ in Ihrer Ausgabe vom 5. April.

04.04.2012

Sawiris‘ Bergbahndeal auf einen Blick

Samih Sawiris hat bei den Bergbahnen zugeschlagen. Hier ein paar Details zum Deal:
  • Samih Sawiris‘ Andermatt Swiss Alps AG geht davon aus, dass die Andermatt Gotthard Sportbahnen AG und die Sedrun Bergbahnen AG je 12 Millionen Franken wert sind.
  • Aktionäre der Andermatt Gotthard Sportbahnen können eine Aktie mit dem Nominalwert von 20 Franken gegen eine Aktie der Andermatt-Surselva Sport AG zum Nominalwert von 25 Franken tauschen. Möglich ist auch ein Verkauf der Aktie zu 20 Franken. Der Handelswert beträgt 15 Franken.
  • Das Aktienkapital der Andermatt Gotthard Sportbahnen ist auf rund 484'000 Aktien verteilt. Grösste Aktionärin ist die Korporation Ursern mit 23 Prozent.
  • Die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG haben einen Nominalwert von 100 Franken. Eine Aktie kann gegen 15,49 Aktien der Andermatt-Surselva Sport AG getauscht oder für 140 Franken verkauft werden. Der Handelswert beträgt 100 Franken.
  • Das Aktienkapital der Sedrun Bergbahnen verteilt sich auf 30'000 Aktien. Grösste Aktionärin ist die Gemeinde, sie hält 51 Prozent.

03.04.2012

Alles Paletti im neuen Skigebiet?

Wie die Medien berichten, sind sich die Verwaltungsräte der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG und der Sedrun Bergbahnen AG mit Samih Sawiris einig geworden und haben seinem Angebot zugestimmt.

Damit sei ein Etappenziel erreicht, sagte der Urner Regierungsrat Isidor Baumann heute, 3. April, auf dem Oberalppass.

Gemäss Sawiris ist das Angebot an die Aktionäre sei nicht nur fair, sondern grosszügig. Die Entwicklung der beiden Skigebiete sei eine gute Sache für die ganze Region.

Sawiris macht das Übernahmeangebot über die Andermatt Swiss Alps AG, die das Resort in Andermatt baut. Andermatt Swiss Alps ist bereits heute über die Andermatt-Surselva Sport AG an den Bergbahnen (Andermatt: 16 Prozent, Sedrun 10 Prozent) beteiligt. Ziel ist es, diese Beteiligungen auf je mindestens 67 Prozent zu erhöhen. Ab Frühling 2013 soll gebaut werden.

Bauwerk oder nur Bauten?


Abgesehen von den Hotelbauten hat Sawiris in Andermatt erst für rund 90 Ferienwohnungen und eine Luxusresidenz eine Baubewilligungen. Für den grossen Rest des Resorts – rund 400 Ferienwohnungen und zwei Dutzend weitere Luxusvillen – sind die entsprechenden Gesuche bei der Gemeinde noch nicht einmal deponiert. Das könnte sich katastrophal für Sawiris auswirken.

Brief an Bundesrätin Leuthard
Um möglichst rasch Rechtssicherheit zu schaffen, hat die SVP Uri diese Woche einen offenen Brief an Bundesrätin Doris Leuthard geschrieben. Die Partei fordert darin eine schnelle Klärung sämtlicher Fragen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Weber-Initiative.

UVEK Arbeitsgruppe klärt rechtliche Fragen
Doris Leuthard hatte sich in einer ersten Reaktion noch am Abstimmungstag auf den Standpunkt gestellt, das Resort in Andermatt sei weit fortgeschritten und werde von der Volksinitiative nicht mehr tangiert. Einen Tag später relativierte aber das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) die offensichtlich zu voreiligen Aussagen der eigenen Chefin. Bezüglich Andermatt stellten sich bei der Umsetzung sehr wohl rechtliche Fragen, die vom Wortlaut der Initiative keineswegs eindeutig beantwortet würden, hiess es nun. Eine vom Uvek eingesetzte Arbeitsgruppe ist mittlerweile damit beschäftigt, diese rechtlichen Fragen zu klären.

Integrales Entwicklungsprojekt
Die Urner Regierung und auch die Andermatt Swissalps macht derweil geltend, dass es sich beim Projekt nicht um einzelne Häuser, sondern um ein integrales Entwicklungsprojekt handelt. Justizdirektorin Heidi Z'graggen spricht von einem Gesamtbauwerk, das zu wesentlichen Teilen bereits erstellt sei. Es dürfe nicht sein, dass der Bauprozess nun abgebrochen wird und die schon geleisteten Investitionen wertlos würden, warnt sie.

Grosses Treffen auf dem Oberalppass

Im Gasthaus Piz Calmot auf dem Oberalppass verkündet Samih Sawiris am Dienstag, 3. April, seine Lösung für das festgefahrene Zukunftsprojekt der Skigebiete: Er wendet sich direkt mit einem Kaufangebot an die Aktionäre.

Die beiden Bergbahnen sollen in den Besitz der zukünftigen Betreiberin des Skigebietes Andermatt-Surselva Sport (ASS) übergehen. Als Alternative zum Verkauf bietet Sawiris den Aktionären einen Tausch gegen Anteile seiner Tochtergesellschaft ASS an. Es scheint, als stünden alle Beteiligten hinter der pragmatischen Lösung, zumal Sawiris für die Aktien einen lukrativen Preis zahlen will.

Sowohl der Urner Regierungsrat Isidor Baumann wie auch die Verwaltungsratspräsidenten der Bergbahnen, Franz Steinegger und Peter Furger, sind heute neben Sawiris auf dem Pass. Mit dem Kaufangebot reagiert Sawiris auch auf den drohenden Abzug des Investors Skistar. Die schwedische Firma kündete Anfang März die Zusammenarbeit mit den Andermatt-Gotthard-Sportbahnen (AGB). Skistar konnte keinen Konsens mit AGS-Präsident Steinegger finden. Dieser zweifelt an der Wirtschaftlichkeit des geplanten Ausbaus. Der geplante Verkauf ist aber auch für Steinegger ein gangbarer Weg.

02.04.2012

Grosses Loch in Sawiris' Kasse

Samih Sawiris hat mit Orascom Verluste einstecken müssen: Im vergangenen Geschäftsjahr schrieb Orascom ein Minus von 69,7 Millionen Franken. Noch im Vorjahr stand ein Reingewinn von 94,9 Millionen in den Büchern.


Ostern naht, das Leben wird bunt, die Plastikhülle beim Chedi fällt schon wieder. Es überrascht daher nicht, dass das Unternehmen verlauten lässt, das Tourismusprojekt in Andermatt trotz schreite trotz aller Orascom-Regenwolen gut voran. Es hätten bereits Verkäufe in Höhe von 70,9 Millionen Franken getätigt werden können. Ob das Neuverkäufe sind, ist den Verlautbarungen allerdings nicht zu entnehmen...

Zweitwohnungsinitiative gravierende Auswirkungen für Sawiris

Das Thema Zweitwohnungsinitiative wird uns wohl noch eine Weile begleiten. Diese könnte laut neusten Medienberichten gravierendere Auswirkungen für Samih Sawiris haben als angenommen. Denn: Am Schluss sei die Baubewilligung entscheidend, sagt der renommierte Staatsrechtsprofessor Alain Griffel von der Universität Zürich gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung.

Die Zweitwohnungsinitiative sei höher zu gewichten als der Quartiergestaltungsplan auf Stufe Raumplanungsrecht. Eine Sistierung der Baugesuche hält er aber dennoch für falsch. Hängige und neue Verfahren sollten bis Ende des Jahres nach geltendem Recht abgewickelt werden, erklärt der Rechtsexperte. Bei einer Sistierung bis Ende Jahr würden die Baugesuche nichtig, warnt Griffel.

26.03.2012

Nun offeriert Sawiris

Es kommt Bewegung in die Verhandlungen über eine Fusion der Skigebiete Andermatt und Sedrun. Aus Sorge (..) vor einem Rückzug des schwedischen Investors Skistar hat Samih Sawiris den Andermatt-Gotthard-Sportbahnen (AGS) und den Sedruner Bergbahnen (SB) ein Angebot unter­breitet. Das bestätigten der AGS-­Verwaltungsratspräsident Franz Steinegger und sein Pendant bei den SB, Peter Furger gegenüber den Medien.

Das Angebot von Sawiris könnte bedeuten, dass nicht Skistar, sondern Andermatt Swiss Alps die Mehrheit über die neuen Bergbahnen übernehmen will. Noch haben sich weder Andermatt Swiss Alps noch der Kanton Uri zu den neuesten Entwicklungen geäussert.

19.03.2012

Skigebiet: Ultimatum ungenutzt verstrichen


Bis am 16. März hätten die Bergbahnen von Andermatt und Sedrun Investor Skistar Kooperationsmodelle für die Skigebietsverbindung schicken sollen. Wie die Medien berichteten, sind die gewünschten Unterlagen offenbar ausgeblieben.

Bis Mitte dieses Monats, so hatte es der schwedische Investor Skistar in den letzten Wochen wiederholt kommuniziert, erwarte er von den Andermatt Gotthard Sportbahnen (AGS) und von den Bergbahnen Sedrun konkrete Vorstellungen über die künftige Zusammenarbeit und Organisation der geplanten Skigebietsverbindung Andermatt-Sedrun.

Obwohl dieses „Ultimatum“ ungenutzt verstrichen ist, ist Skistar laut Medienberichten immer noch daran interessiert, in die Andermatt-Oberalp-Arena zu investieren. Vielleicht weil Skistar dennoch Post aus Andermatt erhalten hat. Zwar keine konkreten Zusammenarbeitspläne, aber ein Schreiben der Korporation Ursern. In diesem Schreiben fehlen gemäss den Berichten die Details. Aber so wie es aussieht, steht genug darin, um Skistar zu einem Aufschub des Ultimatums zu bewegen.

15.03.2012

Sawiris von Zweitwohnungsinitiative doch betroffen?

Ob sich die Annahme der Zweitwohnungsinitiative vom vergangenen Sonntag, 11. März 2012, auf das Resort von Samih Sawiris auswirkt, ist offenslichtlich doch etwas unklar. Grund: Noch sind nicht sämtliche Bauten bewilligt. Laut Roger Nager, Gemeindepräsident von Andermatt, wollte man keine Bewilligungen auf Vorrat erteilen. Die Verantwortlichen in Andermatt wie auch die Urner Regierung berufen sich jedoch auf die vorliegenden Quartierplan-Bewilligungen und machen geltend, dass diese den einzelnen Baubewilligungen sehr nahe kämen.

14.03.2012

Neue Köpfe an der Spitze der Andermatt Swiss Alps

Robert Fellermeier übernimmt Ende März die Geschäftsführung bei Andermatt Swiss Alps von Gérard Jenny. Christof Birkhofer ist neuer Verkaufschef. Beide waren schon bisher für das Unternehmen tätig.

Robert Fellermeier war laut Medienmitteilung vom Dienstag, 13. März, seit Dezember 2010 Head Destination Operation bei Andermatt Swiss Alps. Christof Birkhofer arbeitet seit Januar 2010 als Head Special Projects Real Estate bei Orascom und ersetzt den Ende Januar ausgeschiedenen Jürg Maurer.

13.03.2012

Zweitwohnungsinitiative: Doch Folgen für Sawiris-Projekt?

Da war ja noch was: Im Zuge der Skigebietverbindung nach Andermatt ist nahe der Talstation bei Sedrun ein Resort mit rund 700 Betten geplant, davon 30 Prozent unbewirtschaftete Zweitwohnungen.

Dahinter steht wie in Andermatt Samih Sawiris' Andermatt Swiss Alps AG. Im Mai 2011 hatten die Tujetscher Stimmbürger die nötige Teilrevision der Ortsplanung genehmigt, die im November von der Bündner Regierung bewilligt wurde und derzeit durch die Umweltverbände vor Verwaltungsgericht angefochten wird.

Ob das Projekt nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch realisiert werden kann, ist offen.

12.03.2012

Von "Skistars" und Sündenböcken

Skistar droht aus dem Skiprojekt in Andermatt auszusteigen.  So zumindest zitiert die SonntagsZeitung Firmeninsider.  Sündenbock ist neuerdings aber nicht mehr Franz Steinegger. Jetzt soll es Benno Nager sein, seines Zeichens Verwaltungsrat der Andermatt Swiss Alps. Oder eben nicht mehr Verwaltungsrat. Denn er hat eben diesen VR letzte Woche verlassen. Gemäss Steinegger war dieser Abgang überfällig, da Nagers Aktionen den Interessen von Sawiris zuwider liefen.

Der Schnee in Andermatt schmilzt langsam. Und die Vision eines Topskigebietes mit Skistar scheint sich ebenfalls zu verflüchtigen. Zumindest scheint es derzeit so.



Baustopp für Zweitwohnungen gilt nicht für Sawiris

Selten hat ein Volksentscheid derart direkte Auswirkungen wie das Ja zur Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau. Der neue Verfassungsartikel 75b gelte ab sofort, sagte Umweltministerin Doris Leuthard. «In allen Gemeinden, in denen der Anteil bereits mehr als 20 Prozent beträgt, kann man ab heute keine Zweitwohnungen mehr bauen.» Wohnungen, deren Bau bereits bewilligt ist, könnten aber noch erstellt werden.

Da in Andermatt die Bewilligungen bereits erteilt sind, ist gemäss Leuthard das Projekt von Sawiris vom Baustopp nicht betroffen.

08.03.2012

Ausbau Skigebiet: Zieht sich Skistar zurück?

Das Hickhack um den Ausbau des Skigebietes geht weiter. Zuerst Korruptionsvorwürfe gegen Skistar- und Peab-Miteigentümer Erik Paulsson. Nun soll sich Skistar laut Medienberichten vom Engagement in Andermatt-Sedrun distanzieren.

05.03.2012

Korruption bei Skistar

Eben vermeldete die Urner Regierung die frohe Botschaft, dass die Andermatt Sportbahnen AG und die Sedrun Bergbahnen AG zur Fusion bereit seien und die Aktienmehrheit an Skistar abtreten. Keine Woche später die Hiobsbotschaft: Am 24. Februar wurde in Stockholm gegen den Verwaltungsratspräsidenten von Skistar und Peab-Miteigentümer Erik Paulsson wegen schwerer Korruption der Prozess eröffnet. Paulsson wird vorgeworfen, schwedische Beamte bestochen zu haben. Ein weiteres Verfahren wegen Bestechung läuft in der schwedischen Stadt Falun. In Göteborg wurde Peab 2007 zudem wegen Preisabsprachen verurteilt.

Zur Frage, ob dieser Korruptionsfall Auswirkungen auf das Projekt in Andermatt hat, wollte die Urner Regierung bisher keine Antworten geben. 

02.03.2012

Steinegger gibt nach

Wie der Blick vermeldet, rückt die Skigebiet-Verbindung mit Sedrun näher. Die Bergbahnen überlassen Sawiris und Co. die Mehrheit.

Bericht im Blick lesen....

27.02.2012

SonntagsZeitung: Die Ausreden von Sawiris

Der starke Franken habe dem Projekt am meisten geschadet, er habe bei den ausländischen Käufern für Unsicherheit gesorgt. So begründet Samih Sawiris die schleppenden Wohnungsverkäufe in New Andermatt . Und so steht es auch in der Medienmitteilung der Andermatt Swiss Alps (ASA), Tochter der börsenkotierten Orascom Development Holding: «Der starke Franken, die unsichere Wirtschaftslage und die Diskussionen über die Entwicklung des Skigebiets führten bei den Kunden zu einer gewissen Zurückhaltung.»

Das sei merkwürdig, meint die SonntagsZeitung. Denn ausserhalb Andermatts laufe das Immobiliengeschäft wie geschmiert - trotz starkem Franken und unsicherer Wirtschaftslage.


Den Bericht der SonntagsZeitung lesen…

16.02.2012

Statistiken lügen nicht

Zur Erinnerung im Nachgang der Infoveranstaltung vom Montag und der Medieninformation am Dienstag ein paar Zahlen:

Im Vollausbau will Sawiris in Andermatt 490 Appartements in Mehrfamilienhäusern, 120 Appartements im Chedi und 25 Villen zum Verkauf, insgesamt also 635 Einheiten bauen.

Davon sind seit dem Verkaufsstart vor bald zwei Jahren allerdings erst 36 Einheiten oder 5,7 Prozent verkauft worden. Oder anders herum: Im Vollausbau soll das Resort – verteilt auf die Hotels, Eigentumswohnungen, Appartements und Villen – 4300 neue Betten anbieten. Mit den verkauften 36 Einheiten und den 50 Chedi-Hotelzimmern sind aber erst 350 Betten im Markt platziertDas sind rund 8 Prozent.

Weitere Details sind in einer Reportage im Tages Anzeiger online zu lesen.


Zum Tagi…

15.02.2012

Verkaufsziele verfehlt

Was man allenthalbenahnte, hat sich bestätigt: Samih Sawiris hat mit seinem Resort in Andermatt im Kanton Uri sein Verkaufsziel für das letzte Jahr verfehlt.

2011 seien im Bau befindliche Ferienwohnungen im Wert von CHF 103 Mio. gekauft oder reserviert worden. Budgetiert hatte Sawiris Verkäufe von 120 Mio. Immerhin gab die Medienkonferent vom 14. Februar Aufschluss darüber, was effektiv verkauft und was nur reserviert ist: Von den 2011 getätigten Abschlüssen entfielen CH£F 72 Mio. auf Verkäufe und 31 Mio. auf Reservierungen.

Neuer Standort für Sportzentrum
Keine grossen Neuigkeiten also. Ausser vielleicht, dass das Sportzentrum jetzt neu bei der Mehrzweckhalle zu stehen kommen soll. und nicht beim Kreisel wie bisher geplant. Darüber wurde die Bevölkerung bereits einen Tag vor dem Medienanlass, am Montag, informiert. Das bedeutet, zuerst, dass erneut Planungsarbeiten anstehen. Faktisch komme das einem Aufschub bei der Realisierung des Sportzentrums gleich, wie man aus kritischen Kreisen vernimmt.


13.02.2012

Transparenz statt Zahlenjongliererei!

Am 14. Februar gibt Orsascom-Tochter Andermatt Swiss Alps die neusten Verkaufszahlen im Andermatt-Resort bekannt.

Die Frage, welche Investoren, Einwohner des Urserntals und die interessierte Öffentlichkeit besonders interessieren dürfte: Wie viele Wohnungen sind inzwischen verkauft worden?

Transparent Verkaufszahlen gefordert
Zuletzt war die Rede von 50 von insgesamt 120 Eigentumswohnungen. Allerdings lässt sich nach wie vor nicht eruieren, wie viele davon effektive verkauft wurden, und wie viele lediglich reserviert. Es bleibt zu hoffen, dass die ASA für einmal transparent informiert.

Verlust statt Vertrauen
Fakt ist jedoch: Samih Sawiris hat bei seinen Käufen eigener Aktien seit letztem August einen Verlust von 1,17 Millionen Franken erlitten, wie Berechnungen von „cash“ aufzeigen. In der Regel gelten Aktienkäufe des Managements als vertrauensbildende Massnahme gegenüber den Anlegern. Allerdings hat dieses Stützprogramm von Sawiris dem Aktienkurs von Orascom nicht geholfen. Seit dem 19. August 2011 haben die Titel von Orascom einen Viertel ihres Werts eingebüsst.

Und: Mit einem Minus von vier Prozent seit Anfang Januar gehört Orascom zu den wenigen Titeln, die 2012 Kursverluste erlitten haben.


09.02.2012

"Neue" Porta-Alpina-Idee


Samih Sawiris hat wieder mal ne neue Idee im Kopf. Er will den Neat-Stollen in Sedrun nach der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels im Jahr 2016 als Touristenattraktion nutzen, wie das «St. Galler Tagblatt» berichtet. Mit einem Lift sollen Besucher in einen 800 Meter tief gelegenen Ausstellungsraum gelangen.

Hier noch eine Idee (damit sie dem Samih S. nicht ausgehen): warum nicht einen Lift im heutigen „alten“ Bergtunnel bauen. Der würde dann direkt hinauf auf den Dorfplatz von New Andermatt führen. Das wären dann nur etwa 400 Höhenmeter, die es zu überwinden gilt. Und ein Erlebnis der besonderen Art für künftige Andermatt-Gäste.

06.02.2012

bergstimme.ch

Ein kleiner Hinweis: Unter dem Namen www.bergstimme.ch ist eine neue Internet-Plattform ins Leben gerufen worden. Ziel: Informationen über die neue Entwicklung der Skiinfrastruktur auszutauschen.


"Die Leute werden nicht genügend über die Entwicklung des Projekts informiert." Wir können nicht einfach herumsitzen und nichts unternehmen. Das Projekt befindet sich nicht dort, wo es laut offiziellen Angaben sein sollte", sagt Kevin Obschlager, einer der Organisatoren der Website und Mitbesitzer des River House Boutique Hotels, gegenüber swissinfo.ch.

03.02.2012

Medienkonferenz 14.02.2012, 10.30 Uhr

Am Dienstag, 14. Februar 2012, 10.30 Uhr, orientieren Samih Sawiris, Chairman Orascom Development Holding, Dr. Gerhard Niesslein, CEO Orascom Development Holding und Gérard Jenni, Geschäftsführer Andermatt Swiss Alps AG, im Sales- und Info-Center in Andermatt (Gotthardstrasse 2) über den aktuellen Projektstand von Andermatt Swiss Alps.

Wer dem Samih Sawiris schon heute (Freitag) Fragen stellen will, findet ihn heute Abend im Restaurant Bären. Wie man hört, soll er dort die neue Gourmetküche ausprobieren.

02.02.2012

Russi und Sawiris im Interview

Der Blick hat kürzlich ein Interview mit Skilegende Bernhard Russi und Resortinvestor Samih Sawiris geführt. Was die beide zu sagen haben lesen Sie hier…

26.01.2012

Urner Regierung zuversichtlich


Es ist Sache der Unternehmer, punkte Resort-Bau Vertrauen zu schaffen. Dies ist die Meinung der Urner Regierung. Desshalb will sie keine Finanzbeobachter einsetzen.

Die Urner Regierung will den Bau des Tourismusresorts in Andermatt nicht speziell zu kontrollieren. Das sagte Finanzdirektor Josef Dittli am 25. Janurar im Landrat. Thomas Kempf (SVP, Seedorf) hatte die Frage aufgeworfen, ob man die finanziellen Entwicklungen im Tourismusresort von unabhängigen Revisoren überwachen lassen solle.


Kantonale Behörden nicht zuständig
Von Seiten des Kantons bestehen gemäss Dittli keine finanziellen Forderungen gegenüber Andermatt Swiss Alps und der Orascom Development Holding AG. Deshalb könne es nicht Aufgabe des Kantons sein, die Unternehmen durch unabhängige Revisoren zu überwachen, stellte Dittli klar.

Sache der Gemeinde Andermatt
Dittli machte weiter klar, dass eine solche Überwachung  - wenn überhaupt - Sache der Gemeinde Andermatt ist. Gleichzeitig gab er sich zuversichtlich: Der Regierungsrat sehe keinen Grund, am Bau des Tourismusresorts zu zweifeln, so der Finanzdirektor. Der Regierungsrag glaube an die Fähigkeiten der Swiss Alps AG und der Orascom Development AG, das Tourismusresort in Andermatt gemäss den eingegangenen Verpflichtungen zu realisieren.

23.01.2012

Seltsame Geschäfte 2

Samih Sawiris sichert die Bauarbeiten in Andermatt mit einem Privatkredit. 125 Millionen Franken aus der eigene Tasche steckt er in das Projekt. Das wirft Fragen auf.

Das kürzlich gestreute Communiqué der Orascom Holding klang wie eine frohe Botschaft. Die Gesellschaft liess verlauten, Samih Sawiris habe ihr aus seiner privaten Schatulle einen günstigen Kredit in Höhe von 125 Millionen Franken gegeben und damit «die Finanzierung der gesamten Aktivitäten der Gruppe 2012 sichergestellt».

Mit kritischem Blick kann man die Mitteilung von Orascom auch so lesen: Ohne Sawiris’ private Geldspritze würde der Touristikkonzern in einen Liquiditätsengpass geraten.

Seltsame Geschäfte 1

Die SonntagsZeitung hat Interessantes aufgedeckt: Um in Andermatt die hochgesteckten Verkaufsziele zu erreichen, greifen Samih Sawiris und seine Mitarbeiter immer wieder mal in die Trickkiste. So wurden provisorische Reservationen als Verkäufe ausgegeben, wie die SonntagsZeitung Ende 2010 aufdeckte. An der Pressekonferenz Anfang 2011 räumte Sawiris ein, dass er das Ziel von 100 Mio. Fr. nur erreichte, weil er im letzten Moment seinen Bruder zum Kauf einer Luxusvilla überreden konnte.

Recherchen der SonntagsZeitung zeigen nun einen weiteren Kniff: Dank der Koppelung von Bauaufträgen mit dem Kauf von Wohnungen haben Sawiris Leute die Verkaufsbilanz geschönt.

18.01.2012

Andermatt Swiss Alps informiert am 14. Februar


Wie in der Basler Zeitung (BAZ) zu lesen ist, wird die ASA am 14. März über die Immoverkäufe und die nächsten Schritte im Andermatt-Projekt berichten. Die Muttergesellschaft Orascom wiederum informiert am 30. März über den Jahresabschluss.

Kreditvereinbarung
Weiter ist zu lesen, dass Orascom Kreditvereinbarungen von 125 Millionen Franken abgeschlossen hat. Mit den übrigen zur Verfügung stehenden Barmittelreserven und Kreditlinien seien die gesamten Orascom-Investitionen für 2012 gesichert, berichtet die BAZ. Mehr noch: Falls notwendig, werde Sawiris mit weiteren Mitteln auch die Finanzierung des Investitionsprogramms 2013 gewährleisten.

13.01.2012

Abhängigkeiten

Der Ausbau der Skiarena Andermatt-Sedrun ist eine Chance für die Gotthardregion. Und mit Risiken: Denn ein Scheitern des Tourismusresorts Andermatt würde auch die Skiarena gefährden. Zu diesem Schluss kommt ein publiziertes Gutachten.

Bericht von NZZ online lesen...

Cash gesucht

Sawiris‘ Orascom ist auf der Suche nach neuem Geld. "Was wir brauchen, ist Cash", wird Sawiris jüngst in Cash online zitiert.

12.01.2012

Immobilienverkauf in Andermatt harzt

Was hinter vorgehaltener Hand längst vermutet wurde, hat Samih Sawiris nun bestätigt. Der Verkauf der Immobilien harzt.

Noch sind 70 von 120 Einheiten nicht verkauft, so kann man es der Presse entnehmen. Sawiris ortet die Gründe für den Sand im Verkaufsgetriebe einerseits in der Währungssituation, was bei den ausländischen Interessenten die Nachfrage bremse. Bei den Schweizer Interessenten würde die Verzögerungen bei der Verbindung der Skigebiete von Andermatt nach Sedrun für Verunsicherung sorgen, so Sawiris.

Sawiris sieht rot


Samih Sawiris glaubt nicht, dass seine Orascom Development im abgelaufenen 2011 einen Gewinn machen wird. Das sagt er in einem Interview mit der Handelszeitung. Mitte September hatte Sawiris in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AWP noch keine roten Zahlen erwartet.

11.01.2012

Verhandlungen mit Skistar gehen weiter

Die Schwedische Skistar auf dem Absprung? Weit gefehlt! Der so genannte Letter of intent wurde zwar nicht verlängert. Gemäss Uris Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann arbeiten jedoch derzeit vier Parteien an einer gemeinsamen Lösung.

Gemäss Baumann soll sich eine gemeinsame Medienmitteilung bei den vier Parteien in der Vernehmlassung befinden. Diese soll demnächst veröffentlicht werden. Hauptbotschaft werde sein, dass Skistar im gemeinsamen Prozess weitermachen werde. Und: «Wenn vier Partner miteinander eine Abmachung treffen, sei dies sicherlich nicht weniger wert, als ein ‹Letter of Intent› zwischen zwei Parteien, so Baumann

Orascom Co-CEO tritt zurück

Das Sesselrücken im Topmanagement der Orascom geht weiter.  Amr Sheta, Co-Geschäftsführer von Sawiris‘ Orascom Development, verlässt das Unternehmen. Er wird jedoch der Sawiris-Firma mit Projekten in Andermatt weiterhin als Verwaltungsrat angehören.

10.01.2012

Warme Betten zum Xten

In einem Interview mit der BZ antowrtet Reka-Direktor Roger Seifritz auf die Frage, was er davon halte, dass Samih Sawiris in seinem Andermatt-Resort mit einer zentralen Vermietung warme Betten generieren wolle: „Ich halte das Projekt für mutig.“

Was er damit wohl genau meinte? Gegenfrage an Samih Sawiris: Investiert jemand 1,5 Mio. Franken und mehr in eine Ferienwohnung und lässt diese während seiner Abwesenheit an Dritte vermieten?

08.01.2012

Im Schneegestöber verweht

Während die Andermatter derzeit mit Schnee schaufeln beschäftigt sind, hat Skistar legt die geplanten Mega-Investition ins Skigebiet auf Eis gelegt.

In "20 Minuten" lesen...

30.12.2011

"Monopoly" langweilig – über weite Strecken

Gerade spannend war der DOK-Film über Sawiris und Andermatt ja nicht. Alpenidylle hier, ein paar wässrige Statements dort, ein gewohnt jovialer Sawiris allgegenwärtig...

Da mag man ja von Franz Steinegger halten, was man will. Aber immerhin hat er als einer der wenigen Klartext gesprochen – und damit den Ausbau des Skigebietes wieder ins Rampenlicht gerückt.

Skistar in der Kritik
Steinegger bezog seine Kritik hauptsächlich auf das Engagement der schwedischen Firma Skistar, die mit Millionenunterstützungen der öffentlichen Hand Sawiris' Andermatt-Resort und Sedrun zu einer neuen Skiarena verbinden möchte. Diesem Mega-Unterfangen steht Steinegger sehr skeptisch gegenüber.
Die Bevölkerungsei sich offenbar nicht im Klaren darüber, dass das Tal bei einer nicht einigermassen vernünftigen Verzinsung und Amortisierung auf Anlagen sitzen bleibt, die nicht mehr betreibbar seien, so Steinegger. Mehr noch: Skistar betreibt nicht nur Skilifts, sondern will die komplette Servicekette von der Hotelbuchung bis zur Ausrüstungsvermietung kontrollieren. Ob sich die Gewerbetreibenden dessen der Auswirkungen auf ihr Geschäft bewusst sind? Es wird ja wohl kaum so sein, als hätten sie alle nur eines im Auge: ihr Geschäft zu verkaufen und wegzuziehen. Oder etwa doch?
Den Film nicht gesehen? Hier geht’s ins Alpenparadies zum Monopoly spielen…

22.12.2011

Alpen-Monopoly am TV

Nicht verpassen: Das Schweizer Fernsehen zeigt am Mittwoch, 28. Dezember, um 2220 Uhr und am Donnerstag, 29. Dezember, um 14.10 Uhr auf SF 1 den Film «Alpen-Monopoly in Andermatt» von Alain Godet.

14.12.2011

Website: Gigantismus in Andermatt

Interessiert an kritischen Infos rund um den geplanten Ausbau des Skigebietes Andermatt-Sedrun? Der Urner Umweltrat, Dachorganisation der Urner Umweltorganisationen, betreibt eine eigens eingerichtete Website zum Thema. Ziel des Rats: den Ausbau auf eine massvolle, der Landschaft angepasste Verbindung der beiden Skigebiete zu beschränken.
http://www.gigantismus-andermatt.ch

12.12.2011

Urschner haben Angst vor unbezahlbaren Mieten


Eine Umfrage von „Politcast Uri“ zeigt: Die jungen Urschner zwischen 14 und 30 Jahren freuen sich einerseits auf das neue Resort. Besonders auf das geplante Sportzentrum, neue Einkaufsmöglichkeiten – und auf noch mehr hübsche Touristinnen… Aber: Ebenso viele Jugendliche haben Ängste. Sie fürchten, dass es künftig zu viele Leute in Andermatt haben wird, oder dass das Leben zu teuer wird.

Allen voran zwei Punkte machen den Jungen zu schaffen. Erstens: Sie glauben, dass Andermatt mit ausländischen Arbeitskräften überfremdet wird. Zweitens: Sie fürchten, dass die Wohnungspreise weiter in die Höhe schnellen und das Leben vor Ort damit unbezahlbar wird.

Gemeinde will hohe Mietpreise bekämpfen
Politcast Uri befragte auch Gemeindepräsident Roger Nager. Auch er spürt das Unbehagen der jungen Urschner. Er betont jedoch, dass die Urschner nach wie vor voll hinter dem Projekt von Sawiris stehen. Gemäss Nager will die Gemende den hohen Mietpreisen mit einem Reglement entgegenwirken.  Er spricht damit offensichtlich die vorgeschriebene 50-prozentige Eigennutzung an. Nun ja, das ist eine Regelung, die à la "erwerbslose Schwiegermutter deponiert Papiere in Andermatt" ziemlich einfach zu umgehen ist. Träumt mal weiter mit tiefen Preisen...
Mehr zum Thema...

06.12.2011

Emotionen um Skigebiet gehen hoch

Franz Steinegger stellt sich mit seinen Andermatt-Bergbahnen gegen die Ausland-Investoren. Die Emotionen in den Medien - und bei den Lesern - gehen hoch. 20 Minuten titelte "Vom Politstar zum Tottengräber?" Blick online bezeichnete Steinegger als "Vernichter". Was ist nun gescheiter: Vollgas mit Skistar oder ein sanfter Ausbau des Skigebietes à la Steinegger. Die Lesermeinungen sind geteilt.

Bericht und Kommentare 20 Minuten...

05.12.2011

Wolken am Himmel

Die lange Sonnenperiode im Urserntal ist vorbei. Rechtzeitig zum Samichlaus hats ein wenig geschneit. Düstere Wolken hängen auch am Resorthimmel von Samih Sawiris.

90 Prozent an Wert verloren
Seite ihrem Börsengang hat die Sawiris' Orascom 90 Prozent an Wert verloren.
Durch die unsichere Lage in Aegypten brach das heimische Geschäft ein. Ausländische Touristen machen lieber woanders Ferien. Und vom Kauf von Immobilien lassen sie erst recht die Finger.

Verkäufe in Andermatt harzen
Auch in Andermatt läuft nicht alles rund. Am Ziel, bis Ende Jahr Verkäufe und Reservationen in Höhe von 120 Mio. Fr. zu verbuchen, werde hart gearbeitet, sagt Sawiris der «NZZ am Sonntag». Die Zürcher Kantonalbank zweifelt, dass die Vorgabe erreichbar ist. Auch was den Ausbau des Skigebiets angeht, sind noch Fragen offen.

Loch in der Kasse
Die fehlenden Umsätze reissen Orascom ein Loch in die Kasse. Der Firma droht, neue Mittel aufnehmen zu müssen. Zurzeit wäre es aber schwierig, eine Kapitalerhöhung durchzuführen, sagte Sarasin-Analyst Patrick Hasenböhler gegenüber der NZZ. «Kaum jemand würde die Titel zeichnen.» Auch an Bankkredite zu kommen, werde schwer. Aufgrund der politischen Situation in Ägypten hätten die Banken kein Vertrauen ins Geschäftsmodell und würden Orascom höchstens zu ausserordentlich hohen Zinssätzen Kredit gewähren. Unwahrscheinlich, dass die Gruppe kommendes Jahr eine Dividende zahlen wird.

Franz Steinegger erntet Kritik - und Unterstützung

VR-Präsident Franz Steinegger stand am Samstag an der GV der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG in der Kritik. Die Aktionäre bangen um den schwedischen Investor Skistar.


Über 300 Aktionäre wollten an der Generalversammlung der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG (AGS) in Andermatt dabei sein. Es geht um den geplanten Ausbau der Skiarena zwischen Göschenen und Sedrun - in Zusammenhang mit dem Bau des Tourismusresorts von Samih Sawiris. Insgesamt sind 17 neue Bahnen geplant.

Gemsstock zu stark im Auge
Die Aktionäre werfen dem Verwaltungsrat vor, dass er sich beim Ausbau der Anlagen quer stelle. Er kümmere sich zudem zu wenig um den schwedischen Investor Skistar. Und weiter würde sich die AGS zu stark am Skigebiet Gemsstock festhalten, statt sich für die geplante Verbindung der Skigebiete Nätschen/Gütsch mit Sedrun starkzumachen.

Abgespeckte Variante unterstützen
Andere Aktionäre stützten die Vorgehensweise des Verwaltungsrats, der von alt Nationalrat Franz Steinegger präsidiert wird. Sie seien froh, dass die AGS nichts überstürze, sondern zuerst alles genau abkläre. Die Verantwortlichen der AGS versuchten die Vorwürfe aus dem Weg zu räumen. Zudem kommunizierten sie, dass sie nun eine abgespeckte Variante des Ausbauprojekts verfolgen - mit Kosten in der Höhe von rund 130 Millionen Franken.

02.12.2011

Ausbau Skigebiet vor dem Aus?

Wie die Pendlerzeitung 20 Minuten berichtet, liegen in Andermatt liegen die Nerven blank (hab noch nichts davon gespürt). Es werde darum gekämpft, dass die schwedischen Investoren für den gigantischen Ausbau des Skigebiets nicht abspringen. Die Zeit dränge, so 20 Minuten.

Hier zum Bericht...

01.12.2011

Bündner Geld für Ausbau des Skigebietes

Wie die «Südostschweiz» berichtete, dürfte sich der Kanton Graubünden am geplanten Ausbau des Skigebiets rund um den Oberalp finanziell beteiligen. Eugen Arpagaus, Vorsteher des kantonalen Amts für Wirtschaft und Tourismus, geht davon aus, dass Graubünden Gelder für die Umsetzung des Projekts San Gottardo spricht.

Betrag noch nicht bekannt
Wie hoch die Beteiligung Graubündens an der Umsetzung des San-Gottardo-Projekts ausfallen wird, lässt sich laut Arpagaus derzeit aber noch nicht sagen. Das Volk muss gemäss Südostschweiz zu der Investition nicht zwingend befragt werden.

30.11.2011

Quadratmeterpreise in Andermatt um 61 Prozent gestiegen

Damit sich aller AndermatterInnen eine Vorstellung machen können, was ihr Haus, ihre Wohnung derzeit wert ist: Gemäss 20 Minuten online sind die hiesigen Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen in den letzten fünf Jahren bereits um 61 Prozent auf 6600 Franken gestiegen. Die neuen Zweitwohnungen neuen Resort werden sogar mit einem Preis bis zu 15 000 Franken pro Quadratmeter angeboten.

28.11.2011

Sawiris in der Valascia

Sawiris will sich bei Ambri (vielleicht) finanziell engagieren. Am vergangenen Wochenende wohnte er zum ersten Mal einem Spiel des HCAP bei - und schien den Biancoblu Glück zu bringen: 3:1 gegen die Lakers. Dann hoffen wir mal auch auf ein Happy End des HCAP im Spiel ums Sawiris-Geld.
Sawiris in der Valascia....

18.11.2011

Neues Verkaufsbüro in Mailand

Der Motor der Orascom stottert, deshalb gehts in die Offensive. Samih Sawiris treibt den Verkauf seines Andermatter Resorts voran: Seit dem 15. November ist ein Verkaufsbüro in Mailand in Betrieb, Deutschland und London sollen Anfang 2012 folgen. «Trotz aller Finanz- und Bankenprobleme verkaufen wir in Andermatt wie noch nie», so Sawiris gegenüber der Zeitschrift BILANZ. «An unserem Jahresziel von 120 Millionen Franken halten wir fest.»

Dass der Verkauf läuft, könnte sogar stimmen. Beim Zustand des Euros und der europäischen Wirtschaft wird es sicher genügend Leute mit (viel) Geld haben, die ihre Schäflein ins Trockene bringen wollen. Wir freuen uns auf viele kalte Betten...

17.11.2011

Gewinneinbruch bei Orascom

Zweifellos kein gutes Jahr für Samih Sawiris. Die Talfahrt des Orascom-Umsatzes ist auch im dritten Quartal weiter gegangen. Das Projekt in Andermatt hingegen sei auf Kurs, wie in den Medien berichtet wurde.

In den ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete Orascom einen Umsatzrückgang um 57 Prozent auf 163 Mio. Franken. Besonders die Destinationen in Ägypten und Oman seien aufgrund der politischen Umwälzungen betroffen gewesen, so die Medienmitteilung vom 16. November 2011. Zusätzlich zum negativen Ergebnis hätten unter anderem auch die negativen Währungseinflüsse beigetragen.

Rote Zahlen
Der Brottogewinn von Orascom ging 78 Prozent auf nunmehr knapp 24,6 Mio. Franken zurück. Insgesamt steht in den Orascom-Büchern nach Minderheitsanteilen ein Verlust von knapp 19 Mio. Franken. In den ersten neun Monaten 2010 schrieb die Gruppe noch einen Gewinn von 76 Mio.

Immo-Verkäufe in Andermatt nach Plan
Weiter teilte Orascom mit, dass sich die Immobilien in Andermatt auf Kurs befinden. Wert verkaufter Immobilien ab Plan habe von 91 auf 93 Mio. Franken gesteigert werden können.

16.11.2011

Hickhack um Skigebiet geht weiter

Das Hickhack um den Ausbau des Skigebietes Andermatt-Sedrun geht weiter: Sollen in die neue Skiarena Andermatt-Sedrun Dutzende von Millionen Franken öffentliche Gelder fliessen? Ja, wenn es nach dem Willen der Urner Regierung geht. Möglicherweise wird es dann eine Volksabstimmung geben.

14.11.2011

Abgespeckt

Das Ausbauprojekt der Andermatt-Oberalp-Sedrun wird voraussichtlich abgespeckt. Grund: unrealistische Erwartungen bezüglich der Unterstützung durch die öffentliche Hand. Im Businessplan wird von rund 80 Miio. Franken ausgegangen. Gemäss VR-Präsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen könne man von plus/minus der Hälfte ausgehen.

Bericht in der Urner Zeitung...

10.11.2011

Richtfest beim Chedi

Beim Hotel The Chedi Andermatt haben am 9. November 250 Bauarbeiter kräftig Richtfest gefeiert. In nur 7 Monaten haben sie den Rohbau fertig gestellt. Mit dabei natürlich auch the master himself, Mr. Samih Sawiris, plus diverse Lokalprominenz.

07.11.2011

Umsatzrückgang

Sawiris' Orascom hat seine Umsatz- und Gewinnerwartungen fürs laufende Geschäftsjahr gesenkt. Begründet wurde der Schritt mit den Unruhen in der arabischen Welt.

Neu erwartet wird ein Umsatz zwischen 260 Mio. und 280 Mio. Franken, wie aus einer Mitteilung vom 3. November hervorgeht. 2010 hatte der Gesamtertrag der Gruppe noch bei rund 516 Mio. Franken gelegen.

54 Prozent Auslastung
Die durchschnittliche Auslastung der Hotels lag bis Ende September bei 54 Prozent. Im Vorjahr waren die Hotelbetten noch zu drei Vierteln ausgelastet. Bis Ende Jahr erwartet Orascom nach eigenen Angaben aber noch einen Anstieg der Auslastungsquote.

Umsetzung Andermatt nach Plan
Das Tourismusprojekt Swiss Alps in Andermatt hat laut Communiqué nicht zur schlechteren Entwicklung der Orascom beigetragen - das Projekt werde wie geplant umgesetzt.

31.10.2011

Baugesuch für Golfclubhaus eingereicht

Die Andermatt Swiss Alps AG hat das Baugesuch für das Golfclubhaus eingereicht. Das Gebäude soll in der Wintersaison 2013/2014 eröffnet werden.
Wie die Andermatt Swiss Alps AG am 28. Oktobere 2011 mitteilte, befindet sich das Golfclubhaus inmitten des Golfplatzes. Der Bau wurde vom Architekten Kurt Aellen geplant. Im Winter dient es als Langlaufzentrum. Im Golfclubhaus wird auch ein Restaurant realisiert, das öffentlich ist und das ganze Jahr geöffnet hat.

19.10.2011

Dem Sawiris sein Aktienrückkaufprogramm…

Wie die Sonntagspresse vermeldete, kauft Samih Sawiris seit einiger Zeit „jeden Tag“ Aktien von Orascom Development Holding. Die Aktienkäufe entsprächen "nur etwa 10 bis 15 Prozent" des Tagesvolumens. Sawiris verneint gleichzeitig, dass diese Käufe kursstüzend seien. "Bei dieser Menge ist keine Beeinflussung möglich", meint er.

Eine überraschende Interpretation. Wenn jemand Tag für Tag 15 Prozent des Handelsvolumens aufkauft und auf diese Weise auch noch über Wochen oder Monate weiterfährt, dann ähnelt dies einem ausgedehnten Aktienrückkaufprogramm eines Unternehmens, oder? Und solche Rückkaufprogramme haben ja in der Regel positiven Einfluss auf die Aktienkurse. Einerseits durch den Aufkauf der Aktien und die entsprechende Verringerung der Menge, andererseits bereits durch die Ankündigung bzw. die Publizität des Aufkaufs. Was Sawiris mit dem Interview in der Sonntagspresse ja indirekt auch gemacht hätte…

Ausbau Skigebiet: Einsprache erhoben

Wie erwartet haben die Umweltverbände Pro Natura, WWF, Mountain Wilderness, Stiftung Landschaftsschutz sowie VCS beim Bundesamt für Verkehr Einsprache gegen das neue Skiresort in Andermatt erhoben. In einer Medienmitteilung hiess es, die Umweltverbände seien nicht grundsätzlich gegen einen Ausbau des Skigebietes zwischen Andermatt und Sedrun. Die derzeigigen Pläne seien aber überrissen.

Berichte aus der Presse
Schweizer Bauer
Schwyzer Zeitung

17.10.2011

Turbulente Zeiten im Hause Orascom

Vor einer Woche fielen in Kairo einem Gewaltausbruch 26 Menschen, meist koptische Christen, zum Opfer. Am 14. Oktober ist der CEO seiner Andermatt Swiss Alps, Gérard Jenni, nach nur zwei Jahren zurückgetreten. Zudem hat sich der New Yorker Hedgefonds Blue Ridge Capital aus der Orascom Development Holding zurückgezogen, wie die SonntagsZeitung berichtete. Dafür hat Sawiris in der Zwischenzeit die Montenegrinische Staatsbüberschaft erlangt. Turbulente Zeiten wie’s scheint.