11.04.2008

Wer wird uns dereinst beglücken?

Noch St.-Moritz-Tourismusdirektor und Werweiss-bald-Sawiris-Adlat Hanspeter Danuser meldet sich schon wieder zu Wort. Er meint, dass die künftigen Andermatt-Touristen vor allem aus der Schweiz, Italien und aus Deutschland kommen. «Europa ist der Schlüsselmarkt für das Sawiris-Resort», sagte der St. Moritzer Kurdirektor Hanspeter Danuser in der Neuen Luzerner Zeitung.

Unterschiedlich wird das Interesse der Russen im Bericht beurteilt. Franz Egle, Berater von Samih Sawiris, glaubt, dass der Anteil der Gäste aus dem Mittleren Osten und von Russland klein sein dürfte. Danuser ist anderer Meinung: Für dieses Segment sei der Bezug dank Suworow sichergestellt». Alt-Gemeindepräsident Ferdi Muheim ist überzeugt: «Die Russen kommen, wenn die Infrastruktur stimmt.» Er als grosser Russlandfreund dürfte seinen Teil dazu beitragen, dass die Russen kommen.

Bild: Suworow Denkmal (Quelle: andermatt.ch)

08.04.2008

OHD-Gewinn mehr als verdoppelt

Die Orascom Hotels and Development (OHD) von Samih Sawiris hat 2007 Umsatz und Gewinn mehr als verdoppelt. Der Umsatz des ägyptischen Konzerns, dessen Muttergesellschaft Orascom Development Holding in der Schweiz kotiert werden soll, stieg letztes Jahr um 120% auf 1,896 Mrd ägyptische Pfund (352 Mio CHF), wie die OHD am Montag mitteilte. Der Reingewinn legte um 124% auf 479 Mio Pfund (88,8 Mio CHF) zu. Die OHD nimmt bekanntlich Sitz in Altdorf.

07.04.2008

Danuser bald bei Sawiris?

In einem Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung lässt der bekannte St. Moritzer Kurdirektor, Hanspeter Danuser, durchblicken, dass er sich nach seinem Job im Engadiner Nobelort vorstellen könnte, seine Erfahrungen im Urserntal einzubringen.

Danuser scheint nämlich ein grosser Fan von Samih Sawiris zu sein: Der Ägypter zeige dem Tourismusland Schweiz neue Perspektiven auf. Die Vorgehensweise von Sawiris und seinem Team sei klug. So ist Danuser etwa überzeugt, dass es richtig gewesen sei, dem Erstwohnungsbereich von allem Anfang an eine grosse Bedeutung zukommen zu lassen. «Etablierte Ferienorte wie Zermatt und auch St. Moritz haben das verpasst und haben heute grosse Probleme», sagte Danuser im Interview.

Bild: Hanspeter Danuser, Quelle: stmoritz.ch

02.04.2008

Sawiris-Resort in Nidau?

Wie das Bieler Tagblatt berichtete, will Samih Sawiris in Nidau bei Biel auf dem ehemaligen Expo-Areal ein weiteres Resort bauen. Aprilscherz oder Realität? Lest selbst. Bericht im Bieler Tagblatt "Fünf Sterne im Expo-Areal"

28.03.2008

OD Holding im Frauenkloster

Das Frauenkloster St. Karl in Altdorf sei «ein herrliches Gebäude» sagte Samih Sawiris am 25. März, als er den Medien mitteilte, dass Altdorf zur Konzernzentrale seines Imperiums werde. Deshalb soll die OD-Holding dort einziehen. Bereits jetzt belegt die Andermatt Alpine Destination Company (AADC) Büroräumlichkeiten im Frauenkloster. Da kann ja kaum noch was schief gehen, wenn alle Sawiris-Fäden an einem so frommen Ort zusammenlaufen.

27.03.2008

OD Holding an die Börse – so läufts

Samih Sawiris geht mit der OD Holding an die Börse. So läufts: Im Vorfeld des Börsengangs lanciert die neue OD Holding ein öffentliches Umtauschangebot an die OHD-Aktionäre.

Für je 10 OHD-Titel gibt es eine Aktie der OD Holding. Für 76 Prozent des Aktienkapitals ist der Umtausch laut Sawiris bereits gesichert. Den Börsengang führt die UBS Investment Bank durch. Die Erstnotiz der Aktien an der SWX soll am oder um den 7. Mai herum erfolgen. Die OD-Aktionäre können wie bisher bei der OHD nicht mit einer Dividende rechnen. Es handle sich vielmehr um eine Wachstumsaktie, erklärt Sawiris. Die Anleger könnten aber mit grossen Wertsteigerungen rechnen.

26.03.2008

Das geflügelte Wort


«Ich bin erst zufrieden, wenn die Leute in Andermatt ihre Häuser teurer als in St. Moritz verkaufen können.»

(Samih Sawiris)

Vom Stauparadies zum Steuerparadies

Nachdem der Osterstau am Gotthard ausgeblieben ist, könnte sich unser Kanton schon bald zum Steuerparadies wandeln. Samih Sawiris, der eben seine OD Holding in Altdorft angesiedelt hat, sieht das jedenfalls so. Und nach diesem erneuten Coup des ägyptischen Milliardärs rauscht es wieder einmal gewaltig im Blätterwald. Uri glänzt mit Medienpräsenz.

Hier eine kleine Presseschau
Tages Anzeiger online: Investor Sawiris steht zu Uri

Punkt ch: Standort: Schweiz lockt nicht nur mit Steuern
NZZ online: Schweiz als Sprungbrett nach Europa
Basler Zeitung: Sawiris gründet neue Holding in Altdorf - SWX-Kotierung
NZZ online: Sawiris gründet neue Holding in Altdorf


25.03.2008

Sawiris verlegt Orascom-Hauptsitz in die Schweiz

Im Januar 2008 hat Samih Sawiris, Verwaltungsratspräsident und CEO der Orascom-Gruppe, die OD Holding als eine schweizerische Holding gegründet. Da die Gruppe bereits mit ihrem Andermatt-Projekt einen Standort in der Schweiz aufgebaut hat, wird der neue Gruppen-Hauptsitz Altdorf. Die OD Holding wird eine öffentliches Umtauschangebot lancieren. Allen OHD-Aktionären wird für je 10 OHD-Aktien eine neue OD Holding-Aktie angeboten. Die Umtauschofferte wird voraussichtlich am oder um den 30. März beginnen und für 20 Geschäftstage gültig sein. Zur SDA-Meldung...

Kaffeesatz aus der Informationslücke

Ostern. Endlich war wieder mal Zeit für einen Besuch im Hauptquartier der Stammtischgerüchteküche. Der Tenor am runden Tisch: Mit den Bauern im Tal sei noch praktisch nichts schriftlich und verbindlich fixiert. Fast keine definitiven Verträge über den Landverkauf. Auch das VBS-Land gehöre offiziell noch gar nicht Samih Sawiris. Und das Land gleich „ennet“ dem Bahnhof? Funkstille in der Tafelrunde. Überhaupt, verdächtig ruhig sei es geworden rund um das Projekt in den letzten Wochen und Monaten. Man merke: Der Stammtisch spricht eine andere Sprache als die Medien.

Fazit: Man kann nicht nicht kommunizieren. Das sollten sich die Projektverantwortlichen der Andermatt Alpine Destination Company (AADC) gross an ihre Bürowand schreiben. Oder sonst sofort ihren Verwaltungsrat Franz Egle aktivieren. Er war schliesslich einst Flavio Cottis Mediensprecher. Aber vielleicht wird sich die Lage ja auch so bald verbessern. Kürzlich wurde nämlich eine Top-Kommunikationsfrau verpflichtet von AADC, wie aus sicherer Quelle verlautete. Und: Im April soll endlich wieder einmal über den Projektstand informiert werden.
Bis bald also, auf eine neue Tasse Kaffee - vielleicht mit einem Schuss Träsch, damit die Resortkommunikation etwas transparenter wird.

20.03.2008

Die Betten werden warm – hoffentlich

Von nun an mehr warme Betten in Andermatt? An der Dorfgemeinde vom 18. März waren sich die 134 teilnehmenden Abstimmenden (..) klar einig. Mit 131 Ja zu 3 Nein stimmten sie an der offenen Abstimmung einem entsprechenden Reglement zu. Die neue Regelung, die auf den 1. April in Kraft tritt, schreibt einen Mindestanteil an Erstwohnungen vor. Damit will die Gemeinde verhindern, dass im Sog von Samih Sawiris viele Leute im Dorf eine Ferienwohnung beziehen und im Dorfkern zu viele Wohnungen leer stehen. Die Fläche des Sawiris-Resorts ist von der Regelung nicht erfasst.

Was heisst das nun konkret? Im Jahr 2000 lag der Zweitwohnungsanteil bei 28 Prozent. Ohne eine Änderung der Bau- und Zonenordnung hätte man durch den Bau des Tourismusresorts mit einem Anstieg auf 54 Prozent rechnen müssen. – In Andermatt sind noch 27 Hektaren Bauland frei. Auf dieser Fläche könnten 190 Wohnungen erstellt werden. Davon müssen mit der Änderung 95 Erstwohnungen sein. Siehe den Beitrag früher in diesem Blog

18.03.2008

Umweltverbände kritisch gegenüber Wasserkraftwerk Realp

Die Pläne des EW Ursern für neue Wind- und Wasserkraftwerke werden von den Umweltverbänden kritisch beäugt.

Während der Ausbau der Windenergie auf dem Gütsch auf keine Einwände stösst, stehen die Umweltverbände dem geplanten Wasserkraftwerk in Realp kritisch gegenüber. Geässert hat sich auch die CKW AG. diese würde das Wasser der Mutterreuss lieber in den Göscheneralpsee leiten. Mit dieser Lösung wäre es offensichtlich möglich gewesen, zwei- bis dreimal mehr Strom zu produzieren.
Bild: Realp (Quelle: uri tourismus)

Prinz verspricht Schweizern ein Märchen

Unter diesem Titel veröffentlichte die sozialistische Tageszeitung "Neues Deutschland" am 15. März 2008 einen Bericht zur geplanten Ferienanlage in Andermatt. Kernsatz: "1951 forderte ein schweres Lawinenunglück zahlreiche Todesopfer. Die Lawine, die jetzt auf das idyllische Dorf zurollt, wird sicher nicht zu Evakuierungen oder gar Opfern führen. Aber sie wird den Ort dennoch überrollen. Fluch oder Segen – noch ist nicht wirklich klar, was Samih Sawiris, der »Prinz aus dem Morgenland«, bringen wird. " Fluch oder Segen, also nicht nur Leitthema dieses Blogs. Den ganzen Bericht lesen...

13.03.2008

Lex Koller: Problem aufgeschoben.

Der Nationalrat will die Lex Koller nicht aufheben. Damit schiebt er ein Problem auf, behebt es aber nicht. Klar, Andermatt hat eine Spezialbewilligung gekriegt. Eine Ausnahmebewilligung vom Bund hat das möglich gemacht. Aber auf die Dauer können Ausnahmen nicht der richtige Weg sein.

Bundesbern täte wohl besser daran, auch über flankierende Massnahmen und alternative Lösungen zu sprechen, statt nur immer über die Aufhebung der Lex Koller zu debattieren. Aber: Der Nationalrat geht offensichtlich von der irrigen Annahme aus, indem er die Lex Koller beibehalte, könne er das Zweitwohnungsproblem lösen. Gefragt wäre eigentlich ein rigides Bewirtschaftungssystem, wie es im Wallis geplant ist. Werden dort künftig Grossinvestoren zugelassen, dann nur noch für Projekte mit einem grossen Anteil Hotel- oder Apparementbetten. Und zwar nur mit professionell bewirtschaftete Beherbergungsformen.

Der Spekulation einen Riegel schieben
Wer künftig im Wallis eine Wohnungen verkaufen will, muss für die Mindestdauer von 15 Jahren Mietverträge und somit die Nutzung der Appartements ausweisen können. So zwingt man die ausländischen Käufer und Grossinvestoren, keine weiteren kalten Betten zu produzieren. Und es wird verhindert, dass die Käufer und Investoren sich schon nach einigen Jahren zurückziehen.

10.03.2008

Sawiris ein Immobilienzuhälter?

Nun gut. Samih Sawiris (das „mediale Ereignis“ himself) und seine Adlaten hüllen sich seit einigen Wochen in Schweigen. Ein anderer Mann, der den Medien auch sehr zugetan ist, hat sich dafür unlängst in denselben geäussert zum Vorhaben in Andermatt.

Die Rede ist von Art Furrer (70), Urwalliser, Skilehrer, Bergführer, Vater der Skiakrobatik und heute Inhaber eines Hotelimperiums mit 450 Betten auf der Riederalp. In einem Interview mit der Mittlland Zeitung äusserte er sich gewohnt pointiert:

„In krassem Widerspruch zur gültigen Gesetzgebung betreffend den Verkauf von Wohneigentum an Ausländer (Lex Koller) hat der Bundesrat dem Ägypter Sawiris einen unseligen Freipass erteilt. Himmel auf Erden, eingebettet im frostigen Urserntal. So wolle er, der Reiche aus dem Land der Pharaonen, dort mehr als eineMilliarde Franken in ein Ferien-Disneyland investieren und so das raue Klima in Sonnenschein verwandeln.

Dreissigjährige Baustelle
Art Furrer meint zu wissen, was Samih Sawiris wirklich beabsichtigt, nämlich den Aufbau eines gigantischen Immobiliengeschäfts, das er plane und alsdann vorwiegend dem europäischen Markt anbiete und verkaufe. „Wohlverstanden: Erstmal verkaufen, dann bauen!“ so Furrer. Er ist überzeugt, dass die Sawiris nie bauen, bevor sie verkauft haben. „Eine Baustelle, die locker 30 Jahre dauern dürfte“. Das hätten Sawiris’ Jünger ihm an Seminaren anvertraut. Dies beweist gemäss Furrer, dass nicht Sawiris in Andermatt die versprochene Milliarde investiert, sondern seine Käufer. Furrer: „Sawiris wird zum Promoter. Eine Art von Immobilienzuhälterei.“

Durchlöchert wie ein Makkaronisieb
Die Lex-Koller werde durchlöchert wie ein Makkaronisieb dem Teufel ein Ohr ab, bringt Art Furrer die gegenwärtige Situation auf den Punkt. „Weil Sawiris darf und die anderen nicht, wird gemogelt und umgangen, unterstützt durch die spitzfindigsten Gratwanderungen der Notare und Anwälte. Das Strohmann-Geschäft blüht!“


Auf gehts ins Art-Furrer-Resort...

Warten auf ausserordentliche Dorfgemeinde?

Am 28. Februar weilte Samih Sawiris in Luzern. Er sprach dort am Forum für Excellence. Selbst gestandene Manager waren beeindruckt von der Ausstrahlung "unseres" Ägypters. Bestimmt machte er vor oder nach seinem Luzerngastspiel einen kleinen Abstecher in sein AADC-Hauptquartier in Altdorf – oder gar ins künftige Resort in Andermatt. Kürzlich gesichtet wurde auch Benno Nager auf einer so genannten „Begehung“ des Gütsch. Er nahm wohl einen ersten Augenschein des künftigen Skiparadieses. Kommunikativ allerdings ist wieder einmal eine längere Funkstille angesagt. Na ja, Sawiris selbst ist ja jeweils ein mediales Ereignis. Da braucht es wohl keine zusätzliche Kommunikation. Oder gibt es derzeit einfach gar nichts zu kommunizieren? Vielleicht warten die Protagonisten ja den Ausgang der ausserordentlichen, offenen Dorfgemeinde vom 18. März ab. Dort wird nämlich über die Änderung der Bau- und Zonenordnung abgestimmt, also über die künftige Erst- und Zweitwohnungsquote. Offene statt geheime Abstimmung. Wie immer bei brisanten Vorlagen…

04.03.2008

EWU plant grosse Investitionen


Das EWU sorgt vor fürs Resort. Drei Windturbinen auf dem Gütsch und ein Wasserkraftwerk in Realp sollen Strom für Sawiris' Ferienresort liefern.

Die Stromproduktion soll in den nächsten Jahren um rund 75% erhöht werden. Denn steht das neue Ferienresort einmal, so braucht das Urserntal doppelt so viel Strom wie heute.

Geplant sind:

  • Ausbau des bestehenden Windkraftwerkes auf dem Gütsch. Für 5,2 Millionen Franken sollen drei neue Windturbinen gestellt werden.

  • Für 21 Millionen Franken wird in Realp ein Wasserkraftwerk gebaut. Dabei wird das Wasser der Witenwasseren- und der Muttenreuss gefasst. Mit einer Turbine wird in der Zentrale Energie gewonnen.

  • Zudem muss für die Versorgung des Ferienresorts muss das Netz des EW Ursern ausgebaut werden. Dazu braucht es auch eine neue Unterstation. Das kostet weitere 8 bis 10 Millionen Franken.

29.02.2008

Neuer Himmelstürmer

Unsere Alpenlandschaft wird wohl Kopf gestellt. Das jüngste himmelstürmende Hotelprojekt ist eben der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Star-Architekt Mario Botta möchte Celerina, dem Nachbarort von St. Moritz, einen 17 Stockwerke hohen «Bergkristall» verpassen. Laut Planungsskizzen soll das neue Wahrzeichen 300 Gästen Platz bieten, 200 Millionen Franken kosten und den Kirchturm des Dorfes um gut 30 Meter überragen. Bereicht in der NZZ... Ein Botta für Celerina (NZZ Online)

22.02.2008

Bevölkerungsexplosion

Gemäss Nachhaltig­keitsbericht über die Richtplananpassung Urserntal wird die Bevölkerung mit der vollständigen Realisierung des Tourismusresorts um 2800 Personen zunehmen Zudem wird mit einem Zuwachs von zirka 2000 Arbeitsplätzen gerechnet. Die CVP-Fraktion des Landrats sieht aufgrund dieser Zahlen Handlungsbedarf in den Bereichen Volkswirtschaft, medizinische Versorgung, Sicherheit und Bildung sowie Integration und Wohnformen. Mitglieder der Fraktion haben deshalb gestern insgesamt drei Interpellationen eingereicht. Diese enthalten total zwölf Fragen zu den Auswirkungen und zu den geplanten Massnahmen im Zusammenhang mit dem Bau des Resorts. Was, wenn die Arbeitskräfte kommen (Urner Wochenblatt vom 23.02.2008)

18.02.2008

Erstwohnungsanteil festgesetzt

Der minimale Erstwohnungsanteil soll auf 50 Prozent festgelegt werden. Dieser Wert betrifft alle Bauzonen südlich der Bahnlinie. Ausgenommen ist nur der Obere Wiler. In diesem Gebiet hat die Kommission einen Anteil von 30 Prozent Erstwohnungen festgelegt. Damit ist aber nur die Neubautätigkeit angesprochen. Bereits gebaute Zweitwohnungen fallen nicht unter die neue Reglementierung. Und wie steht es mit "Neu-Andermatt" nördlich der Bahnlinie? Am 18. März stimmt der Souverän über die «Vorschriften zur Regelung des Erstwohnungsanteils» ab.

Erlaubt sei: Spekulation um Spekulationen

Samih Sawiris lässt kaum eine Gelegenheit aus, um vor Spekulationen im Urserntal zu warnen. So zuletzt an der Informationsveranstaltung vom vergangenen November:«Ich bitte Sie alle, in Andermatt nicht nur das schnelle Geld zu suchen.» (siehe früher in diesem Blog) Aber: Wie stehts dem beim Meister selbst mit der Spekulation? Gräbt man tief genug, wird man fündig. So sagte Samih Sawiris in einem Interview mit der „hotel+tourismus revue" Nr. 40 vom 5. Oktober 2006: „Wer in El Gouna eine Villa oder eine Wohnung gekauft hat, konnte den Wert seiner Anlage verdrei- oder gar vervierfachen. Da Andermatt nicht St. Moritz ist, werden wir sicher nicht mit St. Moritzer Preisen beginnen. Dies gibt den Leuten auch die Möglichkeit, etwas mit ihrer Investition zu verdienen." Wie war und ist das nun mit dem „schnellen Geld"?

14.02.2008

Samih Sawiris am Forum für Excellence

Samih Sawiris nimmt am 28. Februar 2008 am «Forum für Excellence» im Kultur- und Kongresszentrum Luzern teil. Dort diskutiert er in einer Runde mit Susy Brüschweiler, Vorsitzende der Konzernleitung SV Group, und Gerold Bührer, Präsident economiesuisse, über Kommunikation und ihre Wirkung.

Weitere Infos...

13.02.2008

Kein Interesse an der Halbinsel am Urnersee

Die Landaufschüttung am Ende des Isenthalerbaches ist bei Windsurfern beliebt, besonders bei Föhnlage. Nun hat das Tourismusprojekt in Andermatt offensichtlich auch an der Isleten Begehrlichkeiten geweckt. Gerüchteweise war schon zu hören, Samih Sawiris persönlich interessiere sich für die Halbinsel am Urnersee. Sawiris-Berater Franz Egele verneint jedoch ein konkretes Interesse. Gemäss Egle werden laufend irgendwelche Projekte herangetragen. Und dabei sei eben auch mal diese Landaufschüttung zu Sprache gekommen.

12.02.2008

Schon wieder ein Sawiris im Anmarsch

Der Berner Marc Aeberhard, Direktor der „Luxury Hotel & Spa Management Ltd.“, möchte laut www.fairunterwegs.org ein ganzes Gommer Dorf kaufen und daraus eines „der fünf besten Luxushotels des Alpenbogens“ machen. So steht es in seinem visionären Konzept, das er Mitte November 2007 vor Interessierten im Goms vorstellte. Die Euphorie hält sich in Grenzen.

Zum Bericht...


Bild: Marc Aeberhard

11.02.2008

"Ab einer bestimmten Menge spielt Geld keine Rolle mehr"

Samih Sawiris kürzlich auf www.zisch.ch "Mir ist gelungen, die Logik dieses ganzen Vorhabens darzulegen", erklärt der 51-Jährige in der "Unternehmerzeitung", "aber ohne mein Deutsch wäre dieses Projekt nie entstanden. Wenn ich mir vorstelle: Ein Dolmetscher steht neben mir und erklärt den Leuten, was ich sage, unmöglich!" Er selber wisse, wie man auf Menschen zugehe, und er sei dabei auch immer sich selber geblieben. "Doch am allermeisten hat natürlich geholfen, dass die Leute hier das Projekt wirklich haben wollten!" Verglichen mit seinen beiden Brüdern ist Samih zwar der "Ärmste" (das Vermögen der Familie wird auf 20 Mrd. Dollar geschätzt, Samih hält davon lediglich 1,5 Mrd. Dollar), den Kopf lässt er deshalb aber noch lange nicht hängen: "Ab einer bestimmten Menge spielt Geld keine Rolle mehr. Es ist ja nicht so, dass ich jeden Morgen drei Anzüge anziehe und zehn mal am Tag esse oder mir sechs Flugzeuge kaufe, weil ich das Geld dafür hätte!"

Keine «Hintertür» trotz «Sündenfall»

Für das Tourismusprojekt in Andermatt erteilte der Bundesrat eine Ausnahmebewilligung und ritzte damit die Lex Koller. Das sei ein «Sündenfall», den man nicht einfach wiederholen könne, mahnte der grünliberale Zürcher Nationalrat Martin Bäumle, Mitglied der Raumplanungskommission im Tages Anzeiger. Es gebe aber trotz Andermatt keinen Freipass für neue Resorts. Ein Begehren der Bündner und Walliser Behörden, die Lex Koller für neue Resorts zu lockern, hat also wenig Chancen. Heisse Debatten dürften programmiert sein. Mehr zum Thema

01.02.2008

Tyyflischi Gschichtä

Wunderbar blumige Kolumne von Josef Arnold im Urner Wochenblatt Nr. 8. Von Sawirien blase ein frischer Wind und entfache überall unternehmerische Feuer. Man breche auf, so Arnold, zumindest die Erde. Mit gigantischer Geochirurgie werde die Haut der Natur aufgeschnitten und die Eingeweide zu gewaltigen Maulwurfshügeln aufgeschüttet.

Alles gehe schnell: Heute sondieren, morgen betonieren, übermorgen logieren. Was früher Generationen gedauert hätte, würde heute praktisch über Nacht entstehen. „Adieu altes Uri!“ ruft Josef Arnold. Unten rasen die Züge durch den Talboden und verschwinden im Berg. Oben im Hochtal knallt die internationale High Society die Golfbälle in den Urschner Wind.

Und wo bleiben die Urschner und Urschnerinnen? „Jetzt bleiben Sie wieder“, so Arnold. Es gebe schliesslich Arbeitsplätze. Was er vergisst ist die Frage, wo sie denn wohnen sollen, die Einheimischen mit Arbeit vor Ort.

Aber weiter gehts: Der „Golf“-Strom der Gutbetuchten werde sich über die Schöllenenbrücke, vorbei an Danioths rotem Teufel bewegen. Dieser erinnere an die Sage mit ihrer verschütteten Botschaft, wonach jeder Eingriff immer auch seinen Preis hat, schlimmstenfalls den Seelenverlust. Arnold: „Rechtlich, ökologisch, finanziell ist bald alles geregelt. Das ist wunderbar und bewundernswert.“ Wo aber bleibt Urner Seele? „Warum musste ein ‚ägyptischer König’ König mit Gold und dem Weihrauch seiner kommunikativen Umgänglichkeit kommen, um uns auf die noch bessere touristische Verwertbarkeit der „Prunkkammer Gottes“ aufmerksam zu machen? fragt Arnold.

Offensichtlich ja, denn zweifellos wurden die Chancen für eine sanfte touristische Entwicklung im Urserntal verschlafen. Militär sei dank.

Nun ja, Josef Arnold zitiert in seinem Beitrag Danioth: „Der Mensch ist hier der Auserwählte und Verworfene in einem… In seinem Blick aber steht das Weh des Gefangenseins…“. Und er empfiehlt uns – vielleicht nach dem wildeuphorischen Fasnachtstaumel – über unser Auserwählt- und Gefangensein nachzudenken. Vielleicht kein schlechter Gedanke.

28.01.2008

Sawirisvirus in Zentralschweiz

In der Zentralschweiz macht sich ein «Sawiris-Virus» bemerkbar: Viele Destinationen planen grosse Tourismusprojekte. Mehr Tourismus und reiche Gäste sollen mit millionenschweren Hotelprojekten angelockt werden. Dem Beispiel von Samih Sawiris in Andermatt folgen nun auch andere Zentralschweizer Orte. «Immer mehr wollen sich nach den Bedürfnissen gutbetuchter Gäste richten», sagt der Zentralschweizer Tourismusexperte Dominic Keller. Ein wichtiger Zukunftsmarkt seien zum Beispiel reiche Russen. Appartements in Hotels Gross im Kommen sind laut der «NZZ am Sonntag» Appartements in Hotelkomplexen oder Ferienorten. Diese werden wie Hotelzimmer gewartet und bedient. Zudem werden sie während der Zeit, in der sie die Eigentümer nicht benutzen, weitervermietet. So können «kalte Betten» vermieden werden. Ein ähnliches Projekt ist bereits in Engelberg geplant. Dort soll für gut 30 Millionen Franken mitten im Dorf ein 4-Sterne-Hotel gebaut werden, das unter anderem aus solchen Appartements besteht. Auch andere Zentralschweizer Orte investieren hohe Summen in den Tourismus der Zukunft. So wollen beispielsweise in Emmetten holländische Investoren für 70 Millionen Franken ein Feriendorf mit 32 Häusern errichten.

21.01.2008

Sawiris-Holding in Altdorf

Samih Sawiris hat eine Holding mit Sitz in Altdorf gegründet. Für Finanzdirketor Markus Stadler ein klar positives Zeichen. Aber: Er warnt vor Steuergeld-Euphorie. Die Gründung einer Holding sei nicht zu unterschätzen, so Stadler. Er ist überzeugt, dass Samih Sawiris mit diesem Schritt noch stärker als als bisher zum Ausdruck bringt, dass er in Uri ein Führugnszentrum schaffen wolle. Kurz: Ein Signal für ein längerfristiges Engagement in Uri. Euphorie wäre verfrüht Die unmittlebare steuerliche Auswirkung der Holding-Grünung ist gemäss Stadler allerdings vorerst noch gering. Aber er sieht ein anderes - wichtiges - Zeichen. Mit der Ansiedlung der Holding werden in Uri dereinst qualifizierte Arbeitsplätze entstehen.

Sawiris kontert Siegrist

Im Tages-Anzeiger vom 18. Januar 2008 kritisierte Dominik Siegrist, Präsident des Internationalen Alpenschutzkomitees Cipra, das Tourismus-Projekt in Andermatt (siehe Beitrag früher in diesem Blog). Jetzt kontert Samih Sawiris. Cipra-Präsident Dominik Siegrist: Zu gross sei die Anlage. Zudem spekulierte er, dass die Angestellten «teilweise aus dem Mittleren Osten kommen und in Andermatt leben» würden. Wenn viele fremde Leute in dörfliche Strukturen einbrechen und dort allenfalls leben, könne das schnell in Fremdenhass umschlagen, so Siegrist. Unter der Gürtellinie Samih Sawiris konterte umgehend - ebenfalls im Tagi. Mit diesen Vorhaltungen, die fremdenfeindliche Gefühle schüre, ziele Siegrist «unter die Gürtellinie». Es sei für ihn völlig abwegig, Arbeitskräfte aus dem Mittleren Osten nach Andermatt zu holen. Er will das Personal à priori im Kanton Uri rekrutieren. Es sei besser mit Einheimischen zu arbeiten, weil diese um die Vorzüge ihrer Region wüssten. Zudem würden nicht nur Kellner und Putzfrauen angestellt, betont Sawiris. Für die Tennisakademie, die Reithalle oder für die Leitung der Restaurants und Hotels seien gut qualifizierte Fachkräfte gefragt. Andermatt weiterhin kleine Alpendestination Sawiris versteht auch die Vorhaltung nicht, das Tourismus-Projekt sei zu gross dimensioniert. Mit gut 2000 Gästebetten zähle Andermatt auch künftig zu den kleinen Destinationen im Alpenraum.

18.01.2008

Noch nicht soweit wie gewünscht

Am 17. Januar nahm Samih Sawiris am dritten Workshop mit den Architekten in Altdorf teil. Es gebe zwar Fortschritte, aber man sei noch nicht so weit, wie man sich dies eigentlich gewünscht hätte, sagte Sawiris im Anschuss. Allerdings erhalte man langsam ein schönes Bild eines Dorfes, das nicht monoton oder einseitig geplant worden sei.

Zweifel am Erfolg

Kann Samih Sawiris das Urserntal retten? Dominik Siegrist, Präsident der Cipra International, bezweifelt es in einem Interview mit dem Tages Anzeiger. Das Projekt sei zu gross dimensioniert. Andermatt könne Sawiris nicht verkraften. Und: Die soziale Nachhaltigkeit sei nicht gegeben, so Siegrist.

Zum Interview…

Cipra

Bild: Dominik Siegrist, Präsident Cipra International

15.01.2008

Was würden Sie mit 10'000 Franken machen?

Was würden prominente Wirtschafts- und Polit-Kapitäne mit 10'000 Franken machen, wenn sie diese gerade locker hätten?

Zisch.ch fragte anlässlich des Neujahrs-Apéros der Zentralschweizerischen Handelskammer bei Lokalprominenten nach. Einer davon, nämlich Bucherer-CEO Adalbert Bütler, würde im Hinblick auf die Sawiris-Pläne in die Aktienkapitalerhöhung der Andermatt-Gotthard-Sportbahnen investieren».

Wo würden Sie investieren?

Bild: Adalbert Bütler

11.01.2008

Auf Teufel komm raus

Neat! Luxus-Resort Andermatt! Flat-Rate-Tax! Uri fasst seine Zukunft ins Auge, in keinem anderen Kanton sind die Dinge so im Umbruch.Thomas Widmer hat in der Weltwoche 02/08 ein treffendes Porträt des Granitkantons geschrieben. Also: Link anklicken, wer den Überblick über den Fluss der Dinge im Kanton nicht verlieren will.

Zum Beitrag...

08.01.2008

Bundesrat lockert Lex Koller zweites Mal

Am Projekt in Andermatt sollen sich weitere ausländische Unternehmen beteiligen können. Die beschloss der Bundesrat. Damit hilft die Regierung Samih Sawiris zum zweiten Mal. Ein Novum. Zwar hat der Bundesrat schon früher Ausnahmen zur Lex Koller beschlossen, aber noch nie in diesem Ausmass wie für das Tourismusresort in Andermatt. Der Entscheid dürfte Samih Sawiris freuen. Denn: Der Entscheid nimmt potenziellen Investoren die Angst, sich als Privatpersonen am Projekt zu beteiligen. Jetzt können sie als Unternehmen auftreten.

07.01.2008

Samihs Wünsche für 2008

Samih Sawiris schickt dem Kanton Uri vielerlei Wünsche für 2008. Vor allem schätzt er:
  • die offene und sympathische Bevölkerung
  • die effiziente Verwaltung

  • die Offenheit des Kantons gegenüber Investoren

  • die ausgezeichnete Erreichbarkeit

  • die unberührte und wunderbare Landschaft

Den Urnerinnen und Urnern wünscht er:

  • dass Uri bald das schönste Resort der Schweiz bekommt

  • dass die Urnerinnen und Urner von der ganzen Schweiz Anerkennung erhalten für ihre vorausblickende und zielstrebige Weise

  • dass es wirtschaftlich weiter vorwärt geht

  • dass die Urnerinnen und Urner die schöne Umwelt so erhalten und pflegen wie bis jetzt
Danke Samih. Dir viel Gesundheit und Glück. Auf dass du die Urner Träume Wirklichkeit werden lässt.

28.12.2007

Die Russen kommen!

Wir haben unseren Ägypter. Crans Montana kriegt vielleicht bald seine Russen. Für einmal nicht als Gäste, sondern als Bauinvestoren. Der Baukonzern Mirax mit Sitz in Moskau will eine feudale Ferienanlage bauen. Und Crans Montana will - wie Andermatt - von den in der Lex Koller verankerten Verpflichtungen befreit werden. Toursimusfieber ohne Grenzen in der Schweiz?

Den ganzen Artikel lesen...

Bild: Crans Montana

27.12.2007

Wer will sich am Resort beteiligen?

Am Ferienresort von Samih Sawiris können sich auch andere Unternehmen beteiligen. Der Bundesrat hat gemäss Tages Anzeiger ein entsprechendes Gesuch genehmigt. mehr...

"Kalte Betten" irritieren Andermatt

Andermatt ist irritiere. Grund: Samih Sawiris erklärte an der letzten Infoveranstaltung, dass einzelne Hotels im Dorf zur Vier- oder Fünfstern-Hotels ausgebaut werden sollten. Mehr noch: Es grassieren Gerüchte, dass Hotels im Dorf verkauft und zu Appartements umgebaut werden sollen. mehr...

Bild: Krone bald ein Appartementhaus?

21.12.2007

Rückbaufonds?

In Andermatt wird bald gebaut. Sehr viel gebaut. Hotels, Wohnungen, Villen, Golfplatz, Strassen. Touristiker und Bevölkerung zweifeln kaum an Sawiris’ Erfolg. Was aber, wenn eines der Hotels irgendwann doch nicht rentieren sollte?

Die Geschichte des Tourismus lehrt uns: Jedes Grandhotel macht Krisen durch. Das ehemalige Grandhotel in Andermatt selbst steht derzeit noch – als halbe Ruine und Mahnmahl.

Wie schützen wir uns vor Bauruinen?
Was passiert, sollte dem Resort wider aller optimistischen Erwartungen dennoch nicht nur Erfolg beschert sein? Tummeln wir uns dann plötzlich inmitten von Bauruinen? Oder sollten wir Andermatter von den Davosern lernen? Diese verlangten nämlich von den Investoren des geplanten Wellnesskomplexes auf der Schatzalp – in Form eines Turms – einen Rückbaufonds, um den Turm falls nötig wieder abzubrechen. Ein solcher Fonds – gespiesen von der Orascom bzw. von den jeweiligen Hotelinvestoren – könnte durchaus auch in Andermatt Sinn machen.

Der 105 Meter hohe Turm auf der Schatzalp

17.12.2007

Kürzlich gelesen...

...im Blog des PR-Gurus Klaus J. Stöhlker: Der arme Sawiris kam nach Andermatt Wie Jakob Schmidheiny stets der “arme” Schmidheiny war, weil er nicht von Beginn an mit Milliarden gesegnet wurde, handelt es sich bei Samih Sawiris, der in Andermatt investiert, um das ärmste Mitglied seiner Familie. Mit einem Vermögen von mageren USD 1,5 Mia. fragt man sich ohnehin, weshalb er soviel in dieser alpinen Einöde investiert. Vater Onsi ist USD 5 Mia. schwer, dessen ältester Sohn USD 10 Mia, der jüngste Sawiris, Nassef, USD 3,9 Mia. Da es sich um die reichste Familie Ägyptens handelt, ist Sorge um den charmanten Samih nicht nötig.

12.12.2007

Ausbau ARA Andermatt: Abstimmung 2008

Die ARA-Andermatt muss aufgrund des Sawiris-Projektes ausgebaut werden. Der Auftrag soll 2008 vergeben werden. Im Verlaufe von 2008 soll dann auch das Urner Stimmvolk über den Ausbau der Anlage befinden können.

Ausschreibung

11.12.2007

MGB investiert 92 Mio. Franken

92'000'000 Franken. So viel will die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) zwischen 2008 und 2010 in ihr Bahnnetz investieren. Auch das Resort-Projekt von Samih Sawiris soll bei diesen Investitionen einbezogen werden.

Uri soll an die Investitionen für Infrastrukturen und die Substanzerhaltung MGB im gleichen Zeitraum einen Kredit von total 2,832 Millionen Franken leisten. Dies beantragt die Regierung dem Landrat. Mitfinanziert werden die geplanten Ivestitionen zudem vom Bund sowie den Kantonen Wallis und Graubünden.

10.12.2007

Zement statt Granit

Während Samih Sawiris den Granit im Urserntal beackert, verkauft Bruder Nassef sein Unternehmen "Orascom Cement" an die französische "Lafarge" wie das Unternehmen heute berichtete. Offerierter Preis: 8,8 Mio. Euro.

Bild: Nassef Sawiris

Sawiris-Projekt: Chance für Göschenen?

Die Schöllenen ist ein Nadelöhr. Nicht nur während der Bauphase, sondern auch dann noch, wenn das Resort einmal steht. Die Reaktivierung der Militärseilbahn von Göschenen auf den Gütsch sowie ein Bahnhof im heutigen Gotthard-Bahntunnel könnten attraktive Lösungen bieten.

Einst existierte eine militärisch genutzte Seilbahn, die von Göschenen zum Wachthäuschen auf dem Gütsch führte. Da Samih Sawiris gemäss AGS-Verwaltungsratspräsident Franz Steinegger eher auf den Nätschen setzen will (siehe Blog-Eintrag vom 3.12.2007), wäre es an der Zeit, über eine Neuauflage der Seilbahn Göschenen-Gütsch nachzudenken. Die Wintersporttouristen – insbesondere die Tagestouristen – könnten gleich ab A2 in ein unterirdisches Parkhaus in Göschenen geleitet werden. Von dort ginge es direkt hoch auf den Gütsch, wo der sonnige Pistenplausch wartet.

„Porta-Alpina“-Ersatz im heutigen Bahntunnel
Eine weitere Toursimsuattraktion könnte – gewissermassen als Ersatz für die „eingefrorene“ Porta Alpina im Neat-Tunnel – im heutigen Gotthard-Bahntunnel realisiert werden. Genau unter Andermatt könnte eine Haltestelle eingerichtet werden. Im Gegensatz zu Sedrun müssten hier lediglich etwa 400 Höhenmeter mit einem Lift überwunden werden. Und: Die Gäste stünden - oben angekommen - mitten in Andermatt. Da die Gotthard-Bergstrecke sowieso für den Tourismus erhalten und vielleicht sogar Unesco Welterbe werden soll, wäre ein Tunnelbahnhof zweifellos eine grosse Attraktion.

Viele Gewinner


Von diesen zwei Massnahmen würden viele profitieren. Göschenen würde punkto Tourismus aufgewertet und das Parkhaus würde zusätzliche Einnahmen in die Gemeindekasse spülen. Die Gastro- und Hotelleriebetriebe in Göschenen würde profitieren. Die Autofahrer könnten die winterlich eisige Schöllenen meiden, was wohl manch einem Automobilisten willkommen wäre. Der Autoverkehr durch die Schöllenen würde abnehmen. Die Gotthard-Oberalp-Arena wäre noch schneller und bequemer zu erreichen. Die Natur würde geschont. Die Gotthard-Bergstrecke wäre mit dem Tunnelbahnhof um eine Attraktion reicher und würde Touristen anziehen. Last but not least: Samih Sawiris könnte als Verfechter ökologischer Grundsätze (siehe Blog-Eintrag vom 29.11.2007) sein Image weiter festigen.


Bilder: Göschenen, Schöllenen

07.12.2007

Heiweh noch dä Bärgä...?

Vor sieben Monaten ist die Familie Frank von Hospental nach Bourrignon im Jura gezogen. Auslöser war das Tourismusprojekt von Samih Sawiris. Heute sind sie überzeugt, dass sie zum «richtigen Zeitpunkt» weggezogen sind.

Es gebe viel – sehr viel – Arbeit auf dem «Bellevue» in Bourrignon, sagten die ausgewanderten Urschner Bauern Werni, Josy und Thomas Frank gegenüber dem Urner Wochenblatt. Und dass auf diesem Betrieb alles rund läuft, ist für Werni, Josy und Thomas Frank sehr wichtig. Denn gleich nach dem Umzug erkrankten die Tiere schwer und forderten die Franks derart, dass sie fürs Heimweh gar keine Zeit fanden.

Die Franks wollen in Bour­rignon eine neue Heimat finden. Noch stellt sich aber die fehlende Sprache fast täglich als zu hohe Hürde in den Weg. In der Sennerei bleibts beim «Bonjour». Für den Ausgang fährt Thomas Frank noch regelmässig in die Innerschweiz. Spreche man vom "däheimä", dann meine man halt immern Hospental, so die Franks.


Bild: Werner und Josy Frank, Quelle: Urner Wochenblatt

03.12.2007

Setzt Samih Sawiris auf den Nätschen?

Samih Sawiris und sein Team setzen eher auf den Nätschen, wenn es ums Ski fahren geht. Dies sagte Franz Steinegger an der Generalversammlung der Andermatt Gotthard Sportbahnen (AGS) am 1. Dezember 2007.

Bei der AGS stehen verschiedene Investitionen an: Die Seilbahn-Kapazität von Andermatt auf den Gurschen soll erhöht werden, für eine optimale Beschneiung am Gemstock ist ein Speichersee geplant, der Lutersee-Skilift soll ersetzt werden, die Sesselbahnen Gurschengrat und Andermatt-Nätschen müssten erneuert werden. Und: Das Gastronomie-Angebot muss optimiert werden.

Optimierung Nätschen im Vordergrund

Bevor investiert wird, sollen die AGS-Projekte mit den Bedürfnissen des geplanten Resorts abgeglichen werden. So wie es aussehe, so Steinegger, gehen die Präferenzen der Resort-Planer eher in Richtung einer Optimierung des Angebotes auf dem Nätschen.

AADC nimmt Sitz im Tourismusbüro

Die Andermatt Alpine Destination Company (AADC) lässt sich im Tourismusbüro in Andermatt nieder. Zuerst muss aber der bestehende Bau noch erweitert werden. Dies wurde an der Herbstversammlung der Andermatt Gotthard Toursimus vom 29. November 2007 bekannt gegeben. Benno Nager, COO der AADC, strich dabei vor allem die Synergien hervor, die sich durch die räumlikche Nähe zum Tourismusbüro und deren Mitarbeitenden ergeben.

30.11.2007

Gewusst, dass...

...Samih Sawiris’ El Gouna-Resort für die vorbildhafte Einhaltung ökologischer Grundsätze u.a. mit vier «Green Globe 21»-Zertifikaten ausgezeichnet worden ist? Green Globe 21 ist eine Auszeichnung des World Travel & Tourism Councils und fördert nachhaltigen Tourismus auf der Basis der Agenda 21, die 1992 vom UNO Earth Summit verabschiedet wurde. Gratulation Samih! Wir freuen uns auf ein grünes Andermatt – aber nur im Sommer bitte.

Green Globe 21
Agenda 21

29.11.2007

Benno Nager: «Luzern ist wichtig für unser Marketing»

Benno Nager, COO der Andermatt Alpine Destination Company, spielt Luzern eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Positionierung des Resorts im Urserntal. Denn: Luzern ist ein bekannter «Brand» mit internationaler Tourismusausstrahlung. Deshalb laufen bereits Gespräche mit Luzern Tourismus. Lesen Sie das Kurzinterview auf zisch.ch...

Steigen Immo-Preise ins Bodelose?

Die Bodenpreise in Andermatt steigen. Bauland gibt es – zumindest ausserhalb der Resort-Zone – praktisch nicht. Der Immobilienmarkt ist ausgetrocknet. Gemäss Walker Immobilien ist der Quadratmeterpreis für Wohnungen in den letzten drei Jahren zwischen 5 und 8 Prozent gestiegen.

Der Preis für Wohnungen in Andermatt liegt zurzeit bei 4000 Franken pro Quadratmeter. Damit zahlt man zwar noch nicht so viel wie in Topresorts. Vieles spricht aber dafür, dass Andermatt rasch in die Topliga aufsteigt.

Der Preis für Sawiris' Luxusimmobilien werde nach der Fertigstellung bei rund 12’000 Franken pro Quadratmeter liegen, sagt Manuela Olmesdahl von Engel und Völkers, dem Spezialisten für exklusive Bleiben gegenüber Cash daily. Der Preis könne sich innert weiterer drei Jahre auf 25'000 Franken verdoppeln.

Voraussetzung für den Boom und damit für Sawiris Profit ist eine Infrastruktur, die Reiche auch tatsächlich anzieht. Dazu gehören Wellness-Oasen, Golfplatz, Luxusboutiquen und eine Spitzengastronomie.

Dann hoffen wir mal auf die (hoffentlich erschwinglichen) «Sozialwohnungen», die Samih Sawiris uns Talbewohnern an der letzten Info-Veranstaltung schmackhaft gemacht hat.

26.11.2007

Gratis-Werbeslogan für Andermatt

«Andermatt – In between St. Moritz and the Matterhorn!» Dieser Werbeslogan kommt von niemand geringerem als von Hanspeter Danuser, Kurdirektor von St. Moritz.

Hanspeter Danuser findet das geplante Resort in Andermatt eine super Idee. Für ihn ist es ein Signal. Ein global tätiger Investor kommt in die Schweizer Alpen. Solche Signale brauche die Schweiz, ist er überzeugt.

Keine Konkurrenz

Danuser fürchtet allerdings keine Konkurrenz für St. Moritz. Denn St. Moritz sei eine Liga für sich. Vielmehr ergänze Andermatt das Angebot. Der Glacier-Express bringe ihnen ihnen im Sommer einen Drittel der Gäste. «Aber die Strecke zwischen St.Moritz und Zermatt ist eine ‹Hängebrücke› – nun wird Andermatt der Mittelpfeiler.» Zwischen St. Moritz und Zermatt eben.

23.11.2007

Toursimus geht uns alle an

Kürzlich diskutierten Tourismusfachleute in Erstfeld über die touristische Zukunft des Kantons Uri. Anwesend war auch Samih Sawiris. Hier ein paar Stimmen sowie zwei Videos aus youtube.com.

Isidor Baumann, Volkswirtschaftsdirektor Kanton Uri, ist überzeugt: „Mit dem geplanten Resort in Andermatt macht Uri den Schritt in eine andere Tourismusliga.“ Mario Lütolf, Präsident des Schweizerischen Tourismusverbandes, fragte eingangs seines Referates: „Liegt Uri richtig?“. Soviel vorweg: Er ist der Ansicht, dass Uri auf dem richtigen Weg ist. Aber er warnte vor zu grosser Euphorie: „Sie haben einen kleinen Schritt vorwärts gemacht.“. Trotz neuer finanzieller Mittel glaubt er nicht, dass sich die Marke Uri im Weltmarkt etablieren kann. „Die gegebenen Mittel werden aber Uri nicht neue positionieren.“ Nach seiner Meinung muss sich Uri im Verbung auf gewisse Inhalte konzentrieren und damit Marketing betreiben, meinte er. Zum Thema Marketing äusserte sich auch Samih Sawiris: „Marketing betreiben und die geschürten Erwartungen nicht erfüllen, das ist das schlimmste. Das Angebot muss bereit sein, wenn man Werbung macht, sonst sind die Hotels leer.“ Gezieltes und damit wirksames Marketing muss also genau geplant sein. Sawiris kann sich im Gegensatz zu Lütholf gut vorstellen, dass sich die Marke „Uri“ etablieren lässt. „Das wird Ihnen nicht gelingen“, bremste Lütholf die Euphorie des Investors. In einem Punkt waren sich jedoch alle Akteure einig: „Tourismus geht uns alle an.“


Sawiris-Video auf Youtube (Teil 1)
Sawiris-Video auf Youtube (Teil 2)

Zahlenspiele – oder: Welche Wertschöpfung bring das Resort?

Wie hoch wird die Wertschöpfung des Resorts sein? Bringts dem Volk überhaupt etwas? Erste Berechnungsmodelle sagen ja.

Fortunat Planta vom Amt für Steuern liebt Zahlenspiele. Am letzten Infoabend rechnete er den Besucherinnen und Besuchern vor, dass sich das Resort volkswirtschaftlich lohnt. Die Berechnungen zeigen, dass sich die Wertschöpfung bei einer durchschnittlichen Auslastung von 70 Prozent der Hotelbetten auf rund 200 Mio. Franken jährlich beläuft. Dies ergibt Steuereinnahmen von gegen 12 Mio. Franken.

Schweizer Durchschnitt 42 Prozent
Die Auslastung der Hotelbetten im schweizerischen Durchschnitt liegt bei 42 Prozent. Auch mit dieser Auslastung würde das Resort eine Wertschöpfung von 120 Mio. Franken bringen. Allerdings zeigte sich Samih Sawiris ob Plantas 42-Prozent-Modell wenig erfreut. Mit einer solch tiefen Auslastung würden die geplanten Anlagen kaum rentieren. Fazit: Mit gut schweizerischem Durchschnitt kommt das Resort kaum auf einen grünen Zweig.

Fit für die Resort-Zukunft

Intensivtourismus birgt Gefahren. Erste Zeichen sind in Andermatt besonders im Immobilienbereich bereits erkennbar. Der Wohnungsmarkt ist ausgetrocknet.

Justizdirektorin Heidi Z’graggen warnte am letzten Infoabend vor den möglichen Risiken für ein Gebiet mit Intensivtourismus. Unter anderem nannte sie:

- zu starken Siedlungsdruck
- die Zunahme der Immobilienpreise
- Spannungen zwischen Einheimischen und Gästen

Z’graggen ist jedoch überzeugt, dass die Erhaltung des Berggebietes als Lebens- und Wirtschaftsraum nur mit dem Tourismus und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit möglich ist.

Geeignete Massnahmen treffen
Mit geeigneten Massnahmen seien die Risiken zu verhindern. Sie forderte u.a. die Gemeinden Hospental und Realp auf, sofort die Orts- und Raumplanung auf den jeweiligen Gemeindegebieten anzupacken. Und: Sie will im Frühjahr ein Symposium für die Talbevölkerung durchführen. An diesem Symposium sollen diese Problemkreise aufgenommen werden und die Bevölkerung fit für die Resort-Zukunft gemacht werden.

Bild: Heidi Z'graggen; Quelle: ur.ch

Die Brummis kommen

Benno Nager, Chef der AADC, hat bereits Lastwagentests in der Schöllenen durchgeführt. Wie grosse und viele Brummis verträgt das Nadelöhr zwischen Göschenen und Andermatt? Und: Wann können diese hin- und herfahren? Eine komplexe Problemstellung. Denn: Auch die Einheimischen wollen staufrei pendeln. Zudem rollt gleichzeitig der bisherige Güterverkehr. Last but not least gibt es weiterhin Tourismus- und Transitverkehr ins Urserntal und über den Gotthard. Der Kanton ist also gefordert.

Viele Fragen noch offen
Viele Fragen rund um den Verkehr sind noch offen. Einerseits muss der Hochwasserschutz mit einbezogen werden, andererseits braucht es ein Verkehrskonzept, dass die Bauphase einbezieht. Deshalb soll gemäss Markus Züst, Baudirektor des Kantons, ein Verkehrskonzept ab der Autobahn erstellt werden, eine attraktive ÖV-Anbindung gewährleistet und durch Aufhebung von Bahnübergängen Knoten gelöst werden. Das Gesamtverkehrskonzept soll im Frühjahr 2008 bereit liegen.

22.11.2007

Dorfhotels: Standard muss erhöht werden

Im Resort baut Samih Sawiris Hotels für Gäste mit gehobenen Ansprüchen. Aber auch im Dorf soll die Hotellerie wohlhabenden Gästen etwas bieten. Investieren sollen die ansässigen Hoteliers.

Sawiris-Berater Franz Egle bringt es auf den Punkt: «Ein qualitatives Gefälle zwischen den Hotels im Resort und denjenigen im Dorf ist zu vermeiden.» Das Gefälle zwischen Resort und altem Dorf dürfe nicht zu gross sein. Die heutige Realität sieht anders aus. Drei Sterne sind das Maximum, was die Hotels im Dorf zu bieten haben.

Investitionen der Hoteliers gefragt
Gefragt sind also auch Vier- und Fünfstern-Hotels neben (günstigen) Familienerbergen. Alex Renner vom Hotel Drei Könige und Post ist skeptisch. Mehr Sterne bedeuten grössere Zimmer. Und grössere Zimmer wiederum heisst ausbauen. Zudem müssten laut Renner Leistungsangebote wie etwa Wellnessbereiche geschaffen werden. «Für die meisten Betriebe ist so ein Ausbau gar nicht möglich, weil ihnen das dafür nötige Land fehlt.»

Kleiner Dämpfer
Ob nach der anfänglichen Euphorie der meisten Hoteliers nun die Ernüchterung kommt? Gerade offensiv waren sie in den letzten zehn Jahren nicht gerade, wenn es um Investitionen in ihre Häuser ging. Jedenfalls: Hoteliers, die (mit hohler Hand) auf eine flotte Trittbrettfahrt im Windschatten von Samih Sawiris spekuliert haben, dürfte einen ersten Dämpfer bekommen haben.


Bild: Hotel Drei Könige und Post

21.11.2007

«Bitte helfen Sie mit!»

An der letzten Info-Veranstaltung brachte Samih Sawiris nicht nur guteNeuigkeiten. Er mahnte davor zu übertreiben.

Jedes Mal, wenn er in Andermatt sei, habe es mehr Baustellen, bemerkte er. «Ich bitte Sie alle, in Andermatt nicht nur das schnelle Geld zu suchen.» Die Gefahr, dass alles nur noch über die Masse und nicht mehr über Qualität laufe, sei sehr gross. Auch er selbst müsse sich dauernd beherrschen, denn die Versuchung sei gross, noch mehr zu bauen.

«Bitte helfen Sie mit, zu Andermatt Sorge zu tragen», rief er die Andermatterinnen und Andermatter auf.

19.11.2007

Sawiris: "Schiessen Sie vorerst ruhig weiter"

Grossaufmarsch der Bevölkerung am Resort-Informationsabend vom 16. November. Und Samih Sawiris präsentierte sich charmant wie immer. Es geht weiterhin in hohem Tempo vorwärts. Das Wichtigste kurz und bündig:
  • Heidi Zgraggen will im kommenden Frühjahr ein Symposium im Urserntal organisieren, an dem sich die Talbewohner fit machen können für die kommenden Herausforderungen.
  • Weitere zwei Verträge mit Bauern wurden unterzeichnet. Samih Sawiris hat nun genügend Land für den Golfplatz.
  • Für den Bau des Hotels im Bellvue-Pärkli präsentierte Sawiris Co-Investor Philip Moross und die Firma Waterford Investments AG aus London.
  • Für Einheimische und Resort-Personal sollen günstige Wohnungen erstellt werden.
  • Am Notspital soll festgehalten werdne. Samih Sawiris will eine gute medizinische Versorgung vor Ort sicher stellen.
Und: die besorgten Pistolenschützen des traditionsreichen Pistolenschützenvereins Andermatt können vorerst aufatmen und weiterschiessen in ihrem Schützenstand, der mitten in "Neu-Andermatt" liegt. Mehr noch: Sich können auf Unterstützung durch Samih Sawiris himself zählen. Er wird wenn möglich ein alternatives künftiges Ballerplätzchen mitfinanzieren. Ein Aufruf für alle weiteren Vereine, um finanzielle Unterstützung nachzusuchen beim Investor? Let's go!

16.11.2007

Per Bahn ins Alpenparadies

Zurzeit können wir zwei Trends beobachten in den Schweizer Alpen: Einerseits die von Abwanderung und fehlenden Investitionen gebeutelten Regionen. Andererseits die von Glanz und Glamour verwöhnten Destinationen wie St. Moritz, Zermatt, Gstaad – und vielleicht schon bald Andermatt. Dieser Graben zwischen «arm» und «reich» muss nicht sein. Denn: Ein einzigartiges Marktpotenzial liegt direkt zu unseren Füssen.

Die Resortpläne von Samih Sawiris haben in der Gotthardregion ein neues Selbstbewusstsein und eine Aufbruchstimmung ausgelöst. Die Kantone Graubünden, Tessin, Uri und Wallis wollen zur touristischen Förderung der Gotthard-Region zusammenspannen.

Berner Oberland darf nicht fehlen
Im Verbund der Gotthardregion sollte das Berner Oberland – und vor allem das Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschorn nicht fehlen. Die gute Nachricht: Der Weg dorthin ist gar nicht so weit. Denn: Bereits heute ist Grunderschliessung der Welterbe-Region mit dem öffentlichen Verkehr fast überall gewährleistet. Einzige Schwachstellen existieren in der Verbindung Interlaken-Grimselgebiet und Grimsel-Goms. Mit anderen Worten: Es fehlen umsteigefreie Bahnverbindungen von Luzern nach Montreux und eine Grimseltunnel.

Einzigartiges Netzwerk
Diese zwei noch fehlenden Glieder würden nicht nur geplante Projekte wie das in Andermatt optimal ergänzen und zur neuen alpinen Aufbruchstimmung beitragen. Sie würden darüber hinaus ein weltweit einzigartiges Bahnnetzwerk vervollständigen und den Anschluss an die Gotthard-Matterhorn-Bahn, an den Glacier Express von Zermatt nach St. Moritz und an den Bernina Express von Chur über Pontresina nach Norditalien gewährleisten.

Der umsteigefreie «Golden Pass», der Luzern mit Interlaken, Gstaad und Montreux verbindet, sowie ein Grimseltunnel würden dem Erlebnis Alpenland Schweiz einen starken Stempel aufdrücken. Resutat: ein weltweit einziges Marktpotenzial der attraktivsten Eisenbahnlinien im Alpenraum. Es wäre eine zukunftsweisende Investition in ein neues alpines Netzwerk Andermatt-Interlaken-Gstaad-Luzern-St. Moritz-Zermatt bzw. Bernina-Gotthard-Jungfrau-Matterhorn-Lötschberg-Titlis

Unerreichtes öV-Paradies
Eine solche Erschliessung würde auch bedeuten, dass der öffentliche Verkehr (öV) in der Schweiz horizontal wie vertikal optimal und tourismuswirksam erschlossen werden könnte: Ein dichtes Normalspur-Bahnnetz im Mittelland, ein attraktives, zusammenhängendes Schmalspurnetz in den Bergen. Ergänzt würde dieses Angebot durch die grossen Neat-Alpentransversalen mit optimalem Anschluss an die Flughäfen Zürich und Genf. Und schon wäre auch für die neue «Weltdestination» Andermatt ein Problem aus dem Granit geräumt: nämlich dasjenige des Individualverkehrs in der Region oberes Reusstal, Schöllenen, Gotthardpass, Gotthardtunnel-Südportal.

Die Schweiz als Tourismusland braucht Pioniertaten. Und dazu könnte gerade die Bahn – und mit ihr der öffentliche Verkehr als Ganzes – einen grossen Beitrag leisten
.

15.11.2007

Saisonstart am Gurschen

Am 17. November werden die Lifte auf der Gurschenalp laufen. Die Pisten am Gemsstock selber sind noch nicht bereit.

Zwar hat das Flies, mit dem ein Teil des Gletschers und vor allem die heikle Rampe zwischen Seilbahnstation und Gletscher geschützt wurden, auch dieses Jahr seine Aufgabe erfüllt: Rund 80 Prozent des Schnees konnten erhalten werden. Der Aufwand für die Herrichtung der Abfahrt wird deshalb kleiner. Starke Winde aber haben auch hier viel Schnee verfrachtet, und da die Pisten zum Teil über sehr steiniges Gebiet führen, braucht es mehr Schnee als auf einer Piste, die auf einer Alp liegt.

«Wenn wir nur auf die Rentabilität schauen würden, dürften wir erst eine Woche vor Weihnachten die Bahnen laufen lassen», sagte Peter Heinzer, Direktor der Andermatt Gotthard Sportbahnen gegenüber dem Tages Anzeiger. Die grosse Gästeschar fehle noch. «Wenn Samih Sawiris sein Resort baut, wird sich die Situation für uns deutlich verbessern», sagt Heinzer.

Gotthardregion arbeitet zusammen

Das neue Andermatt-Resort betrifft nicht nur den Kanton Uri. Die angrenzenden Kantone setzen sich heute schon mit einer künftigen Zusammenarbeit auseinander. Ende letzter Woche trafen sich Vertreter der Region Gotthard. Mit dabei waren Behörden der Gemeinden Sedrun, Disentis, Andermatt, Tujetsch und Medel sowie Peter Heinzer von den Gotthard Andermatt Sportbahnen und Benno Nager von der AADC. Auswirkungen über Gemeinde und Kantonsgrenzen hinaus Die Exponenten der Gemeinde Andermatt, des Tourismusresorts von Sawiris und der Tourismusorganisation haben eingehend und kompetent über die verschiedenen Vorhaben orientiert. Es zeigte sich, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser grossen und einzigartigen Projekte weit über die Gemeindegrenzen von Andermatt reichen. Demnach drängt sich eine enge Zusammenarbeit im Gotthardraum auf, wie dies bereits bei der Richtplananpassung angedeutet wurde.

08.11.2007

Amerikanische Kor Hotel Group baut in Andermatt

Samih Sawiris hat den ersten Joint-Venture-Vertrag abgeschlossen. Er baut mit der Kor Hotel Group aus den USA das «Viceroy Andermatt».

Die Andermatt Alpine Destination Company, die im Auftrag von Samih Sawiris dessen Ferienresort in Andermatt plant, und die amerikanische Kor Hotel Group haben einen Joint-Venture-Vertrag unterzeichnet. Wie Sawiris-Berater Franz Egle der Neuen UZ gegenüber erklärte, bauen die beiden Unternehmen gemeinsam das Fünfsternhotel Viceroy Andermatt. Geführt wird das Hotel gemäss Egle dereinst von der Viceroy Hotels and Resorts, der Hotelmanagement-Abteilung der Kor Group». Das Luxushotel im Andermatter Ferienresort wird 175 Zimmer anbieten können. Es soll nach Möglichkeit im Jahre 2011 eröffnet werden.

Weiter Informationen
Kor Hotel Group

Porträt Kor Hotel Group
PRinside.com: Viceroy plant Errichtung von Ferien-Resorts in Europa und dem Nahen Osten


07.11.2007

Blick aus dem «Hochparterre»

Andermatt, im Winter 2013 zum Ersten: Gäste aus aller Welt dinieren im «Gotthard», dem feinsten Restaurant des Luxushotels Bellevue. Ums Hotel ragen verschneite Tannen in den Nachthimmel, dazwischen blinzeln die Lichter der Schaufenster und Bars, der Appartements und Villen hervor. Alles glitzert. Ein schwerreicher Ägypter hat das totgesagte Urserntal wach geküsst. Andermatt, im Winter 2013 zum Zweiten: Zwischen Bauruinen sammelt sich nasskalter Regen zu Pfützen. Läden und Beizen sind geschlossen. Einst kam ein schwerreicher Ägypter und versprach die goldene Zukunft. Er vergoldete seine eigene und zog weiter. Das Dorf versank in Tiefschlaf. Zwei Szenarien, berschrieben von Rahel Marti, Redaktorin der Architekturzeitschrift «hochparterre». Hoffen wir mal, dass Szenario 1 die Wirklichkeit darstellen wird. Lesen Sie den ganzen Aratikel…

05.11.2007

Wir Andermatter – ein Volk von Portiers und Zimmermädchen

Der Schriftsteller und Publizist Aurel Schmidt* hat vor Kurzem eine Kolumne auf onlinereports.ch geschrieben und widmete Andermatt darin zwei Abschnitte. Er bezeichnet Samih Sawiris als "neuen Messias". Und die Botschaft an die Andermatter zwischen den Zeilen: Seid froh und dankbar als Hotelportiers und Zimmermädchen einen Job zu finden. Lieber Aurel Schmidt, warum auch nicht, wenn die Kohle stimmt...

Hier der Auszug aus der Kolumne:
"Die Menschen sind elend, hilflos, unselbständig. Sie befinden sich in einem dunklen Loch, aus dem sie aus eigenen Stücken nicht herauskommen.Kein Wunder: Wir leben in einer Dienstleistungsgesellschaft. Steuerberater, Psychiater, Yogalehrer, Experten und Sozialagenten suchen Kundschaft und reden den Menschen ein, dass es ohne sie nicht geht. So erklärt sich das weit verbreitete Verlangen nach Führerschaft.
In Andermatt will der ägyptische Hotelier und Millionär Samih Sawiri das verschlafene Dorf vom Fatalismus des Umfahrungsverkehrs befreien und es in ein Premium-Resort umbauen. Ein Ski-Paradies soll entstehen - Schnee vorausgesetzt. Sonst muss es im Sommer ein Golfplatz tun, wo einst die Kühe weideten und die Milch für den Käse lieferten, den Goethe so sehr gerühmt hat. Die gestiegenen Boden- und Liegenschaftspreise von Göschenen das Reusstal hinunter bis Amsteg und Altdorf und von Airolo die Leventina hinunter sind die ersten Vorboten des neuen Frühlings.
Den Menschen in Andermatt ist ein Erlöser erschienen. Der Investor ist der neue Messias - auch wenn er im Urserental das Land für die Wohlhabenden und Verwöhnten in Besitz nimmt, falls sie in der Lage sind, den Preis (das heisst die Preise) dafür zu bezahlen. Die Andermatter sind froh und dankbar, als Hotelportiers und Zimmermädchen einen Job zu finden, abgesehen von ein paar Nobel-Boutiquen, für die sich schon Interessenten gemeldet haben. (...)"

Der Autor: Aurel Schmidt war bis Mai 2002 Redaktor der "Basler Zeitung" (vorher "National-Zeitung"). Er war mitverantwortlich für das jeden Samstag erscheinende "Basler Magazin" und verfasste zahlreiche philosophische Essays, Reise-Reportagen, Kommentare und Kolumnen. Schmidt lebt heute als Schriftsteller und freier Publizist in Basel.
Bild: Aurel Schmidt, Quelle: onlinereports.ch

03.11.2007

Informationsveranstaltung am 16. November

Lieber Urschnerinnen und Urschner Am 16. November 2007 informieren die Exponenten des Tourismusprojektes in der Mehrzweckhalle über den Stand der Dinge. Themen: Verfahren, Quartiergestaltungsplanung, Verkehrsfragen, Hochwasserschutz und Nachhaltigkeit. Zudem wird auf die Herausforderung für die Urschner Gemeinden eingegangen. Und last but not least beantwortet Samih Sawiris Frage aus dem Publikum. Beginn des Anlasses: 19.30 Uhr.

01.11.2007

Warme Betten für Andermatt!

Viele Schweizer Tourismusorte haben ein Problem. Es gibt zu viele Zweitwohnungen – so genannte kalte Betten – die nur wenige Wochen pro Jahr besetzt sind. Das darf in Andermatt nicht passieren.

In Laax (GR) – absoluter Spitzenreiter – beträgt der Zweitwohnungsanteil beispielsweise über 80 Prozent. Österreich hingegen zeigt, dass es auch anders geht. Im Tirol wurde die Quote für Zweiwohnungen auf 8 Prozent festgelegt. Zum Glück hat man in Andermatt die Gefahr erkannt. Kürzlich wurde im Dorf ein einjähriger Baustopp für Zweitwohnungen beschlossen. Zurzeit diskutiert der Gemeinderat gangbare Lösungen für das Dorf. Es sieht so aus, als strebe man einen maximalen Zweitwohnungsanteil von 50 Prozent an.

Zum Bericht im Urner Wochenblatt