20.08.2012

Orascom: Merh Umsatz, höherer Verlust


Sawiri’s Orascom hat mitgeiteilt, dass gemäss ersten Erkenntnissen der Umsatz im ersten Semester 2012 um 20 bis 25 Prozent gesteigert worden sei. Der  Nettoverlust dürfte mit 20 bis 30 Millionen Franken dennoch grösser ausfallen als vor Jahresfrist. Per mitte 2011 hatte Orascom bei einem Umsatz von knapp 107 Millionen Franken einen Verlust von 16 Millionen Franken geschrieben. Als Grund wurde damals der politische Umbruch in Ägypten genannt, dem wichtigsten Markt von Orascom.

Den grösseren Verlust für das erste Semster 2012 begründete Orascom mit mehreren Faktoren. Der Bruttogewinn sei wegen höheren Immobilienbaukosten tiefer ausgefallen. Hinzu kämen eine höhere Steuerlast und Wertberichtigungen auf einigen Beteiligungen in der Höhe von 10 bis 15 Millionen Franken. Wie hoch der Verlust genau ausfalle, werde von möglichen Auflösungen einiger Rückstellungen bestimmt, teilte Orascom mit. Das vollständige Halbjahresergebnis will das Unternehmen am 29. August 2012 bekannt geben.

Es wird gedrosselt
Wegen des erwarteten Halbjahresverlust dürfte Orascom die Investitionen drosseln. Man könne davon ausgehen, dass in den nächsten ein bis drei Jahren stärkere Prioritäten bei den Investitionen gesetzt werden, sagte ein Orascom-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

Orascom hatte bereits nach dem ersten Quartal die geplanten Investitionen von 140 bis 150 Millionen Franken auf 120 Millionen Franken gesenkt. Details will das Unternehmen zusammen mit dem vollständigen Halbjahresbericht bekannt geben.

Zum höheren Umsatz sagte der Orascom-Sprecher, die Hotels seien mittlerweile besser ausgelastet. Allerdings sei die Vergleichsbasis von 2011 wegen des arabischen Frühlings tief. «Wir sind noch nicht wieder auf dem Niveau von 2010», sagte er. Orascom hatte im Gesamtjahr 2011 eine Halbierung des Umsatzes auf 256 Millionen Franken hinnehmen müssen und einen Verlust von knapp 70 Millionen Franken ausgewiesen.

06.08.2012

Sawiris tritt als ASA-Verwaltungrat zurück

Samih Sawiris ist nicht mehr Verwaltungsratspräsident der Andermatt Swiss Alps AG (ASA). Er bleibt aber mit dem Tourismusresort-Projekt Andermatt verbunden. Die ASA, die das Resort baut, ist eine Tochter von Sawiris' Mutterkonzern Orascom. Neuer Verwaltungsratspräsident ist der Österreicher Gerhard Niesslein.

Laut ASA hängt der Wechsel mit dem Rückzug von Sawiris aus der operativen Führung der Orascom Development Holding AG zusammen. Diese liegt jetzt bei Niesslein. In diesem Zusammenhang sei die Zusammensetzung aller Verwaltungsräte der Tochtergesellschaften angepasst und das Management vereinfacht worden.

Die Reaktionen in Andermatt sind gemischt. Manche Bewohner interpretieren Sawiris' Rückzug als ersten Schritt zum Ausstieg aus dem Projekt.

«Pinte» und «Pub» wechseln Besitzer


Samih Sawiris und der Flüeler Unternehmer Franzsepp Arnold steigen gemeinsam in Amder,atts Nachtleben ein. Sie haben die «Pinte» und das «Pub» in Andermatt gekauft. Sie wollen damit ihren Beitrag leisten, um das Nachtleben im Dorf lebendig zu erhalten.

03.07.2012

Skigebiet: Baubeginn Frühjahr 2013?

Es soll zügig gebaut weren am neuen Superskigebiet. Baubeginn – wenn es nach Samih Sawiris geht: Frühjahr 2013. In einer ersten Etappe sind für 130 Millionen Franken Bahnerneuerungen, die Installation von Beschneiungsanlagen sowie eine «Skischaukel» als Verbindung der Skigebiete über den Oberalp geplant.

Stolperstein Umweltverbände?
Offen bleibt allerdings, ob die laufenden Verhandlungen mit den Umweltverbänden erfolgreich enden. Diese wehren sich nicht grundsätzlich gegen die Skigebietsverbindung, verlangen aber eine Redimensionierung und weniger weit gehende Eingriffe in Natur und Landschaft. Bis Ende Juli muss die ASS beim Bundesamt für Verkehr ihre Stellungnahme zu den Einsprachen einreichen. Im besten Fall kann das komplexe, auf diversen Ebenen laufende Genehmigungsverfahren Ende Jahr abgeschlossen werden.

02.07.2012

Grünes Licht für Sawiris in Tujetsch

Die Gemeinde Tujetsch hat das Übernahmeangebot von Samih Sawiris für die Sportbahnen Sedrun gutgeheissen. Der Entscheid ist mit 595 zu 90 Stimmen klar ausgefallen. Offensichtlich ist es Sawiris in den letzten Monaten gelungen, die anfänglich skeptische Bevölkerung in der oberen Surselva von der Chance eines gemeinsamen, modernisierten Skigebiets in der Gotthard-Oberalp-Region zu überzeugen. Die beiden Bergbahnen in Andermatt und Sedrun sollen unter dem Dach der Andermatt-Surselva Sport AG (ASS) zusammengeführt, die Skigebiete miteinander verbunden werden.

29.06.2012

Neues (Ungemach?) aus dem Skigebiet

Es ist zwar sommerlich heiss – sogar in Andermatt. Gleichwohl ist das künftige Megaskigebiet Andermatt-Sedrun ein Thema. Im Rampenlicht steht wieder einmal die Schwedische Firma Skistar – Sawiris‘ Wunschkandidatin in Sachen Skiarena.
Nun hat ebendiese Skistar in ihrem Neunmonatsrapport der Skiarena Andermatt-Sedrun ein kurzes Statement gewidmet: «Die Entwicklung des Skigebiets Andermatt-Sedrun in den letzten Monaten zeigt, dass die Bedingungen für einen Einstieg von Skistar in Form einer Übernahme oder einer Beteiligung momentan nicht gegeben sind.» Will Skistar aus dem Projekt aussteigen? Muss nicht sein. Denn Skistar präzisiert: Dieser Entscheid könne jederzeit neu überprüft werden, falls sich die Bedingungen und damit auch die Möglichkeiten für Skistar wieder ändern würden.

Bei Andermatt Swiss Alps (ASA) rund um Samih Sawiris gibt man sich gelassen, ob der Verlautbarung von Skistar. Skistar sei bei der Entwicklung nach wie vor dabei, sagt Alain Gozzer von ASA. Dass es nicht schneller voran geht liegt scheinbar vor allem daran, dass zuerst der Zusammenschluss der Bergbahnen Andermatts und Sedruns über die Bühne gehen muss. Gemäss Gozzer hat sich aber an der Absicht von Samih Sawiris nichts geändert, Skistar als Betreiberin der Bergbahnen einzusetzen. Skøl!

27.06.2012

Optimistisch trotz Skepsis

Samih Sawiris ist skeptisch, ob ägyptens frischgewählter Präsident Mohammed Mursi der richtige Mann für Ägyptens Wirtschaft ist. Trotzdem ist er optimistisch, was die Tourismusbranche in seinem Land anbelangt.

25.06.2012

1001 finstere Nacht


Seit Jahresbeginn hat die Orascom-Aktie 70% nachgegeben, seit dem Börsengang gar 90%. Das Sawiris-Projekt in Andermatt spielt für die Orascom kommerziell zwar nur eine untergeordnete Rolle. Aber auch hier läuft nicht alles rund. Bis Ende 2012 sollen Verkäufe und Reservationen in Höhe von 120 Mio. Fr. verbucht werden. Aber die Banken zweifeln daran, ob Sawiris dieses Ziel erreichen wird.

Hinsichtlich Ausbau des Skigebietes wurde zwar grundsätzlich ein Konsens über das weitere Vorgehen erreicht. Aber: Zwischen den Parteien bestehen laut AGS VR-Präsident Franz Steinegger nach wie vor unterschiedliche Vorstellungen.

Mehr noch: Der Orascom droht, neue finanzielle Mittel aufnehmen zu müssen. Nur: Zurzeit dürfte es recht schwierig sein, eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Denn kaum jemand würde derzeit Titel zeichnen.

Last but not least: aufgrund der politischen Situation in Ägypten hätten die Banken wohl kaum Vertrauen ins Sawiris-Geschäftsmodell und würden Orascom höchstens zu ausserordentlich hohen Zinssätzen Kredit gewähren.

 Was Max Borowski aus Jerusalem in NZZ online noch zu schreiben hat, findest Du hier…

20.06.2012

Ausbau Skigebiet: maximal 47 Millionen von Bund und Kantonen

Der Bund und die Kantone Uri und Graubünden unterstützen in den kommenden vier Jahren die Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun mit maximal 47 Millionen Franken. Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat eine entprechende Programmvereinbarung unterzeichnet.

Der Bund steuert NRP-Darlehen von maximal 40 Millionen Franken bei, die Kantone Beiträge von 7 Millionen Franken. Dies geht aus dem Umsetzungsprogramm 2012-15 des Projektes San Gottardo hervor, das unter dem Mantel der neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) läuft.

Die Initianten der Skigebietsverbindung müssen nun bei der Organisation Progetto San Gottardo Beitragsgesuche einreichen. Die beteiligten Kantone sowie der Bund entscheiden anschliessend über die effektiven Projektbeiträge. Wie hoch der Bundesbeitrag tatsächlich ist, hängt stark davon ab, welchen Beitrag die einzelnen Kantone leisten. Um NRP-Gelder zu erhalten, müssen die Projektinitianten diverse Auflagen erfüllen.

18.06.2012

Mitinvestor für Chedi

Der Arabische Frühling bedeutet Eiszeit für Samih Sawiris. Mit den Finanzen seiner Orascom steht es jedenfalls derzeit nicht zum Besten. Nicht zulezt deshalb dürfte Swiris auf der Suche nach Mitinvestoren für sein Andermatt-Projekt sein.

Nun ist er scheinbar fündig geworden. Laut finews.ch greift die Immobiliengesellschaft Swiss Finance & Property AG der gebeutelten Orascom unter die Arme. Die Swiss Finance & Property AG ist eine auf Immobilien und Hedge Funds spezialisierte Investment- und Beratungsgesellschaft.

Swiss Finance & Property soll Orascom bei der Verbriefung der noch nicht verkauften Eigentumswohnungen beraten. Zudem wolle Swiss Finance & Property für ihr eigenes Immobilien-Portefeuille ein Paket an Wohnungen im Hotelkomplex erwerben, so die Information von finews.ch.

Swiss Finance & Property AG

13.06.2012

Zermatt bittet Zweitwohungsbesitzer zur Kasse – Vorbild für Andermatt?

Zermatts Zweitwohnungsbesitzer bezahlen künftig jährlich 1,5 Prozent des Katasterwertes ihrer Zweitwohnung für Aufbau und Unterhalt der Infrastruktur. Diese Abgabe müssen sie 20 Jahre lang leisten.

Die Gebühr soll allerdings für jene Zweitwohnungen erlassen werden, die während mindestens 90 Tagen im Jahr vermietet sind. Damit will man in Zermatt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Geht die Rechnung auf, steigen Einnahmen für die Gemeinde, und die Zahl der kalten Betten verringert sich.

Angesichts der steigenden Infrastrukturkosten, die in Andermatt durch die rege Bautätigkeit entstanden sind, sicherlich auch hier ein prüfenswerter Ansatz – und zwar für die Zweitwohnungen im heutigen Dorf, wie auch im Sawiris-Satellit.

12.06.2012

Vom idyllischen Schweizer Alp-Traum zum blanken Techno-Alb-Traum


Der deutsche Radiosender Bayern 1 hat am 9. Juni auf seiner Website einen Beitrag zum Andermatter Sawiris Resort auf publiziert. Nachdem ja mehr und mehr Deutsche in unser Land strömen, um unsere Wirtschaft zu unterstützen, sei ein Blick auf den deutschen Blick auf Andermatt gestattet.

07.06.2012

Wieviel Zweitwohnungsinitiative braucht Andermatt?

Wenn der Kapitän – in diesem Fall eine Kapitänin, nämlich Frau Bunderätin Leuthard – nicht sagt, wo’s langgeht, dann machen die Matrosen, was sie wollen. Genau das passiert nun bei der Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative. Am schönsten lässt sich das in Andermatt veranschaulichen.

Da ist auf der einen Seite der Gemeindepräsident. Der sagte kürzlich, es würden keine Baubewilligungen mehr erteilt, solange Rechtsunklarheit bestünde. Auf der anderen Seite steht die Andermatt Swiss Alps. Die geht davon aus,  dass man von der Zweitwohnungsinitiative nicht betroffen sei. Denn die bewilligten Quartiergestaltungspläne nähmen die Baubewilligungen weitgehend vorneweg. Mittlerweile hat die Baukommission – trotz Rechtsunklarheit – alles klar gemacht. Sie hat die Baubewilligung erteilt. Der Gemeindepräsiden steht im Regen. Samih Sawiris frohlockt.

Aber was ist Sache?
Alain Griffel, Staatsrechtsprofessor an der Universität Zürich mit Schwerpunkt im Raumplanungsrecht, äusserte sich Ende März in der Neuen Luzerner Zeitung dahingehend, dass Quartiergestaltungspläne kein entscheidendes Argument seien. Letztlich sei für jedes Gebäude eine zusätzliche Baubewilligung notwendig. Das gelte für Samih Sawiris genauso wie für alle anderen Bauherren. Darüber hinaus sei die Zweitwohnungsinitiative höher zu gewichten als der Quartiergestaltungsplan auf Stufe Raumplanungsrecht, so Griffel. Richtig: Die Initiative macht eine Verfassungsänderung notwendig – und diese Änderung durchbricht das Raumplanungsgesetz.

Also Sistierung der Baugesuche?
Nein. Alain Griffel hält die Sistierung von Baugesuche für Resort in Andermatt für falsch. Für die Sistierung gebe es keine rechtliche Grundlage. Der Staatsprofessor ist der Ansicht, dass hängige und neue Verfahren bis Ende 2012 nach geltendem Recht abzuwickeln seien. Überhaupt, der sofortige Bewilligungsstopp wie von Frau Leuthard verkündet, verstösst gemäss Griffel sowieso gegen die Übergangslösung, die zusammen mit der Zweitwohnungsinitiative angenommen wurde.

Alles klar?
Natürlich. Bis zum nächsten Hickhack. Schliesslich hat Samih Sawiris bei der Gemeinde Andermatt erst Baubewilligung für die vier Appartementhäuser, eine einzige Villa (wahrscheinlich, diejenige, die er 2011 zu Budgeterreichungszwecken seinem Bruder verhökert hat) und 90 Wohnungen eingereicht. Geplant sind ja eigentlich letztlich 500 Ferienwohnungen, 25 Villen und 6 Hotels. Da muss Samih Sawiris vielleiht noch Gas geben mit seinen Baugesuchen. Oder hat er sein Projekt etwa redimensioniert?

06.06.2012

Baubewilligung für Sawiris

Die Baukommission von Andermatt hat grünes Licht für den Bau der Appartmenthäuser Steinadler, Hirsch, Murmeltier und Steinbock. Dies obwohl Gemeindepräsident Roger Nager Ende März gegenüber der Sendung «Schweiz aktuell» noch erklärt hatte, dass in Andermatt vorderhand keine weiteren Baubewilligungen erteilt würden. Und zwar solange noch Unsicherheiten betreffend der Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative bestünden. Soviel zu den Worten eines königlich bezahlten, professionellen Vollzeitgemeindepräsidenten (..).

No Comment
Kein Wunder, wollte Nager jetzt vor laufender Kamera in «Schweiz aktuell» keine Stellung zur doch noch erteilten Baubewilligung nehmen. Kein Kommentar übrigens auch seitens Bauherrin «Andermatt Swiss Alps» (ASA).

Immerhin warme Betten – oder?
Aber wie’s scheint müssen in den für den Bau freigegebenen Appartementhäusern immerhin Wohnungen mit Vermietungszwang realisiert werden.  Mit anderen Worten: Die ASA muss die Appartementhäuser bewirtschaften, sprich weitervermieten, wenn die jeweiligen Eigentümer die Wohnung nicht benutzen. Kalte Betten werde auf diese Weise also hoffentlich vermieden.

31.05.2012

Tiefrot oder Morgenröte?


Orascom schreibt nach einem Verlust von fast 70 Mio. Franken im vergangenen Geschäftsjahr auch im Startquartal 2012 tiefrote Zahlen. In den ersten drei Monaten hat das Unternehmen einen Verlust von 3,5 Mio. Franken eingefahren, zehnmal mehr als in der Vorjahresperiode. Ein Lichtblick ist die Umsatzentwicklung. Der Umsatz des Unternehmens stieg um 20 Prozent auf 63,5 Mio. Franken.

30.05.2012

Zweitwohungsinitiative: Speziallösung für Andermatt?

Die Annahme der Zweitwohnungsinitiative hat in Gemeinden mit über 20 Prozent Zweitwohnungsanteilen grosse Unsicherheit ausgelöst. So auch in Andermatt, wo Sawiris‘ Luxus-Resort entstehen soll. Keine Angst Samih: Rettung naht, in Form einer Ausnahmebewilligung. Aber: Das Initiativkomitee ist entsetzt.

Möglich wäre die Ausnahme in Andermatt durch den so genannten Verordnungsentwurf der Arbeitsgruppe Zweitwohnungen. Die Arbeitsgruppe kümmert sich seit Annahme der Initiative um deren Umsetzung. Der Entwurf sieht laut Recherchen von SF DRS «Schweiz aktuell»vor, dass ein detaillierter Quartiergestaltungsplan wie er in Andermatt vorliegt, einer Baubewilligung gleichkommt.

Quartiergestaltungsplan gleich Baubewilligung?
Bestätigt wird dies durch Stephan Scheidegger, Vizedirektor des Bundesamtes für Raumentwicklung und Präsident der Arbeitsgruppe in der Sendung «Schweiz aktuell»: «Wenn der Quartiergestaltungsplan die wesentlichen Punkte eines Bauvorhabens bereits verbindlich regelt, sind wir der Auffassung, dass dieser wie eine Baubewilligung behandelt werden muss.»

Für das Projekt in Andermatt könnte dies ein Glücksfall sein. Denn zurzeit liegen die Baubewilligungen für die fast 500 Wohnungen in 42 Appartements und 25 Luxusvillen noch nicht vor.

Kritik vom Initiativkomitee
Das Initiativkomitee der Zweitwohnungsinitiative kritisiert den Entwurf der Arbeitsgruppe jedoch massiv. Das sehe wie eine ‹Lex Andermatt› aus. Es gebe auch andere vergeleichbare Sondernutzungszonen in der Schweiz und das widerspräche ganz klar dem Volkswillen, so das Komitee. Dementsprechend plant das Initiativkomitee Einsprachen und ist wenn nötig gewillt, bis vor Bundesgericht zu gehen.

Die Urner Regierung und auch die Andermatt Swiss Alps wollten zur aktuellen Situation in Andermatt bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags keine Stellung nehmen.

23.05.2012

Angebot für Sedrun Bergbahnen vorgelegt


Samih Sawiris hat sein Angebot für die Sedrun Bergbahnen AG vorgelegt. Jetzt braucht er noch die Zustimmung der Stimmberechtigten aus der Standortgemeinde Tujetsch.

Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen - und zwar fast zum Eineinhalbfachen des heutigen Nominalwerts.

Grösste Aktionärin der Bergbahnen in Sedrun ist die Standortgemeinde Tujetsch mit 51 Prozent Kapitalbeteiligung. Damit die Wertpapiere umgetauscht oder verkauft werden können, ist die Zustimmung der Stimmberechtigten am Urnengang vom 1. Juli nötig. Bereits einstimmig für einen Tausch der Aktien ausgesprochen hat sich der Gemeinderat von Tujetsch.

Keine Volksabstimmung braucht es in Andermatt. Dort hat die Gemeinde beschlossen, ihre Aktien der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG in Wertpapiere der Andermatt-Surselva Sport AG umzutauschen.

21.05.2012

Gemeinde Andermatt beteiligt sich am neuen Skigebiet


Die Gemeinde Andermatt besitzt nach eigenen Angaben mehr als ein Prozent der Aktien der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG. Sie sei damit eine der Grossaktionäre, schreibt sie in der Mitteilung. Sie wird die Aktien tauschen und sich damit an der Entwicklung des neuen Skigebietes beteiligen. Mit dem Aktientausch bekräftige sie, dass sie voll und ganz hinter der geplanten Skigebietsentwicklung stehe. Grösste Aktionärin der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG ist übrigens die Korporation Ursern mit 23 Prozent.

Mehr als nur Geld für HCAP

Good News für den HC Ambri Piotta: Samih Sawiris unterstützt den Eishockeysport im Gotthardgebiet nicht nur mit Geld, sondern auch mit persönlichem Engagement.

  • Samih Sawiris beteiligt sich mit CHF 1 Million an der laufenden Kapitalerhöhung der HCAP SA (das Gesellschaftskapital wird von CHF 3,4 auf 5,1 Mio. erhöht - mit 100 % Agio auf den neuen Aktien).
  • Sawiris wirft CHF 100‘000 für die  „Stiftung Eishockeyförderung Gotthard. Die gemeinnützige Stiftung, die ihren Sitz in Andermatt hat, wurde am Samstag, 12. Mai 2012 gegründet.
  • Weiter tritt Samih Sawiris dem Wirtschaftsrat HCAP bei, der von Giovanni Crameri (Verantwortlicher der UBS für die Region Ticino) geführten Gruppe Gönner und Spender, die als Wirtschaftsberater des Club dient und zur Deckung der Betriebsdefizite des HCAP beiträgt. In diesem Rahmen wird Sawiris den HCAP in den nächsten drei Jahren mit je CHF 50'000.— unterstützen.

10.05.2012

Sawiris informiert Sedrun über Aktienkauf

Am Samstag informiert die Sedruner Bevölkerung am Samstag, 12. Mai, über Aktienkauf.

Um die geplante Skigebietsverbindung zwischen Sedrun und Andermatt realisieren zu können, braucht die Andermatt Swiss Alps AG Aktienmehrheiten der Sedrun Bergbahnen und der Andermatt Gotthard Sportbahnen.

Bereits seit einiger Zeit ist Sawiris' Angebot bekannt: 140 Franken je Aktie der Sedrun Bergbahnen AG, 20 Franken je Aktie der Andermatt Swiss Alps AG. Die Angebote liegen laut Andermatt Swiss Alps AG 30 bis 40 Prozent über dem aktuellen Handelswert.

Da die Aktienmehrheit der Sedrun Bergbahnen nach wie vor im Besitz der politischen Gemeinde Tujetsch liegt, wollen Sawiris, die Sedrun Bergbahnen AG und die Gemeinde am Samstagnachmittag die Öffentlichkeit in Sedrun informieren. Abgestimmt über den Umtausch der Aktien wird am 1. Juli.

08.05.2012

Sawiris wird «Biancoblu»


Samih Sawiris wird definitiv bei HC Ambri-Piotta einsteigen. Details zum Engagement will Ambri am kommenden Samstag, 12. Mai, bekannt geben.

Nun ist es definitiv, dass Sawiris, der sich bereits im Fussball beim FC Luzern beteiligt, auch im Eishockey engagiert. Die Tessiner bestätigen am Montag, 7 Mai,  dass eine Einigung mit Sawiris über eine Zusammenarbeit erzielt zu haben. Am Samstag wird an einer Medienkonferenz im Beisein von Sawiris, Lombardi, dem Urner Landammann Joseph Dittli und Vertretern der ersten Mannschaft über die Details informiert.

Millionensegen für Ambri?
Ob Sawiris Millionen in die Leventina bringen wird ist fraglich. Man erinnere sich: Im März kündigte HCAP-Präsident Lombardi im «Blick» bereits an: «Er wird sich beteiligen, aber keinen Millionen-Segen bringen. Die Lage ist und bleibt schwierig.»

Was reizt den Sawiris an Ambri?
Sawiris im Januar in der Handelszeitung: «Ein Grossprojekt wie Andermatt braucht abwechslungsreiche Freizeitangebote in der Nähe. Deshalb investiere ich in Sportvereine. Das ist nicht wahnsinnig teuer, sichert das Überleben der Teams und bringt unseren Gästen einen Mehrwert - der Besuch eines Spiels von Ambri-Piotta ist ja immer ein tolles Erlebnis.»

07.05.2012

Tauwetter bei den Bergbahnen

Erstaunliche Mitteilung der Bergbahnen Engadin St. Moritz (Best): Das Unternehmen werde Mühe haben, den Ausbau der Anlagen in Zukunft selber finanzieren zu können, äusserte sich darin der Verwaltungsrat. Das legt folgende Frage nahe: Wie schlecht muss es um die Bergbahnbranche bestellt sein, wenn ein Anbieter in einer der bekanntesten Regionen der Alpen finanziell an Grenzen stösst?

Die NZZ hat am 5. Mai diese Frage aufgeworfen und kommt zum Schluss, dass die Lage ernster sei, als viele in den Alpen wahrhaben wollen. Und: „Umso riskanter und in vielerlei Hinsicht fragwürdig ist es daher auch, in Andermatt ein weiteres, subventioniertes Skigebiet aus dem Boden zu stampfen“, so die NZZ.

Die Fakten offenbaren tatsächlich kein rosiges Bild:

  • In den vergangenen zehn Jahren hat die Zahl der Skierdays, also der Ersteintritte in die Skigebiete, um die Marke von 27 Mio. geschwankt.
  • Die Schweizer zieht es vermehrt nach Österreich. In der vergangenen Wintersaison ist die Zahl der von Schweizern gebuchten Logiernächte im Nachbarland um 16% gestiegen.
  • Es ist illusorisch, auf grossen Gästezuwachs aus dem europäischen raum zu hoffen. Wie sehr beispielsweise der italienische Mittelstand unter Druck ist, hat das Oberengadin mit voller Härte zu spüren bekommen. Die Hotels mussten in der Wintersaison laut Schätzungen bei den italienischen Gästen einen Rückgang von 30% verkraften.
  • Deutsche und niederländische Gäste haben sich in den Schweizer Alpen rarer gemacht. Bei ihnen läuft viel über Preis/Leistung, weshalb Österreich mehr denn je eine Alternative zur Schweiz ist.
Ob vielleicht die Touristen aus Asien diese Lücken füllen? Wohl kaum. Die Tourismusbranche wünscht sich zwar Skifahrer aus Asien. Aber sind zufrieden, wenn sie sich ein paar Stunden auf dem Titlis oder dem Jungfraujoch im Schnee tummeln können. Bretter anzuschnallen, komme ihnen nicht in den Sinn, so die NZZ.


Bericht in der NZZ lesen

24.04.2012

Grüsse aus dem Europapark

In Andermatt stockts heute mit der Schneeschmelze. Dicke Flocken am Himmel. Mit Bauen im Resort dürfte im Augenblick noch nicht viel los sein im Resort. Ab und an sieht man jedoch wieder eine paar orangebetuchte Bauarbeiter, die in den kühlen Mauern des Chedi rumschleichen. Warm-up mit Innenausbau.


Aber darum gehts nicht. Eben waren noch Schulferien im Urserntal. Viele Familien verbrachten ein paar Tage im Europapark von Rust. Achterbahn fahren. Was sicher vielen die Orascomaktie in Erinnerung rief. Damit lässt sich das informationsmässige Frühlingsschneeloch perfekt stopfen. Auf der Grafik die Entwicklung der Aktie seit deren Kotierung im Mai 2008. Rückgang bis heute: minua 89,68%. Berg- und (oder vor allem) Talfahrt. Adrenalin pur - zumindest für die Aktionäre.

16.04.2012

Bund lobt Planung in Andermatt

Blumen aus Bern: Der Bund beurteilt die Planung des Tourismusresorts Andermatt als beispielhaft. Vor allem das gemeinsame Vorgehen erntet Lob.

In einem Bericht des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) zur Wirtschaftsförderung und nachhaltigen Entwicklung ist das Sawiris-Projekt von Andermatt als gutes Beispiel aufgeführt. Der Bund lobt vor allem die Prozesse, die vor dem Baustart abgelaufen sind. Bund, Kanton, Gemeinde, Bevölkerung und Umweltorganisationen seien bei der Planung stets einbezogen worden.

10.04.2012

Steinegger entspannt


Samih Sawiris übernimmt die Gemsstock-Oberalp-Skiarena. Die Übernahme durch die Schwedische Skistar wurde abgewehrt. Katastrophen-Franz sei Dank. Zumindest in den Medien ist er der Held. Steinegger gegenüber dem Tages Anzeiger: «Man kann entspannt sein, wir haben die Interessen unserer Aktionäre verteidigt.» Bravo Franz.

Aber halt: Es könnte ja durchaus sein, dass Sawiris den Schweden die Türe wieder öffnet, oder? Das mag der Franz nicht mehr gross kommentieren. «Das liegt nicht mehr in meinem Einflussbereich und ist Sache der neuen Trägerschaft», so Steinegger im Tagi.

05.04.2012

Sawiris-Salär halbiert

Armer Samih Sawiris: Sein Gehalt als Konzernchef der Orascom hat sich 2011 von 1,5 Mio. auf 742'000 Franken halbiert. Das geht aus dem Geschäftsbericht von Orascom hervor, der am 4. April veröffentlicht wurde. Allerdings erhielt er wie im Vorjahr 170'000 Franken Entschädigung für sein Amt als Verwaltungsratspräsident der Orascom.


Sein Nachfolger als Konzernchef, Gerhard Niesslein, erhielt für die Monate November und Dezember des vergangenen Jahres 243'475 Franken. Aufs Jahr hochgerechnet wäre das eine Entschädigung von 1,46 Mio. Franken.

Bergbahnverkauf in Tujetsch umstritten

Der geplante Verkauf der Bergbahnen Sedrun an Samih Sawiris ist in Tujetsch offensichtlich  umstritten. Namentlich dazu Stellung nehmen wolle jedoch kaum jemand. Das berichtet die „Südostschweiz“ in Ihrer Ausgabe vom 5. April.

04.04.2012

Sawiris‘ Bergbahndeal auf einen Blick

Samih Sawiris hat bei den Bergbahnen zugeschlagen. Hier ein paar Details zum Deal:
  • Samih Sawiris‘ Andermatt Swiss Alps AG geht davon aus, dass die Andermatt Gotthard Sportbahnen AG und die Sedrun Bergbahnen AG je 12 Millionen Franken wert sind.
  • Aktionäre der Andermatt Gotthard Sportbahnen können eine Aktie mit dem Nominalwert von 20 Franken gegen eine Aktie der Andermatt-Surselva Sport AG zum Nominalwert von 25 Franken tauschen. Möglich ist auch ein Verkauf der Aktie zu 20 Franken. Der Handelswert beträgt 15 Franken.
  • Das Aktienkapital der Andermatt Gotthard Sportbahnen ist auf rund 484'000 Aktien verteilt. Grösste Aktionärin ist die Korporation Ursern mit 23 Prozent.
  • Die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG haben einen Nominalwert von 100 Franken. Eine Aktie kann gegen 15,49 Aktien der Andermatt-Surselva Sport AG getauscht oder für 140 Franken verkauft werden. Der Handelswert beträgt 100 Franken.
  • Das Aktienkapital der Sedrun Bergbahnen verteilt sich auf 30'000 Aktien. Grösste Aktionärin ist die Gemeinde, sie hält 51 Prozent.

03.04.2012

Alles Paletti im neuen Skigebiet?

Wie die Medien berichten, sind sich die Verwaltungsräte der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG und der Sedrun Bergbahnen AG mit Samih Sawiris einig geworden und haben seinem Angebot zugestimmt.

Damit sei ein Etappenziel erreicht, sagte der Urner Regierungsrat Isidor Baumann heute, 3. April, auf dem Oberalppass.

Gemäss Sawiris ist das Angebot an die Aktionäre sei nicht nur fair, sondern grosszügig. Die Entwicklung der beiden Skigebiete sei eine gute Sache für die ganze Region.

Sawiris macht das Übernahmeangebot über die Andermatt Swiss Alps AG, die das Resort in Andermatt baut. Andermatt Swiss Alps ist bereits heute über die Andermatt-Surselva Sport AG an den Bergbahnen (Andermatt: 16 Prozent, Sedrun 10 Prozent) beteiligt. Ziel ist es, diese Beteiligungen auf je mindestens 67 Prozent zu erhöhen. Ab Frühling 2013 soll gebaut werden.

Bauwerk oder nur Bauten?


Abgesehen von den Hotelbauten hat Sawiris in Andermatt erst für rund 90 Ferienwohnungen und eine Luxusresidenz eine Baubewilligungen. Für den grossen Rest des Resorts – rund 400 Ferienwohnungen und zwei Dutzend weitere Luxusvillen – sind die entsprechenden Gesuche bei der Gemeinde noch nicht einmal deponiert. Das könnte sich katastrophal für Sawiris auswirken.

Brief an Bundesrätin Leuthard
Um möglichst rasch Rechtssicherheit zu schaffen, hat die SVP Uri diese Woche einen offenen Brief an Bundesrätin Doris Leuthard geschrieben. Die Partei fordert darin eine schnelle Klärung sämtlicher Fragen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Weber-Initiative.

UVEK Arbeitsgruppe klärt rechtliche Fragen
Doris Leuthard hatte sich in einer ersten Reaktion noch am Abstimmungstag auf den Standpunkt gestellt, das Resort in Andermatt sei weit fortgeschritten und werde von der Volksinitiative nicht mehr tangiert. Einen Tag später relativierte aber das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) die offensichtlich zu voreiligen Aussagen der eigenen Chefin. Bezüglich Andermatt stellten sich bei der Umsetzung sehr wohl rechtliche Fragen, die vom Wortlaut der Initiative keineswegs eindeutig beantwortet würden, hiess es nun. Eine vom Uvek eingesetzte Arbeitsgruppe ist mittlerweile damit beschäftigt, diese rechtlichen Fragen zu klären.

Integrales Entwicklungsprojekt
Die Urner Regierung und auch die Andermatt Swissalps macht derweil geltend, dass es sich beim Projekt nicht um einzelne Häuser, sondern um ein integrales Entwicklungsprojekt handelt. Justizdirektorin Heidi Z'graggen spricht von einem Gesamtbauwerk, das zu wesentlichen Teilen bereits erstellt sei. Es dürfe nicht sein, dass der Bauprozess nun abgebrochen wird und die schon geleisteten Investitionen wertlos würden, warnt sie.

Grosses Treffen auf dem Oberalppass

Im Gasthaus Piz Calmot auf dem Oberalppass verkündet Samih Sawiris am Dienstag, 3. April, seine Lösung für das festgefahrene Zukunftsprojekt der Skigebiete: Er wendet sich direkt mit einem Kaufangebot an die Aktionäre.

Die beiden Bergbahnen sollen in den Besitz der zukünftigen Betreiberin des Skigebietes Andermatt-Surselva Sport (ASS) übergehen. Als Alternative zum Verkauf bietet Sawiris den Aktionären einen Tausch gegen Anteile seiner Tochtergesellschaft ASS an. Es scheint, als stünden alle Beteiligten hinter der pragmatischen Lösung, zumal Sawiris für die Aktien einen lukrativen Preis zahlen will.

Sowohl der Urner Regierungsrat Isidor Baumann wie auch die Verwaltungsratspräsidenten der Bergbahnen, Franz Steinegger und Peter Furger, sind heute neben Sawiris auf dem Pass. Mit dem Kaufangebot reagiert Sawiris auch auf den drohenden Abzug des Investors Skistar. Die schwedische Firma kündete Anfang März die Zusammenarbeit mit den Andermatt-Gotthard-Sportbahnen (AGB). Skistar konnte keinen Konsens mit AGS-Präsident Steinegger finden. Dieser zweifelt an der Wirtschaftlichkeit des geplanten Ausbaus. Der geplante Verkauf ist aber auch für Steinegger ein gangbarer Weg.

02.04.2012

Grosses Loch in Sawiris' Kasse

Samih Sawiris hat mit Orascom Verluste einstecken müssen: Im vergangenen Geschäftsjahr schrieb Orascom ein Minus von 69,7 Millionen Franken. Noch im Vorjahr stand ein Reingewinn von 94,9 Millionen in den Büchern.


Ostern naht, das Leben wird bunt, die Plastikhülle beim Chedi fällt schon wieder. Es überrascht daher nicht, dass das Unternehmen verlauten lässt, das Tourismusprojekt in Andermatt trotz schreite trotz aller Orascom-Regenwolen gut voran. Es hätten bereits Verkäufe in Höhe von 70,9 Millionen Franken getätigt werden können. Ob das Neuverkäufe sind, ist den Verlautbarungen allerdings nicht zu entnehmen...

Zweitwohnungsinitiative gravierende Auswirkungen für Sawiris

Das Thema Zweitwohnungsinitiative wird uns wohl noch eine Weile begleiten. Diese könnte laut neusten Medienberichten gravierendere Auswirkungen für Samih Sawiris haben als angenommen. Denn: Am Schluss sei die Baubewilligung entscheidend, sagt der renommierte Staatsrechtsprofessor Alain Griffel von der Universität Zürich gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung.

Die Zweitwohnungsinitiative sei höher zu gewichten als der Quartiergestaltungsplan auf Stufe Raumplanungsrecht. Eine Sistierung der Baugesuche hält er aber dennoch für falsch. Hängige und neue Verfahren sollten bis Ende des Jahres nach geltendem Recht abgewickelt werden, erklärt der Rechtsexperte. Bei einer Sistierung bis Ende Jahr würden die Baugesuche nichtig, warnt Griffel.

26.03.2012

Nun offeriert Sawiris

Es kommt Bewegung in die Verhandlungen über eine Fusion der Skigebiete Andermatt und Sedrun. Aus Sorge (..) vor einem Rückzug des schwedischen Investors Skistar hat Samih Sawiris den Andermatt-Gotthard-Sportbahnen (AGS) und den Sedruner Bergbahnen (SB) ein Angebot unter­breitet. Das bestätigten der AGS-­Verwaltungsratspräsident Franz Steinegger und sein Pendant bei den SB, Peter Furger gegenüber den Medien.

Das Angebot von Sawiris könnte bedeuten, dass nicht Skistar, sondern Andermatt Swiss Alps die Mehrheit über die neuen Bergbahnen übernehmen will. Noch haben sich weder Andermatt Swiss Alps noch der Kanton Uri zu den neuesten Entwicklungen geäussert.

19.03.2012

Skigebiet: Ultimatum ungenutzt verstrichen


Bis am 16. März hätten die Bergbahnen von Andermatt und Sedrun Investor Skistar Kooperationsmodelle für die Skigebietsverbindung schicken sollen. Wie die Medien berichteten, sind die gewünschten Unterlagen offenbar ausgeblieben.

Bis Mitte dieses Monats, so hatte es der schwedische Investor Skistar in den letzten Wochen wiederholt kommuniziert, erwarte er von den Andermatt Gotthard Sportbahnen (AGS) und von den Bergbahnen Sedrun konkrete Vorstellungen über die künftige Zusammenarbeit und Organisation der geplanten Skigebietsverbindung Andermatt-Sedrun.

Obwohl dieses „Ultimatum“ ungenutzt verstrichen ist, ist Skistar laut Medienberichten immer noch daran interessiert, in die Andermatt-Oberalp-Arena zu investieren. Vielleicht weil Skistar dennoch Post aus Andermatt erhalten hat. Zwar keine konkreten Zusammenarbeitspläne, aber ein Schreiben der Korporation Ursern. In diesem Schreiben fehlen gemäss den Berichten die Details. Aber so wie es aussieht, steht genug darin, um Skistar zu einem Aufschub des Ultimatums zu bewegen.

15.03.2012

Sawiris von Zweitwohnungsinitiative doch betroffen?

Ob sich die Annahme der Zweitwohnungsinitiative vom vergangenen Sonntag, 11. März 2012, auf das Resort von Samih Sawiris auswirkt, ist offenslichtlich doch etwas unklar. Grund: Noch sind nicht sämtliche Bauten bewilligt. Laut Roger Nager, Gemeindepräsident von Andermatt, wollte man keine Bewilligungen auf Vorrat erteilen. Die Verantwortlichen in Andermatt wie auch die Urner Regierung berufen sich jedoch auf die vorliegenden Quartierplan-Bewilligungen und machen geltend, dass diese den einzelnen Baubewilligungen sehr nahe kämen.

14.03.2012

Neue Köpfe an der Spitze der Andermatt Swiss Alps

Robert Fellermeier übernimmt Ende März die Geschäftsführung bei Andermatt Swiss Alps von Gérard Jenny. Christof Birkhofer ist neuer Verkaufschef. Beide waren schon bisher für das Unternehmen tätig.

Robert Fellermeier war laut Medienmitteilung vom Dienstag, 13. März, seit Dezember 2010 Head Destination Operation bei Andermatt Swiss Alps. Christof Birkhofer arbeitet seit Januar 2010 als Head Special Projects Real Estate bei Orascom und ersetzt den Ende Januar ausgeschiedenen Jürg Maurer.

13.03.2012

Zweitwohnungsinitiative: Doch Folgen für Sawiris-Projekt?

Da war ja noch was: Im Zuge der Skigebietverbindung nach Andermatt ist nahe der Talstation bei Sedrun ein Resort mit rund 700 Betten geplant, davon 30 Prozent unbewirtschaftete Zweitwohnungen.

Dahinter steht wie in Andermatt Samih Sawiris' Andermatt Swiss Alps AG. Im Mai 2011 hatten die Tujetscher Stimmbürger die nötige Teilrevision der Ortsplanung genehmigt, die im November von der Bündner Regierung bewilligt wurde und derzeit durch die Umweltverbände vor Verwaltungsgericht angefochten wird.

Ob das Projekt nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch realisiert werden kann, ist offen.

12.03.2012

Von "Skistars" und Sündenböcken

Skistar droht aus dem Skiprojekt in Andermatt auszusteigen.  So zumindest zitiert die SonntagsZeitung Firmeninsider.  Sündenbock ist neuerdings aber nicht mehr Franz Steinegger. Jetzt soll es Benno Nager sein, seines Zeichens Verwaltungsrat der Andermatt Swiss Alps. Oder eben nicht mehr Verwaltungsrat. Denn er hat eben diesen VR letzte Woche verlassen. Gemäss Steinegger war dieser Abgang überfällig, da Nagers Aktionen den Interessen von Sawiris zuwider liefen.

Der Schnee in Andermatt schmilzt langsam. Und die Vision eines Topskigebietes mit Skistar scheint sich ebenfalls zu verflüchtigen. Zumindest scheint es derzeit so.



Baustopp für Zweitwohnungen gilt nicht für Sawiris

Selten hat ein Volksentscheid derart direkte Auswirkungen wie das Ja zur Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau. Der neue Verfassungsartikel 75b gelte ab sofort, sagte Umweltministerin Doris Leuthard. «In allen Gemeinden, in denen der Anteil bereits mehr als 20 Prozent beträgt, kann man ab heute keine Zweitwohnungen mehr bauen.» Wohnungen, deren Bau bereits bewilligt ist, könnten aber noch erstellt werden.

Da in Andermatt die Bewilligungen bereits erteilt sind, ist gemäss Leuthard das Projekt von Sawiris vom Baustopp nicht betroffen.

08.03.2012

Ausbau Skigebiet: Zieht sich Skistar zurück?

Das Hickhack um den Ausbau des Skigebietes geht weiter. Zuerst Korruptionsvorwürfe gegen Skistar- und Peab-Miteigentümer Erik Paulsson. Nun soll sich Skistar laut Medienberichten vom Engagement in Andermatt-Sedrun distanzieren.

05.03.2012

Korruption bei Skistar

Eben vermeldete die Urner Regierung die frohe Botschaft, dass die Andermatt Sportbahnen AG und die Sedrun Bergbahnen AG zur Fusion bereit seien und die Aktienmehrheit an Skistar abtreten. Keine Woche später die Hiobsbotschaft: Am 24. Februar wurde in Stockholm gegen den Verwaltungsratspräsidenten von Skistar und Peab-Miteigentümer Erik Paulsson wegen schwerer Korruption der Prozess eröffnet. Paulsson wird vorgeworfen, schwedische Beamte bestochen zu haben. Ein weiteres Verfahren wegen Bestechung läuft in der schwedischen Stadt Falun. In Göteborg wurde Peab 2007 zudem wegen Preisabsprachen verurteilt.

Zur Frage, ob dieser Korruptionsfall Auswirkungen auf das Projekt in Andermatt hat, wollte die Urner Regierung bisher keine Antworten geben. 

02.03.2012

Steinegger gibt nach

Wie der Blick vermeldet, rückt die Skigebiet-Verbindung mit Sedrun näher. Die Bergbahnen überlassen Sawiris und Co. die Mehrheit.

Bericht im Blick lesen....

27.02.2012

SonntagsZeitung: Die Ausreden von Sawiris

Der starke Franken habe dem Projekt am meisten geschadet, er habe bei den ausländischen Käufern für Unsicherheit gesorgt. So begründet Samih Sawiris die schleppenden Wohnungsverkäufe in New Andermatt . Und so steht es auch in der Medienmitteilung der Andermatt Swiss Alps (ASA), Tochter der börsenkotierten Orascom Development Holding: «Der starke Franken, die unsichere Wirtschaftslage und die Diskussionen über die Entwicklung des Skigebiets führten bei den Kunden zu einer gewissen Zurückhaltung.»

Das sei merkwürdig, meint die SonntagsZeitung. Denn ausserhalb Andermatts laufe das Immobiliengeschäft wie geschmiert - trotz starkem Franken und unsicherer Wirtschaftslage.


Den Bericht der SonntagsZeitung lesen…

16.02.2012

Statistiken lügen nicht

Zur Erinnerung im Nachgang der Infoveranstaltung vom Montag und der Medieninformation am Dienstag ein paar Zahlen:

Im Vollausbau will Sawiris in Andermatt 490 Appartements in Mehrfamilienhäusern, 120 Appartements im Chedi und 25 Villen zum Verkauf, insgesamt also 635 Einheiten bauen.

Davon sind seit dem Verkaufsstart vor bald zwei Jahren allerdings erst 36 Einheiten oder 5,7 Prozent verkauft worden. Oder anders herum: Im Vollausbau soll das Resort – verteilt auf die Hotels, Eigentumswohnungen, Appartements und Villen – 4300 neue Betten anbieten. Mit den verkauften 36 Einheiten und den 50 Chedi-Hotelzimmern sind aber erst 350 Betten im Markt platziertDas sind rund 8 Prozent.

Weitere Details sind in einer Reportage im Tages Anzeiger online zu lesen.


Zum Tagi…

15.02.2012

Verkaufsziele verfehlt

Was man allenthalbenahnte, hat sich bestätigt: Samih Sawiris hat mit seinem Resort in Andermatt im Kanton Uri sein Verkaufsziel für das letzte Jahr verfehlt.

2011 seien im Bau befindliche Ferienwohnungen im Wert von CHF 103 Mio. gekauft oder reserviert worden. Budgetiert hatte Sawiris Verkäufe von 120 Mio. Immerhin gab die Medienkonferent vom 14. Februar Aufschluss darüber, was effektiv verkauft und was nur reserviert ist: Von den 2011 getätigten Abschlüssen entfielen CH£F 72 Mio. auf Verkäufe und 31 Mio. auf Reservierungen.

Neuer Standort für Sportzentrum
Keine grossen Neuigkeiten also. Ausser vielleicht, dass das Sportzentrum jetzt neu bei der Mehrzweckhalle zu stehen kommen soll. und nicht beim Kreisel wie bisher geplant. Darüber wurde die Bevölkerung bereits einen Tag vor dem Medienanlass, am Montag, informiert. Das bedeutet, zuerst, dass erneut Planungsarbeiten anstehen. Faktisch komme das einem Aufschub bei der Realisierung des Sportzentrums gleich, wie man aus kritischen Kreisen vernimmt.


13.02.2012

Transparenz statt Zahlenjongliererei!

Am 14. Februar gibt Orsascom-Tochter Andermatt Swiss Alps die neusten Verkaufszahlen im Andermatt-Resort bekannt.

Die Frage, welche Investoren, Einwohner des Urserntals und die interessierte Öffentlichkeit besonders interessieren dürfte: Wie viele Wohnungen sind inzwischen verkauft worden?

Transparent Verkaufszahlen gefordert
Zuletzt war die Rede von 50 von insgesamt 120 Eigentumswohnungen. Allerdings lässt sich nach wie vor nicht eruieren, wie viele davon effektive verkauft wurden, und wie viele lediglich reserviert. Es bleibt zu hoffen, dass die ASA für einmal transparent informiert.

Verlust statt Vertrauen
Fakt ist jedoch: Samih Sawiris hat bei seinen Käufen eigener Aktien seit letztem August einen Verlust von 1,17 Millionen Franken erlitten, wie Berechnungen von „cash“ aufzeigen. In der Regel gelten Aktienkäufe des Managements als vertrauensbildende Massnahme gegenüber den Anlegern. Allerdings hat dieses Stützprogramm von Sawiris dem Aktienkurs von Orascom nicht geholfen. Seit dem 19. August 2011 haben die Titel von Orascom einen Viertel ihres Werts eingebüsst.

Und: Mit einem Minus von vier Prozent seit Anfang Januar gehört Orascom zu den wenigen Titeln, die 2012 Kursverluste erlitten haben.


09.02.2012

"Neue" Porta-Alpina-Idee


Samih Sawiris hat wieder mal ne neue Idee im Kopf. Er will den Neat-Stollen in Sedrun nach der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels im Jahr 2016 als Touristenattraktion nutzen, wie das «St. Galler Tagblatt» berichtet. Mit einem Lift sollen Besucher in einen 800 Meter tief gelegenen Ausstellungsraum gelangen.

Hier noch eine Idee (damit sie dem Samih S. nicht ausgehen): warum nicht einen Lift im heutigen „alten“ Bergtunnel bauen. Der würde dann direkt hinauf auf den Dorfplatz von New Andermatt führen. Das wären dann nur etwa 400 Höhenmeter, die es zu überwinden gilt. Und ein Erlebnis der besonderen Art für künftige Andermatt-Gäste.

06.02.2012

bergstimme.ch

Ein kleiner Hinweis: Unter dem Namen www.bergstimme.ch ist eine neue Internet-Plattform ins Leben gerufen worden. Ziel: Informationen über die neue Entwicklung der Skiinfrastruktur auszutauschen.


"Die Leute werden nicht genügend über die Entwicklung des Projekts informiert." Wir können nicht einfach herumsitzen und nichts unternehmen. Das Projekt befindet sich nicht dort, wo es laut offiziellen Angaben sein sollte", sagt Kevin Obschlager, einer der Organisatoren der Website und Mitbesitzer des River House Boutique Hotels, gegenüber swissinfo.ch.

03.02.2012

Medienkonferenz 14.02.2012, 10.30 Uhr

Am Dienstag, 14. Februar 2012, 10.30 Uhr, orientieren Samih Sawiris, Chairman Orascom Development Holding, Dr. Gerhard Niesslein, CEO Orascom Development Holding und Gérard Jenni, Geschäftsführer Andermatt Swiss Alps AG, im Sales- und Info-Center in Andermatt (Gotthardstrasse 2) über den aktuellen Projektstand von Andermatt Swiss Alps.

Wer dem Samih Sawiris schon heute (Freitag) Fragen stellen will, findet ihn heute Abend im Restaurant Bären. Wie man hört, soll er dort die neue Gourmetküche ausprobieren.

02.02.2012

Russi und Sawiris im Interview

Der Blick hat kürzlich ein Interview mit Skilegende Bernhard Russi und Resortinvestor Samih Sawiris geführt. Was die beide zu sagen haben lesen Sie hier…

26.01.2012

Urner Regierung zuversichtlich


Es ist Sache der Unternehmer, punkte Resort-Bau Vertrauen zu schaffen. Dies ist die Meinung der Urner Regierung. Desshalb will sie keine Finanzbeobachter einsetzen.

Die Urner Regierung will den Bau des Tourismusresorts in Andermatt nicht speziell zu kontrollieren. Das sagte Finanzdirektor Josef Dittli am 25. Janurar im Landrat. Thomas Kempf (SVP, Seedorf) hatte die Frage aufgeworfen, ob man die finanziellen Entwicklungen im Tourismusresort von unabhängigen Revisoren überwachen lassen solle.


Kantonale Behörden nicht zuständig
Von Seiten des Kantons bestehen gemäss Dittli keine finanziellen Forderungen gegenüber Andermatt Swiss Alps und der Orascom Development Holding AG. Deshalb könne es nicht Aufgabe des Kantons sein, die Unternehmen durch unabhängige Revisoren zu überwachen, stellte Dittli klar.

Sache der Gemeinde Andermatt
Dittli machte weiter klar, dass eine solche Überwachung  - wenn überhaupt - Sache der Gemeinde Andermatt ist. Gleichzeitig gab er sich zuversichtlich: Der Regierungsrat sehe keinen Grund, am Bau des Tourismusresorts zu zweifeln, so der Finanzdirektor. Der Regierungsrag glaube an die Fähigkeiten der Swiss Alps AG und der Orascom Development AG, das Tourismusresort in Andermatt gemäss den eingegangenen Verpflichtungen zu realisieren.

23.01.2012

Seltsame Geschäfte 2

Samih Sawiris sichert die Bauarbeiten in Andermatt mit einem Privatkredit. 125 Millionen Franken aus der eigene Tasche steckt er in das Projekt. Das wirft Fragen auf.

Das kürzlich gestreute Communiqué der Orascom Holding klang wie eine frohe Botschaft. Die Gesellschaft liess verlauten, Samih Sawiris habe ihr aus seiner privaten Schatulle einen günstigen Kredit in Höhe von 125 Millionen Franken gegeben und damit «die Finanzierung der gesamten Aktivitäten der Gruppe 2012 sichergestellt».

Mit kritischem Blick kann man die Mitteilung von Orascom auch so lesen: Ohne Sawiris’ private Geldspritze würde der Touristikkonzern in einen Liquiditätsengpass geraten.

Seltsame Geschäfte 1

Die SonntagsZeitung hat Interessantes aufgedeckt: Um in Andermatt die hochgesteckten Verkaufsziele zu erreichen, greifen Samih Sawiris und seine Mitarbeiter immer wieder mal in die Trickkiste. So wurden provisorische Reservationen als Verkäufe ausgegeben, wie die SonntagsZeitung Ende 2010 aufdeckte. An der Pressekonferenz Anfang 2011 räumte Sawiris ein, dass er das Ziel von 100 Mio. Fr. nur erreichte, weil er im letzten Moment seinen Bruder zum Kauf einer Luxusvilla überreden konnte.

Recherchen der SonntagsZeitung zeigen nun einen weiteren Kniff: Dank der Koppelung von Bauaufträgen mit dem Kauf von Wohnungen haben Sawiris Leute die Verkaufsbilanz geschönt.

18.01.2012

Andermatt Swiss Alps informiert am 14. Februar


Wie in der Basler Zeitung (BAZ) zu lesen ist, wird die ASA am 14. März über die Immoverkäufe und die nächsten Schritte im Andermatt-Projekt berichten. Die Muttergesellschaft Orascom wiederum informiert am 30. März über den Jahresabschluss.

Kreditvereinbarung
Weiter ist zu lesen, dass Orascom Kreditvereinbarungen von 125 Millionen Franken abgeschlossen hat. Mit den übrigen zur Verfügung stehenden Barmittelreserven und Kreditlinien seien die gesamten Orascom-Investitionen für 2012 gesichert, berichtet die BAZ. Mehr noch: Falls notwendig, werde Sawiris mit weiteren Mitteln auch die Finanzierung des Investitionsprogramms 2013 gewährleisten.

13.01.2012

Abhängigkeiten

Der Ausbau der Skiarena Andermatt-Sedrun ist eine Chance für die Gotthardregion. Und mit Risiken: Denn ein Scheitern des Tourismusresorts Andermatt würde auch die Skiarena gefährden. Zu diesem Schluss kommt ein publiziertes Gutachten.

Bericht von NZZ online lesen...

Cash gesucht

Sawiris‘ Orascom ist auf der Suche nach neuem Geld. "Was wir brauchen, ist Cash", wird Sawiris jüngst in Cash online zitiert.

12.01.2012

Immobilienverkauf in Andermatt harzt

Was hinter vorgehaltener Hand längst vermutet wurde, hat Samih Sawiris nun bestätigt. Der Verkauf der Immobilien harzt.

Noch sind 70 von 120 Einheiten nicht verkauft, so kann man es der Presse entnehmen. Sawiris ortet die Gründe für den Sand im Verkaufsgetriebe einerseits in der Währungssituation, was bei den ausländischen Interessenten die Nachfrage bremse. Bei den Schweizer Interessenten würde die Verzögerungen bei der Verbindung der Skigebiete von Andermatt nach Sedrun für Verunsicherung sorgen, so Sawiris.

Sawiris sieht rot


Samih Sawiris glaubt nicht, dass seine Orascom Development im abgelaufenen 2011 einen Gewinn machen wird. Das sagt er in einem Interview mit der Handelszeitung. Mitte September hatte Sawiris in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AWP noch keine roten Zahlen erwartet.

11.01.2012

Verhandlungen mit Skistar gehen weiter

Die Schwedische Skistar auf dem Absprung? Weit gefehlt! Der so genannte Letter of intent wurde zwar nicht verlängert. Gemäss Uris Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann arbeiten jedoch derzeit vier Parteien an einer gemeinsamen Lösung.

Gemäss Baumann soll sich eine gemeinsame Medienmitteilung bei den vier Parteien in der Vernehmlassung befinden. Diese soll demnächst veröffentlicht werden. Hauptbotschaft werde sein, dass Skistar im gemeinsamen Prozess weitermachen werde. Und: «Wenn vier Partner miteinander eine Abmachung treffen, sei dies sicherlich nicht weniger wert, als ein ‹Letter of Intent› zwischen zwei Parteien, so Baumann

Orascom Co-CEO tritt zurück

Das Sesselrücken im Topmanagement der Orascom geht weiter.  Amr Sheta, Co-Geschäftsführer von Sawiris‘ Orascom Development, verlässt das Unternehmen. Er wird jedoch der Sawiris-Firma mit Projekten in Andermatt weiterhin als Verwaltungsrat angehören.

10.01.2012

Warme Betten zum Xten

In einem Interview mit der BZ antowrtet Reka-Direktor Roger Seifritz auf die Frage, was er davon halte, dass Samih Sawiris in seinem Andermatt-Resort mit einer zentralen Vermietung warme Betten generieren wolle: „Ich halte das Projekt für mutig.“

Was er damit wohl genau meinte? Gegenfrage an Samih Sawiris: Investiert jemand 1,5 Mio. Franken und mehr in eine Ferienwohnung und lässt diese während seiner Abwesenheit an Dritte vermieten?

08.01.2012

Im Schneegestöber verweht

Während die Andermatter derzeit mit Schnee schaufeln beschäftigt sind, hat Skistar legt die geplanten Mega-Investition ins Skigebiet auf Eis gelegt.

In "20 Minuten" lesen...